Category Archives: Leben mit Hund

Wochenschnipsel 2634

Auch heute bin ich wieder ein wenig zerknautscht, weil der kleine alte Hund morgens um halb drei meinte, mich aufwecken zu müssen. Aber für den Rest der Nacht war er ruhig und schlief dann sehr lang. Die Futtersituation, von der ich letzte Woche berichtet habe, konnten wir tatsächlich lösen: es gibt jetzt eine kleine Menge Gemüsebrühe mit in den Napf und er frisst wie gewohnt. Manchmal möchte auch der wilde Hund etwas von der Gemüsebrühe haben, denn in Hundekreisen wird sehr auf Gleichbehandlung geachtet.

Das Chor-Speed-Dating letzte Woche war ein ziemlicher Erfolg. Gleich vier Frauen haben sich für den Frauenchor entschieden und eine singt nun auch in einem der gemischten Chöre. Das ist wunderbar!

Ebenfalls wunderbar war der Besuch meines Bruders mit Familie am Wochenende. Wir saßen lange zusammen im Garten und haben gegessen und geredet und es war wirklich schön. Glücklicherweise hatte es auch ein wenig abgekühlt – und gestern hat es sogar richtig geregnet, mehrere Stunden lang! Was war ich da froh!

Gefreut habe ich mich außerdem über eine E-Mail einer Komponistin, die ihren Namen auf meiner Website entdeckt hatte und sich ihrerseits darüber freute. Wie schön, auf diese Weise in Kontakt zu kommen.

All meine Geduldsfäden und musikalische Erfahrung habe ich am Montag bei einer Trauerfeier gebraucht. Das in der Trauerhalle zur Verfügung stehende Instrument, ein älteres Viscount Sakral-Keyboard, war an sich gar nicht sooo schlecht, aber völlig verdreckt und sitzt im leeren Gehäuse einer anderen elektrischen Orgel – ohne Notenpult! Ich hatte, weil man ja nie weiß, was einen in städtischen Trauerhallen so erwartet, in weiser Vorraussicht Stücke ausgesucht, die auch ohne Pedal spielbar sind und nicht allzu lang, aber die ungewohnte Perspektive auf die Noten machte das Ganze doch anstrengender als erwartet. Es war eine sehr kleine Trauerfeier mit nur einer Handvoll Anwesenden und ich hoffe, ich konnte zu einem würdevollen Ablauf beitragen trotz der Umstände.

Gestern war ich beim Vorbereitungstreffen der Helfenden für den CSD. Schon zum zweiten Mal findet eine Demo und anschließende Party in meinem Landkreis statt und ich engagiere mich da sehr gerne. Denn auch wenn sich schon viel getan hat in den letzten Jahren, haben Menschen immer noch zu sehr darunter zu leiden, wenn sie nicht in irgendwelche Schubladen (cis-hetero o.ä.) passen. Da möchte ich einfach ein Zeichen setzen und habe auch wieder ein Plakat an unser Hoftor gehängt. Werbung im Fediverse mache ich natürlich auch, und ich habe mich sehr gefreut, dass das Orga-Team dieses Jahr auch einen Mastodon-Account angelegt hat.

Zum Schluss der heutigen Wochenschnipsel noch eine lustige Beobachtung: ich wollte einer Bekannten zeigen, welche Sanduhren ich benutze und suchte im Shop, wo ich sie gekauft hatten, nach Sanduhren. Fand auch die, die ich habe und konnte ihr den Link schicken; in der Liste der Suchergebnisse fand ich aber auch: Handpuppen. Nun ja. Die beiden Worte teilen sich zumindest die Vokale in gleicher Reihenfolge. (Fun fact am Rande: mir gefallen die Handpuppen so gut, dass ich überlege, ihnen ein Zuhause zu geben, auch wenn ich sie eigentlich gar nicht brauche und schon eine ganze Kiste mit Handpuppen habe…)

Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Mal!

