Tag Archives: Wochenschnipsel

Wochenschnipsel 2726

Bei der heutigen Überschrift musste ich kurz überlegen: 2627 oder 2726? Das Kalenderjahr ist schon wieder halb vorbei, gestern tauchten die ersten Memes mit dem „Dinner for One“ auf, das traditionell an Silvester im Fernsehen gezeigt wird, aber die freundlich-ironischen Hinweis darauf, dass in einem halben Jahr Weihnachten ist, waren in der Hitze der letzten Woche doch vergleichsweise spärlich.

Letzte Nacht zog eine Gewitterfront über uns hinweg, ich wachte um kurz vor drei von einem lauten Donner auf und es regnete stark. 16 Liter laut Regenmesser. Sehr nötig! Noch kann ich im Büro die Fenster offen haben, denn es hat ein wenig abgekühlt und ich fühle mich wieder wesentlich denkfähiger als letzte Woche.

Am Sonntag habe ich beim Sommerkonzert eines Gesangvereins Klavier gespielt. Es war nicht so unerträglich heiß wie befürchtet, und der Verein hatte sich große Mühe gegeben, mit Pavillons und Sonnenschirmen zumindest teilweise für Schatten zu sorgen und das Programm wurde gekürzt. Ich trug Sonnenhut und luftige Klamotten, aber schwarze Klaviertasten fassen sich irgendwann nicht mehr schön an, wenn sie länger in der Sonne sind. Im Fedi habe ich gewitzelt, ich würde nächstes Jahr nur noch C-Dur ohne Modulationen spielen, das heißt, nur die weißen Tasten benutzen.

Gestern habe ich das in den letzten Wochenschnipseln angekündigte Video mit meiner neuen Bassblockflöte gemacht. Die Untertitel nebst Übersetzung findet Ihr hier und wer direkt zum Video gehen möchte, kann hier klicken.

Zu meiner Mollenhauer Bassblockflöte gab es im Fedi einige positive Kommentare und interessierte Nachfragen, so dass ich überlege, diesem Instrument auch ein eigenes Video zu gönnen, auch wenn es nicht mehr „neu“ ist, sondern schon seit drei Jahren bei mir wohnt.

Aber jetzt warten erst einmal ein paar andere Themen auf mich, und wir lesen uns hier spätestens zu den nächsten Wochenschnipseln wieder!

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Filed under Musik

Wochenschnipsel 2626

In den heutigen Wochenschnipseln wird es, wie so oft, um Musik und um Hunde gehen, und auch um die aktuelle Sommerhitze. Zwar bin ich in der glücklichen Lage, dass sich unser altes Haus nicht stark aufheizt und dass wir unser Büro mit der Wärmepumpe auch kühlen können, so dass es recht erträglich ist, sich drinnen aufzuhalten, aber trotzdem merke ich auch, wie mein Hirn in den Sparmodus schaltet und wie schwer ich täglich in die Gänge komme. Ich hätte natürlich sehr gerne mehr Beratungs- und Trainingsaufträge (Wink mit dem Zaunpfahl!), aber dass ich meinem Hirn die Langsamkeit gönnen kann, weil ich eben im Moment wenig Schreibtischarbeit habe, finde ich schon angenehm.

Der kleine alte Hund geht jetzt, wo es so extrem heiß ist, nur noch zum Abendspaziergang mit. Morgens und nachmittags geht er kurz in den Garten, erledigt, was zu erledigen ist, und liegt dann entweder in seinem Korb oder auf der Kühlmatte, die er regelrecht zu genießen scheint. Was er auch liebt, ist, mit Wasser aus der Blumenspritze besprüht zu werden. Der wilde Hund kann Wasser nicht leiden, auch den Kühleffekt möchte er nicht haben. Er liegt lieber auf den Fliesen oder jetzt im Büro unter meinem Schreibtisch. Spazieren gehen findet er gut, doch am Nachmittag zeigt auch er deutlich, dass eine kleine Runde absolut ausreichend ist.

