{"id":1429,"date":"2025-12-10T10:48:54","date_gmt":"2025-12-10T08:48:54","guid":{"rendered":"https:\/\/andijah.eu\/?p=1429"},"modified":"2025-12-10T10:48:54","modified_gmt":"2025-12-10T08:48:54","slug":"wochenschnipsel-2550","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/andijah.eu\/index.php\/2025\/12\/10\/wochenschnipsel-2550\/","title":{"rendered":"Wochenschnipsel 2550"},"content":{"rendered":"\n<p>Bevor es in den heutigen Wochenschnipseln nur um Hunde geht, ein kleiner \u00dcberblick \u00fcber das, was musikalisch los ist. Am letzten Sonntag fand ein von einem Frauenteam gestalteter Gottesdienst statt, traditionell immer am zweiten Advent, mit anschlie\u00dfendem Suppenb\u00fcffet. Sehr sch\u00f6n fand ich diesmal, dass in den Texten und Gebeten mehrfach die Rede davon war, dass alle dazugeh\u00f6ren, egal, wie sie aussehen und wen sie lieben. Ein starkes Signal, und sehr n\u00f6tig! Die Suppen waren ebenfalls lecker und dass meine \u00e4lteste Freundin zu Besuch war, kr\u00f6nte ein sch\u00f6nes Wochenende.<\/p>\n\n\n\n<p>Und dann kam am Montag zu aller Arbeit, die im Moment auf meinem Tisch liegt, noch ein zus\u00e4tzlicher Job. Weil f\u00fcrs Konzert am dritten Advent ein krankheitsbedingter Ausfall zu verzeichnen ist, habe ich die gro\u00dfartige Aufgabe, von zwei gro\u00dfen Chorwerken (mit Orchester und Solostimmen) den Orgelpart zu lernen, um beim Konzert die Orgel zu spielen. Nat\u00fcrlich darf ich auch wie geplant noch das Mezzosopran-Solo singen. <\/p>\n\n\n\n<p>Aber eigentlich wollte ich in den heutigen Wochenschnipseln haupts\u00e4chlich \u00fcber unsere Vierbeiner sprechen. Ich bin mit Hunden aufgewachsen. Der erste Hund kam ins Haus, da war ich zwei Jahre alt. Wenn ich den Erz\u00e4hlungen meiner Eltern glaube, dann wollte ich wohl erst eine Katze, aber als dann der Welpe kam und mich erst einmal zu Boden warf und wir dann beide auf der Erde herumrollten, war es um mich geschehen und wir liebten uns von diesem Moment an. Sp\u00e4ter, in meiner Zeit in London, wurde ich von einer Katze adoptiert, aber das ist eine andere Geschichte.<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Eltern hatten immer Hunde. Meist zwei, manchmal auch drei. Und ich konnte aus beruflichen und anderen Gr\u00fcnden keinen haben. <\/p>\n\n\n\n<p>Dann kam das Jahr 2018, in dem ein wilder Hund bei meinen Eltern einzog. Ein kleiner Sturkopf war bereits da, eine Mischung aus Dackel und Schnauzer, wobei meine Mutter den Dackelanteil stets verneinte; und dazu kam dann eine Mischung aus Terrier und Husky (?). Ganz sicher ist das mit dem Husky zwar nicht, doch es deutet einiges darauf hin.<\/p>\n\n\n\n<p>Und einige Monate sp\u00e4ter erfuhr ich dann ganz beil\u00e4ufig, dass meine Mutter dem Tierschutzverein, von dem der wilde Hund kam, erz\u00e4hlt hatte, dass ich den Hund \u00fcbernehmen w\u00fcrde, wenn meine Eltern einmal nicht mehr k\u00f6nnten. Vorher fragen h\u00e4tte sie nat\u00fcrlich k\u00f6nnen, aber vermutlich wusste sie, dass ich sowieso ja gesagt h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Mutter starb und mein Vater k\u00fcmmerte sich um beide Hunde. Gesundheitlich wurde es f\u00fcr ihn schwierig und so fassten wir ziemlich genau vor drei Jahren den Entschluss, dass der wilde Hund f\u00fcr eine Weile zu mir kommen sollte, um meinen Vater zu entlasten. Der kleine alte Sturkopf w\u00fcrde bei ihm bleiben. <\/p>\n\n\n\n<p>Wie das Leben so spielt, blieb es nicht beim Kurzaufenthalt des wilden Hunds und nach dem Tod meines Vaters zog auch der kleine alte Hund mit ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich hatte also &#8222;endlich&#8220; Hunde und gl\u00fccklicherweise auch die M\u00f6glichkeit, mich ausreichend mit ihnen zu besch\u00e4ftigen. Die erste Zeit war f\u00fcr uns alle eine gro\u00dfe Herausforderung. Wir hatten im Dorf schon sehr bald einen schlechten Ruf, weil die beiden