{"id":1254,"date":"2025-03-26T15:08:42","date_gmt":"2025-03-26T13:08:42","guid":{"rendered":"https:\/\/andijah.eu\/?p=1254"},"modified":"2025-03-26T15:08:42","modified_gmt":"2025-03-26T13:08:42","slug":"wochenschnipsel-2513","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/andijah.eu\/index.php\/2025\/03\/26\/wochenschnipsel-2513\/","title":{"rendered":"Wochenschnipsel 2513"},"content":{"rendered":"\n<p>Vorhin sa\u00df ich am Schreibtisch und vernahm seltsame Ger\u00e4usche. Eine Art Fauchen war es. Nach kurzer Suche stellte sich die Thermoskanne als die Urheberin heraus. Der Deckel war nicht richtig zu und so fauchte sie leise vor sich hin. <\/p>\n\n\n\n<p>Ger\u00e4usche anderer Art gibt es im Fl\u00f6tenvideo, das ich k\u00fcrzlich aufnahm und gestern endlich online gestellt habe. Ich stelle dort meine Doppelfl\u00f6ten vor. Wer mir im Fediverse folgt, kennt den Link schon. Alle anderen bitte bei Interesse <a href=\"https:\/\/rankett.net\/w\/58RN88E2bcV92QqPSztDrm\">hier entlang<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Manche (\u00e4ltere) Orgeln machen neben den Ger\u00e4uschen, die sie machen sollen (also, T\u00f6ne) auch noch weitere Ger\u00e4usche. Mal \u00e4chzt der Luftbalg, mal klappern die Tasten, mal surrt das Gebl\u00e4se. Und mal wird die Vertretungsorganistin verwirrt, weil auf dem Registerzug etwas steht, das dann gar nicht erklingt. So ging es mir letzten Sonntag, als ich in einer Dorfkirche an der Orgel sa\u00df und mal horchen wollte, wie die &#8222;Viola da Gamba&#8220; klingt. Das ist \u00fcblicherweise ein 8-Fu\u00df-Register, was bedeutet, dass der Ton in genau der Oktave erklingt, in der ich ihn spiele. Ich spiele also ein c&#8216; (c4), und es klingt &#8211; ein c&#8220;&#8216; (c6), und wie eine Viola da Gamba h\u00f6rte es sich auch nicht an. Wie ich hinterher bei Wikipedia lesen konnte, hatte man in den 1930er Jahren die Viola ausgebaut und durch ein 2-Fu\u00df-Gemshorn ersetzt. Die Beschriftung der Registerz\u00fcge wurde allerdings nicht angepasst. Auch nicht f\u00fcr ein weiteres Register, hinter dem eine Mixtur steckt und nicht das, was drauf steht. Vertretungsdienste sind wirklich immer f\u00fcr \u00dcberraschungen gut. Und bei diesem gab es hinterher Applaus. Das ist sch\u00f6n.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Kino waren wir auch und haben uns &#8222;Like a complete unknown&#8220; angesehen, den Film \u00fcber Bob Dylan&#8217;s Anfangsjahre. Mir hat er gut gefallen, und da ich keine Dylan-Expertin bin, haben mich die dramaturgischen Freiheiten, die man sich wohl genommen hat, nicht gest\u00f6rt. Was ich festgestellt habe, ist, dass ich ganz sch\u00f6n viele Lieder auswendig kann und viele davon auch schon auf der Gitarre geschrammelt habe. Als ich so 15, 16 war, hatte ich eine intensive &#8222;Liedermacher-Phase&#8220;, habe viel zur Gitarre gesungen oder vielmehr meinen Gesang auf der Gitarre begleitet und auch selbst einige Lieder geschrieben. Im Film kam auch Woody Guthrie vor und einer meiner ersten selbstgeschriebenen Songs war melodisch stark von einem Guthrie-Song beeinflusst &#8211; was mir beim Schreiben nicht bewusst war und worauf mich mein <a href=\"https:\/\/andijah.eu\/index.php\/2017\/01\/31\/der-mann-mit-der-fleischfarbenen-badekappe\/\" data-type=\"post\" data-id=\"421\">Klavierlehrer<\/a> dann hinwies. <\/p>\n\n\n\n<p>Apropos nicht bewusst. Heute Vormittag hatte ich im Fedi einen kleinen Dialog mit Stephan und Niels u.a. dazu, wie unsere Mitmenschen uns und unsere musikalische Arbeit wahrnehmen oder oft auch nicht wahrnehmen, und dazu hatte ich letzte Woche auch ein interessantes Erlebnis. Wir waren bei Freunden zu Gast und im Wohnzimmer steht ein kleiner Fl\u00fcgel. Auf dem hatte ich vor Jahren schon einmal gespielt und da auf dem Notenpult ein Schubert-Impromptu stand und sie mir gesagt hatten, ich d\u00fcrfe mich gerne mal ans Instrument setzen, habe ich das nat\u00fcrlich auch getan und den Schubert im Grab rotieren lassen. Nein, so arg war es nat\u00fcrlich nicht, aber ich hatte dieses Impromptu einige Jahre nicht gespielt und musste mich erst wieder erinnern. Jedenfalls h\u00f6rten das alle mit, die drau\u00dfen auf der Terrasse sa\u00dfen und dann sagte einer aus der Runde, der mich seit fast 20 Jahren kennt: &#8222;Ich wusste gar nicht, dass du Klavier spielen kannst.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Da war ich f\u00fcr einen Moment doch baff. Ja, ich hatte vor einigen Jahren mal eine l\u00e4ngere musikalische Pause, aber aus meiner Vergangenheit diesbez\u00fcglich hatte ich nie ein Geheimnis gemacht. Trotzdem war es f\u00fcr diese Person eine neue Erkenntnis. <\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht machen wir irgendwann mal ein kleines Wohnzimmerkonzert dort. &#8222;Sorge du f\u00fcr die Musik, ich sorge f\u00fcr den Wein&#8220;, sagte unser Freund, und das halte ich f\u00fcr eine charmante Idee.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Letztes noch, bevor es hier zu lang wird: ich werde im Dezember das Vergn\u00fcgen haben, bei einem Adventskonzert wieder Solo zu singen. Unsere \u00fcbliche Solist*innen-Besetzung besteht aus vier Personen, und beim geplanten Programm sind f\u00fcnf Solist*innen vorgesehen. Zu Sopran und Alt kommt ein Mezzosopran, und diesen Part darf ich \u00fcbernehmen. Darauf freue ich mich sehr. <\/p>\n\n\n\n<p>Danke f\u00fcrs Lesen! Heute war &#8222;nur&#8220; Musik, aber das kennt Ihr ja von mir. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorhin sa\u00df ich am Schreibtisch und vernahm seltsame Ger\u00e4usche. Eine Art Fauchen war es. 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