Neues Kochbuch im Küchenregal: Frühstück, Snack & Co.

Dem Account zum „Magischen Kessel“ folge ich im Fediverse schon eine ganze Weile. Dahinter steckt Shermin Arif, die mit viel Leidenschaft und Können Rezepte entwickelt und darüber schreibt.

Zwei Kochbücher hat sie bislang veröffentlicht und das neuere von beiden, „Frühstück, Snack & Co.“ mit „14 einfachen & guten Meal-Prep Rezepten“ ist vor einer Woche bei mir eingetroffen. Erhältlich ist es bei Amazon oder direkt bei Shermin – dort habe ich es bestellt. Das lief absolut problemlos und dass die Post das Buch so schnell zu mir bringen würde, war wirklich erstaunlich.

Wie das im Leben so ist, hatte ich bisher keine Gelegenheit, ein Rezept aus dem Buch auszuprobieren. Vorstellen möchte ich es trotzdem schon jetzt, denn beim Durchblättern hat es mir gut gefallen und ich hatte auch schon ausreichend im Blog von Shermin gestöbert, um eine Ahnung davon zu haben, was mich erwarten könnte.

Die 14 Rezepte teilen sich in sieben süße und sieben herzhafte Gerichte und zu jedem gibt es ein Farbfoto, das Lust macht aufs Ausprobieren. Vieles ist vegan oder leicht vegan zuzubereiten und einiges ist durch die Verwendung von Hafermehl oder Buchweizenmehl auch glutenfrei. Mehr Infos dazu gibt es im langen Vorwort – um die Rezepte zu verstehen, musst du das Vorwort nicht lesen, aber es lohnt sich, denn es ist locker und informativ geschrieben.

Nicht alles trifft meinen Geschmack und mein Essverhalten, aber das war bisher bei allen Kochbüchern so, die den Weg in mein Küchenregal gefunden haben und hatte ich auch gar nicht erwartet.

Worauf ich wirklich Lust habe: die Pancakes aus dem Backofen, die Frühstücksmuffins (besitze ich überhaupt eine Muffinform? Irgendwo könnte eine sein… Du siehst, ich backe total oft Muffins… **hüstel**), den Himbeer-Vanille-Käsekuchen aus dem Glas, die Rührei-Muffins und die Baked Oats mit Zucchini.

Was ich besonders toll finde: die übersichtlichen Zutatenlisten, die Hinweise auf die Haltbarkeit und wo die Snacks am besten aufzubewahren sind, und dass jedes Rezept nicht länger ist als eine Seite. Und es gibt keinen Küchenperfektionismus im Sinne von „diese exotische Zutat musst du bei Mondenschein im Klostergarten pflücken“ oder „selbstgemacht schmeckt der 37schichtige Blätterteig mit Bergziegen-Butter immer noch am besten“, sondern entweder hast du die Zutaten eh zuhause oder du bekommst sie ziemlich problemlos auch in kleineren Supermärkten. Die Verwendung von Halb-Fertig-Produkten ist erlaubt und teilweise auch vorgesehen.

Wer nicht viele Löffel hat für aufwändige Koch- und Backaktionen oder aus anderen Gründen gerne auf Vorrat durch die Küche wuselt, wird in diesem schönen Kochbuch ganz sicher fündig.

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Ein guter Rat


Im Januar hatte ich das Lied „Für wen ich singe“ veröffentlicht und viele positive Reaktionen dazu erhalten.

Und es gab liebevolle Hinweise, dass ich mitunter ganz knapp am Zuckerguss vorbeigeschrammt sei mit meinem Text. Weil mir das keine Ruhe gelassen hat, musste ich ein Lied darüber machen, dass das mit der Liedermacherei manchmal ganz schön schwer ist, wenn du keine süße Soße machen willst und trotzdem über das singen, was dich bewegt.

Es entstand: Ein guter Rat.

Hier könnt Ihr das Video anschauen und wie gewohnt im Folgenden den Text lesen.

Manchmal gehen mir Gedanken und wilde Geschichten
tagelang nicht mehr aus dem Sinn.
Und dann fange ich an, neue Lieder zu dichten.
Schnell bin ich ganz mittendrin.

Öfter schreibe ich Sachen
ganz einfach zum Lachen,
mit Augenzwinkern zu seh’n.
Doch Texte mit Tiefgang
möcht ich auch gern machen,
für meine Haltung einsteh’n.

