Aus meinem Bücherschrank: Blaumeise Sturzflug


Fast zwei Jahre ist es her, dass ich in meinen Wochenschnipseln zum ersten Mal und auch nur kurz über zwei Bücher von Susanne Bonn berichtet habe.

Damals schrieb ich:

Gerade lese ich „Der Jahrmarkt zu Jacobi“ von Susanne Bonn und bin etwa bei der Hälfte der Geschichte angelangt. Ich mag den Schreibstil von Susanne sehr, und wer sich für Musik und/oder fürs Mittelalter interessiert, oder einfach gerne einen Krimi liest, könnte das Buch ebenfalls mögen. Wer lieber etwas aus der Neuzeit liest, bei dem es vor lauter Engeln und Dämonen teilweise ganz schön chaotisch und skurril zugeht, dem seien die „Weinfestengel“ ans Herz gelegt. Gibt es, soweit ich weiß, nur als eBook. Aber lohnt sich auch für Papiertanten (wie ich eine bin).

Susanne schreibt sowohl Fantasy als auch Historisches, wobei Fantasy bei ihr ziemlich breit gefächert ist. Sie selbst beschreibt es so: „in kurz und in lang, mit und ohne Vierbeiner in den Hauptrollen, mit wenig Blutvergießen und ebenso wenig Romantik.“ Da ist also auch für mich, die ich eigentlich keine Fantasy-Leserin bin, etwas dabei. Allerdings dürften aufmerksame Menschen, die mein Blog öfter besuchen, bemerkt haben, dass es bei mir doch ganz schön oft auch Fantasy zu lesen gibt. Das liegt vor allem am Fediverse, wo ich auf Bücher und Schreibende aufmerksam und neugierig werde (und bis auf einmal noch nie enttäuscht wurde!).

Außerdem schreibt Susanne Kurzgeschichten; eine ist gerade frisch erschienen im Band „Schweinwerfer in der MNacht“ bei OhneOhren und die hat mir sehr gut gefallen. Dieser Sammelband wird einen eigenen Beitrag hier im Blog bekommen.

Puh, jetzt habe ich schon ganz schön viel und doch noch kein Wort zu dem Buch gesagt, über das ich hier eigentlich schreiben wollte.

Blaumeise Sturzflug“ ist im Selbstverlag erschienen und sowohl als eBook als auch als Taschenbuch erhältlich. Es ist ein „Märchen-Abenteuer mit Musik“, in der Hauptrolle eine freischaffende Musikerin, und es spielt ganz grob im ersten Jahr der Corona-Pandemie. Ich mag Märchen, ich liebe Musik, und meine Erwartung, dass ich das Buch mögen würde, hat sich voll und ganz erfüllt.

Da eine von mir gedichtete Liedzeile im Buch vorkommt, wenn auch für die Handlung leicht verändert, hier der Transparenzhinweis: ich habe mir das Buch selbst gekauft habe und Susanne hat mir nicht eingeflüstert, was ich darüber schreiben soll.

Wölfe, Gänse, eine Schneiderin, ein dementer Großonkel, ein Schleifstein, ein Schatz, eine Gastwirtschaft, ein Drachen und jede Menge Musik: so bunt und turbulent wie diese Aufzählung entwickelt sich auch die Geschichte. Ein Wollknäuel kommt zwar nicht vor, aber beim Lesen dachte ich das ein oder andere Mal, hui, ganz schön verstrickt, hoffentlich geht das alles gut. Susanne verknüpft Märchenmotive und Gestalten gekonnt zu einer spannenden Erzählung und lässt die Grenzen zwischen Phantasie und Wirklichkeit kunstvoll verschwimmen. Am Ende, so viel kann ich verraten, tragen Musik, Freundschaft und Zusammenhalt dazu bei, dass alles rund wird.

Vielleicht schaffen es die sympathischen Figuren ja in ein zweites oder drittes Buch? Ich würde mich freuen!

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