Wochenschnipsel 2726

Bei der heutigen Überschrift musste ich kurz überlegen: 2627 oder 2726? Das Kalenderjahr ist schon wieder halb vorbei, gestern tauchten die ersten Memes mit dem „Dinner for One“ auf, das traditionell an Silvester im Fernsehen gezeigt wird, aber die freundlich-ironischen Hinweis darauf, dass in einem halben Jahr Weihnachten ist, waren in der Hitze der letzten Woche doch vergleichsweise spärlich.

Letzte Nacht zog eine Gewitterfront über uns hinweg, ich wachte um kurz vor drei von einem lauten Donner auf und es regnete stark. 16 Liter laut Regenmesser. Sehr nötig! Noch kann ich im Büro die Fenster offen haben, denn es hat ein wenig abgekühlt und ich fühle mich wieder wesentlich denkfähiger als letzte Woche.

Am Sonntag habe ich beim Sommerkonzert eines Gesangvereins Klavier gespielt. Es war nicht so unerträglich heiß wie befürchtet, und der Verein hatte sich große Mühe gegeben, mit Pavillons und Sonnenschirmen zumindest teilweise für Schatten zu sorgen und das Programm wurde gekürzt. Ich trug Sonnenhut und luftige Klamotten, aber schwarze Klaviertasten fassen sich irgendwann nicht mehr schön an, wenn sie länger in der Sonne sind. Im Fedi habe ich gewitzelt, ich würde nächstes Jahr nur noch C-Dur ohne Modulationen spielen, das heißt, nur die weißen Tasten benutzen.

Gestern habe ich das in den letzten Wochenschnipseln angekündigte Video mit meiner neuen Bassblockflöte gemacht. Die Untertitel nebst Übersetzung findet Ihr hier und wer direkt zum Video gehen möchte, kann hier klicken.

Zu meiner Mollenhauer Bassblockflöte gab es im Fedi einige positive Kommentare und interessierte Nachfragen, so dass ich überlege, diesem Instrument auch ein eigenes Video zu gönnen, auch wenn es nicht mehr „neu“ ist, sondern schon seit drei Jahren bei mir wohnt.

Aber jetzt warten erst einmal ein paar andere Themen auf mich, und wir lesen uns hier spätestens zu den nächsten Wochenschnipseln wieder!

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Subtitles to my Sigo bass recorder video / Untertitel zum Video mit dem Sigo Bass

I have made a new video of my Sigo F bass recorder and here are the subtitles. I always type them up myself (and translate them myself) and, watching a video the other day where the automatic caption talked about the „C goat“ and the „seagull“ instead of „Sigo“, I’m even more convinced that I will continue putting in the additional work. 🙂

(Für die deutsche Übersetzung bitte hier klicken.)

[Playing the lullaby „Bonny at morn“]

Hello and welcome to today’s video!

About four weeks ago this new recorder arrived at my house.
It’s an F bass made by the Kunath group and it’s from the Sigo family.

You might have heard the name Sigo before, because last year I introduced my Sigo tenor, and you can see, it is one family indeed!
They look like they were made of plastic, but they’re in fact not.
The body is made of Resona which is a material made from wood, starch and, I don’t know,probably other ingredients, and the bodies of these recorders are 3D printed and the heads are injection moulded.

So, you can rinse them with water, actually, if you need to.

And the Sigo comes in black, obviously, and you can change this ring here. It also comes in other colours, for example green, or yellow, or pink, so we have ten colours that we can use. One of these ten is black, by the way.

On the back, we have an adjustable thumb rest and we have the bell hole that’s on the back of the instrument just like with the tenor.

And you don’t really have to stretch your fingers far, it’s a bit like playing an alto or even almost a soprano.

For the lowest notes we have a double key here and it’s really nice and comfortable because for the f we only need to press that one key.

[Playing the lowest note of the instrument, the f]

For the f sharp, you press the other.

[Playing f sharp and then g]

And the rest is just like you know it and the fingering is actually just like an alto.

So, for example, the e flat is also done like this:

[Playing b flat, c, d, e flat, f, g, and back]

So, many basses have fingering for the e flat like this, but this one is like an alto.

And it’s extremely light compared to other F bass recorders. It weighs around 600 grams. My Thomann bass, the first bass I ever bought, has about 900 grams, and, obviously, size comparison, you can see it is quite a difference and the Thomann has additional keys here and here.

And my wooden Mollenhauer weighs around 1100 grams, so that’s even more.

The Mollenhauer by the way also has a really, really nice key down here for the lowest note, the f. You also just press one of the two.

[Playing f, g, a, g, f]

And for the f sharp, you can just roll your finger

[Playing f, f sharp, g, f sharp, f]

And there you have it. So, that’s also a very, very good solution which I personally find rather comfortable and nice.

Now, I don’t want to go very deep into technical details. Kunath have published quite a few videos and other recorder players have published videos, too, so you can watch these if you’re interested, but I wanted to make a short sound comparison for you so that you can listen to the recorders.