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Wochenschnipsel 2633

Die hessischen Sommerferien sind zu Ende und somit auch die chorproben-lose Zeit. Gestern hatten wir in meinem „Haupt“-Chor eine offene Chorprobe, vom Vorstand liebevoll „Chor Speed Dating“ genannt und es waren ein halbes Dutzend Interessierte gekommen, und natürlich alle anderen, die eh schon in den drei Erwachsenenchören singen. Ich hoffe, es hat den Neuen so viel Spaß gemacht wie mir. Zwei haben schon gesagt, dass sie wiederkommen wollen. Bin gespannt, für welche(n) der drei Chöre sie sich entscheiden.

Der kleine alte Hund hatte mal wieder eine sehr unruhige Nacht und musste nahezu stündlich betüddelt werden. Im Moment frisst er auch schlecht bzw. verweigert sein übliches Futter. Snacks nimmt er nach wie vor gerne. Aber ihn nur von Snacks ernähren? Wenn das nicht nur eine Phase ist, sondern länger andauert, muss ich mal mit dem Tierarzt reden, ob es mit einer einfachen Futterumstellung getan sein kann. Ich sage mir regelmäßig, dass ein Hund mit fast 17 Jahren „so“ sein darf, doch natürlich mache ich mir auch Gedanken, wie die nächste Zeit wird und wie wir alle miteinander damit zurechtkommen. So einen alten Hund hatte ich noch nie und kann nicht auf frühere Erfahrungen zurückgreifen.

Der wilde Hund war in letzter Zeit gar nicht oft wild, aber um mich daran zu erinnern, dass er’s noch kann, versuchte er gestern, einen Teenager auf einem elektrischen Roller zu jagen. Wobei ich das ein Stückweit verstanden habe, denn der kam auf einem Feldweg von hinten und machte sich nicht bemerkbar, und dass der wilde Hund dann versuchte, uns vor dem komischen Ding zu beschützen, kann ich dem Hund kaum krumm nehmen. Ausbruchsversuche aus dem Garten gab es hingegen schon seit Wochen nicht mehr. Falls sich das ändert, werde ich berichten.

Apropos berichten, eigentlich hätten die beiden Orgeldienste am Sonntag, die ich in den letzten Wochenschnipseln quasi als Vorschau kurz erwähnt hatte, ereignislos sein können. In beiden Kirchen hatte ich schon gespielt und kenne die Instrumente. Dann kam Samstagnacht noch eine Nachricht des Pfarrers, er würde gerne den Gottesdienst in der großen Kirche im Chorraum feiern und ich solle bitte auf der zweiten Orgel spielen – das Instrument kenne ich vom Sehen und habe es auch in einem Konzert schon gehört, aber noch nicht darauf gespielt. Also fuhr ich früher los als ich es sonst getan hätte, um einen Eindruck der Orgel zu bekommen. Ich kam an und stellte fest, dass der hauptamtliche Küster frei hatte und dass es eine Vertretung gab. Und dann begann der Spaß, denn der Orgelschlüssel war nicht auffindbar. „Der muss doch hier im Schrank sein.“ Nach langem Hin und Her wurde dann ein Zweitschlüssel ausfindig gemacht, aber so kurz vor Gottesdienstbeginn, dass ich die Klangproben auf das nötigste beschränken musste. Aber die Orgel machte viel Spaß und ich hätte gerne irgendwann mal richtig viel Zeit für sie, um sie besser kennen zu lernen. Der zweite Gottesdienst verlief ohne besondere Vorkommnisse, aber mit Applaus nach dem Schlussstück und einem Lob eines Gemeindemitglieds.

Die nächste Beerdigung steht auch schon im Kalender. Gut, dass ich mangels Projektarbeit im Moment zeitlich sehr flexibel bin und diese Aufträge annehmen kann. Wie stark die vermaledeite „generative KI“ meine Arbeitsfelder beeinflusst und auch die Projektanfragen, darüber will ich jetzt nicht schreiben (oder schimpfen), das mache ich bei Gelegenheit an anderer Stelle. Nur so viel sei gesagt: es ist anstrengend. Denn die Soße suppt nicht nur durch die Musik, sondern auch durch andere Bereiche, in denen ich arbeite, und manchmal frage ich mich schon, ob ich nicht einfach meine LKW-Fahrerlaubnis nehme und Laster fahren gehen sollte, denn bei allen Versuchen zum autonomen Fahren ist das ja noch etwas, wo Menschen gebraucht werden. Aber noch sind diese Motivationslöcher nicht so tief, dass ich darin sitzen bleiben müsste. Dennoch, ich mache mir so meine Gedanken.