jedes Tier anp\u00f6belten, das uns begegnete. Auch untereinander mussten so manche K\u00e4mpfe ausgefochten werden und der kleine alte Hund trauerte viele Monate um sein altes Zuhause und seine Menschen. Manchmal dachte ich, ich schaffe das nicht, wenn nach kleinen Fortschritten pl\u00f6tzlich wieder eine Situation kam, in der &#8222;nichts&#8220; zu funktionieren schien. Aber da ich auch ziemlich stur bin und vor allem einen sehr langen Geduldsfaden habe, blieb ich dran (und wurde von meinem Mann wunderbar unterst\u00fctzt und werde es immer noch) und das lohnte sich. <\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen sind wir ein tolles Team geworden. Es gibt noch ein paar Hunde, die angep\u00f6belt werden und die ihrerseits auch gerne Streit suchen, aber was anfangs die Regel war, ist jetzt die Ausnahme. Selbst der kleine alte Hund lernte noch etwas dazu und der wilde Hund hat eine unglaubliche Entwicklung gemacht. Nutzte er anfangs noch jede Gelegenheit, aus dem Garten zu verschwinden, kann er jetzt sogar ohne Leine mit mir vom Haus ins Nebengeb\u00e4ude laufen, wo unser B\u00fcro ist, und kommt im Garten auf Pfiff oder Ruf zur\u00fcck. Klar, einiges steckt immer noch in ihm und sein sehr starker Jagdtrieb macht es unm\u00f6glich, ihn drau\u00dfen frei laufen zu lassen, aber damit k\u00f6nnen wir umgehen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin jedenfalls sehr stolz auf unsere Hunde, was sie alles geschafft haben und freue mich jeden Tag, dass sie da sind. Nicht ohne ab und zu einen Klo\u00df im Hals zu haben, weil die Umst\u00e4nde, durch die sie zu uns kamen, traurig waren, doch die guten Gef\u00fchle \u00fcberwiegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Falls du, lieber bloglesender Mensch, in einer \u00e4hnlichen Lage bist: ja, &#8222;gebrauchte&#8220; Hunde k\u00f6nnen anstrengend sein und es kann dauern, bis etwas klappt, aber ich kann nur dazu ermuntern, auf keinen Fall aufzugeben. Eines Tages wirst du Erfolge sehen und dich dann hoffentlich so freuen k\u00f6nnen wie wir es tun. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bevor es in den heutigen Wochenschnipseln nur um Hunde geht, ein kleiner \u00dcberblick \u00fcber das, was musikalisch los ist. Am letzten Sonntag fand ein von einem Frauenteam gestalteter Gottesdienst statt, traditionell immer am zweiten Advent, mit anschlie\u00dfendem Suppenb\u00fcffet. Sehr sch\u00f6n &hellip; <a href=\"https:\/\/andijah.eu\/index.php\/2025\/12\/10\/wochenschnipsel-2550\/\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[10,13],"tags":[59,176,217,317],"class_list":["post-1429","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leben-mit-hund","category-musik","tag-chor","tag-lebenmithund","tag-orgel","tag-wochenschnipsel"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/andijah.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1429","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/andijah.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/andijah.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/andijah.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/andijah.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1429"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/andijah.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1429\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1430,"href":"https:\/\/andijah.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1429\/revisions\/1430"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/andijah.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1429"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/andijah.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1429"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/andijah.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1429"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}