Aber ach!
Es ist nicht so einfach,
die passenden Worte zu schreiben.
Ohne mit Gefühl
und mit Glitzer
in Plattitüden abzugleiten.

Doch dann denke ich dankbar an die klugen Menschen,
die gaben mir Hilfreiches mit.
Wenn du dieses beherzigst wird Gutes entstehen,
wenn auch keine Garantie auf nen Hit.

Und nun fragt ihr euch sicher:
Was was das denn Schlaues?
Das ich zu Herzen mir nahm.
Ich will es euch gerne ganz offen verraten.
Der Ratschlag ist’s, den ich bekam:

Mit der Menge der Rührseligkeitsmarmelade
passt du besser gut auf!
Sonst hast du schneller als dir lieb ist
einen Schlager geschrieben,
mit Erdbeern und Sahne obendrauf.

Sage gern einmal zur Erbauung
ein paar erquickliche Sätze auf.
Doch behalte den Schmalztopf im Auge!
Denn Kitsch gibt es wirklich schon zuhauf.
Doch behalte den Schmalztopf im Auge!
Denn Kitsch gibt es wirklich schon zuhauf.

Mein besonderer Dank gilt Stephan und Stefan fürs Köpfe-zusammenstecken und Ohren-leihen.

Übrigens ist eine Studioversion des Lieds geplant, aber dafür gibt es noch keinen Termin. Ich werde es verkünden, wenn es soweit ist.

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Wochenschnipsel 2613

Gestern dachte ich so bei mir, es könnte eigentlich mal wieder regnen, denn so schön das ist, dass die Frühlingssonne jeden Tag scheint, brauchen die Böden doch Wasser. Und heute morgen sind der wilde Hund und ich beim Spaziergang ordentlich nass geworden. Windig war es auch, und nun ist wieder blauer Himmel zu sehen. Der kleine alte Hund war zuhause geblieben, wie so oft.

Meine Woche war ziemlich bunt, aber es gibt nichts wirklich Besonderes zu berichten.

Außer, dass ich am Sonntag wieder einen sehr schönen Vertretungsdienst hatte und Applaus bekam nach dem Nachspiel und dass mein Freund und Kollege Martin wieder aus Japan zurück ist und mir einen schönen Fächer und weitere Kleinigkeiten mitgebracht hat.

Wer es noch nicht gesehen hat, ich habe über eine Krimireihe gebloggt, bei der der erste Band vor mehr als 30 Jahren erschienen ist und der letzte Band vor 19 Jahren, aber ich bin ja öfter mal spät dran, was das Entdecken von Büchern angeht.

Als nächstes mache ich mich daran, ein neues Video zu untertiteln. Wann ich es veröffentliche, weiß ich noch nicht. Wer mir im Fediverse folgt, wird es mitbekommen. 🙂

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Aus meinem Bücherschrank: die „Kirchenkrimis“ von Christian Uecker

Ich bin ja öfter mal „late to the party“, aber warum ich erst dieses Jahr die Kirchenkrimis von Christian Uecker (1956-2007) entdeckt habe, obwohl das erste Buch schon 1993 erschienen ist, ist mir schleierhaft.

Christian Uecker war Pastor in der Nähe von Lübeck und schrieb seinen ersten Krimi, weil Geld für die Orgelrenovierung gebraucht wurde. Es kam wohl ausreichend Geld zusammen, aber gleichzeitig war auch die Lust am Schreiben geweckt und so kamen bis 2007 weitere sechs Bücher hinzu.

Es ist nicht unbedingt notwendig, sie in der zeitlichen Reihenfolge zu lesen, aber es ist schön, die Entwicklung der Charaktere zu verfolgen bzw. sie in einem der Folgebände wieder zu treffen.

Beim Lesen dachte ich ab und zu, dass meine Mutter, Kirchenvorstandsmitglied und Urlaubsvertretung der Küsterin/Mesnerin und begeisterte Im-Norden-Deutschlands-Urlauberin, die Bücher auch gemocht hätte – und hätte sie die Bücher gekannt, hätte sie mir bestimmt davon erzählt und sie mir zum Lesen weitergegeben.