You might notice that the Thomann, like also my Thomann tenor, has a rather soft, almost woolly sound, whereas the Sigo has a really strong and vibrating sound and the Mollenhauer, yeah, the Mollenhauer is quite different again.

I’m going to play an old folk song from Northern Germany, first on the Sigo, then on the Thomann, then back to the Sigo and then the Mollenhauer.

[Playing „Dat du min Leevsten büst“ (You are my dearest)]

If you would ask me which one I like best, to be honest, I couldn’t even tell you.

I bought the Thomann a while ago because I wondered whether the bass recorder would be something for me and I didn’t want to spend hundreds of euros and then figure out, no, don’t like it. And, but, ever since I have the Mollenhauer, I haven’t touched the Thomann, so it sits in its bag and I took it out for today’s video.

I think I’m going to use both bass recorders regularly because they both have interesting individual sounds and possibilities.

One thing that I haven’t mentioned yet: with the Sigo, well, for the Mollenhauer, if I have to play for a long time, I might use a neck strap to help me hold the instrument. With the Sigo so far I haven’t found this necessary, because it’s so light. And, also, because it doesn’t have a bell hole you can actually rest it on your leg while you’re playing.

[Playing a few random notes]

So it doesn’t take a lot of effort.

Yes, so, this was it, my new Sigo bass and a glimpse of my other two bass recorders.

Thank you for watching, and enjoy your day, and if you have any questions, as always please don’t hesitate to get in touch.

Bye-bye!

—-

Übersetzung

Ich habe ein Video meiner Sigo Bassblockflöte gemacht und hier ist die Übersetzung der Untertitel. Ich tippe diese ja immer per Hand und mache auch die Übersetzung selbst, und nachdem ich ein Video gesehen hatte, bei dem die automatische Untertitelung von „C goats“ (C-Ziegen) und „seagulls“ (Seemöwen) anstatt von „Sigo“ sprach, bin ich umso überzeugter davon, dass es eine gute Idee ist, mir diese Extraarbeit zu machen 🙂

[Ich spiele das Wiegenlied „Bonny at morn“]

Hallo und willkommen zum heutige Video!

Vor etwa vier Wochen kam diese neue Blockflöte bei mir zuhause an. Es ist ein F Bass von Kunath, aus der Sigo Familie.

Ihr habt den Namen Sigo vielleicht schon einmal gehört, denn letztes Jahr habe ich meinen Sigo Tenor vorgestellt und Ihr seht, ja, die kommen aus einer Familie.

Die Instrumente sehen aus, als seien sie aus Kunststoff oder Plastik, aber tatsächlich ist das nicht der Fall.

Das Unterteil ist aus Resona, das ist ein Material aus Holz und Stärke, und, ich weiß nicht, vermutlich weiteren Inhaltsstoffen, und die Unterteile dieses Blockflöten sind aus dem 3D Drucker. Die Kopfstücke sind Spritzguss. Man kann sie also mit Wasser ausspülen, wenn nötig.

Und die Sigo ist schwarz, wie man sieht, und dieser Ring hier lässt sich tauschen. Insgesamt gibt es zehn verschiedene Farben, zum Beispiel grün, oder gelb, oder pink, und eine der zehn Farben ist übrigens schwarz.

Auf der Rückseite gibt es eine verstellbare Daumenstütze und außerdem das Schallloch, genau wie beim Tenor.

Die Finger müssen keine weiten Strecken überwinden, es ist fast wie eine Altblockflöte oder sogar ein Sopran.

Für die tiefsten Töne haben wir hier eine Doppelklappe und das ist wirklich schön und bequem, weil wir für das tiefe f nur die obere Klappe verwenden müssen.

[Ich spiele den tiefsten Ton des Instruments, das f.]

Für das fis verwenden wir die andere Klappe.

[Ich spiele das fis und dann das g.]

Der Rest ist so, wie man es kennt und die Griffe sind tatsächlich wie bei der Altblockflöte. Zum Beispiel wird das es so gegriffen:

[Ich spiele b, c, d, es, f, g und zurück.]

Viele Bässe haben den Griff für das es so, aber dieser ist wie ein Alt.

Und verglichen mit anderen Bassblockflöten ist diese sehr leicht. Sie wiegt etwa 600 Gramm. Mein Thomann Bass, die erste Bassblockflöte, die ich je gekauft habe, wiegt eta 900 Gramm, und, Größenvergleich, Ihr seht, es ist ein ziemlicher Unterschied. Der Thomann Bass hat zusätzliche Klappen. Mein Mollenhauer Bass aus Holz wiegt etwa 1100 Gramm, das ist noch mehr.

Der Mollenhauer hat übrigens auch eine sehr, sehr schöne Klappe hier unten für die tiefste Note, das f. Man benutzt nur eine der beiden Klappen.

[Ich spiele f, g, a, g, f]

Für das fis kann man einfach den Finger nach oben rollen

[Ich spiele f, fis, g, fis, f]

Und schon ist es da. Also, das ist auch eine sehr, sehr gute Lösung, die ich persönlich sehr bequem und schön finde.

