Tag Archives: Wochenschnipsel

Wochenschnipsel 2633

Die hessischen Sommerferien sind zu Ende und somit auch die chorproben-lose Zeit. Gestern hatten wir in meinem „Haupt“-Chor eine offene Chorprobe, vom Vorstand liebevoll „Chor Speed Dating“ genannt und es waren ein halbes Dutzend Interessierte gekommen, und natürlich alle anderen, die eh schon in den drei Erwachsenenchören singen. Ich hoffe, es hat den Neuen so viel Spaß gemacht wie mir. Zwei haben schon gesagt, dass sie wiederkommen wollen. Bin gespannt, für welche(n) der drei Chöre sie sich entscheiden.

Der kleine alte Hund hatte mal wieder eine sehr unruhige Nacht und musste nahezu stündlich betüddelt werden. Im Moment frisst er auch schlecht bzw. verweigert sein übliches Futter. Snacks nimmt er nach wie vor gerne. Aber ihn nur von Snacks ernähren? Wenn das nicht nur eine Phase ist, sondern länger andauert, muss ich mal mit dem Tierarzt reden, ob es mit einer einfachen Futterumstellung getan sein kann. Ich sage mir regelmäßig, dass ein Hund mit fast 17 Jahren „so“ sein darf, doch natürlich mache ich mir auch Gedanken, wie die nächste Zeit wird und wie wir alle miteinander damit zurechtkommen. So einen alten Hund hatte ich noch nie und kann nicht auf frühere Erfahrungen zurückgreifen.

Der wilde Hund war in letzter Zeit gar nicht oft wild, aber um mich daran zu erinnern, dass er’s noch kann, versuchte er gestern, einen Teenager auf einem elektrischen Roller zu jagen. Wobei ich das ein Stückweit verstanden habe, denn der kam auf einem Feldweg von hinten und machte sich nicht bemerkbar, und dass der wilde Hund dann versuchte, uns vor dem komischen Ding zu beschützen, kann ich dem Hund kaum krumm nehmen. Ausbruchsversuche aus dem Garten gab es hingegen schon seit Wochen nicht mehr. Falls sich das ändert, werde ich berichten.

Apropos berichten, eigentlich hätten die beiden Orgeldienste am Sonntag, die ich in den letzten Wochenschnipseln quasi als Vorschau kurz erwähnt hatte, ereignislos sein können. In beiden Kirchen hatte ich schon gespielt und kenne die Instrumente. Dann kam Samstagnacht noch eine Nachricht des Pfarrers, er würde gerne den Gottesdienst in der großen Kirche im Chorraum feiern und ich solle bitte auf der zweiten Orgel spielen – das Instrument kenne ich vom Sehen und habe es auch in einem Konzert schon gehört, aber noch nicht darauf gespielt. Also fuhr ich früher los als ich es sonst getan hätte, um einen Eindruck der Orgel zu bekommen. Ich kam an und stellte fest, dass der hauptamtliche Küster frei hatte und dass es eine Vertretung gab. Und dann begann der Spaß, denn der Orgelschlüssel war nicht auffindbar. „Der muss doch hier im Schrank sein.“ Nach langem Hin und Her wurde dann ein Zweitschlüssel ausfindig gemacht, aber so kurz vor Gottesdienstbeginn, dass ich die Klangproben auf das nötigste beschränken musste. Aber die Orgel machte viel Spaß und ich hätte gerne irgendwann mal richtig viel Zeit für sie, um sie besser kennen zu lernen. Der zweite Gottesdienst verlief ohne besondere Vorkommnisse, aber mit Applaus nach dem Schlussstück und einem Lob eines Gemeindemitglieds.

