Wochenschnipsel 2604

Letzte Woche war ganz schön was los hier im Blog (und im Fediverse). Mein kleiner Rant wurde im Fedi weit mehr als 100 Mal geteilt und es gab viele Kommentare. Fast alle waren respektvoll und interessanterweise gab es nur zwei, die mir erklärt haben, dass ich falsch liege und ich habe beiden nicht geantwortet.

Im direkten Gespräch ist das mit dem Ignorieren nicht immer so einfach. Am Wochenende wurde mir beschieden, ich sei alt, weil ich nicht bei Instagram bin, denn die jungen Leute seien alle dort und deshalb sei das eine ganz wichtige Plattform. Die alten Leute seien eher bei Facebook. Da bin ich allerdings auch nicht. In einer Gruppe Menschen, in der ich die einzige bin, die keinen Meta-Dienst nutzt, falle ich doch ziemlich auf. Aber das ist okay, damit kann ich leben.

Heute habe ich einen Geburtstagsgruß an einen Menschen geschrieben, den ich damals bei Twitter kennengelernt hatte. Inzwischen schreiben wir uns nur noch ab und zu eine Mail. Aber ich habe festgestellt, dass ich Twitter inzwischen überhaupt nicht mehr vermisse. Ja, einzelne Leute schon, doch selbst wenn die Plattform noch die wäre, die sie einmal war, wäre es auch dazu gekommen, dass der Kontakt zu dem einen oder anderen Menschen abreißt.

Umso schöner sind die kleinen Begegnungen, online wie offline.

Wie wunderbar dieser menschliche Kontakt außerhalb aller Algorithmen ist, zeigt gerade das neue Album von Stephan, das weder online erhältlich ist noch gekauft werden kann. Ja, richtig gelesen. Wer wissen möchte, wie es dennoch zu den Menschen kommt, kann hier klicken. Das Album heißt passenderweise „Strategies against Algorithms“ und lohnt sich für alle, die echte, handgemachte Musik und kritische Texte ebenso wie Poesie mögen. Die anderen Alben von Stephan sind „wie gewohnt“ auch zum Download zu haben und über „Malers Hüs“ habe ich letztes Jahr eine Reihe von Beiträgen geschrieben.

Ich mache jetzt mit meiner Schreibtischarbeit weiter und bedanke mich fürs Lesen.

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Filed under Musik, Sammelsurium

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