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Wochenschnipsel 2622

Es ist bereits Nachmittag, spät für meine Wochenschnipsel, die ich ja sonst immer schon am Mittwochvormittag schreibe. Aber ich verbrachte den Morgen und den Vormittag bei „meinen“ Orgeln. Die jährliche Wartung und Stimmung stand an. Und da „Frau Bernhard“ einen Riss im Balg hatte, der so groß war, dass er geflickt werden musste, verbrachten wir mehr Zeit an dieser Orgel als ursprünglich geplant. Und dann war ja auch noch die „Kellerin“ dran, aber da es dort nur ein Manual gibt und keine Mixtur, ging das dann vergleichsweise schnell.

Meine neue Tenorblockflöte macht sehr viel Freude. Ich bin ja noch in der Einspielphase, aber sie reagiert sehr gut und ich bin ausgesprochen zufrieden. Über mein neues Gemshorn habe ich ein Video gemacht – der Link dazu ist im entsprechenden Blogbeitrag mit den Untertiteln.

Und dann kam letzte Woche auch noch, ein wenig unerwartet, meine im Dezember bestellte Bassblockflöte aus der Sigo-Reihe von Kunath an und mit diesem Instrument muss ich natürlich auch ein Video machen, aber das schaffe ich frühestens nächste Woche.

Ich war zu einem Kurzbesuch in Frankfurt im Archiv Frau & Musik und werde in nächster Zeit öfter mal dort sein, zu verschiedenen Konzerten, Meetings und Workshops.

Das Pfingstwochenende war auch wieder musikalisch, wie könnte es anders sein. Am Pfingstsonntag bekam ich nach dem Schlussstück (ein Voluntary von Kate Loder) reichlich Applaus und auch wenn das nicht unbedingt zu einem Gottesdienst dazugehört, hat es mich doch gefreut.

Am Pfingstmontag war Familiengottesdienst und die kleine Kirche war sehr gut besucht. Wir hatten vier Lieder im Plan und ich habe jedes Lied mit einem anderen Instrument begleitet: mit der Orgel, mit dem Stagepiano, mit dem Akkordeon und mit der Ukulele. Auch das kam gut an und hat viel Spaß gemacht.

Soweit die heutigen Wochenschnipsel – wieder einmal „nur“ mit Musik, aber mir gefällt das eigentlich ganz gut 😉

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Subtitles to the Gemshorn video – Gemshorn Video Untertitel

Here are the subtitles to my Gemshorn introduction video. The instrument maker is Alois Biberger.

Für die deutsche Übersetzung hier klicken.

[Playing the old hymn „Da pacem domine“ on …

… yes, on a Germshorn!]

Hello and welcome to another instrument introduction video.

Today: the Gemshorn.

This instrument is a tenor Gemshorn made by Alois Biberger and I bought it quite recently at the international recorder festival in Bad Kissingen.

A while ago I had started thinking: why don’t I have a Gemshorn yet?

And, yeah, probably because I never had the chance to look at them, try them out.

And Mr Biberger was at the recorder festival and I fell in love with this tenor Gemshorn.

And I hope you like the sound as much as I do. And I also think the colours are just extremely beautiful. I especially like the white tip of the horn here.

Now, for those of you who are not familiar with the Gemshorn, the concept is rather old. I’m no expert, so I won’t try to travel back in time and explain everything, but what I can show you is that we have a labium up here and a fipple made from wood here. And we have seven holes here plus another very small hole meant for tuning (?) and we have one thumbhole on the back.

As for range, we have an octave plus one, so.

[Playing a C major scale up to the d and back again.]

We also have a few semitones, we have the f sharp.

[Playing d e f# g a b a g f# e d]

And we have the b flat.

[Playing f g a bb c d c bb a g f]

And we also have the c sharp so we can play a D major scale.

[Playing the D major scale upwards and downwards.]

Now, what kind of music would one play on it? I know that a lot of people play renaissance music or even medieval music on it but you can use it for any kind of music you like.

Folksongs work really well on it and dances.

I have chosen a song from the Mondsee manuscript, late 15th century. And it’s about two roses in a garden and I’m going to play it for you now.

[Playing „Ich hab in einem Garten gesehn“ – „I’ve seen in a garden“]

And, as I said, you can also play all kinds of dances, for example one of my favourites: the Bear Dance.

[Playing „Bear Dance“]

And you could see and hear that sometimes my fingers don’t yet know where to go and where to find the holes, but, I mean, despite the fact that it is quite heavy, it’s really easy to play. It fits my hands really, really nicely and just for comparison, this is a Gemshorn tenor size and here I have a tenor recorder.

