{"id":467,"date":"2017-10-18T17:03:30","date_gmt":"2017-10-18T15:03:30","guid":{"rendered":"https:\/\/andijah.wordpress.com\/?p=467"},"modified":"2017-10-18T17:03:30","modified_gmt":"2017-10-18T15:03:30","slug":"uber-den-eigenen-schatten-springen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/andijah.eu\/index.php\/2017\/10\/18\/uber-den-eigenen-schatten-springen\/","title":{"rendered":"\u00dcber den eigenen Schatten springen&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>&#8230; das kann so schwer und doch so leicht sein.<\/p>\n<p>Heute habe ich es mal wieder gewagt und befinde mich noch im Wechselbad der Gef\u00fchle. Die zu Pflichtbewusstsein erzogene brave Beamtentochter fl\u00fcstert: &#8222;Das kannst du doch nicht machen, das geht doch nicht&#8220;, w\u00e4hrend die selbstbewusste, kreative erwachsene Frau laut sagt: &#8222;So nicht. Und nicht mit mir.&#8220;<\/p>\n<p>Ich hatte vor anderthalb Jahren an einer Fachschule eine kleine Dozentur \u00fcbernommen. Ganz ohne gro\u00dfes Vertragsged\u00f6ns, viel mit m\u00fcndlicher Absprache und der ein oder anderen E-Mail. Es hat Spa\u00df gemacht, der Stundensatz war in Ordnung und eigentlich hat auch immer alles geklappt.<\/p>\n<p>Eigentlich.<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchsommer gab es eine neue Schulleitung und das Chaos zog ein. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass das Chaos schon vorher da war, aber mit der neuen Leitung wurde es noch gr\u00f6\u00dfer. Jedenfalls wurde ich gefragt, ob ich zur bestehenden Dozentur eine weitere \u00fcbernehmen w\u00fcrde. Das Thema war interessant, aber ich hatte Fragen. Diese stellte ich in einer E-Mail und bekam lange Zeit keine Antwort. Sp\u00e4ter meldete sich dann das Sekretariat und fragte, wann denn nun die Vorlesungstermine f\u00fcr die neue Dozentur seien. Ich sagte, ich h\u00e4tte doch noch gar nicht zugesagt.<\/p>\n<p>Irgendwann sagte ich dann aber zu und bekam per E-Mail die Information, man w\u00fcrde mit X Stunden f\u00fcr Thema A und X Stunden f\u00fcr Thema B im Wintersemester planen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Thema B h\u00e4tte ich v\u00f6llig freie Hand, es m\u00fcsse halt nur eine Klausur oder ein Referat geben, das benoten werden k\u00f6nne.<\/p>\n<p>So weit, so gut. Ich begann also mit den Vorbereitungen und schickte vor gut vier Wochen meine Terminvorschl\u00e4ge f\u00fcr Thema B.<\/p>\n<p>Keine Antwort.<\/p>\n<p>Gestern nun kam die Antwort, ja, die Vorschl\u00e4ge seien gut. Also schrieb ich, okay, und hier nun meine Vorschl\u00e4ge f\u00fcr Thema A. Daraufhin eine Nachricht, oh, es t\u00e4te ihnen ja leid, aber sie h\u00e4tten das Konzept f\u00fcr Thema A ge\u00e4ndert und die Dozentur anders verplant.<\/p>\n<p>Da ich immer noch auf den Geldeingang f\u00fcrs Sommersemester warte, war diese Nachricht der sprichw\u00f6rtliche Tropfen, der das Fass zum \u00dcberlaufen brachte. Ich war stinksauer. (Oben bereits genannte Beamtentochter hatte nat\u00fcrlich nichts besseres zu tun als zu n\u00f6rgeln, dass ich ja ohne Vertrag selbst schuld sei).<\/p>\n<p>Und dann tat ich etwas, was ich selten tue. Ich sagte die Termine f\u00fcr Thema B wieder ab.<\/p>\n<p>Noch gab es keine Reaktion der Schule, vermutlich sind sie mir jetzt gram, aber ich will mich nicht ausnutzen lassen. Ich will nicht in einem Nebensatz erfahren, dass eine Veranstaltungsreihe komplett wegf\u00e4llt. Ich will nicht wochenlang auf mein Geld warten m\u00fcssen und gleichzeitig Zeit investieren in ein neues Vorlesungsformat, das dann am Ende wom\u00f6glich auch wieder kurzfristig an jemand anderen gegeben wird.<\/p>\n<p>Ich kann meine Zeit auch mit anderen Dingen f\u00fcllen. Derzeit arbeite ich an einem neuen adventlichen Orgelst\u00fcck, und es warten auch noch einige Kinderlieder darauf, ordentlich gesetzt zu werden. Dazu gibt es weitere Themen, die mir pers\u00f6nlich mehr bringen werden.<\/p>\n<p>Ein kleiner Teil von mir hat trotzdem ein schlechtes Gewissen. Ganz sch\u00f6n bl\u00f6d. Aber ich wollte ja auch nur \u00fcber meinen Schatten springen und nicht gleich komplett aus der Haut fahren. \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; das kann so schwer und doch so leicht sein. Heute habe ich es mal wieder gewagt und befinde mich noch im Wechselbad der Gef\u00fchle. 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