Nun, ich möchte nicht tief in die technischen Details gehen. Kunath hat einigeVideos veröffentlicht und andere Blockflötenspielerinnen ebenfalls. Ihr könnt diese anschauen, wenn Ihr Interesse habt. Aber ich wollte einen kurzen Klangvergleich machen, so dass Ihr die Blockflöten auch anhören könnt.

Vielleicht werdet Ihr feststellen, dass der Thomann Bass, ebenso wie mein Thomann Tenor, sehr weich und fast wollig klingt. Der Sigo Bass hingegen hat einen kräftigen, vibrierenden Klang und der Mollenhauer Bass ist nochmal ganz anders.

Ich spiele ein altes Volkslied aus Norddeutschland, erst mit dem Sigo Bass, dann Thomann, dann wieder Sigo und dann Mollenhauer.

[Ich spiele „Dat du min Leevsten büst“]

Wenn Ihr mich fragen würdet, welches Instrument mir am besten gefällt, könnte ich es ehrlicherweise gar nicht sagen. Ich hatte den Thomann Bass vor längerer Zeit gekauft, weil ich mich gefragt hatte, ob eine Bassblockflöte etwas für mich ist und ich wollte keine paar hundert Euro ausgeben um dann festzustellen, nee, das ist es nicht. Aber seit ich den Mollenhauer Bass habe, habe ich den Thomann Bass nicht mehr benutzt, also wohnt er in seiner Tasche, aber für das heutige Video habe ich ihn herausgeholt.

Ich denke, dass ich beide Bassblockflöten regelmäßig benutzen werde, weil sie beide einen interessanten individuellen Klang und entsprechende Möglichkeiten bieten.

Eine Sache, die ich noch nicht erwähnt habe: wenn ich längere Zeit meinen Mollenhauer Bass spiele, benutze ich einen Tragegurt, der mir hilft, das Instrument zu halten. Beim Sigo Bass finde ich das bisher nicht nötig, weil er so leicht ist. Und, weil er unten kein Schallloch hat, kann ich ihn einfach auf dem Oberschenkel abstellen, während ich spiele.

[Ich spiele ein paar Töne.]

Es braucht also keine große Anstrengung.

Ja, das ist also mein neuer Sigo Bass und kurz meine zwei anderen Bassblockflöten.

Danke fürs Zuschauen, habt einen schönen Tag und falls Ihr irgendwelche Fragen habt, zögert wie immer nicht, mich zu kontaktieren.

Bye-bye!

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Filed under Music, Musik

Wochenschnipsel 2626

In den heutigen Wochenschnipseln wird es, wie so oft, um Musik und um Hunde gehen, und auch um die aktuelle Sommerhitze. Zwar bin ich in der glücklichen Lage, dass sich unser altes Haus nicht stark aufheizt und dass wir unser Büro mit der Wärmepumpe auch kühlen können, so dass es recht erträglich ist, sich drinnen aufzuhalten, aber trotzdem merke ich auch, wie mein Hirn in den Sparmodus schaltet und wie schwer ich täglich in die Gänge komme. Ich hätte natürlich sehr gerne mehr Beratungs- und Trainingsaufträge (Wink mit dem Zaunpfahl!), aber dass ich meinem Hirn die Langsamkeit gönnen kann, weil ich eben im Moment wenig Schreibtischarbeit habe, finde ich schon angenehm.

Der kleine alte Hund geht jetzt, wo es so extrem heiß ist, nur noch zum Abendspaziergang mit. Morgens und nachmittags geht er kurz in den Garten, erledigt, was zu erledigen ist, und liegt dann entweder in seinem Korb oder auf der Kühlmatte, die er regelrecht zu genießen scheint. Was er auch liebt, ist, mit Wasser aus der Blumenspritze besprüht zu werden. Der wilde Hund kann Wasser nicht leiden, auch den Kühleffekt möchte er nicht haben. Er liegt lieber auf den Fliesen oder jetzt im Büro unter meinem Schreibtisch. Spazieren gehen findet er gut, doch am Nachmittag zeigt auch er deutlich, dass eine kleine Runde absolut ausreichend ist.

Gestern durfte ich außer der Reihe zwei Chorproben leiten, was sehr viel Spaß gemacht hat und am Sonntag hatte ich mal wieder eine Orgelvertretung, die kurzfristig angefragt worden war. Hinterher gab es Kaffee und Kekse im Schatten der Kirche und Gespräche über Kirchenmusik und die Entwicklung der Gemeinden.

Von meiner neuen Tenorblockflöte aus Olivenholz hatte ich kurz nach dem Kauf in den Wochenschnipseln berichtet. Die Einspielphase nähert sich dem Ende. Das Instrument zeigt immer deutlicher, dass es bereit ist, voll belastet zu werden und es ist so eine Freude, damit zu spielen. Bei einigen Tönen bin ich mit dem Klang noch nicht ganz zufrieden, aber das liegt an mir und nicht an der Flöte. Denn obwohl sie sich gut greift, muss ich noch üben, meine Finger wirklich exakt auf den Löchern zu platzieren, um saubere Töne zu bekommen. Auch dafür ist eine lange Einspielphase gut. Ich plane, demnächst ein Video aufzunehmen und das Instrument vorzustellen.