Maybe I need to hold them like this so you see the difference in size and it’s mainly because obviously the horn is so much wider than the recorder that a shorter horn can also play these low notes.

Yeah, so, this is my new Gemshorn, and, knowing me, I might – it might not be the only Germshorn I will ever own in my life. But for now, it is THE Gemshorn I own.

And, yeah, I hope you enjoyed the video and thanks for watching! If you have any questions, please don’t hesitate to contact me and I will also put the link to Mr Biberger’s workshop in the description.

Thanks, have a good day and bye-bye!

—-

Übersetzung der Untertitel

[Ich spiele den alten Choral „Da pacem domine“ auf …

… ja, auf einem Germshorn!]

Hallo und willkommen zu einem weiteren Instrumenten-Vorstellungs-Video. Heute: das Gemshorn.

Dieses Instrument ist ein Tenor-Gemshorn, gefertigt von Alois Biberger und ich habe es erst kürzlich auf den internationalen Blockflötenfesttagen in Bad Kissingen gekauft.

Neulich dachte ich: warum habe ich eigentlich noch kein Gemshorn?

Nun ja, vermutlich, weil ich bisher nicht die Gelegenheit hatte, mir diese Instrumente anzuschauen oder auszuprobieren. Herr Biberger war auf den Blockflötenfesttagen und ich habe mich in dieses Tenor-Gemshorn verliebt.

Und ich hoffe, euch gefällt der Klang ebenso gut wie mir. Und ich finde auch die Farben ausgesprochen schön. Besonders mag ich die weiße Spitze des Horns.

Nun, für alle, die das Gemshorn noch nicht kennen, das Konzept ist ziemlich alt. Ich bin keine Expertin, deshalb werde ich keine Zeitreise versuchen und alles erklären, aber was ich zeigen kann, ist, dass wir hier oben ein Labium haben und einen Flötenschnabel aus Holz. Und es gibt sieben Fingerlöcher und ein ganz kleines, um die Stimmung leicht zu verändern. Auf der Rückseite ist ein Daumenloch.

Was den Tonumfang angeht, so haben wir eine None.

[Ich spiele eine C-Dur Tonleiter bis zum d und zurück.]

Es gibt auch ein paar Halbtöne, wir haben das fis.

[Ich spiele d e fis g a b a g fis e d]

Und wir haben das b.

[Ich spiele f g a b c d c b a g f]

Und dann haben wir das cis, können also eine D-Dur Tonleiter spielen.

[Ich spiele die D-Dur Tonleiter nach oben und wieder zurück.]

Nun, welche Art von Musik würde man damit spielen? Ich weiß, dass viele Menschen darauf Renaissance Stücke spielen oder mittelalterliche Musik, aber im Grunde kann man darauf jede Art von Musik spielen.

Volkslieder funktionieren sehr gut, und Tänze.

Ich habe ein Lied aus der Mondsee Handschrift aus dem späten 15. Jahrhundert ausgesucht. Es handelt von zwei Rosen in einem Garten und ich spiele es jetzt für euch.

[Ich spiele „Ich hab in einem Garten gesehn“]

Und wie gesagt, man kann alle Arten von Tänzen spielen, zum Beispiel einen meiner Lieblingstänze, den Bärentanz.

[Ich spiele den Bärentanz.]

Und ihr konntet sehen und hören, dass meine Finger manchmal noch nicht recht wissen, wohin sie müssen und wo die Löcher sind, aber, obwohl das Instrument recht schwer ist, ist es doch leicht zu spielen. Es passt sehr gut zu meinen Händen, und, zum Vergleich, es ist ja ein Tenor-Gemshorn und ich habe hier eine Tenorblockflöte.

Vielleicht muss ich sie so halten, damit ihr die Größenunterschiede sehen könnt. Weil das Gemshorn um einiges dicker ist als die Tenorblockflöte kann man auch mit dem vergleichsweise kurzen Instrument die tiefen Töne spielen.

Ja, das ist also mein neues Gemshorn, und, wie ich mich kenne, werde ich… wird es wohl nicht das einzige Gemshorn bleiben, das ich in meinem Leben besitzen werde. Aber im Moment ist das DAS Gemshorn, das ich habe.

Ja, ich hoffe, euch hat das Video gefallen und bedanke mich fürs Zuschauen! Wenn ihr Fragen habe, zögert bitte nicht, mich zu kontaktieren. Ich werde den Link zur Werkstatt von Herrn Biberger unten posten.