Aber zurück zu schönen Dingen. Ich habe den „Ringeltaubenmantel“ von Maike Claußnitzer zu Ende gelesen und mir nun die mir noch fehlenden Bände mit Geschichten besorgt. Und den zweiten Band der „Gruftgeflüster“-Reihe von Diandra Linnemann habe ich auch gelesen. Die Geschichte war ganz schön gruselig! Aber toll geschrieben. Ich bin gespannt, wie mir der dritte Band gefallen wird.

Vor ein paar Tagen bekam ich im Fediverse die Empfehlung zu einem Online-Shop für Tinten- und Füller-Begeisterte mit dem schönen Namen Fountainfeder. Sehr „gefährlich“ fürs Sparschwein, denn dort gibt es tolle Sachen. Unter anderem so wunderbare Tintenfarben wie „Schietwetter“, „Nordlichter“ und „Grünkohl“ – das Set zum Ausprobieren musste ich mir direkt bestellen. Und Briefpapier. Die Zahl meiner Briefpartnerinnen hat sich über die Jahre zwar ein wenig reduziert, aber Briefpapier brauche ich immer. Wenn Du das liest und denkst, ach ja, so einen handgeschriebenen Brief hätte ich auch mal wieder gerne oder würde einen schreiben wollen, melde Dich (z.B. im Fediverse).

Soweit für heute. Die Post bringt hoffentlich ein Glas meiner hauptsächlich genutzten Tinte und anderen Schreibkram, und ich werde jetzt mal an einem Projekt weiterarbeiten, für das ich zwar noch keine Kundinnen hab, das mir aber Freude macht und das ist auch wichtig.

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Wochenschnipsel 2632

Vor einigen Jahren schenkte mir meine Mutter zum Geburtstag einen Becher im Knitter-Look. Darauf steht „Wer morgens zerknittert aufsteht, kann sich im Laufe des Tages entfalten“. Heute war so ein Morgen, deshalb trinke ich meinen Kaffee gerade aus diesem Becher. Die Nacht war schwül-warm, und in der Nähe weiden Schafe, von denen mindestens eins so klingt wie der kleine alte Hund – der sich mitten in der Nacht auch meldete, aber nicht raus wollte, sondern nur Aufmerksamkeit suchte. Und so schlief ich nicht besonders gut und sah nach dem Aufstehen vermutlich so knittrig aus wie mein Kaffeebecher. Aber es kann ja nur besser werden.

Der wöchentliche Bestattungshaus-Anruf kam diese Woche bereits am Montag, für Freitag. Also viel Zeit zur Vorbereitung und viel Zeit für Verwirrung. Am Dienstagvormittag wurde nämlich erst wieder abgesagt, um am Nachmittag erneut anzufragen. Es gab wohl ein größeres Hin und Her bei der Planung. Gut, dass ich meist mit Bleistift in meinen Terminkalender schreibe!

Letzten Freitag waren wir zusammen mit einem Freund auf einem Konzert: „Welthits auf hessisch“ – live und handgemacht und absolut großartig. Ich habe Tränen gelacht und als eine Gitarrensaite riss, wusste ich genau, wie sich das anfühlt. Aber das wurde in der Pause schnell in Ordnung gebracht und das Programm konnte weitergehen. Später verweigerte sich ein anderes Instrument der Mitarbeit, weil der eingebaute Tonabnehmer sich verabschiedete, aber all das tat dem Hörvergnügen keinen Abbruch und es war einfach ein tolles Abend, den ich sehr genossen habe.

Am Sonntag dann zwei Orgeldienste, einmal in einer „meiner“ Kirchen und einmal in einer Kirche, in der ich noch nicht war. Dort steht eine historische Orgel mit einigen Besonderheiten. Nichts für Ungeübte! Aber ich habe mich schnell darauf eingestellt und fand das Instrument sehr interessant. Vielleicht komme ich ja noch einmal in den Genuss, dort zu spielen. Da wir jetzt eine Großgemeinde sind, ist die Wahrscheinlichkeit dafür recht hoch.