Mein neuer Sigo Bass ist ebenfalls ein sehr spannendes Instrument und wird ein Vorstellungsvideo bekommen.

Ich könnte jetzt sagen, dass meine Blockflötensammlung nunmehr komplett ist, aber falls es aus der Sigo-Reihe irgendwann noch einen Großbass geben sollte, könnte ich wohl schwach werden. Und ein Csakan wäre auch interessant und… (Ihr merkt schon, das mit dem „komplett“ wird echt schwierig!)

Danke fürs Lesen, und ich hoffe, Ihr habt kühle Plätze, wo Ihr Euch ein wenig von der Hitze erholen könnt.

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Filed under Leben mit Hund, Musik

Wochenschnipsel 2625

Eine musikalische Woche liegt hinter mir. Tägliches Einspielen der neuen Tenorblockflöte, Schrammeln auf der Ukulele, Konzertprogramm verfeinern, Orgel üben, Chor leiten, Gottesdienste begleiten (mit Orgel, Ukulele, Blockflöte und Stagepiano), im Chor singen… ja, und trotzdem habe ich auch noch ein weiteres Arbeitsfeld. Da ist es im Moment allerdings eher ruhig. Was der Musik zugute kommt, nicht jedoch dem Sparschwein.

Gestern war ich mutig und habe ein unperfektes Zine veröffentlicht, mit kleinen Reimen über Tiere und Gemüse. Mutig deshalb, weil meine innere Perfektionistin ziemlich laut sein kann und mir regelmäßig einredet, ich könne dieses oder jenes doch noch nicht aus der Schublade holen, was würden denn die Menschen denken. Das ist manchmal hilfreich, aber oft auch hinderlich. Die ersten Kommentare zum Zine waren positiv, und wer es nicht mochte, hat es mir bisher nicht gesagt.

Gerade habe ich Geburtstagspost geschrieben und habe tatsächlich mal keinen Stapel an Briefen auf dem Schreibtisch liegen, der beantwortet werden will. Da ein Großteil meiner Brieffreundinnen in England und Schottland lebt und die Post auf der Insel seit längerem massive Probleme hat und Briefe oft wochenlang nicht zustellt, ist meine Schreibfrequenz arg gesunken.

Sonst gibt es nicht viel zu berichten und einfach nur irgendwas schreiben, damit hier mehr steht, möchte ich nicht. Deshalb sage ich danke fürs Lesen und bis nächste Woche!

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Filed under Musik

Ein Zine: Tierisches Gemüsevergnügen

Meine innere Perfektionistin ist ja nicht so recht davon überzeugt, dass ich mit diesem Zine schon an die Öffentlichkeit gehe, aber ich möchte in Zeiten von weichgespülten und glattgebügelten „Werken“, die mit generativer „KI“ erstellt wurden, einfach mal ein ganz anderes Zeichen setzen.

Deshalb gibt es nun etwas zum Anschauen, Ausdrucken, Basteln: ein Zine mit sieben kleinen Reimen über Tiere und Gemüse, liebevoll von mir handgeschrieben und gemalt mit Tinte und Füller.

Ganz ohne KI. Und wie immer gilt für meine Veröffentlichungen: die Weiternutzung zum Training von KI-Tools/LLMs ist ausdrücklich untersagt! Die Weiternutzung inkl. Ausmalen, Zerknüllen und Wegwerfen, Aufhängen, Verschenken etc. durch Menschen ist hingegen erwünscht und würde mein Herz erfreuen.

Wer es ausdrucken und falten möchte: auf DIN A4 Papier drucken und nicht unbedingt nach den Linien falten, sondern am Blatt selbst orientieren. Wenn es ein bisserl schief wird, umso schöner (sag ich, nicht meine innere Perfektionistin).

Zine Tiergemüse (pdf)

Faltanleitung (pdf)

Und wer weiß, vielleicht vertone ich die Reime eines Tages auch mal.

Wer meine Handschrift nicht lesen kann, findet hier die abgetippte Version.

Nachtrag 17.6.2026: Wisst Ihr, was urkomisch ist? Dass ich beim Zeichnen und Schreiben so sehr im Flow war, dass mir erst heute auffällt, dass vier Seiten falsch herum sind! Also ein Zine, das man auch noch drehen muss.

Ihr könnt entweder das wunderbar unperfekte Original-Zine herunterladen oder die neue Version, die ich schnell mal zusammengestümpert habe. Wie gesagt, alles ohne irgendwelche besonderen Tools und immer ohne „KI“.