Danke, habt einen schönen Tag, und bye-bye!

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Wochenschnipsel 2621

Die heutigen Wochenschnipsel drehen sich (mal wieder) hauptsächlich um Musik.

Am Himmelfahrtstag durfte ich einen Freiluftgottesdienst mit E-Piano (ein altes leicht schrappeliges Roland) und mit meinem Akkordeon begleiten und das hat viel Spaß gemacht.

Am Freitag brach ich dann zu einer Mini-Reise auf, ganz allein, ohne weitere Menschen oder Hunde. Mein erstes Etappenziel war Bad Kissingen, wo die internationalen Blockflötenfesttage stattfanden. Ich wollte „nur“ zur Instrumentenausstellung und nicht am Festival oder an Workshops teilnehmen (wobei manche Konzerte wirklich spannend gewesen wären). Das „nur“ muss ich in Anführungszeichen schreiben, denn die Ausstellung ist für das Sparschwein sehr gefährlich. Ich hatte mir im Vorfeld genau überlegt, was ich, wenn überhaupt, kaufen wollen würde und kann stolz berichten, dass ich mich auch an meinen Plan gehalten habe und „nur“ mit zwei neuen Instrumenten nach Hause fuhr.

Ich besitze mehrere Tenorblockflöten. Meine erste war das günstige Kunststoff-Modell von Thomann, gekauft, um zu gucken, ob ich mit der Größe überhaupt klarkomme. Meine zweite ist ein Knick-Kopf-Modell von Mollenhauer aus Birnbaum, die ich von meiner Familie geschenkt bekam. Diese Flöte nutze ich vor allem als Solo-Instrument, da sie mit deutscher Griffweise bei manchen Tönen schwer zu intonieren ist, aber ich mag den Klang sehr und würde sie nicht hergeben wollen, auch wenn die deutsche Griffweise unter Profis keinen guten Ruf hat. Dann kam noch eine Aulos Robin aus Kunststoff hinzu, die im Gegensatz zur Thomann keine Klappen hat und vom Lochabstand auch recht bequem zu greifen ist. Und dann letztes Jahr ein Sigo Tenor – eine Tenorblockflöte in besonderer Bauweise, die sich wie eine Altflöte greift.

Also, eigentlich ausreichend Tenöre? Nun ja. Eine Tenorblockflöte aus Holz mit barocker Griffweise war noch auf der Wunschliste. Vor gut drei Jahren kam eine Sopranino aus Olivenholz in meine Sammlung, vom Blockflötenbauer Hammann/Kobliczek und das ist ein so tolles Instrument, dass ich die Gelegenheit in Bad Kissingen nutzte, um mir die Tenöre aus der „Studium“-Modellreihe von Hammann anzuschauen. Ich wurde hervorragend beraten und schwankte dann sehr zwischen einer Flöte aus Pflaumenholz und einer aus Olivenholz. Entschied mich dann für die Olive und bin jetzt dabei, sie langsam einzuspielen. Witzigerweise wurde sie, wie die Markierung am Kopfstück zeigt, vom selben Blockflötenbauer (aus dem Hammann-Team) gebaut wie die Sopranino. Sobald sie fertig eingespielt ist, stelle ich sie in einem Video vor.

Das zweite Instrument, das mich fand, ist ein Gemshorn in Tenor-Lage. Das ist ein Instrument, das ich eigentlich nicht „brauche“, aber das ich, ebenso wie meine Teleskopflöten oder die Sopilka, einfach interessant finde und für das ich sicher Verwendungsmöglichkeiten finde.

Gemshörner sind gedeckte Flöten und mit Gefäßflöten wie Okarinas verwandt. Sie werden aus Tierhorn (Rind oder andere Hornträger) hergestellt. Im Fediverse schrieb ich dazu

Ja, ich bin mir dessen bewusst, dass das Tier, dem das Horn einmal gehörte, noch leben könnte, wenn es nicht geschlachtet worden wäre; wäre es wegen des Horns geschlachtet worden, würde ich damit keine Musik machen wollen. Die Hörner sind (leider) Abfall und in der Musik steckt neues Leben.

Der Klang ist weich und eine Mischung aus einer tiefen Blockflöte und einer Okarina. Auch mit diesem Instrument werde ich ein Video machen, wenn auch nicht mehr heute, denn heute Nachmittag steht eine längere Übe-Session an der Orgel auf dem Plan.