Nächsten Sonntag stehen auch wieder zwei Orgeldienste im Kalender, aber davon werde ich, wenn es etwas zu erzählen gibt, in den nächsten Wochenschnipseln berichten.

Danke fürs Lesen und bis bald!

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Wochenschnipsel 2631

Wir hatten einen ganz wunderbaren Kurzurlaub im Elsass. Jedes Jahr Ende Juli fahren wir für ein verlängertes Wochenende dort hin, weil wir ein Oldtimer-Treffen mit organisieren, aber bei aller Arbeit, die das Treffen macht, ist es vor allem auch ein kleiner Urlaub. Obwohl es vor allem am Samstag so warm war, dass wir uns kaum bewegen wollten (und die Hunde auch nicht), war es doch sehr erholsam.

Wir haben liebe Freunde getroffen und viel geredet, sowohl ernst als auch lustig, und die Hunde werden allmählich zu Treffen-Profis. Während der wilde Hund vor allem im ersten Jahr und auch noch im zweiten Jahr unser Auto intensiv bewacht und verteidigt hat, ist er inzwischen ziemlich entspannt und auch der kleine alte Hund war nach einer Eingewöhnungsphase ganz zufrieden. Was neu ist: das Nachhausekommen brauchte auch wieder eine Gewöhnungsphase. Am ersten Tag zuhause war er sehr nölig. Inzwischen geht es wieder.

Gestern habe ich viel Zeit mit meinen Blockflöten verbracht. Ich denke seit einer Weile an einem kleinen Konzertprogramm nur mit Blockflöten herum, weiß aber noch nicht, ob ich mich tatsächlich traue, das umzusetzen und an die Öffentlichkeit zu bringen. Immerhin ist Blockflöte ja „nur“ Hobby, auch wenn Musikmachen einer meiner Berufe ist.

Gerade habe ich das Buch „Rattenlied“ von Maike Claußnitzer zu Ende gelesen und mir endlich die „Oktoberperlen“ besorgt. Auch wenn ich beim Lesen der (langen) Bücher aus Maikes Feder immer mal den Faden verliere und mich frage, wie sie es eigentlich schafft, den Überblick zu behalten, so mag ich den Schreibstil und die Geschichten doch sehr. Wenn ich mit den „Oktoberperlen“ fertig bin, wartet noch „Der Ringeltaubenmantel“ auf mich. Fragt mich nicht, ob ich die Bücher in der richtigen Reihenfolge lese! Unterhaltsam sind sie alle.

Ebenfalls frisch gelesen habe ich den ersten von zwölf Kurzromanen der Reihe „Gruftgeflüster“ von Diandra Linnemann und ich glaube, die anderen elf möchte ich auch noch haben. Spannend, aber nicht blutrünstig, so habe ich das Buch einer Freundin beschrieben, die wissen wollte, was ich da lese.

Beide Autorinnen sind übrigens auch im Fediverse zu finden 🙂

Das Tippen der Wochenschnipsel wurde auch diese Woche unterbrochen von einem Anruf eines Bestattungshauses – allerdings ist die Beerdigung, für die noch eine Organistin gebraucht wird, erst übermorgen und nicht schon morgen (wie beim Anruf letzte Woche). Apropos, die Orgel, auf der ich letzten Donnerstag bei der Beerdigung spielen durfte, war ein ausgesprochen schönes Instrument. Oft stehen in Trauerhallen keine besonderen Instrumente, aber dort fand ich eine zweimanualige Pfeifenorgel von Walcker vor, die sich wirklich gut anhörte und auch Freude machte beim Spielen. Übermorgen wird es wohl eine elektronische Orgel sein, aber ausgesucht von einem meiner hauptamtlichen Kirchenmusikkollegen, insofern sicher ordentlich. Fun fact am Rande: der Pfarrer hatte sich gewünscht, dass ich die Beerdigung spiele, weil die Trauerfamilie „etwas von Musik versteht“ und es „jemand sein muss, der nicht herumstümpert“. Ich werde mir Mühe geben! Und selbstverständlich neben dem von der Familie gewünschten Bach auch ein Stück einer Komponistin spielen. Ich weiß nur noch nicht, welches. Aber bis Freitag ist ja auch noch Zeit.