Die nächste Beerdigung steht auch schon im Kalender. Gut, dass ich mangels Projektarbeit im Moment zeitlich sehr flexibel bin und diese Aufträge annehmen kann. Wie stark die vermaledeite „generative KI“ meine Arbeitsfelder beeinflusst und auch die Projektanfragen, darüber will ich jetzt nicht schreiben (oder schimpfen), das mache ich bei Gelegenheit an anderer Stelle. Nur so viel sei gesagt: es ist anstrengend. Denn die Soße suppt nicht nur durch die Musik, sondern auch durch andere Bereiche, in denen ich arbeite, und manchmal frage ich mich schon, ob ich nicht einfach meine LKW-Fahrerlaubnis nehme und Laster fahren gehen sollte, denn bei allen Versuchen zum autonomen Fahren ist das ja noch etwas, wo Menschen gebraucht werden. Aber noch sind diese Motivationslöcher nicht so tief, dass ich darin sitzen bleiben müsste. Dennoch, ich mache mir so meine Gedanken.

Aber zurück zu schönen Dingen. Ich habe den „Ringeltaubenmantel“ von Maike Claußnitzer zu Ende gelesen und mir nun die mir noch fehlenden Bände mit Geschichten besorgt. Und den zweiten Band der „Gruftgeflüster“-Reihe von Diandra Linnemann habe ich auch gelesen. Die Geschichte war ganz schön gruselig! Aber toll geschrieben. Ich bin gespannt, wie mir der dritte Band gefallen wird.

Vor ein paar Tagen bekam ich im Fediverse die Empfehlung zu einem Online-Shop für Tinten- und Füller-Begeisterte mit dem schönen Namen Fountainfeder. Sehr „gefährlich“ fürs Sparschwein, denn dort gibt es tolle Sachen. Unter anderem so wunderbare Tintenfarben wie „Schietwetter“, „Nordlichter“ und „Grünkohl“ – das Set zum Ausprobieren musste ich mir direkt bestellen. Und Briefpapier. Die Zahl meiner Briefpartnerinnen hat sich über die Jahre zwar ein wenig reduziert, aber Briefpapier brauche ich immer. Wenn Du das liest und denkst, ach ja, so einen handgeschriebenen Brief hätte ich auch mal wieder gerne oder würde einen schreiben wollen, melde Dich (z.B. im Fediverse).

Soweit für heute. Die Post bringt hoffentlich ein Glas meiner hauptsächlich genutzten Tinte und anderen Schreibkram, und ich werde jetzt mal an einem Projekt weiterarbeiten, für das ich zwar noch keine Kundinnen hab, das mir aber Freude macht und das ist auch wichtig.

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Wochenschnipsel 2632

Vor einigen Jahren schenkte mir meine Mutter zum Geburtstag einen Becher im Knitter-Look. Darauf steht „Wer morgens zerknittert aufsteht, kann sich im Laufe des Tages entfalten“. Heute war so ein Morgen, deshalb trinke ich meinen Kaffee gerade aus diesem Becher. Die Nacht war schwül-warm, und in der Nähe weiden Schafe, von denen mindestens eins so klingt wie der kleine alte Hund – der sich mitten in der Nacht auch meldete, aber nicht raus wollte, sondern nur Aufmerksamkeit suchte. Und so schlief ich nicht besonders gut und sah nach dem Aufstehen vermutlich so knittrig aus wie mein Kaffeebecher. Aber es kann ja nur besser werden.

Der wöchentliche Bestattungshaus-Anruf kam diese Woche bereits am Montag, für Freitag. Also viel Zeit zur Vorbereitung und viel Zeit für Verwirrung. Am Dienstagvormittag wurde nämlich erst wieder abgesagt, um am Nachmittag erneut anzufragen. Es gab wohl ein größeres Hin und Her bei der Planung. Gut, dass ich meist mit Bleistift in meinen Terminkalender schreibe!

Letzten Freitag waren wir zusammen mit einem Freund auf einem Konzert: „Welthits auf hessisch“ – live und handgemacht und absolut großartig. Ich habe Tränen gelacht und als eine Gitarrensaite riss, wusste ich genau, wie sich das anfühlt. Aber das wurde in der Pause schnell in Ordnung gebracht und das Programm konnte weitergehen. Später verweigerte sich ein anderes Instrument der Mitarbeit, weil der eingebaute Tonabnehmer sich verabschiedete, aber all das tat dem Hörvergnügen keinen Abbruch und es war einfach ein tolles Abend, den ich sehr genossen habe.