Nach meinem erfolgreichen Besuch in Bad Kissingen fuhr ich weiter zu meinem nächsten Etappenziel, einem Dorf am Fuß des Schwanbergs. Dort verbrachte ich die Nacht in einem netten Hotel und am nächsten Morgen besuchte ich einen wichtigen Baum und machte eine kleine Wanderung auf dem Berg. Mittags konnte ich am Stundengebet der Schwestern des dortigen Klosters teilnehmen, was sehr schön war und danach ging es nach Nürnberg, meinem letzten Ziel der Mini-Reise, zu meiner ältesten Schulfreundin.

Und am Sonntagabend war ich dann wieder zuhause.

Musikalisch ging es auch am Montag weiter, denn es waren neue Noten in der Post und ich arbeite außerdem an Ideen für eine Beteiligung an einem Porträtkonzert für eine zeitgenössische Komponistin. Mehr kann/darf ich dazu aber im Moment noch nicht sagen.

Gestern war Schreibtischtag und abends Chorprobe, und nächste Woche gibt es neue Wochenschnipsel.

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Wochenschnipsel 2620

Ich bin müde. Ob das an der kurzen Nacht liegt oder am Wetterumschwung oder an etwas ganz anderem, ich weiß es nicht. Eigentlich wollte ich heute ja längere Wochenschnipsel schreiben, nachdem die von letzter Woche vergleichsweise kurz waren. Aber ich hab nicht mal einen neuen Bücherschrank-Beitrag, zu dem ich verlinken könnte.

Nun ja. Am Sonntag war mal wieder Orgelvertretung und ich hatte auch die Ukulele dabei und das kam sehr gut an und nach meinem Schlussstück bekam ich Applaus und das ist immer schön, auch wenn es mir bei Gottesdiensten darauf nicht wirklich ankommt.

Ich stricke gerade Socken mit einem Muster, das mir mal in meine Fediverse-Timeline gespült worden war und da das Garn neu ist (eine Bambus-Mischung) und ich dieses Muster noch nie gestrickt hatte, musste ich sehr oft am Fuß messen, um den ersten Socken passend hinzukriegen. Es ist mir aber gelungen und der zweite sollte wesentlich schneller fertig werden. Ich habe nämlich aufgeschrieben, was ich gestrickt habe.

Gestern kamen einige neue Noten an, für Blockflöte solo, für Blockflöte mit Klavier und für Klarinette und Klavier – nein, ich spiele nicht Klarinette und werde damit auch nicht beginnen, aber eine Mitarbeiterin im Archiv ist eine sehr gute Klarinettistin und vielleicht spielen wir mal etwas zusammen. Natürlich von einer Komponistin. Oder von mehreren 🙂 Auf die bestellten Noten für Klavier vierhändig warte ich noch.

Außerdem habe ich einige eigene Kompositionen für Soloinstrumente fertig gestellt und bin dabei, mir ein Budget zu setzen für einen geplanten Besuch bei einer Instrumentenmesse. Denn bekanntermaßen „brauche“ ich ja schon seit Jahren keine zusätzlichen Instrumente mehr. *hüstel*

Danke fürs Lesen!

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Wochenschnipsel 2618

Irgendwo in den Büschen und Bäumen rund um den Fluss wohnt ein Kuckuck. Ich höre ihn (sie?) regelmäßig rufen und heute sah ich ihn fliegen. Das war toll.

Heute habe ich einiges vorzubereiten für unser traditionelles Gartenfest, das morgen stattfinden wird. Gestern bin ich zum Hofladen geradelt, denn der wird von einer der ganz wenigen (kleinen) Molkereien beliefert, die noch Schichtkäse herstellen. Wer das nicht kennt, Schichtkäse ist eine Art quarkartiger Frischkäse, den man vor allem für oberhessischen „Mattekuche“ (Käsekuchen) braucht. Im Supermarkt bekommt man ihn nicht mehr. Wobei ich gerade gelernt habe, dass der Schichtkäse, den es bis zur Einstellung der Produktion in unserem Supermarkt gab, tatsächlich von Müller hergestellt wurde, und da bin ich ja fast ein wenig froh, dass es diese Variante nicht mehr gibt, denn Müller geht gar nicht.
Jedenfalls radelte ich frohgemut zum Hofladen, fünf Kilometer quer über die Feldwege, und dann gab es weder Schichtkäse noch Quark noch Joghurt. Mittwochs käme die neue Lieferung, aber eher spät. Also werde ich mich am Nachmittag nochmal aufmachen.

Und zum Supermarkt muss ich auch noch, all das kaufen, das ich gestern vergessen habe. Und dann muss die Garage aufgeräumt werden und die Tische gestellt und ich bin sicher, der wilde Hund wird uns dabei „helfen“ wollen, wie er das immer so gerne macht.