Es gibt einen Sammelband, der alle sieben Kirchenkrimis vereint. Nicht besonders handlich, da immerhin mehr als 1100 Seiten, aber dafür musste ich nicht lange suchen, ob und wo es die Einzelbände überhaupt noch gibt.

Die Reihenfolge der Krimis ist wie folgt:
1993: Wenn der Tod tanzt
1994: Wer einmal brennt
1995: Gut – besser – tot
1996: Wer flucht für alle Ewigkeit
1999: Stille Nacht
2001: Treibsand
2007: Totenblumen

Fast alle Bücher spielen rund um das fiktive „Klein Hasenberg“ (Ähnlichkeiten mit Klein Wesenberg, wo Christian Uecker Pastor war, sind nicht ausgeschlossen). In „Gut – besser – tot“ geht es zum Kirchentag nach Hamburg. Das ist übrigens die einzige Geschichte aus der Reihe, mit der ich überhaupt nicht warm wurde. „Treibsand“ spielt auf Amrum und für die „Totenblumen“ geht es nach England.

Also jede Menge Lokalkolorit, und wer die kirchliche Arbeit kennt, ob im Haupt- oder Ehrenamt, oder in Vereinen tätig ist oder auf dem Land lebt, wird das ein oder andere wiedererkennen oder zu den Charakteren ein Gesicht aus der eigenen Nachbarschaft vor Augen haben.

Ein kleines Detail am Rande: die Ersatzteilsituation für Hanomag-Traktoren hat sich seit Erscheinen der Bücher erheblich verbessert 🙂

Zu Christian Ueckers zehntem Todestag erschien dieser Artikel in der Evangelischen Zeitung. Das ist auch schon wieder neun Jahre her, und wäre ihm ein so langes Leben vergönnt gewesen wie manchen seiner Protagonisten, hätte er dieses Jahr seinen 70. Geburtstag gefeiert. Bestimmt mit einem Ständchen des örtlichen Gesangvereins und mit Kuchen der Frauenrunde und Basteleien der Kindergartenkinder. Wie das halt so ist aufm Land.

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Wochenschnipsel 2612

Heute morgen stiefelte der kleine alte Hund bei strahlendem Sonnenschein durch halb gefrorenes Gras und beschloss nach wenigen Minuten, nicht am großen Spaziergang teilnehmen zu wollen. Das ist inzwischen zur Routine geworden – und für mich ist es Routine, mittwochs meine Wochenschnipsel zu tippen und zu veröffentlichen.

Gestern habe ich über das aktuelle Buch von Karin Joachim gebloggt und abends drei Chorproben geleitet, weil der eigentliche Chorleiter im Urlaub ist. Auch vor dem Wochenende habe ich in einigen Gesangvereinen als Chorleiterin ausgeholfen, und nächste Woche ist er wieder da und das bringt mir wieder ein paar freie Abende. Wobei mir sicherlich nicht langweilig wird.

In meinem Postfach häufen sich die Anfragen für Orgelvertretungen, gerade zu Ostern und auch zu Pfingsten und ich muss ausbalancieren, wie stark mein Pflichtgefühl ist und mein Ruhebedürfnis.

Woraus ich im Moment eine Menge positiver Energie ziehe, sind einerseits die guten Reaktionen im virtuellen Raum auf meine Musik (sowohl Orgel als auch nicht-klassisches) und der Austausch mit anderen Musizierenden, und andererseits die Beschäftigung mit meinen Instrumenten – ich habe einige neue Werke für Klavier entdeckt, an denen ich mit großer Freude arbeite und ganz ohne Zeitdruck, weil keine Konzerte anstehen, bei denen ich sie spielen „muss“. Auch für die Blockflöten habe ich viele Ideen und spätestens am Gründonnerstag wird auch das Akkordeon wieder zum Einsatz kommen.

Und vielleicht gibt es bald auch wieder ein Video mit einem Lied und der Ukulele. 🙂

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Aus meinem Bücherschrank: Das Glück der Bücher

„Das Glück der Bücher“ von Karin Joachim ist im September 2025 im Gmeiner-Verlag erschienen (ISBN 9783839208502) und lässt sich überall da bestellen, wo es Bücher gibt. Am besten natürlich beim örtlichen Buchladen – die meisten verschicken übrigens auch ganz problemlos. 🙂

Eigentlich wollte ich schon im Herbst darüber schreiben (da hatte ich das Buch gelesen), weil das Buch so wunderbar zu gemütlichen Abenden auf dem Sofa passt, zu einer Tasse Tee und einer kuschligen Decke, aber es ist auch eine schöne Urlaubslektüre oder lässt sich auf dem Balkon lesen, jetzt, wo der Frühling naht und es wieder wärmer wird.