Gestern durfte ich außer der Reihe zwei Chorproben leiten, was sehr viel Spaß gemacht hat und am Sonntag hatte ich mal wieder eine Orgelvertretung, die kurzfristig angefragt worden war. Hinterher gab es Kaffee und Kekse im Schatten der Kirche und Gespräche über Kirchenmusik und die Entwicklung der Gemeinden.

Von meiner neuen Tenorblockflöte aus Olivenholz hatte ich kurz nach dem Kauf in den Wochenschnipseln berichtet. Die Einspielphase nähert sich dem Ende. Das Instrument zeigt immer deutlicher, dass es bereit ist, voll belastet zu werden und es ist so eine Freude, damit zu spielen. Bei einigen Tönen bin ich mit dem Klang noch nicht ganz zufrieden, aber das liegt an mir und nicht an der Flöte. Denn obwohl sie sich gut greift, muss ich noch üben, meine Finger wirklich exakt auf den Löchern zu platzieren, um saubere Töne zu bekommen. Auch dafür ist eine lange Einspielphase gut. Ich plane, demnächst ein Video aufzunehmen und das Instrument vorzustellen.

Mein neuer Sigo Bass ist ebenfalls ein sehr spannendes Instrument und wird ein Vorstellungsvideo bekommen.

Ich könnte jetzt sagen, dass meine Blockflötensammlung nunmehr komplett ist, aber falls es aus der Sigo-Reihe irgendwann noch einen Großbass geben sollte, könnte ich wohl schwach werden. Und ein Csakan wäre auch interessant und… (Ihr merkt schon, das mit dem „komplett“ wird echt schwierig!)

Danke fürs Lesen, und ich hoffe, Ihr habt kühle Plätze, wo Ihr Euch ein wenig von der Hitze erholen könnt.

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Filed under Leben mit Hund, Musik

Wochenschnipsel 2625

Eine musikalische Woche liegt hinter mir. Tägliches Einspielen der neuen Tenorblockflöte, Schrammeln auf der Ukulele, Konzertprogramm verfeinern, Orgel üben, Chor leiten, Gottesdienste begleiten (mit Orgel, Ukulele, Blockflöte und Stagepiano), im Chor singen… ja, und trotzdem habe ich auch noch ein weiteres Arbeitsfeld. Da ist es im Moment allerdings eher ruhig. Was der Musik zugute kommt, nicht jedoch dem Sparschwein.

Gestern war ich mutig und habe ein unperfektes Zine veröffentlicht, mit kleinen Reimen über Tiere und Gemüse. Mutig deshalb, weil meine innere Perfektionistin ziemlich laut sein kann und mir regelmäßig einredet, ich könne dieses oder jenes doch noch nicht aus der Schublade holen, was würden denn die Menschen denken. Das ist manchmal hilfreich, aber oft auch hinderlich. Die ersten Kommentare zum Zine waren positiv, und wer es nicht mochte, hat es mir bisher nicht gesagt.

Gerade habe ich Geburtstagspost geschrieben und habe tatsächlich mal keinen Stapel an Briefen auf dem Schreibtisch liegen, der beantwortet werden will. Da ein Großteil meiner Brieffreundinnen in England und Schottland lebt und die Post auf der Insel seit längerem massive Probleme hat und Briefe oft wochenlang nicht zustellt, ist meine Schreibfrequenz arg gesunken.

Sonst gibt es nicht viel zu berichten und einfach nur irgendwas schreiben, damit hier mehr steht, möchte ich nicht. Deshalb sage ich danke fürs Lesen und bis nächste Woche!

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Filed under Musik

Wochenschnipsel 2624

Letzten Donnerstag hatten wir in Hessen Feiertag (Fronleichnam) und wir fuhren ins Nussbachtal, um den runden Geburtstag eines Freundes zu feiern. Wir verbrachten drei schöne Tage auf einem Zeltplatz ohne Mobilfunknetz und die Hunde fuhren außerdem zum ersten Mal in ihrem Leben mit dem Zug, und zwar auf der Sauschwänzlebahn. Ein wirklich lohnendes Ausflugsziel! Da es im Zug recht eng werden kann, sollten mitfahrende Hunde keine Probleme mit Menschen haben – der wilde Hund fand es großartig, dass uns zwei Teenager gegenübersaßen, die ihn immer wieder streichelten. Sie hatten vorher gefragt, ob sie das dürfen und hatten auch Verständnis dafür, dass ich gesagt habe, wilder Hund ja, kleiner alter Hund lieber nicht. Die Hunde waren beide entspannt und sind auch zur Rückfahrt wieder bereitwillig mit eingestiegen bzw. haben sich in den Waggon heben lassen. Vor dreieinhalb Jahren, als sie neu bei uns waren, wäre das wahrscheinlich noch nicht möglich gewesen.

