{"id":401,"date":"2016-10-20T11:51:57","date_gmt":"2016-10-20T09:51:57","guid":{"rendered":"https:\/\/andijah.wordpress.com\/?p=401"},"modified":"2016-10-20T11:51:57","modified_gmt":"2016-10-20T09:51:57","slug":"jede-menge-tomaten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/andijah.eu\/index.php\/2016\/10\/20\/jede-menge-tomaten\/","title":{"rendered":"Jede Menge Tomaten&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Letztes Jahr bekam ich ein Dutzend Tomatenpflanzen von einer Freundin, die sie liebevoll bei sich aufgezogen hatte. Alte franz\u00f6sische Sorten, gelbe, rote, gr\u00fcne, gestreifte&#8230; Ich hatte bis dahin nie eigene Tomaten und war skeptisch, ob das denn etwas werden w\u00fcrde so im Tomatenhaus.<br \/>\nEs wurde, und wie. Wir hatten den ganzen Sommer \u00fcber Tomaten und ich habe So\u00dfe eingekocht, von der wir \u00fcber den Winter wunderbar zehren konnten.<br \/>\nUnd dann packte es mich. Ich wollte das Experiment einen Schritt weiter treiben und habe von den Sorten, die mir am besten geschmeckt hatten, Samen aufgehoben. Also, ganz simpel, Tomate aufschneiden, Samen herausholen, auf ein St\u00fcck K\u00fcchenpapier, beschriften, trocknen lassen. Es gibt die Theorie, man m\u00fcsse die Samen erst noch g\u00e4ren lassen oder anderweitig behandeln. Diese Theorie kannte ich nicht, also habe ich die getrockneten Samen mitsamt dem K\u00fcchenpapier einfach in Umschl\u00e4ge gesteckt und in der Speisekammer \u00fcberwintern lassen.<br \/>\nEnde Februar (was viel zu sp\u00e4t war, wie ich heute wei\u00df) habe ich dann Pflanzt\u00f6pfchen mit Samen best\u00fcckt und auf die Fensterbank gestellt. Und aus den Samen wurden Pfl\u00e4nzchen, und aus den Pfl\u00e4nzen gro\u00dfe, kr\u00e4ftige Tomatenpflanzen.<br \/>\nSie bl\u00fchten sp\u00e4t und die Fr\u00fcchte reiften sp\u00e4t. Die erste Ernte erfolgte Ende August, die n\u00e4chste Anfang Oktober (wir waren zwischendurch im Urlaub) und die n\u00e4chste vor ein paar Tagen, und es h\u00e4ngen immer noch Fr\u00fcchte an den Pflanzen.<br \/>\nEin voller Erfolg also.<br \/>\nIch habe mir sagen lassen, dieses Jahr seien \u00fcberall die Tomaten sp\u00e4t dran gewesen, auch beim franz\u00f6sischen Z\u00fcchter irgendwo an der Loire, von dem die Pflanzen urspr\u00fcnglich stammten.<br \/>\nIch habe nat\u00fcrlich schon Samen f\u00fcrs n\u00e4chste Jahr gesammelt und wei\u00df, dass ich sie fr\u00fcher aufziehen werde.<\/p>\n<p>Was macht man nun mit den vielen Tomaten? Ich kochte auch dieses Jahr wieder So\u00dfe.<br \/>\nHier das Rezept, f\u00fcr 2kg Tomaten. Die Mengen passt man am besten kreativ an, h\u00e4ngt auch vom eigenen Geschmack ab.<br \/>\nMeine Tomaten haben fast alle eine sehr weiche Schale, die man problemlos mitkochen kann. Bei manchen Sorten muss man die Schale vorher entfernen. Klassischerweise ritzt man daf\u00fcr die Schale auf der Unterseite der Tomate \u00fcberkreuz ein und \u00fcbergie\u00dft die Tomate dann mit hei\u00dfem Wasser. Die Schale rollt sich an den Schnittstellen auf und man kann sie abziehen.<br \/>\nEs lohnt sich aber zu probieren, die Schale einfach mithilfe eines scharfen Messers anzul\u00f6sen und abzuziehen, dann spart man sich die Sauerei mit dem Wasser. Manchmal klappt das.<br \/>\nDie Str\u00fcnke m\u00fcssen nat\u00fcrlich entfernt werden.<br \/>\nTomaten je nach Gr\u00f6\u00dfe im Ganzen lassen (Kirsch- oder Cocktailtomaten) oder halbieren oder vierteln.<br \/>\nIn einem Topf Oliven\u00f6l erhitzen, eine klein gew\u00fcrfelte Zwiebel, eine Schalotte und so viele gehackte Knoblauchzehen wie man mag hinzugeben und leicht and\u00fcnsten. Dann ca. 1 Essl\u00f6ffel Zucker dazu und gut verr\u00fchren. Dann gibt man Tomatenmark hinzu, schwer zu sagen, wie viel man nehmen sollte, etwa 80 bis 100 Gramm. Gut mit den Zwiebeln vermengen.<br \/>\nJetzt kommen die Tomaten mit in den Topf, sowie Kr\u00e4uter nach Gusto. Ich nehme gerne meine selbst getrockneten, z.B. Thymian, etwas Rosmarin, Majoran, ggf. Oregano, was halt gerade da ist, oder man nimmt eine fertige Mischung.<br \/>\nSalz und Pfeffer dazu und dann anderthalb Stunden ohne Deckel (!) k\u00f6cheln lassen. Ohne Deckel deshalb, weil die So\u00dfe eindicken soll und man sieht das auch sch\u00f6n, wie die Menge weniger wird, daf\u00fcr aber dickfl\u00fcssiger.<br \/>\nAb und zu umr\u00fchren.<br \/>\nZum Schluss abschmecken, Salz und Pfeffer, wenn man mag, Chiliflocken o.\u00e4. und dann p\u00fcrieren.<br \/>\nW\u00e4hrend die So\u00dfe kocht, kann man schon Gl\u00e4ser vorbereiten. Ich nehme standardm\u00e4\u00dfig simple Gl\u00e4ser mit Schraubdeckel, f\u00fclle etwa eine Viertelstunde vor dem Bef\u00fcllen kochendes Wasser in die Gl\u00e4ser und lasse sie ohne Deckel stehen. Die Deckel kommen in einen Topf und werden mit kochendem Wasser \u00fcbergossen und ebenfalls eine Weile stehengelassen.<br \/>\nDann das Wasser aus den Gl\u00e4sern ausgie\u00dfen, die hei\u00dfe (!) So\u00dfe einf\u00fcllen, Deckel fest verschrauben, Glas auf den Kopf stellen und ausk\u00fchlen lassen. Ich lasse die Gl\u00e4ser immer auf einem gro\u00dfen Holzbrett stehen und lege f\u00fcr die Ausk\u00fchlphase ein zweites Brett obendrauf. Beim Umdrehen der kalten Gl\u00e4ser die Deckel pr\u00fcfen. Sie sollten leicht nach innen gew\u00f6lbt sein und beim Draufdr\u00fccken keine Ger\u00e4usche machen.<br \/>\nDie So\u00dfe h\u00e4lt sich so ein paar Monate &#8211; wobei ich sie viel zu lecker finde, um sie wirklich lange aufzuheben. \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letztes Jahr bekam ich ein Dutzend Tomatenpflanzen von einer Freundin, die sie liebevoll bei sich aufgezogen hatte. 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