Karin Joachim beschreibt ihr Buch so:

Worum geht es in meinem neuen Roman „Das Glück der Bücher“?
Lilo Steinbrink ist Buchhändlerin aus Leidenschaft. Aufgrund einer Mieterhöhung muss sie jedoch ihren Laden in der münsterländischen Kleinstadt schließen. Die zum Büchertauschschrank umfunktionierte Telefonzelle wird mehr und mehr zu ihrem Lebensmittelpunkt. Lilo schöpft wieder Mut und begegnet Menschen, die ihre Leidenschaft für Bücher teilen.

Menschen, die die Leidenschaft für Bücher teilen, könnten das Buch ebenso mögen wie ich. Wenn ich es in einem kurzen Satz beschreiben müsste, würde ich sagen: es ist ein Wohlfühlbuch für Buchbegeisterte.

Auch wenn ich beim Lesen teilweise ahnte, wie das Ende sein könnte (und damit sogar richtig lag), habe ich jede Seite genossen.

Karin Joachims Liebe zu Büchern und zum Schreiben ist spürbar und die Charaktere könnten meine Nachbarn sein oder Menschen, die ich in der nächstgelegenen Kleinstadt treffe.

Wie es sich anfühlt, plötzlich neu anfangen zu müssen, sei es durch Jobverlust oder andere Widrigkeiten, davon können wohl viele ein Lied singen und sich so in Lilo wiederfinden und mit ihr leiden, sich ärgern und sich freuen über die schönen Dinge, die trotz der Schwierigkeiten passieren.

Ich möchte nicht spoilern, aber: ja, es geht am Ende gut aus. In Zeiten wie diesen ist das vielleicht genau das, was wir brauchen.

Herzlich zum Lesen empfohlen!

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Wochenschnipsel 2611

Seit einigen Tagen lassen sich in unserer Straße interessante Beobachtungen machen. Es gibt eine Baustelle, Kanalsanierung, großes Loch in der Straße und Vollsperrung mit innerörtlicher Umleitung. Stündlich fahren Fahrzeuge (PKW, LKW) am Hinweisschild und der Teilabsperrung vorbei, um dann vor unserem Haus zum Stehen zu kommen und entweder umzudrehen (PKW) oder 200m rückwärts zu fahren (LKW) und ich frage mich jedes Mal, woran das liegt. Unachtsamkeit? Wurschtigkeit? Navi-hat-es-aber-doch-gesagt? Wird-schon-gehen-wo-soll-da-auch-eine-Sackgasse-sein? Natürlich gibt es zusätzlich auch diejenigen, die anstelle der offiziellen Umleitung den Feldweg hinter den Gärten nehmen – da muss ich beim Hundespaziergang echt aufpassen.

Heute wurde das Wasser abgestellt, aber ich habe rechtzeitig daran gedacht, eine genügend große Menge in Krügen und Kannen bereitzustellen. Und unsere Toiletten hängen an der Regenwasserzisterne.

Was gibt es sonst zu berichten? Letzten Sonntag, am internationalen Frauentag, hatte ich Orgeldienst und habe als Vorspiel und als Nachspiel Werke von Komponistinnen gespielt und auch ein neues Video hochgeladen – die Komponistin hat sich sehr darüber gefreut, denn ich habe damit wohl die Ersteinspielung ihres Stücks vorgenommen (und bin nun auch auf ihrem YouTube-Kanal). Besonders gefreut hat mich außerdem, dass ich es zeitlich geschafft habe, abends zu einem Konzert zu gehen. Gespielt und gesungen wurden Werke von Clara Schumann, Mel Bonis, Emilie Mayer, Amy Beach und Fanny Hensel. Das war wirklich schön.

Für ein neues Konzertprogramm habe ich in den letzten Tagen auch wieder viel mit meinen Blockflöten gearbeitet und finde es immer wieder faszinierend, wie gut der kleine alte Hund im Flur schlafen kann, wenn ich übe – selbst die hohe Sopranino stört ihn nicht.