Am Sonntag hatte ich frei und habe an meinem aktuellen Sockenpaar weitergestrickt und e-books gelesen und die Hunde haben sich von der kleinen Reise erholt und fast den ganzen Tag über geschlafen.

Am Montag habe ich an einem neuen Konzertprogramm herumgedacht und einen ersten Entwurf ausgearbeitet. Es ist mir immer wichtig, dass meine Programmideen auf möglichst vielen Orgeln funktionieren können, egal, wie groß diese sind, und ich glaube, das wird mir auch diesmal gut gelingen. Falls eins Interesse hat, mich als Organistin mal einzuladen: gerne Kontakt aufnehmen!

Gestern stand Schreibtischarbeit im Fokus. Ich habe einen Team-Workshop zum Thema Zusammenarbeit und Kommunikation vorbereitet und freue mich sehr darauf, nächste Woche meinen Moderationskoffer zu packen und den Workshop durchzuführen. Auch da: wenn Bedarf an solchen Workshops (Präsenz oder auch online) besteht, einfach melden.

Und heute ist schon wieder Mittwoch, also Zeit für die Wochenschnipsel und außerdem wartet ein Beitrag für eine meiner anderen Seiten darauf, fertig geschrieben und veröffentlicht zu werden.

Wie immer also keine Langeweile. Wir lesen uns nächste Woche wieder 🙂

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Filed under Leadership, Leben mit Hund, Musik, Sammelsurium

Wochenschnipsel 2623

Ob es eine neue Tradition wird, dass die Wochenschnipsel erst am Nachmittag kommen? Auch heute war ich am Vormittag unterwegs und schreibe deshalb erst jetzt.

Letzte Woche schrieb ich von meinem neuen Sigo-Bass (eine F-Bass-Blockflöte aus Resona, aus dem 3D Drucker). Zu einem Video kam ich noch nicht. Das schaffe ich vielleicht nächste Woche. Oder die Woche drauf. Wann auch immer es soweit ist: ich werde berichten.

Gerade habe ich mir einen Schwung e-books bestellt. Vor einer Weile hatte ich den ersten Band der „Miss Murray„-Reihe von Amalia Zeichnerin gelesen und mich glatt verliebt. Also, rein literatisch-platonisch natürlich! Und jetzt möchte ich auch alle weiteren Bände lesen und wenn ich damit durch bin, könnte es wieder einen neuen Beitrag „aus meinem Bücherschrank“ geben.

Es gibt Bücher, zu denen ich immer wieder gerne zurück komme. Als Bettlektüre habe ich im Moment „Murder at the vicarage“ (Mord im Pfarrhaus) von Agatha Christie, das ist Miss Marples erster Fall. Neben Agatha Christie gehören auch die Lord Peter Wimsey Krimis von Dorothy L. Sayers zu den Büchern, die ich auch ein fünftes, sechstes oder siebtes Mal lesen kann, ohne mich zu langweilen.