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Wochenschnipsel 2624

Letzten Donnerstag hatten wir in Hessen Feiertag (Fronleichnam) und wir fuhren ins Nussbachtal, um den runden Geburtstag eines Freundes zu feiern. Wir verbrachten drei schöne Tage auf einem Zeltplatz ohne Mobilfunknetz und die Hunde fuhren außerdem zum ersten Mal in ihrem Leben mit dem Zug, und zwar auf der Sauschwänzlebahn. Ein wirklich lohnendes Ausflugsziel! Da es im Zug recht eng werden kann, sollten mitfahrende Hunde keine Probleme mit Menschen haben – der wilde Hund fand es großartig, dass uns zwei Teenager gegenübersaßen, die ihn immer wieder streichelten. Sie hatten vorher gefragt, ob sie das dürfen und hatten auch Verständnis dafür, dass ich gesagt habe, wilder Hund ja, kleiner alter Hund lieber nicht. Die Hunde waren beide entspannt und sind auch zur Rückfahrt wieder bereitwillig mit eingestiegen bzw. haben sich in den Waggon heben lassen. Vor dreieinhalb Jahren, als sie neu bei uns waren, wäre das wahrscheinlich noch nicht möglich gewesen.

Am Sonntag hatte ich frei und habe an meinem aktuellen Sockenpaar weitergestrickt und e-books gelesen und die Hunde haben sich von der kleinen Reise erholt und fast den ganzen Tag über geschlafen.

Am Montag habe ich an einem neuen Konzertprogramm herumgedacht und einen ersten Entwurf ausgearbeitet. Es ist mir immer wichtig, dass meine Programmideen auf möglichst vielen Orgeln funktionieren können, egal, wie groß diese sind, und ich glaube, das wird mir auch diesmal gut gelingen. Falls eins Interesse hat, mich als Organistin mal einzuladen: gerne Kontakt aufnehmen!

Gestern stand Schreibtischarbeit im Fokus. Ich habe einen Team-Workshop zum Thema Zusammenarbeit und Kommunikation vorbereitet und freue mich sehr darauf, nächste Woche meinen Moderationskoffer zu packen und den Workshop durchzuführen. Auch da: wenn Bedarf an solchen Workshops (Präsenz oder auch online) besteht, einfach melden.

Und heute ist schon wieder Mittwoch, also Zeit für die Wochenschnipsel und außerdem wartet ein Beitrag für eine meiner anderen Seiten darauf, fertig geschrieben und veröffentlicht zu werden.

Wie immer also keine Langeweile. Wir lesen uns nächste Woche wieder 🙂

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Filed under Leadership, Leben mit Hund, Musik, Sammelsurium

Wochenschnipsel 2623

Ob es eine neue Tradition wird, dass die Wochenschnipsel erst am Nachmittag kommen? Auch heute war ich am Vormittag unterwegs und schreibe deshalb erst jetzt.

Letzte Woche schrieb ich von meinem neuen Sigo-Bass (eine F-Bass-Blockflöte aus Resona, aus dem 3D Drucker). Zu einem Video kam ich noch nicht. Das schaffe ich vielleicht nächste Woche. Oder die Woche drauf. Wann auch immer es soweit ist: ich werde berichten.

Gerade habe ich mir einen Schwung e-books bestellt. Vor einer Weile hatte ich den ersten Band der „Miss Murray„-Reihe von Amalia Zeichnerin gelesen und mich glatt verliebt. Also, rein literatisch-platonisch natürlich! Und jetzt möchte ich auch alle weiteren Bände lesen und wenn ich damit durch bin, könnte es wieder einen neuen Beitrag „aus meinem Bücherschrank“ geben.

Es gibt Bücher, zu denen ich immer wieder gerne zurück komme. Als Bettlektüre habe ich im Moment „Murder at the vicarage“ (Mord im Pfarrhaus) von Agatha Christie, das ist Miss Marples erster Fall. Neben Agatha Christie gehören auch die Lord Peter Wimsey Krimis von Dorothy L. Sayers zu den Büchern, die ich auch ein fünftes, sechstes oder siebtes Mal lesen kann, ohne mich zu langweilen.

Am Donnerstag habe ich ein ganz wunderbares Konzert mit Werken von Vivienne Olive gehört – sie konnte aus gesundheitlichen Gründen selbst nicht anwesend sein, war aber per Videokonferenz zugeschaltet und hat einiges zu ihren Stücken erzählt. Es war einfach großartig und wenn echte Menschen im Beisein von echten Menschen singen und musizieren, dann hat das eine ganz besondere Kraft und ist durch nichts zu ersetzen. Und keinesfalls durch irgendwelche LLM-Tools, im Volksmund gerne „KI“ genannt. Ich habe in meinem Arbeitsalltag noch keine Aufgabe gefunden, für die ich tatsächlich ein solches Tool brauchen würde und ich finde es nach wie vor befremdlich, wie viele Menschen glauben, selbst ja nicht kreativ zu sein und deshalb Lieder oder Texte mit einem Tool „schreiben“ zu müssen. Schreiben in Anführungszeichen, denn wie sagte Fil Henley (bei YouTube mit den Kanälen „Wings of Pegasus“ und „Authentic Vocal“ zu finden) in einem seiner Videos so schön: „Wie kann es Dein Song sein, wenn Du, bevor Du es gehört hast, nicht einmal weiß, ob es mit einem Gitarrensolo oder mit Keyboardklängen anfängt?“. Denn so geht es, wenn eine App den Song „schreibt“ – was aus den Prompts gemacht wird, ist jedes Mal so lange unklar, bis das Ergebnis zu hören ist. Musik zu komponieren und Lieder zu schreiben funktioniert anders. Und der Weg von „meeeh, das gefällt mir noch überhaupt nicht“ zu „hey, cool, ich glaub, das ist gut, das lass ich jetzt so“ gehört auf jeden Fall dazu!