Vielen Dank fürs Lesen!

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Wochenschnipsel 2826

Es ist bewölkt und windig, der wilde Hund liegt mir zu Füßen und der kleine alte Hund wandert durchs Haus und verbellt die Schatten. Oder die Fantasiewesen, die er sieht. Oder die Treppe, weil sie da ist. Oder auch die Wand.

Gestern schrieb ich im Fedi, dass demente Hunde besondere Herausforderungen ins Leben bringen und wurde gefragt, ob es das tatsächlich gibt, Demenz bei Hunden. Ja, gibt es. Es gibt Fragebögen für Hundemenschen, anhand derer herausgefunden werden kann, ob der Hund Anzeichen einer Demenz zeigt. Der kleine alte Hund ist voll dabei. Aber: er weiß immer noch, wer seine Menschen sind, er weiß, wo sein Körbchen steht, er weiß, wie er vom Garten wieder zurück ins Haus kommt, und die Leckerli schmecken ihm noch. Insofern ist es glaube ich für uns Menschen anstrengender als für ihn. Er wurde irgendwann im September 2009 geboren, so genau wissen wir das gar nicht. Folglich ist er in seinem 17. Lebensjahr und dass da altersbedingt nicht mehr alles so funktioniert, ist verständlich. Wir versuchen jedenfalls, ihm ein schönes Hundeleben zu gestalten, aber ob und wie das alles noch wird, wissen wir natürlich auch nicht. Der wilde Hund scheint auch zu spüren, dass sein Hundekumpel nicht mehr so auf der Höhe ist und versucht nur noch ganz selten, Streit anzufangen. Wobei das vielleicht auch andere Ursachen hat.

Letzten Freitag bekam ich eine Vertretungsanfrage für den Sonntag, da ein Kollege krank geworden war. Große Kirche, schöne Orgel, zwei Taufen, und nichts weiter im Kalender, also konnte ich zusagen. Das Bild vom Orgelspieltisch bekam im Fedi dreimal so viele „mag ich“ Reaktionen als mein sonntägliches Orgelvideo. Aber natürlich guckt sich so ein Foto viel schneller an als ein Video, und sei es noch so kurz. Ich werde auch im August wieder in der großen Kirche spielen, den Termin weiß ich jetzt schon. Und wer weiß, ob wir eine Vakanzzeit zu überbrücken haben, während die hauptamtliche Stelle neu besetzt wird. Vielleicht komme ich dann noch öfter dazu, dort zu spielen. Der Küster erzählt jedenfalls, ich könne Orgel spielen und man müsse sich um mich keine Gedanken machen.

Apropos Orgel, diese Woche kam ich endlich dazu, eine Komposition eines Fedi-Bekannten für Orgel zu setzen und arbeite außerdem an einer Erstausgabe eines Orgelstücks, über das ich aber noch nicht weiter sprechen kann – weil Erstausgabe und so.

Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten. Ich genieße es, jetzt in den Sommerferien auch einige ruhige Tage zu haben und in Ruhe z.B. den Kleiderschrank aufräumen zu können oder einfach mal „nichts“ zu tun.

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Wochenschnipsel 2626

In den heutigen Wochenschnipseln wird es, wie so oft, um Musik und um Hunde gehen, und auch um die aktuelle Sommerhitze. Zwar bin ich in der glücklichen Lage, dass sich unser altes Haus nicht stark aufheizt und dass wir unser Büro mit der Wärmepumpe auch kühlen können, so dass es recht erträglich ist, sich drinnen aufzuhalten, aber trotzdem merke ich auch, wie mein Hirn in den Sparmodus schaltet und wie schwer ich täglich in die Gänge komme. Ich hätte natürlich sehr gerne mehr Beratungs- und Trainingsaufträge (Wink mit dem Zaunpfahl!), aber dass ich meinem Hirn die Langsamkeit gönnen kann, weil ich eben im Moment wenig Schreibtischarbeit habe, finde ich schon angenehm.

