{"id":286,"date":"2014-09-29T08:17:23","date_gmt":"2014-09-29T07:17:23","guid":{"rendered":"http:\/\/andijah.wordpress.com\/?p=286"},"modified":"2014-09-29T08:17:23","modified_gmt":"2014-09-29T07:17:23","slug":"lebenszeichen-seit-woche-35","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/andijah.eu\/index.php\/2014\/09\/29\/lebenszeichen-seit-woche-35\/","title":{"rendered":"Lebenszeichen (seit Woche 35&#8230;)"},"content":{"rendered":"<p>Da hab ich mich im letzten Blogeintrag noch gefreut, dass ich meinen Rhythmus wieder habe, und schwupps, schlug das Leben wieder zu und die Zeit rannte los und ich h\u00fcpfte und rannte mit und k\u00fcmmerte mich kaum um diese Seiten hier.<br \/>\nWer mich vermisst hat oder sich gar Sorgen machte, sei beruhigt. Es ist alles gut, mir fehlte einfach neben der Zeit die Lust, hier zu schreiben.<br \/>\nEin paar Tage Offline-Urlaub im Harz und im Havelland taten ihr \u00dcbriges, und manche Gedanken, die ich in den letzten Wochen zum Leben und zur Welt an sich hatte, wollten einfach nicht hier geteilt werden.<\/p>\n<p>Dennoch gibt es heute, mal wieder in bunter Sch\u00fcttung, einiges von dem, was bei mir los war und was mir durch den Kopf geht und ging.<\/p>\n<ul>\n<li>Das Verhalten von Menschen in der Natur. Es ist kein altes Problem, dass Menschen durch die Natur streifen und ihre Spuren in Form von M\u00fcll hinterlassen. Schon als Kind habe ich auf Bergtouren zusammen mit meinem Bruder und meinen Eltern immer wieder M\u00fcll eingesammelt, den andere achtlos am Weg liegengelassen hatten. Dass sich dieses Verhalten in den letzten 35 Jahren kaum ver\u00e4ndert hat, betr\u00fcbt mich. Wir sind im Urlaub viel gewandert, und ich verstehe einfach nicht, warum man Bonbonpapier, Bierflaschen (!), Taschent\u00fccher etc. in den Wald wirft, anstatt diese zum n\u00e4chsten M\u00fclleimer mitzunehmen. Es ist vielleicht nur eine Kleinigkeit, aber ich w\u00fcnsche mir da mehr R\u00fccksichtnahme auf die Natur.<\/li>\n<li>Die Baustelle. Man sieht mal wieder etwas. Wir haben ja nicht nur das Haus, was wir renovieren, sondern auch ein \u00fcber 200 Jahre altes Hoftor, das auch einiges an Pflege und Arbeit braucht. Seit ein paar Tagen liegen die ersten Ziegel auf dem Tordach, und man kann ahnen, wie es aussehen wird, wenn wir fertig sind. Gef\u00e4llt mir sehr gut, wie es ist.<\/li>\n<li>Unser Walnussbaum, der gut und gerne 90 Jahre oder \u00e4lter ist, hat uns in diesem Jahr schon so viele N\u00fcsse beschert wie in den letzten zwei Jahren zusammen. Dass wir ihn Anfang letzten Jahres von einigen trockenen \u00c4sten befreit haben, scheint ihm sehr gut getan zu haben. Die N\u00fcsse, die au\u00dferhalb des Zauns zu liegen kommen, werden meist von Spazierg\u00e4ngern aufgesammelt und mitgenommen. Es sei ihnen geg\u00f6nnt.<\/li>\n<li>Die Brombeeren hatten kein gutes Jahr, erholen sich aber allm\u00e4hlich. Ich bin gespannt, wie es n\u00e4chstes Jahr wird.<\/li>\n<li>Sowohl die Zitronenmelisse als auch die Minze wachsen &#8222;wie narrisch&#8220;, und ich genie\u00dfe es, daraus Tee und Kaltgetr\u00e4nke zu machen. Minztee aus dem Beutel kommt mir nur noch im Notfall in die Tasse.<\/li>\n<li>Es gibt Str\u00f6mungen in der Gesellschaft und in der politischen Landschaft, die ich mit Sorge betrachte. Es ist das Gesch\u00e4ft mit diffusen \u00c4ngsten, vor Fl\u00fcchtlingen, vor Ausl\u00e4ndern, vor Geldmangel, vor Was-auch-immer, das bei manchen Leuten auf sehr fruchtbaren Boden zu fallen scheint. Ich m\u00f6chte anders leben. Ich m\u00f6chte teilen, wo ich kann, und ich m\u00f6chte in einer vielf\u00e4ltigen Gesellschaft leben. Ich will nicht, dass Angst vor dem Anderen, vor dem Unbekannten unseren Alltag bestimmt und menschliche Beziehungen von Anfang an schwierig macht. Wir haben nur diese eine Welt (zumindest so lange, bis wir eine andere entdeckt haben, und selbst das ist kein Grund, uns hier die K\u00f6pfe einzuschlagen, verbal oder anderweitig.).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Soweit dazu. Ich bin gespannt, wie ich mit dem Blog hier weitermache, Rhythmus hin oder her. Aufgeben werde ich die Schreiberei jedenfalls nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da hab ich mich im letzten Blogeintrag noch gefreut, dass ich meinen Rhythmus wieder habe, und schwupps, schlug das Leben wieder zu und die Zeit rannte los und ich h\u00fcpfte und rannte mit und k\u00fcmmerte mich kaum um diese Seiten &hellip; <a href=\"https:\/\/andijah.eu\/index.php\/2014\/09\/29\/lebenszeichen-seit-woche-35\/\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6,8,16],"tags":[],"class_list":["post-286","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-haus","category-landleben","category-sammelsurium"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/andijah.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/286","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/andijah.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/andijah.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/andijah.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/andijah.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=286"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/andijah.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/286\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/andijah.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=286"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/andijah.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=286"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/andijah.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=286"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}