Und am Sonntag war ein festlicher Gottesdienst zur Verabschiedung unserer Pfarrerin in den Ruhestand. Wer danach kommt, und wann, ist noch nicht klar. Eine Zwischenphase beginnt.

Mein nächster Orgeldienst ist erst Mitte Juni, d.h. ich habe einen freien Sonntag vor mir, und morgen ist Feiertag, der vor allem für die katholischen Geschwister wichtig ist, und wir lesen uns nächste Woche wieder!

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Filed under Bücher, Meinung, Musik

Wochenschnipsel 2622

Es ist bereits Nachmittag, spät für meine Wochenschnipsel, die ich ja sonst immer schon am Mittwochvormittag schreibe. Aber ich verbrachte den Morgen und den Vormittag bei „meinen“ Orgeln. Die jährliche Wartung und Stimmung stand an. Und da „Frau Bernhard“ einen Riss im Balg hatte, der so groß war, dass er geflickt werden musste, verbrachten wir mehr Zeit an dieser Orgel als ursprünglich geplant. Und dann war ja auch noch die „Kellerin“ dran, aber da es dort nur ein Manual gibt und keine Mixtur, ging das dann vergleichsweise schnell.

Meine neue Tenorblockflöte macht sehr viel Freude. Ich bin ja noch in der Einspielphase, aber sie reagiert sehr gut und ich bin ausgesprochen zufrieden. Über mein neues Gemshorn habe ich ein Video gemacht – der Link dazu ist im entsprechenden Blogbeitrag mit den Untertiteln.

Und dann kam letzte Woche auch noch, ein wenig unerwartet, meine im Dezember bestellte Bassblockflöte aus der Sigo-Reihe von Kunath an und mit diesem Instrument muss ich natürlich auch ein Video machen, aber das schaffe ich frühestens nächste Woche.

Ich war zu einem Kurzbesuch in Frankfurt im Archiv Frau & Musik und werde in nächster Zeit öfter mal dort sein, zu verschiedenen Konzerten, Meetings und Workshops.

Das Pfingstwochenende war auch wieder musikalisch, wie könnte es anders sein. Am Pfingstsonntag bekam ich nach dem Schlussstück (ein Voluntary von Kate Loder) reichlich Applaus und auch wenn das nicht unbedingt zu einem Gottesdienst dazugehört, hat es mich doch gefreut.

Am Pfingstmontag war Familiengottesdienst und die kleine Kirche war sehr gut besucht. Wir hatten vier Lieder im Plan und ich habe jedes Lied mit einem anderen Instrument begleitet: mit der Orgel, mit dem Stagepiano, mit dem Akkordeon und mit der Ukulele. Auch das kam gut an und hat viel Spaß gemacht.

Soweit die heutigen Wochenschnipsel – wieder einmal „nur“ mit Musik, aber mir gefällt das eigentlich ganz gut 😉

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Subtitles to the Gemshorn video – Gemshorn Video Untertitel

Here are the subtitles to my Gemshorn introduction video. The instrument maker is Alois Biberger.

Für die deutsche Übersetzung hier klicken.

[Playing the old hymn „Da pacem domine“ on …

… yes, on a Germshorn!]

Hello and welcome to another instrument introduction video.

Today: the Gemshorn.

This instrument is a tenor Gemshorn made by Alois Biberger and I bought it quite recently at the international recorder festival in Bad Kissingen.

A while ago I had started thinking: why don’t I have a Gemshorn yet?

And, yeah, probably because I never had the chance to look at them, try them out.

And Mr Biberger was at the recorder festival and I fell in love with this tenor Gemshorn.

And I hope you like the sound as much as I do. And I also think the colours are just extremely beautiful. I especially like the white tip of the horn here.

Now, for those of you who are not familiar with the Gemshorn, the concept is rather old. I’m no expert, so I won’t try to travel back in time and explain everything, but what I can show you is that we have a labium up here and a fipple made from wood here. And we have seven holes here plus another very small hole meant for tuning (?) and we have one thumbhole on the back.

As for range, we have an octave plus one, so.

[Playing a C major scale up to the d and back again.]

We also have a few semitones, we have the f sharp.

[Playing d e f# g a b a g f# e d]

And we have the b flat.

[Playing f g a bb c d c bb a g f]

And we also have the c sharp so we can play a D major scale.

[Playing the D major scale upwards and downwards.]

Now, what kind of music would one play on it? I know that a lot of people play renaissance music or even medieval music on it but you can use it for any kind of music you like.

Folksongs work really well on it and dances.

I have chosen a song from the Mondsee manuscript, late 15th century. And it’s about two roses in a garden and I’m going to play it for you now.

[Playing „Ich hab in einem Garten gesehn“ – „I’ve seen in a garden“]

And, as I said, you can also play all kinds of dances, for example one of my favourites: the Bear Dance.

