Heute früh dachte ich, prima, wenig auf dem Schreibtisch und auf der To-Do-Liste, da kann ich ja gleich morgens bloggen.
Und schwupps, war es Nachmittag.
Seit ich nicht mehr im Fanfarenzug aktiv bin, und seit mein Freund, der DJ, nicht mehr am Faschingsumzug in seinem Ort teilnimmt (zu dem wir stets den LKW gestellt haben), geht Fasching/Karneval weitgehend unbemerkt an mir vorüber. Ich freue mich für und über alle, die gerne feiern. Ich war gestern nur zum Heringsessen beim Gesangverein. Und habe gelernt, dass es anderswo die Heringe erst an heutigen Aschermittwoch gibt.
Mein Wochenende war musikalischer als ursprünglich geplant. Denn am Freitagmorgen kam ein Hilferuf aus dem Gemeindebüro – ein Kollege sei krank und es seien somit zwei Gottesdienste ohne Kirchenmusiker*in, ob ich Zeit hätte. Da ich nichts im Kalender hatte, habe ich zugesagt. Der erste Gottesdienst war in einer Kapelle, in der ich noch nicht gewesen war. Dort steht ein Flügel in erfreulich gutem Zustand. Dass ich dort ein Klavier und keine Orgel vorfinden würde, wusste ich vorher, und habe als Eingangs- und als Ausgangsstück auch entsprechende Werke ausgesucht. Dass es so ein hübscher Flügel sein würde, war eine schöne Überraschung und noch schöner war, dass hinterher einige sagten, wie gut es ihnen gefallen hätte. Auch nach dem zweiten Gottesdienst wurde ich gefragt, ob ich bald einmal wiederkommen würde, es sei musikalische so toll gewesen. Die einmanualige Orgel dort klappert zwar mechanisch arg, vor allem im Pedal, hat aber einen schönen Klang und ich spiele ja gern auf kleinen und/oder alten Instrumenten und stelle mich auf ihre Besonderheiten ein.
Zeit zum stricken war auch, und natürlich wie immer viel Zeit für die Hunde. Der wilde Hund genießt die Spaziergänge mit mir alleine sehr, wenn der kleine alte Hund mal wieder beschlossen hat, eine kleine Runde durch den Garten sei mehr als genug.
Da ich im Moment keine großen Projekte in der Beratung habe und die nächsten Konzerte auch noch ein Weilchen hin sind, habe ich ein wenig Luft und nutze die Zeit, mal wieder Noten zu sortieren und aufzuräumen. Und finde dabei Werke, an die ich ewig nicht gedacht habe. Im Fedi wurde ich nach einer guten Idee für die Sortierung gefragt. Leider habe ich keine. Ich habe ein ungefähres System, in dem ich mich auskenne, aber es gibt sicher auch andere Möglichkeiten und vielleicht sogar bessere. Wenn ich mich zu meinem Klavier umdrehe, wartet da noch ein großer Stapel an Klaviernoten, die aufgeräumt werden wollen. Und wenn ich damit durch bin, gibt es noch die Schuber mit Blockflöten-Noten, und die fürs Akkordeon, und für die Ukulele kommt irgendwie auch immer mehr dazu, und ich höre jetzt lieber mit der Aufzählung auf, sonst erschrecke ich noch vor der Größe des Ganzen.
Die Sonne scheint, der Hund döst neben mir, der Tintentank im Füller ist voll, also beste Voraussetzungen, mit der nächsten Aufgabe weiterzumachen.
Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Mal!