Gestern sagte mir ein Chormitglied, ich hätte ja so einen süßen Hund und der sei ja so gut erzogen. Innerlich musste ich schmunzeln, denn auch wenn wir im Moment viele Situationen haben, in denen sich der wilde Hund absolut vorbildlich verhält (vor allem, wenn andere Hunde pöbeln), gibt es auch bei ihm noch ausreichend Gelegenheiten, wo er zeigt, dass er seinen Spitznamen nicht von ungefährt bekommen hat. Gerade liegt er an einem seiner Lieblingsplätze im Büro, den Rücken am Bücherregal angelehnt.

Weil ich schon lange keine Flöten oder Whistles mehr gekauft habe, schleiche ich gerade mal wieder um verschiedene Instrumente herum. Also, ich schleiche virtuell, beim Stöbern in den entsprechenden Online-Shops. Wirklich „brauchen“ tu ich ja nix. Mal sehen, wie lange ich dieser inneren Stimme widerstehen kann. Und es steht eh noch eine Lieferung aus; bestellt und bezahlt im Dezember und angekündigt für April und verschoben auf Juni. Aber wenn das Instrument dann da ist, gibt es ein Video.

Zum Schluss noch der Hinweis, dass ich vorgestern mal wieder über ein Buch gebloggt habe: „So jung brechen wir nicht mehr zusammen„.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen & bis bald!

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Filed under Landleben, Leben mit Hund, Musik

Wochenschnipsel 2617

Schon wieder Mittwoch, und die vorletzten Wochenschnipsel im April. Witzigerweise habe ich mich auch heute für die Kaffeetasse mit der Aufschrift „Für Kaffee und Hunde ist immer Zeit“ entschieden, von der ich letzte Woche schrieb. Das war allerdings Zufall und nicht geplant, dass ich gerade diese Tasse aus dem Schrank nahm. Ich hätte ja auch meine „Königinnen haben im April Geburtstag“-Tasse wählen können, oder die „Keep calm and carry on“ oder… Tassen oder vielmehr Becher haben wir in großer Vielfalt im Schrank. Auf dem Koffer meiner Sopranukulele klebt dennoch der tolle Aufkleber von der „Nicht-alle-Tassen-Antifa“ 🙂

Was gibt es zu berichten? Am Montag habe ich über eine musikalische Märchengeschichte oder eine märchenhafte Musikgeschichte von Susanne Bonn gebloggt und verbringe im Moment viel Zeit damit, einen Online-Kurs zu konzipieren und hoffentlich in den nächsten Wochen soweit fertig zu bekommen, dass ich mir ein paar Testpersonen suchen kann, die ihn einmal ausprobieren. Und an verschiedenen Zines arbeite ich auch weiterhin.

Es gab einige Sitzungen „bei Kirchens“, Personalversammlung der neuen Gesamtkirchengemeinde und ein Austauschtreffen mit der Mitarbeitendenvertretung des Dekanats; bis sich das alles zurechtrüttelt in den neuen Strukturen, wird wohl noch ein wenig Zeit vergehen. Einige machen sich Sorgen, dass Arbeitsstunden reduziert werden könnten, weil weniger Gottesdienste an weniger Orten stattfinden, aber ich mache mir diesbezüglich keine Gedanken, denn ich bekomme alle Naslang Vertretungsanfragen und kann mich über mangelnde Orgelarbeit wirklich nicht beklagen. Wir werden sehen, wie es sich entwickelt.

Nachdem der kleine alte Hund am Montag viel schlafen musste, weil wir morgens zur Fellpflege waren, was er nicht so gern mag und wogegen er mit allem, was er hat, ankämpfen muss und davon müde wird, beschloss er gestern, mal wieder am Morgenspaziergang teilzunehmen. Und am Nachmittagsspaziergang ebenfalls. Dafür wollte er heute wieder nicht mit. Also alles wie immer, irgendwie.

Soweit für heute. Danke fürs Lesen!

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Filed under Leben mit Hund, Musik

Wochenschnipsel 2616

Neben mir auf dem Schreibtisch steht eine große Tasse, auf der steht „Für Kaffee und Hunde ist immer Zeit“. Die hatte ich letztes Jahr (?) von den Nachbarn zum Geburtstag bekommen und es passt wunderbar eine grooooße Menge Milchkaffee hinein (und der Tasse ist es auch egal, ob Hafermilch Milch genannt werden soll/darf oder nicht. Ich nenne meine Hafermilch jedenfalls Milch.)