[Playing „Bear Dance“]

And you could see and hear that sometimes my fingers don’t yet know where to go and where to find the holes, but, I mean, despite the fact that it is quite heavy, it’s really easy to play. It fits my hands really, really nicely and just for comparison, this is a Gemshorn tenor size and here I have a tenor recorder.

Maybe I need to hold them like this so you see the difference in size and it’s mainly because obviously the horn is so much wider than the recorder that a shorter horn can also play these low notes.

Yeah, so, this is my new Gemshorn, and, knowing me, I might – it might not be the only Germshorn I will ever own in my life. But for now, it is THE Gemshorn I own.

And, yeah, I hope you enjoyed the video and thanks for watching! If you have any questions, please don’t hesitate to contact me and I will also put the link to Mr Biberger’s workshop in the description.

Thanks, have a good day and bye-bye!

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Übersetzung der Untertitel

[Ich spiele den alten Choral „Da pacem domine“ auf …

… ja, auf einem Germshorn!]

Hallo und willkommen zu einem weiteren Instrumenten-Vorstellungs-Video. Heute: das Gemshorn.

Dieses Instrument ist ein Tenor-Gemshorn, gefertigt von Alois Biberger und ich habe es erst kürzlich auf den internationalen Blockflötenfesttagen in Bad Kissingen gekauft.

Neulich dachte ich: warum habe ich eigentlich noch kein Gemshorn?

Nun ja, vermutlich, weil ich bisher nicht die Gelegenheit hatte, mir diese Instrumente anzuschauen oder auszuprobieren. Herr Biberger war auf den Blockflötenfesttagen und ich habe mich in dieses Tenor-Gemshorn verliebt.

Und ich hoffe, euch gefällt der Klang ebenso gut wie mir. Und ich finde auch die Farben ausgesprochen schön. Besonders mag ich die weiße Spitze des Horns.

Nun, für alle, die das Gemshorn noch nicht kennen, das Konzept ist ziemlich alt. Ich bin keine Expertin, deshalb werde ich keine Zeitreise versuchen und alles erklären, aber was ich zeigen kann, ist, dass wir hier oben ein Labium haben und einen Flötenschnabel aus Holz. Und es gibt sieben Fingerlöcher und ein ganz kleines, um die Stimmung leicht zu verändern. Auf der Rückseite ist ein Daumenloch.

Was den Tonumfang angeht, so haben wir eine None.

[Ich spiele eine C-Dur Tonleiter bis zum d und zurück.]

Es gibt auch ein paar Halbtöne, wir haben das fis.

[Ich spiele d e fis g a b a g fis e d]

Und wir haben das b.

[Ich spiele f g a b c d c b a g f]

Und dann haben wir das cis, können also eine D-Dur Tonleiter spielen.

[Ich spiele die D-Dur Tonleiter nach oben und wieder zurück.]

Nun, welche Art von Musik würde man damit spielen? Ich weiß, dass viele Menschen darauf Renaissance Stücke spielen oder mittelalterliche Musik, aber im Grunde kann man darauf jede Art von Musik spielen.

Volkslieder funktionieren sehr gut, und Tänze.

Ich habe ein Lied aus der Mondsee Handschrift aus dem späten 15. Jahrhundert ausgesucht. Es handelt von zwei Rosen in einem Garten und ich spiele es jetzt für euch.

[Ich spiele „Ich hab in einem Garten gesehn“]

Und wie gesagt, man kann alle Arten von Tänzen spielen, zum Beispiel einen meiner Lieblingstänze, den Bärentanz.

[Ich spiele den Bärentanz.]

Und ihr konntet sehen und hören, dass meine Finger manchmal noch nicht recht wissen, wohin sie müssen und wo die Löcher sind, aber, obwohl das Instrument recht schwer ist, ist es doch leicht zu spielen. Es passt sehr gut zu meinen Händen, und, zum Vergleich, es ist ja ein Tenor-Gemshorn und ich habe hier eine Tenorblockflöte.

Vielleicht muss ich sie so halten, damit ihr die Größenunterschiede sehen könnt. Weil das Gemshorn um einiges dicker ist als die Tenorblockflöte kann man auch mit dem vergleichsweise kurzen Instrument die tiefen Töne spielen.

Ja, das ist also mein neues Gemshorn, und, wie ich mich kenne, werde ich… wird es wohl nicht das einzige Gemshorn bleiben, das ich in meinem Leben besitzen werde. Aber im Moment ist das DAS Gemshorn, das ich habe.

Ja, ich hoffe, euch hat das Video gefallen und bedanke mich fürs Zuschauen! Wenn ihr Fragen habe, zögert bitte nicht, mich zu kontaktieren. Ich werde den Link zur Werkstatt von Herrn Biberger unten posten.

Danke, habt einen schönen Tag, und bye-bye!

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Wochenschnipsel 2621

Die heutigen Wochenschnipsel drehen sich (mal wieder) hauptsächlich um Musik.

Am Himmelfahrtstag durfte ich einen Freiluftgottesdienst mit E-Piano (ein altes leicht schrappeliges Roland) und mit meinem Akkordeon begleiten und das hat viel Spaß gemacht.