Letzte Woche durfte ich mit der Einmal-im-Jahr-Band wieder den Gottesdienst zum Weltgebetstag begleiten und das hat wieder viel Spaß gemacht. Wir spielen in dieser Besetzung tatsächlich immer nur zu diesem Gottesdienst, deshalb Einmal-im-Jahr-Band, und verstehen uns so gut, dass uns eine halbe Stunde Probe tatsächlich reicht. Dass einige von uns Profimusiker*innen sind, hilft wohl auch. 😉

Mit Urlaubsvertretung für einen befreundeten Dirigenten und Chorleiter und meinem Vorstandsamt im Arbeitskreis Frau & Musik und den vielen kleinen täglichen Aktivitäten, musikalisch und anderweitig, wird es mir im Moment nicht langweilig, aber ich freue mich trotzdem darauf, wenn es zwischendurch auch mal wieder Abende ohne Termine gibt und ich einfach nur mit dem Strickzeug auf meinem Lieblingssessel sitzen kann. Bald 🙂

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Wochenschnipsel 2610

Vor ein paar Tagen hat das Bürstenlied die 1000er Marke geknackt – so oft wurde das Video bei PeerTube aufgerufen und ich bin immer noch ganz fasziniert davon, wie viele Menschen es erreicht hat. Und was mich besonders freut: es gibt keine automatischen Nachrichten, die mir weismachen wollen, ich müsse mehr tun, weil mein Folgevideo mit Orgelmusik weniger als 50 Aufrufe hatte. Kürzlich sah ich ein Video einer Musikerin bei YouTube, die von viral gegangenen Videos berichtete und davon, dass sie danach aus mehreren Gründen in ein Loch fiel. Zum einen, weil die folgenden Videos zwar auch angeschaut wurden, aber eben nicht im sechsstelligen Bereich lagen und zum anderen und vor allem deshalb, weil YouTube ihr ständig Nachrichten schickte, sie müsse etwas tun und ihre Followys hätten sie wohl nicht mehr lieb.

Natürlich bin ich gespannt, wie mein nächstes Lied ankommen wird. Aber da ich noch keine Zeit hatte, davon ein ordentliches Video aufzunehmen und hochzuladen, müsst Ihr Euch weiterhin gedulden. Und ich mich auch.

Gestern schrieb ich im Fedi von einem Stück der Komponistin Teresa Carreño (1853-1917), das mich gerade sehr beschäftigt und in das ich mich bereits beim ersten Durchspielen verliebt hatte. Ich hätte solche Musik unheimlich gern schon im Studium gespielt, aber obwohl es den Internationalen Arbeitskreis Frau & Musik bereits seit 1979 gibt, habe ich (Klavier-)Stücke von Komponistinnen erst viel, viel später entdeckt. Es ist schon ein bisserl merkwürdig – ich hatte selbst seit ich 16 war Lieder geschrieben und sogar die Bühnenmusik für verschiedene Theaterstücke komponiert, kam aber nie auf die Idee, zu recherchieren, was andere Frauen geschrieben haben. So stark geprägt war meine musikalische Sozialisation von dem Kult um männliche Genies. Aber ich will nicht über die Vergangenheit klagen, denn immerhin habe ich jetzt alle Freiheiten, mein Repertoire selbst auszusuchen und kann spielen was ich will und mache das auch.

Nicht nur am Klavier, vor allem auch an der Orgel. Und da werde ich beim nächsten Gottesdienst (am 8.3., Frauentag) von meinem üblichen 50-50 abweichen und sowohl zum Eingang als auch zum Ausgang Werke von Komponistinnen spielen. Ich weiß nur noch nicht, welche.

Ansonsten gibt es nichts Besonderes zu berichten, das Leben plätschert angenehm dahin und alle Familienmitglieder sind wohlauf. 🙂

Danke fürs Lesen und bis bald!

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Wochenschnipsel 2609

Wie kann es schon wieder Mittwoch sein? Ich habe die letzten Wochenschnipsel doch erst gestern getippt…

Es ist nicht viel los gewesen in den letzten Tagen.

Schön war das Konzert von Amy Macdonald. Von der Vorband haben wir leider nur zwei Lieder gehört, weil wir später ankamen als ursprünglich geplant. Aber es hat sich rundum gelohnt.