Der kleine alte Hund geht jetzt, wo es so extrem heiß ist, nur noch zum Abendspaziergang mit. Morgens und nachmittags geht er kurz in den Garten, erledigt, was zu erledigen ist, und liegt dann entweder in seinem Korb oder auf der Kühlmatte, die er regelrecht zu genießen scheint. Was er auch liebt, ist, mit Wasser aus der Blumenspritze besprüht zu werden. Der wilde Hund kann Wasser nicht leiden, auch den Kühleffekt möchte er nicht haben. Er liegt lieber auf den Fliesen oder jetzt im Büro unter meinem Schreibtisch. Spazieren gehen findet er gut, doch am Nachmittag zeigt auch er deutlich, dass eine kleine Runde absolut ausreichend ist.

Gestern durfte ich außer der Reihe zwei Chorproben leiten, was sehr viel Spaß gemacht hat und am Sonntag hatte ich mal wieder eine Orgelvertretung, die kurzfristig angefragt worden war. Hinterher gab es Kaffee und Kekse im Schatten der Kirche und Gespräche über Kirchenmusik und die Entwicklung der Gemeinden.

Von meiner neuen Tenorblockflöte aus Olivenholz hatte ich kurz nach dem Kauf in den Wochenschnipseln berichtet. Die Einspielphase nähert sich dem Ende. Das Instrument zeigt immer deutlicher, dass es bereit ist, voll belastet zu werden und es ist so eine Freude, damit zu spielen. Bei einigen Tönen bin ich mit dem Klang noch nicht ganz zufrieden, aber das liegt an mir und nicht an der Flöte. Denn obwohl sie sich gut greift, muss ich noch üben, meine Finger wirklich exakt auf den Löchern zu platzieren, um saubere Töne zu bekommen. Auch dafür ist eine lange Einspielphase gut. Ich plane, demnächst ein Video aufzunehmen und das Instrument vorzustellen.

Mein neuer Sigo Bass ist ebenfalls ein sehr spannendes Instrument und wird ein Vorstellungsvideo bekommen.

Ich könnte jetzt sagen, dass meine Blockflötensammlung nunmehr komplett ist, aber falls es aus der Sigo-Reihe irgendwann noch einen Großbass geben sollte, könnte ich wohl schwach werden. Und ein Csakan wäre auch interessant und… (Ihr merkt schon, das mit dem „komplett“ wird echt schwierig!)

Danke fürs Lesen, und ich hoffe, Ihr habt kühle Plätze, wo Ihr Euch ein wenig von der Hitze erholen könnt.

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Wochenschnipsel 2624

Letzten Donnerstag hatten wir in Hessen Feiertag (Fronleichnam) und wir fuhren ins Nussbachtal, um den runden Geburtstag eines Freundes zu feiern. Wir verbrachten drei schöne Tage auf einem Zeltplatz ohne Mobilfunknetz und die Hunde fuhren außerdem zum ersten Mal in ihrem Leben mit dem Zug, und zwar auf der Sauschwänzlebahn. Ein wirklich lohnendes Ausflugsziel! Da es im Zug recht eng werden kann, sollten mitfahrende Hunde keine Probleme mit Menschen haben – der wilde Hund fand es großartig, dass uns zwei Teenager gegenübersaßen, die ihn immer wieder streichelten. Sie hatten vorher gefragt, ob sie das dürfen und hatten auch Verständnis dafür, dass ich gesagt habe, wilder Hund ja, kleiner alter Hund lieber nicht. Die Hunde waren beide entspannt und sind auch zur Rückfahrt wieder bereitwillig mit eingestiegen bzw. haben sich in den Waggon heben lassen. Vor dreieinhalb Jahren, als sie neu bei uns waren, wäre das wahrscheinlich noch nicht möglich gewesen.

Am Sonntag hatte ich frei und habe an meinem aktuellen Sockenpaar weitergestrickt und e-books gelesen und die Hunde haben sich von der kleinen Reise erholt und fast den ganzen Tag über geschlafen.

Am Montag habe ich an einem neuen Konzertprogramm herumgedacht und einen ersten Entwurf ausgearbeitet. Es ist mir immer wichtig, dass meine Programmideen auf möglichst vielen Orgeln funktionieren können, egal, wie groß diese sind, und ich glaube, das wird mir auch diesmal gut gelingen. Falls eins Interesse hat, mich als Organistin mal einzuladen: gerne Kontakt aufnehmen!