Gestern war ich mit dem kleinen alten Hund beim Tierarzt, die Krallen an den Hinterpfoten schneiden lassen und ein paar Dinge abklären. Als der Tierarzt sagte, der kleine alte Hund sei ja nun doch ein Opa, guckte selbiger ganz empört. Wenn er will, kann er ganz schön agil sein. Aber wenn er nicht will, dann ist er nicht nur ein Opa, sondern ein Uropa. Aber außer altersbedingten Wehwehchen ist er fit, sagt der Doc.

Am Sonntag hatte ich orgelfrei und habe die Gelegenheit genutzt, am Nachmittag an einem Workshop zur Vorbereitung eines „afrikanischen“ Gottesdienstes teilzunehmen, und natürlich auch am Gottesdienst selbst. In der Dorfkirche, in der das Ganze stattfand, habe ich schon mehrmals Orgel gespielt und anfangs war die Küsterin skeptisch, „ob denn überhaupt jemand kommt“, doch ihre Sorgen waren unbegründet. Beim Workshop waren wir zehn Personen und zum Gottesdienst war die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Wir sangen viele Lieder vor allem aus Südafrika, angeleitet von einer Südafrikanerin und ihrem Mann, der aus Deutschland kommt und lange in Südafrika lebte; und wurden unterstützt von einer Madegassin, die uns viel über ihr Heimatland erzählte und mit der ich im Gottesdienst ein improvisiertes Duett sang. Wusstet ihr, dass im sogenannten „Stammteil“ des evangelischen Gesangbuchs (EG) nur ein Lied aus Afrika enthalten ist? Es ist ein Osterlied aus Tansania, die Nummer 116. Wir sangen es am Sonntag viersprachig: deutsch, englisch, französisch und suaheli. „Mfurahini, halleluya!“

Gestern fragte Anni Bürkl im Fediverse, wer denn überhaupt noch lesen würde. Es gab einige Antworten, hauptsächlich von Menschen, die sehr viel lesen. Ich habe täglich auch mindestens ein Buch in der Hand, Sachbücher ebenso wie Romane, Krimis oder Geschichtensammlungen. Und diese Woche habe ich über eines auch schon geschrieben. Frisch zu Ende gelesen habe ich „Blaumeise Sturzflug“ von Susanne Bonn und dazu wird es bei Gelegenheit einen eigenen Blogbeitrag geben. Außerdem liegt angelesen „Empire of AI“ von Karen Hao auf dem Fensterbrett, und ein Buch über Leadership und verschiedene Bücher zu Datenschutz (ich mache ja nicht nur Musik) und ich selbst bastle gerade an einem Zine mit kleinen Gedichten und selbst gezeichneten Bildchen herum. Wenn ich mich mutig genug fühle, veröffentliche ich es vielleicht sogar.

Danke fürs Lesen und bis bald!

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Wochenschnipsel 2615

Dreimal hab ich den heutigen Beitrag angefangen und dreimal hat mir der Text nicht gefallen, aber dann dachte ich mir, komm, das muss jetzt nicht perfekt sein und deine Leser*innen dürfen ruhig merken, dass hier ein Mensch am Werk war und keine genAI – je mehr ich darüber lese und auch sehe, was andere mit diesen Tools anstellen, desto größer wird mein Störgefühl. Und das nicht nur, weil ich fest davon überzeugt bin, dass es gerade im Kreativbereich keine wirklichen Abkürzungen gibt, und dass schon der Weg so wertvoll ist, dass es sich lohnt, egal, was am Ende das Ergebnis ist. Oder dass es vielleicht gar kein Ergebnis gibt. Dieses Ausprobieren, Suchen, Entdecken, Verwerfen, das Üben und Zweifeln, und das wunderbare Gefühl, wieder ein Stück weitergekommen zu sein, all das möchte ich nicht missen und macht mich zu der Person, die ich bin.

Apropos ausprobieren, ich weiß nicht, ob Ihr Zines kennt. Das sind Minibücher oder Minimagazine, und wenn sie aus einem A4-Blatt gefaltet werden, gibt es sechs Seiten plus Vorder- und Rückseite und Ihr müsst keine Origami-Gurus sein, um sie zu basteln. Petra hat eine tolle (englischsprachige) Anleitung auf ihrer Seite (klick hier) und ihr könnt für kleines Geld (oder auch für einen größeren Betrag, ganz wie ihr wollt und könnt) ein wirklich schönes von ihr gestaltetes Zine bei Ko-Fi bekommen. Auf meinem Schreibtisch liegen gerade zwei frisch gefaltetete noch leere Zines und im Laufe der nächsten Wochen (oder Monate, je nachdem, wie ich ausgelastet bin) werde ich die ein oder andere Idee dazu umsetzen.