Am Freitag brach ich dann zu einer Mini-Reise auf, ganz allein, ohne weitere Menschen oder Hunde. Mein erstes Etappenziel war Bad Kissingen, wo die internationalen Blockflötenfesttage stattfanden. Ich wollte „nur“ zur Instrumentenausstellung und nicht am Festival oder an Workshops teilnehmen (wobei manche Konzerte wirklich spannend gewesen wären). Das „nur“ muss ich in Anführungszeichen schreiben, denn die Ausstellung ist für das Sparschwein sehr gefährlich. Ich hatte mir im Vorfeld genau überlegt, was ich, wenn überhaupt, kaufen wollen würde und kann stolz berichten, dass ich mich auch an meinen Plan gehalten habe und „nur“ mit zwei neuen Instrumenten nach Hause fuhr.

Ich besitze mehrere Tenorblockflöten. Meine erste war das günstige Kunststoff-Modell von Thomann, gekauft, um zu gucken, ob ich mit der Größe überhaupt klarkomme. Meine zweite ist ein Knick-Kopf-Modell von Mollenhauer aus Birnbaum, die ich von meiner Familie geschenkt bekam. Diese Flöte nutze ich vor allem als Solo-Instrument, da sie mit deutscher Griffweise bei manchen Tönen schwer zu intonieren ist, aber ich mag den Klang sehr und würde sie nicht hergeben wollen, auch wenn die deutsche Griffweise unter Profis keinen guten Ruf hat. Dann kam noch eine Aulos Robin aus Kunststoff hinzu, die im Gegensatz zur Thomann keine Klappen hat und vom Lochabstand auch recht bequem zu greifen ist. Und dann letztes Jahr ein Sigo Tenor – eine Tenorblockflöte in besonderer Bauweise, die sich wie eine Altflöte greift.

Also, eigentlich ausreichend Tenöre? Nun ja. Eine Tenorblockflöte aus Holz mit barocker Griffweise war noch auf der Wunschliste. Vor gut drei Jahren kam eine Sopranino aus Olivenholz in meine Sammlung, vom Blockflötenbauer Hammann/Kobliczek und das ist ein so tolles Instrument, dass ich die Gelegenheit in Bad Kissingen nutzte, um mir die Tenöre aus der „Studium“-Modellreihe von Hammann anzuschauen. Ich wurde hervorragend beraten und schwankte dann sehr zwischen einer Flöte aus Pflaumenholz und einer aus Olivenholz. Entschied mich dann für die Olive und bin jetzt dabei, sie langsam einzuspielen. Witzigerweise wurde sie, wie die Markierung am Kopfstück zeigt, vom selben Blockflötenbauer (aus dem Hammann-Team) gebaut wie die Sopranino. Sobald sie fertig eingespielt ist, stelle ich sie in einem Video vor.

Das zweite Instrument, das mich fand, ist ein Gemshorn in Tenor-Lage. Das ist ein Instrument, das ich eigentlich nicht „brauche“, aber das ich, ebenso wie meine Teleskopflöten oder die Sopilka, einfach interessant finde und für das ich sicher Verwendungsmöglichkeiten finde.

Gemshörner sind gedeckte Flöten und mit Gefäßflöten wie Okarinas verwandt. Sie werden aus Tierhorn (Rind oder andere Hornträger) hergestellt. Im Fediverse schrieb ich dazu

Ja, ich bin mir dessen bewusst, dass das Tier, dem das Horn einmal gehörte, noch leben könnte, wenn es nicht geschlachtet worden wäre; wäre es wegen des Horns geschlachtet worden, würde ich damit keine Musik machen wollen. Die Hörner sind (leider) Abfall und in der Musik steckt neues Leben.

Der Klang ist weich und eine Mischung aus einer tiefen Blockflöte und einer Okarina. Auch mit diesem Instrument werde ich ein Video machen, wenn auch nicht mehr heute, denn heute Nachmittag steht eine längere Übe-Session an der Orgel auf dem Plan.

Nach meinem erfolgreichen Besuch in Bad Kissingen fuhr ich weiter zu meinem nächsten Etappenziel, einem Dorf am Fuß des Schwanbergs. Dort verbrachte ich die Nacht in einem netten Hotel und am nächsten Morgen besuchte ich einen wichtigen Baum und machte eine kleine Wanderung auf dem Berg. Mittags konnte ich am Stundengebet der Schwestern des dortigen Klosters teilnehmen, was sehr schön war und danach ging es nach Nürnberg, meinem letzten Ziel der Mini-Reise, zu meiner ältesten Schulfreundin.

Und am Sonntagabend war ich dann wieder zuhause.

Musikalisch ging es auch am Montag weiter, denn es waren neue Noten in der Post und ich arbeite außerdem an Ideen für eine Beteiligung an einem Porträtkonzert für eine zeitgenössische Komponistin. Mehr kann/darf ich dazu aber im Moment noch nicht sagen.

Gestern war Schreibtischtag und abends Chorprobe, und nächste Woche gibt es neue Wochenschnipsel.

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