Am Donnerstag habe ich ein ganz wunderbares Konzert mit Werken von Vivienne Olive gehört – sie konnte aus gesundheitlichen Gründen selbst nicht anwesend sein, war aber per Videokonferenz zugeschaltet und hat einiges zu ihren Stücken erzählt. Es war einfach großartig und wenn echte Menschen im Beisein von echten Menschen singen und musizieren, dann hat das eine ganz besondere Kraft und ist durch nichts zu ersetzen. Und keinesfalls durch irgendwelche LLM-Tools, im Volksmund gerne „KI“ genannt. Ich habe in meinem Arbeitsalltag noch keine Aufgabe gefunden, für die ich tatsächlich ein solches Tool brauchen würde und ich finde es nach wie vor befremdlich, wie viele Menschen glauben, selbst ja nicht kreativ zu sein und deshalb Lieder oder Texte mit einem Tool „schreiben“ zu müssen. Schreiben in Anführungszeichen, denn wie sagte Fil Henley (bei YouTube mit den Kanälen „Wings of Pegasus“ und „Authentic Vocal“ zu finden) in einem seiner Videos so schön: „Wie kann es Dein Song sein, wenn Du, bevor Du es gehört hast, nicht einmal weiß, ob es mit einem Gitarrensolo oder mit Keyboardklängen anfängt?“. Denn so geht es, wenn eine App den Song „schreibt“ – was aus den Prompts gemacht wird, ist jedes Mal so lange unklar, bis das Ergebnis zu hören ist. Musik zu komponieren und Lieder zu schreiben funktioniert anders. Und der Weg von „meeeh, das gefällt mir noch überhaupt nicht“ zu „hey, cool, ich glaub, das ist gut, das lass ich jetzt so“ gehört auf jeden Fall dazu!

Und am Sonntag war ein festlicher Gottesdienst zur Verabschiedung unserer Pfarrerin in den Ruhestand. Wer danach kommt, und wann, ist noch nicht klar. Eine Zwischenphase beginnt.

Mein nächster Orgeldienst ist erst Mitte Juni, d.h. ich habe einen freien Sonntag vor mir, und morgen ist Feiertag, der vor allem für die katholischen Geschwister wichtig ist, und wir lesen uns nächste Woche wieder!

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Filed under Bücher, Meinung, Musik

Wochenschnipsel 2622

Es ist bereits Nachmittag, spät für meine Wochenschnipsel, die ich ja sonst immer schon am Mittwochvormittag schreibe. Aber ich verbrachte den Morgen und den Vormittag bei „meinen“ Orgeln. Die jährliche Wartung und Stimmung stand an. Und da „Frau Bernhard“ einen Riss im Balg hatte, der so groß war, dass er geflickt werden musste, verbrachten wir mehr Zeit an dieser Orgel als ursprünglich geplant. Und dann war ja auch noch die „Kellerin“ dran, aber da es dort nur ein Manual gibt und keine Mixtur, ging das dann vergleichsweise schnell.

Meine neue Tenorblockflöte macht sehr viel Freude. Ich bin ja noch in der Einspielphase, aber sie reagiert sehr gut und ich bin ausgesprochen zufrieden. Über mein neues Gemshorn habe ich ein Video gemacht – der Link dazu ist im entsprechenden Blogbeitrag mit den Untertiteln.

Und dann kam letzte Woche auch noch, ein wenig unerwartet, meine im Dezember bestellte Bassblockflöte aus der Sigo-Reihe von Kunath an und mit diesem Instrument muss ich natürlich auch ein Video machen, aber das schaffe ich frühestens nächste Woche.

Ich war zu einem Kurzbesuch in Frankfurt im Archiv Frau & Musik und werde in nächster Zeit öfter mal dort sein, zu verschiedenen Konzerten, Meetings und Workshops.

Das Pfingstwochenende war auch wieder musikalisch, wie könnte es anders sein. Am Pfingstsonntag bekam ich nach dem Schlussstück (ein Voluntary von Kate Loder) reichlich Applaus und auch wenn das nicht unbedingt zu einem Gottesdienst dazugehört, hat es mich doch gefreut.

Am Pfingstmontag war Familiengottesdienst und die kleine Kirche war sehr gut besucht. Wir hatten vier Lieder im Plan und ich habe jedes Lied mit einem anderen Instrument begleitet: mit der Orgel, mit dem Stagepiano, mit dem Akkordeon und mit der Ukulele. Auch das kam gut an und hat viel Spaß gemacht.

Soweit die heutigen Wochenschnipsel – wieder einmal „nur“ mit Musik, aber mir gefällt das eigentlich ganz gut 😉

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Filed under Musik

Wochenschnipsel 2621

Die heutigen Wochenschnipsel drehen sich (mal wieder) hauptsächlich um Musik.