Ein langes Wochenende mit viel Kirchenmusik liegt hinter mir. Diesmal kamen zwar „nur“ Orgel, Stagepiano und Bassblockflöte zum Einsatz und das Akkordeon und die Ukulele blieben zuhause, aber gerade die Bassblockflöte machte sich ganz hervorragend und ich bekam dazu viele positive Kommentare. Am Ostermontag habe ich zum ersten Mal in der größten Kirche unserer neuen Großgemeinde gespielt. Der hauptamtliche Kollege, der mich dafür kurzfristig angefragt hatte, hatte mir gesagt, ich würde an der Orgel viel Spaß haben und er hatte nicht zu viel versprochen. Ich hatte in der Tat viel Spaß und nach dem Gottesdienst kamen zwei Menschen, die wissen wollten, was ich denn da als Nachspiel gespielt hätte, ob das Bach gewesen sei und das sei ja so toll gewesen. Es war nicht Bach, sondern Auguste Larriu (1840-1925); und als Vorspiel gab es, wie das bei mir so üblich ist, ein Stück einer Komponistin, den „Easter Triumph“ von Emma Louise Ashford. Mal sehen, ob ich irgendwann mal wieder Gelegenheit bekomme, dort zu spielen.

Das Akkordeon ist ja das Instrument des Jahres 2026 und morgen kommt mein neuer Akkordeonschüler zu seiner ersten Stunde. Darauf freue ich mich und er sich hoffentlich auch.

So, jetzt muss ich noch ein paar weitere Blätter falten und gestalten!

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Wochenschnipsel 2614

Gleich vorweg: trotz des Datums mache ich in den heutigen Wochenschnipseln keine schlechten Scherze. Ihr könnt also ganz beruhigt lesen. Oder enttäuscht wegklicken 😉

Was gibt es Neues? Wer nicht nur mittwochs hier auf die Seite guckt, hat sicher gesehen, dass ich am Donnerstag ein neues Lied veröffentlicht habe und am Montag ein Kochbuch vorgestellt. Wer nur mittwochs hier auf die Seite guckt, kann gerne nachlesen. 🙂

Auch wenn der April laut Kalender erst heute beginnt, sogenanntes Aprilwetter hatten wir bereits in den letzten Märztagen. Inklusive Gewitter, Graupelschauer und allem, was sonst so dazugehört. Gerade scheint die Sonne und wenn ich aus dem Bürofenster gucke, sehe ich die Rotschwänze herumtoben. Aus der Entfernung kann ich leider nicht sehen, ob es Haus- oder Gartenrotschwänze sind. Wir hatten schon beide Arten hier zu Gast und einmal haben Hausrotschwänze sogar am Haus gebrütet. „Unsere“ Falken sind auch zurück und haben den Nistkasten bezogen und die Spatzen waren nie weg.

Musikalisch steht die Zeit ganz im Licht (und Schatten) der Karwoche und der kommenden Osterzeit. Es gibt viele Orgeldienste, mal hier, mal dort, und ich habe wie immer auch Stücke von Komponistinnen ausgesucht, um sie sicht- oder vielmehr hörbar zu machen. Am Palmsonntag (der Sonntag vor Ostern) wird in unserer Gegend traditionell Jubelkonfirmation gefeiert, d.h. es gibt einen besonderen Gottesdienst für Menschen, die vor 50, 60, 65 Jahren (und manchmal noch länger her) ihre Konfirmation hatten. Ich habe als Schlussstück ein „Postlude“ von Emma Louise Ashford gespielt und bekam dafür sogar Applaus.