Gestern stand Schreibtischarbeit im Fokus. Ich habe einen Team-Workshop zum Thema Zusammenarbeit und Kommunikation vorbereitet und freue mich sehr darauf, nächste Woche meinen Moderationskoffer zu packen und den Workshop durchzuführen. Auch da: wenn Bedarf an solchen Workshops (Präsenz oder auch online) besteht, einfach melden.

Und heute ist schon wieder Mittwoch, also Zeit für die Wochenschnipsel und außerdem wartet ein Beitrag für eine meiner anderen Seiten darauf, fertig geschrieben und veröffentlicht zu werden.

Wie immer also keine Langeweile. Wir lesen uns nächste Woche wieder 🙂

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Filed under Leadership, Leben mit Hund, Musik, Sammelsurium

Wochenschnipsel 2619

Gestern hat es endlich wieder geregnet, und es war nicht einfach nur ein kurzer, heftiger Schauer, sondern es regnete über Stunden. So konnte das Wasser gut in den trockenen Boden eindringen und ich war sehr froh – dass die Hunde und ich beim Spaziergang schön nass wurden, tat der Freude keinen Abbruch. Das hatten wir lange nicht. Und es gibt ja Handtücher. Der kleine alte Hund möchte allerdings anmerken, dass abgetrocknet zu werden ein Verstoß gegen seine hündischen Rechte ist und dass er lieber ein nasses Fell hat, als sich trockenrubbeln zu lassen. Nämlich.

Letzte Woche feierten wir unser traditionelles Gartenfest bei strahlendem Sonnenschein und abends begleitet von Nachtigallengesang. Es war sehr schön. Einige unserer Gäster blieben gleich mehrere Tage und Hunde waren auch dabei. Eine siebenjährige Hündin, mit der der wilde Hund früher immer mal Pöbelmomente hatte, aber dieses Jahr vertrugen sie sich sehr gut; und eine achtmonatige Hündin, von der der wilde Hund abwechselnd entzückt und genervt war. So ein quirliges Fellknäuel ist wohl auch für Hunde anstrengend, nicht nur für ihre Menschen. Aber putzig ist so ein Junghund schon. Trotzdem bin ich ganz froh, dass unsere nicht mehr konstant bespaßt werden müssen.

Musikalisch gab es wieder Vertretungsdienste an zwei schönen Orgeln und da ich jetzt gleich einen Termin habe, bleiben die heutigen Wochenschnipsel eher kurz. Hinweisen möchte ich aber noch auf meinen gestrigen Blogbeitrag mit Buchbesprechung.

Wir lesen uns nächste Woche wieder!

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Filed under Landleben, Leben mit Hund

Wochenschnipsel 2618

Irgendwo in den Büschen und Bäumen rund um den Fluss wohnt ein Kuckuck. Ich höre ihn (sie?) regelmäßig rufen und heute sah ich ihn fliegen. Das war toll.

Heute habe ich einiges vorzubereiten für unser traditionelles Gartenfest, das morgen stattfinden wird. Gestern bin ich zum Hofladen geradelt, denn der wird von einer der ganz wenigen (kleinen) Molkereien beliefert, die noch Schichtkäse herstellen. Wer das nicht kennt, Schichtkäse ist eine Art quarkartiger Frischkäse, den man vor allem für oberhessischen „Mattekuche“ (Käsekuchen) braucht. Im Supermarkt bekommt man ihn nicht mehr. Wobei ich gerade gelernt habe, dass der Schichtkäse, den es bis zur Einstellung der Produktion in unserem Supermarkt gab, tatsächlich von Müller hergestellt wurde, und da bin ich ja fast ein wenig froh, dass es diese Variante nicht mehr gibt, denn Müller geht gar nicht.
Jedenfalls radelte ich frohgemut zum Hofladen, fünf Kilometer quer über die Feldwege, und dann gab es weder Schichtkäse noch Quark noch Joghurt. Mittwochs käme die neue Lieferung, aber eher spät. Also werde ich mich am Nachmittag nochmal aufmachen.