Am Himmelfahrtstag durfte ich einen Freiluftgottesdienst mit E-Piano (ein altes leicht schrappeliges Roland) und mit meinem Akkordeon begleiten und das hat viel Spaß gemacht.

Am Freitag brach ich dann zu einer Mini-Reise auf, ganz allein, ohne weitere Menschen oder Hunde. Mein erstes Etappenziel war Bad Kissingen, wo die internationalen Blockflötenfesttage stattfanden. Ich wollte „nur“ zur Instrumentenausstellung und nicht am Festival oder an Workshops teilnehmen (wobei manche Konzerte wirklich spannend gewesen wären). Das „nur“ muss ich in Anführungszeichen schreiben, denn die Ausstellung ist für das Sparschwein sehr gefährlich. Ich hatte mir im Vorfeld genau überlegt, was ich, wenn überhaupt, kaufen wollen würde und kann stolz berichten, dass ich mich auch an meinen Plan gehalten habe und „nur“ mit zwei neuen Instrumenten nach Hause fuhr.

Ich besitze mehrere Tenorblockflöten. Meine erste war das günstige Kunststoff-Modell von Thomann, gekauft, um zu gucken, ob ich mit der Größe überhaupt klarkomme. Meine zweite ist ein Knick-Kopf-Modell von Mollenhauer aus Birnbaum, die ich von meiner Familie geschenkt bekam. Diese Flöte nutze ich vor allem als Solo-Instrument, da sie mit deutscher Griffweise bei manchen Tönen schwer zu intonieren ist, aber ich mag den Klang sehr und würde sie nicht hergeben wollen, auch wenn die deutsche Griffweise unter Profis keinen guten Ruf hat. Dann kam noch eine Aulos Robin aus Kunststoff hinzu, die im Gegensatz zur Thomann keine Klappen hat und vom Lochabstand auch recht bequem zu greifen ist. Und dann letztes Jahr ein Sigo Tenor – eine Tenorblockflöte in besonderer Bauweise, die sich wie eine Altflöte greift.

Also, eigentlich ausreichend Tenöre? Nun ja. Eine Tenorblockflöte aus Holz mit barocker Griffweise war noch auf der Wunschliste. Vor gut drei Jahren kam eine Sopranino aus Olivenholz in meine Sammlung, vom Blockflötenbauer Hammann/Kobliczek und das ist ein so tolles Instrument, dass ich die Gelegenheit in Bad Kissingen nutzte, um mir die Tenöre aus der „Studium“-Modellreihe von Hammann anzuschauen. Ich wurde hervorragend beraten und schwankte dann sehr zwischen einer Flöte aus Pflaumenholz und einer aus Olivenholz. Entschied mich dann für die Olive und bin jetzt dabei, sie langsam einzuspielen. Witzigerweise wurde sie, wie die Markierung am Kopfstück zeigt, vom selben Blockflötenbauer (aus dem Hammann-Team) gebaut wie die Sopranino. Sobald sie fertig eingespielt ist, stelle ich sie in einem Video vor.

Das zweite Instrument, das mich fand, ist ein Gemshorn in Tenor-Lage. Das ist ein Instrument, das ich eigentlich nicht „brauche“, aber das ich, ebenso wie meine Teleskopflöten oder die Sopilka, einfach interessant finde und für das ich sicher Verwendungsmöglichkeiten finde.

Gemshörner sind gedeckte Flöten und mit Gefäßflöten wie Okarinas verwandt. Sie werden aus Tierhorn (Rind oder andere Hornträger) hergestellt. Im Fediverse schrieb ich dazu

Ja, ich bin mir dessen bewusst, dass das Tier, dem das Horn einmal gehörte, noch leben könnte, wenn es nicht geschlachtet worden wäre; wäre es wegen des Horns geschlachtet worden, würde ich damit keine Musik machen wollen. Die Hörner sind (leider) Abfall und in der Musik steckt neues Leben.

Der Klang ist weich und eine Mischung aus einer tiefen Blockflöte und einer Okarina. Auch mit diesem Instrument werde ich ein Video machen, wenn auch nicht mehr heute, denn heute Nachmittag steht eine längere Übe-Session an der Orgel auf dem Plan.