Apropos Musik, ich werde regelmäßig gefragt, warum ich als Musikerin denn nicht bei Instagram sei, dort seien doch „alle“ und wie ich das denn machen würde mit der Sichtbarkeit. Ich befinde mich in der komfortablen Situation, dass die Musik nicht mein einziges Standbein ist und dass ich darüber hinaus musikalisch nicht nur eine Sache mache, sondern viele. Also Kirchenmusik, Chorleitung, Stimmbildung, Unterricht, um nur einiges zu nennen. Und da läuft vieles hier in der Region über persönliche Kontakte. Und tatsächlich habe ich auch schon übers Fediverse Konzertanfragen bekommen oder lernte Kollegys kennen, mit denen ich dann zusammenarbeiten durfte oder über die ich hinwiederum weitere tolle Leute und Projekte fand. Für mich „geht“ es also problemlos ohne Insta oder auch FB, wo ich noch nie war und auch nicht sein möchte. Auch als Privatperson nicht.
Ob Insta für die Sichtbarkeit wirklich ein Gamechanger ist und wie mit Haltungen von Veranstaltern umzugehen ist, die sagen, dass sie Künstler*innen auch anhand der Zahl ihrer Insta-Follows auswählen, darauf habe ich keine Antwort, weil das einfach nicht meine Welt ist. Ich möchte aber eigentlich auch nicht, dass das „die Welt“ für meine Kollegys sein soll. Wenn ich mir anschaue, wie zeitaufwändig es ist, ständig die Algorithmen zu füttern, um ja nicht hinten runter zu fallen, würde ich die dafür nötige Energie lieber ins Üben stecken, oder ins Nachdenken über Liedtexte, oder ins „Dummzeuch-babbeln“ im Fediverse. Denn ich weiß für mich, dass ich da sichtbar bin und dass da Menschen sind, die sich für mich und meine Musik interessieren.
Mehr brauche ich nicht und weiß, wie priviligiert ich bin, dass ich mir diese Haltung leisten kann. Ich schreibe das nicht, um Menschen zu ärgern, die in einer anderen Situation sind. Auch bei mir herrscht nicht immer eitel Sonnenschein. So erfolgreich ich im Moment als Musikerin bin, so sehr habe ich in einem anderen Arbeitsfeld zu kämpfen, weil meine Angebote derzeit nicht gebucht werden. Irgendwas ist also immer. Aber bevor ihr fragt: nein, mit meinem anderen Arbeitsfeld zu Insta zu gehen ist keine Option.

Vielleicht sortiere ich diese Gedanken irgendwann noch einmal zu einem eigenen Blogpost.

Vielen Dank fürs Lesen!

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Ein guter Rat


Im Januar hatte ich das Lied „Für wen ich singe“ veröffentlicht und viele positive Reaktionen dazu erhalten.

Und es gab liebevolle Hinweise, dass ich mitunter ganz knapp am Zuckerguss vorbeigeschrammt sei mit meinem Text. Weil mir das keine Ruhe gelassen hat, musste ich ein Lied darüber machen, dass das mit der Liedermacherei manchmal ganz schön schwer ist, wenn du keine süße Soße machen willst und trotzdem über das singen, was dich bewegt.

Es entstand: Ein guter Rat.

Hier könnt Ihr das Video anschauen und wie gewohnt im Folgenden den Text lesen.

Manchmal gehen mir Gedanken und wilde Geschichten
tagelang nicht mehr aus dem Sinn.
Und dann fange ich an, neue Lieder zu dichten.
Schnell bin ich ganz mittendrin.

Öfter schreibe ich Sachen
ganz einfach zum Lachen,
mit Augenzwinkern zu seh’n.
Doch Texte mit Tiefgang
möcht ich auch gern machen,
für meine Haltung einsteh’n.

Aber ach!
Es ist nicht so einfach,
die passenden Worte zu schreiben.
Ohne mit Gefühl
und mit Glitzer
in Plattitüden abzugleiten.

Doch dann denke ich dankbar an die klugen Menschen,
die gaben mir Hilfreiches mit.
Wenn du dieses beherzigst wird Gutes entstehen,
wenn auch keine Garantie auf nen Hit.

Und nun fragt ihr euch sicher:
Was was das denn Schlaues?
Das ich zu Herzen mir nahm.
Ich will es euch gerne ganz offen verraten.
Der Ratschlag ist’s, den ich bekam:

Mit der Menge der Rührseligkeitsmarmelade
passt du besser gut auf!
Sonst hast du schneller als dir lieb ist
einen Schlager geschrieben,
mit Erdbeern und Sahne obendrauf.

Sage gern einmal zur Erbauung
ein paar erquickliche Sätze auf.
Doch behalte den Schmalztopf im Auge!
Denn Kitsch gibt es wirklich schon zuhauf.
Doch behalte den Schmalztopf im Auge!
Denn Kitsch gibt es wirklich schon zuhauf.

Mein besonderer Dank gilt Stephan und Stefan fürs Köpfe-zusammenstecken und Ohren-leihen.

Übrigens ist eine Studioversion des Lieds geplant, aber dafür gibt es noch keinen Termin. Ich werde es verkünden, wenn es soweit ist.

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