Vom Notensortieren schrieb ich letzte Woche, und mit den Klaviernoten bin ich auch durch. Als nächstes sollte ich mir mal die Akkordeonnoten vornehmen, denn evtl bekomme ich nach Ostern einen Akkordeonschüler und je nachdem, auf welchem Level wir starten, werde ich ein bisserl Material brauchen. Ich denke mir für den Unterricht gerne auch eigene Sachen aus, aber alles selber machen will ich auch nicht. Zumal es ja gutes Unterrichtsmaterial gibt.

Der wilde Hund traf heute beim Morgenspaziergang eine junge Pudelhündin und die beiden tobten ausgelassen herum. Der kleine alte Hund war zuhause geblieben. Eine Runde durch den Garten reichte ihm mal wieder.

Viel mehr gibt es gerade nicht zu berichten. Danke fürs Lesen!

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Wochenschnipsel 2608

Heute früh dachte ich, prima, wenig auf dem Schreibtisch und auf der To-Do-Liste, da kann ich ja gleich morgens bloggen.

Und schwupps, war es Nachmittag.

Seit ich nicht mehr im Fanfarenzug aktiv bin, und seit mein Freund, der DJ, nicht mehr am Faschingsumzug in seinem Ort teilnimmt (zu dem wir stets den LKW gestellt haben), geht Fasching/Karneval weitgehend unbemerkt an mir vorüber. Ich freue mich für und über alle, die gerne feiern. Ich war gestern nur zum Heringsessen beim Gesangverein. Und habe gelernt, dass es anderswo die Heringe erst an heutigen Aschermittwoch gibt.

Mein Wochenende war musikalischer als ursprünglich geplant. Denn am Freitagmorgen kam ein Hilferuf aus dem Gemeindebüro – ein Kollege sei krank und es seien somit zwei Gottesdienste ohne Kirchenmusiker*in, ob ich Zeit hätte. Da ich nichts im Kalender hatte, habe ich zugesagt. Der erste Gottesdienst war in einer Kapelle, in der ich noch nicht gewesen war. Dort steht ein Flügel in erfreulich gutem Zustand. Dass ich dort ein Klavier und keine Orgel vorfinden würde, wusste ich vorher, und habe als Eingangs- und als Ausgangsstück auch entsprechende Werke ausgesucht. Dass es so ein hübscher Flügel sein würde, war eine schöne Überraschung und noch schöner war, dass hinterher einige sagten, wie gut es ihnen gefallen hätte. Auch nach dem zweiten Gottesdienst wurde ich gefragt, ob ich bald einmal wiederkommen würde, es sei musikalische so toll gewesen. Die einmanualige Orgel dort klappert zwar mechanisch arg, vor allem im Pedal, hat aber einen schönen Klang und ich spiele ja gern auf kleinen und/oder alten Instrumenten und stelle mich auf ihre Besonderheiten ein.

Zeit zum stricken war auch, und natürlich wie immer viel Zeit für die Hunde. Der wilde Hund genießt die Spaziergänge mit mir alleine sehr, wenn der kleine alte Hund mal wieder beschlossen hat, eine kleine Runde durch den Garten sei mehr als genug.

Da ich im Moment keine großen Projekte in der Beratung habe und die nächsten Konzerte auch noch ein Weilchen hin sind, habe ich ein wenig Luft und nutze die Zeit, mal wieder Noten zu sortieren und aufzuräumen. Und finde dabei Werke, an die ich ewig nicht gedacht habe. Im Fedi wurde ich nach einer guten Idee für die Sortierung gefragt. Leider habe ich keine. Ich habe ein ungefähres System, in dem ich mich auskenne, aber es gibt sicher auch andere Möglichkeiten und vielleicht sogar bessere. Wenn ich mich zu meinem Klavier umdrehe, wartet da noch ein großer Stapel an Klaviernoten, die aufgeräumt werden wollen. Und wenn ich damit durch bin, gibt es noch die Schuber mit Blockflöten-Noten, und die fürs Akkordeon, und für die Ukulele kommt irgendwie auch immer mehr dazu, und ich höre jetzt lieber mit der Aufzählung auf, sonst erschrecke ich noch vor der Größe des Ganzen.

Die Sonne scheint, der Hund döst neben mir, der Tintentank im Füller ist voll, also beste Voraussetzungen, mit der nächsten Aufgabe weiterzumachen.

Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Mal!

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