Und zum Supermarkt muss ich auch noch, all das kaufen, das ich gestern vergessen habe. Und dann muss die Garage aufgeräumt werden und die Tische gestellt und ich bin sicher, der wilde Hund wird uns dabei „helfen“ wollen, wie er das immer so gerne macht.

Gestern sagte mir ein Chormitglied, ich hätte ja so einen süßen Hund und der sei ja so gut erzogen. Innerlich musste ich schmunzeln, denn auch wenn wir im Moment viele Situationen haben, in denen sich der wilde Hund absolut vorbildlich verhält (vor allem, wenn andere Hunde pöbeln), gibt es auch bei ihm noch ausreichend Gelegenheiten, wo er zeigt, dass er seinen Spitznamen nicht von ungefährt bekommen hat. Gerade liegt er an einem seiner Lieblingsplätze im Büro, den Rücken am Bücherregal angelehnt.

Weil ich schon lange keine Flöten oder Whistles mehr gekauft habe, schleiche ich gerade mal wieder um verschiedene Instrumente herum. Also, ich schleiche virtuell, beim Stöbern in den entsprechenden Online-Shops. Wirklich „brauchen“ tu ich ja nix. Mal sehen, wie lange ich dieser inneren Stimme widerstehen kann. Und es steht eh noch eine Lieferung aus; bestellt und bezahlt im Dezember und angekündigt für April und verschoben auf Juni. Aber wenn das Instrument dann da ist, gibt es ein Video.

Zum Schluss noch der Hinweis, dass ich vorgestern mal wieder über ein Buch gebloggt habe: „So jung brechen wir nicht mehr zusammen„.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen & bis bald!

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Wochenschnipsel 2617

Schon wieder Mittwoch, und die vorletzten Wochenschnipsel im April. Witzigerweise habe ich mich auch heute für die Kaffeetasse mit der Aufschrift „Für Kaffee und Hunde ist immer Zeit“ entschieden, von der ich letzte Woche schrieb. Das war allerdings Zufall und nicht geplant, dass ich gerade diese Tasse aus dem Schrank nahm. Ich hätte ja auch meine „Königinnen haben im April Geburtstag“-Tasse wählen können, oder die „Keep calm and carry on“ oder… Tassen oder vielmehr Becher haben wir in großer Vielfalt im Schrank. Auf dem Koffer meiner Sopranukulele klebt dennoch der tolle Aufkleber von der „Nicht-alle-Tassen-Antifa“ 🙂

Was gibt es zu berichten? Am Montag habe ich über eine musikalische Märchengeschichte oder eine märchenhafte Musikgeschichte von Susanne Bonn gebloggt und verbringe im Moment viel Zeit damit, einen Online-Kurs zu konzipieren und hoffentlich in den nächsten Wochen soweit fertig zu bekommen, dass ich mir ein paar Testpersonen suchen kann, die ihn einmal ausprobieren. Und an verschiedenen Zines arbeite ich auch weiterhin.

Es gab einige Sitzungen „bei Kirchens“, Personalversammlung der neuen Gesamtkirchengemeinde und ein Austauschtreffen mit der Mitarbeitendenvertretung des Dekanats; bis sich das alles zurechtrüttelt in den neuen Strukturen, wird wohl noch ein wenig Zeit vergehen. Einige machen sich Sorgen, dass Arbeitsstunden reduziert werden könnten, weil weniger Gottesdienste an weniger Orten stattfinden, aber ich mache mir diesbezüglich keine Gedanken, denn ich bekomme alle Naslang Vertretungsanfragen und kann mich über mangelnde Orgelarbeit wirklich nicht beklagen. Wir werden sehen, wie es sich entwickelt.

Nachdem der kleine alte Hund am Montag viel schlafen musste, weil wir morgens zur Fellpflege waren, was er nicht so gern mag und wogegen er mit allem, was er hat, ankämpfen muss und davon müde wird, beschloss er gestern, mal wieder am Morgenspaziergang teilzunehmen. Und am Nachmittagsspaziergang ebenfalls. Dafür wollte er heute wieder nicht mit. Also alles wie immer, irgendwie.

Soweit für heute. Danke fürs Lesen!

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