Nach meinem erfolgreichen Besuch in Bad Kissingen fuhr ich weiter zu meinem nächsten Etappenziel, einem Dorf am Fuß des Schwanbergs. Dort verbrachte ich die Nacht in einem netten Hotel und am nächsten Morgen besuchte ich einen wichtigen Baum und machte eine kleine Wanderung auf dem Berg. Mittags konnte ich am Stundengebet der Schwestern des dortigen Klosters teilnehmen, was sehr schön war und danach ging es nach Nürnberg, meinem letzten Ziel der Mini-Reise, zu meiner ältesten Schulfreundin.

Und am Sonntagabend war ich dann wieder zuhause.

Musikalisch ging es auch am Montag weiter, denn es waren neue Noten in der Post und ich arbeite außerdem an Ideen für eine Beteiligung an einem Porträtkonzert für eine zeitgenössische Komponistin. Mehr kann/darf ich dazu aber im Moment noch nicht sagen.

Gestern war Schreibtischtag und abends Chorprobe, und nächste Woche gibt es neue Wochenschnipsel.

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Filed under Musik

Wochenschnipsel 2620

Ich bin müde. Ob das an der kurzen Nacht liegt oder am Wetterumschwung oder an etwas ganz anderem, ich weiß es nicht. Eigentlich wollte ich heute ja längere Wochenschnipsel schreiben, nachdem die von letzter Woche vergleichsweise kurz waren. Aber ich hab nicht mal einen neuen Bücherschrank-Beitrag, zu dem ich verlinken könnte.

Nun ja. Am Sonntag war mal wieder Orgelvertretung und ich hatte auch die Ukulele dabei und das kam sehr gut an und nach meinem Schlussstück bekam ich Applaus und das ist immer schön, auch wenn es mir bei Gottesdiensten darauf nicht wirklich ankommt.

Ich stricke gerade Socken mit einem Muster, das mir mal in meine Fediverse-Timeline gespült worden war und da das Garn neu ist (eine Bambus-Mischung) und ich dieses Muster noch nie gestrickt hatte, musste ich sehr oft am Fuß messen, um den ersten Socken passend hinzukriegen. Es ist mir aber gelungen und der zweite sollte wesentlich schneller fertig werden. Ich habe nämlich aufgeschrieben, was ich gestrickt habe.

Gestern kamen einige neue Noten an, für Blockflöte solo, für Blockflöte mit Klavier und für Klarinette und Klavier – nein, ich spiele nicht Klarinette und werde damit auch nicht beginnen, aber eine Mitarbeiterin im Archiv ist eine sehr gute Klarinettistin und vielleicht spielen wir mal etwas zusammen. Natürlich von einer Komponistin. Oder von mehreren 🙂 Auf die bestellten Noten für Klavier vierhändig warte ich noch.

Außerdem habe ich einige eigene Kompositionen für Soloinstrumente fertig gestellt und bin dabei, mir ein Budget zu setzen für einen geplanten Besuch bei einer Instrumentenmesse. Denn bekanntermaßen „brauche“ ich ja schon seit Jahren keine zusätzlichen Instrumente mehr. *hüstel*

Danke fürs Lesen!

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Filed under Musik

Wochenschnipsel 2619

Gestern hat es endlich wieder geregnet, und es war nicht einfach nur ein kurzer, heftiger Schauer, sondern es regnete über Stunden. So konnte das Wasser gut in den trockenen Boden eindringen und ich war sehr froh – dass die Hunde und ich beim Spaziergang schön nass wurden, tat der Freude keinen Abbruch. Das hatten wir lange nicht. Und es gibt ja Handtücher. Der kleine alte Hund möchte allerdings anmerken, dass abgetrocknet zu werden ein Verstoß gegen seine hündischen Rechte ist und dass er lieber ein nasses Fell hat, als sich trockenrubbeln zu lassen. Nämlich.

Letzte Woche feierten wir unser traditionelles Gartenfest bei strahlendem Sonnenschein und abends begleitet von Nachtigallengesang. Es war sehr schön. Einige unserer Gäster blieben gleich mehrere Tage und Hunde waren auch dabei. Eine siebenjährige Hündin, mit der der wilde Hund früher immer mal Pöbelmomente hatte, aber dieses Jahr vertrugen sie sich sehr gut; und eine achtmonatige Hündin, von der der wilde Hund abwechselnd entzückt und genervt war. So ein quirliges Fellknäuel ist wohl auch für Hunde anstrengend, nicht nur für ihre Menschen. Aber putzig ist so ein Junghund schon. Trotzdem bin ich ganz froh, dass unsere nicht mehr konstant bespaßt werden müssen.

Musikalisch gab es wieder Vertretungsdienste an zwei schönen Orgeln und da ich jetzt gleich einen Termin habe, bleiben die heutigen Wochenschnipsel eher kurz. Hinweisen möchte ich aber noch auf meinen gestrigen Blogbeitrag mit Buchbesprechung.

Wir lesen uns nächste Woche wieder!

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Filed under Landleben, Leben mit Hund

Wochenschnipsel 2618

Irgendwo in den Büschen und Bäumen rund um den Fluss wohnt ein Kuckuck. Ich höre ihn (sie?) regelmäßig rufen und heute sah ich ihn fliegen. Das war toll.

Heute habe ich einiges vorzubereiten für unser traditionelles Gartenfest, das morgen stattfinden wird. Gestern bin ich zum Hofladen geradelt, denn der wird von einer der ganz wenigen (kleinen) Molkereien beliefert, die noch Schichtkäse herstellen. Wer das nicht kennt, Schichtkäse ist eine Art quarkartiger Frischkäse, den man vor allem für oberhessischen „Mattekuche“ (Käsekuchen) braucht. Im Supermarkt bekommt man ihn nicht mehr. Wobei ich gerade gelernt habe, dass der Schichtkäse, den es bis zur Einstellung der Produktion in unserem Supermarkt gab, tatsächlich von Müller hergestellt wurde, und da bin ich ja fast ein wenig froh, dass es diese Variante nicht mehr gibt, denn Müller geht gar nicht.
Jedenfalls radelte ich frohgemut zum Hofladen, fünf Kilometer quer über die Feldwege, und dann gab es weder Schichtkäse noch Quark noch Joghurt. Mittwochs käme die neue Lieferung, aber eher spät. Also werde ich mich am Nachmittag nochmal aufmachen.

Und zum Supermarkt muss ich auch noch, all das kaufen, das ich gestern vergessen habe. Und dann muss die Garage aufgeräumt werden und die Tische gestellt und ich bin sicher, der wilde Hund wird uns dabei „helfen“ wollen, wie er das immer so gerne macht.

Gestern sagte mir ein Chormitglied, ich hätte ja so einen süßen Hund und der sei ja so gut erzogen. Innerlich musste ich schmunzeln, denn auch wenn wir im Moment viele Situationen haben, in denen sich der wilde Hund absolut vorbildlich verhält (vor allem, wenn andere Hunde pöbeln), gibt es auch bei ihm noch ausreichend Gelegenheiten, wo er zeigt, dass er seinen Spitznamen nicht von ungefährt bekommen hat. Gerade liegt er an einem seiner Lieblingsplätze im Büro, den Rücken am Bücherregal angelehnt.

Weil ich schon lange keine Flöten oder Whistles mehr gekauft habe, schleiche ich gerade mal wieder um verschiedene Instrumente herum. Also, ich schleiche virtuell, beim Stöbern in den entsprechenden Online-Shops. Wirklich „brauchen“ tu ich ja nix. Mal sehen, wie lange ich dieser inneren Stimme widerstehen kann. Und es steht eh noch eine Lieferung aus; bestellt und bezahlt im Dezember und angekündigt für April und verschoben auf Juni. Aber wenn das Instrument dann da ist, gibt es ein Video.

Zum Schluss noch der Hinweis, dass ich vorgestern mal wieder über ein Buch gebloggt habe: „So jung brechen wir nicht mehr zusammen„.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen & bis bald!

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Filed under Landleben, Leben mit Hund, Musik