Am Sonntag dann zwei Orgeldienste, einmal in einer „meiner“ Kirchen und einmal in einer Kirche, in der ich noch nicht war. Dort steht eine historische Orgel mit einigen Besonderheiten. Nichts für Ungeübte! Aber ich habe mich schnell darauf eingestellt und fand das Instrument sehr interessant. Vielleicht komme ich ja noch einmal in den Genuss, dort zu spielen. Da wir jetzt eine Großgemeinde sind, ist die Wahrscheinlichkeit dafür recht hoch.

Nächsten Sonntag stehen auch wieder zwei Orgeldienste im Kalender, aber davon werde ich, wenn es etwas zu erzählen gibt, in den nächsten Wochenschnipseln berichten.

Danke fürs Lesen und bis bald!

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Filed under Leben mit Hund, Musik

Wochenschnipsel 2631

Wir hatten einen ganz wunderbaren Kurzurlaub im Elsass. Jedes Jahr Ende Juli fahren wir für ein verlängertes Wochenende dort hin, weil wir ein Oldtimer-Treffen mit organisieren, aber bei aller Arbeit, die das Treffen macht, ist es vor allem auch ein kleiner Urlaub. Obwohl es vor allem am Samstag so warm war, dass wir uns kaum bewegen wollten (und die Hunde auch nicht), war es doch sehr erholsam.

Wir haben liebe Freunde getroffen und viel geredet, sowohl ernst als auch lustig, und die Hunde werden allmählich zu Treffen-Profis. Während der wilde Hund vor allem im ersten Jahr und auch noch im zweiten Jahr unser Auto intensiv bewacht und verteidigt hat, ist er inzwischen ziemlich entspannt und auch der kleine alte Hund war nach einer Eingewöhnungsphase ganz zufrieden. Was neu ist: das Nachhausekommen brauchte auch wieder eine Gewöhnungsphase. Am ersten Tag zuhause war er sehr nölig. Inzwischen geht es wieder.

Gestern habe ich viel Zeit mit meinen Blockflöten verbracht. Ich denke seit einer Weile an einem kleinen Konzertprogramm nur mit Blockflöten herum, weiß aber noch nicht, ob ich mich tatsächlich traue, das umzusetzen und an die Öffentlichkeit zu bringen. Immerhin ist Blockflöte ja „nur“ Hobby, auch wenn Musikmachen einer meiner Berufe ist.

Gerade habe ich das Buch „Rattenlied“ von Maike Claußnitzer zu Ende gelesen und mir endlich die „Oktoberperlen“ besorgt. Auch wenn ich beim Lesen der (langen) Bücher aus Maikes Feder immer mal den Faden verliere und mich frage, wie sie es eigentlich schafft, den Überblick zu behalten, so mag ich den Schreibstil und die Geschichten doch sehr. Wenn ich mit den „Oktoberperlen“ fertig bin, wartet noch „Der Ringeltaubenmantel“ auf mich. Fragt mich nicht, ob ich die Bücher in der richtigen Reihenfolge lese! Unterhaltsam sind sie alle.

Ebenfalls frisch gelesen habe ich den ersten von zwölf Kurzromanen der Reihe „Gruftgeflüster“ von Diandra Linnemann und ich glaube, die anderen elf möchte ich auch noch haben. Spannend, aber nicht blutrünstig, so habe ich das Buch einer Freundin beschrieben, die wissen wollte, was ich da lese.

Beide Autorinnen sind übrigens auch im Fediverse zu finden 🙂

Das Tippen der Wochenschnipsel wurde auch diese Woche unterbrochen von einem Anruf eines Bestattungshauses – allerdings ist die Beerdigung, für die noch eine Organistin gebraucht wird, erst übermorgen und nicht schon morgen (wie beim Anruf letzte Woche). Apropos, die Orgel, auf der ich letzten Donnerstag bei der Beerdigung spielen durfte, war ein ausgesprochen schönes Instrument. Oft stehen in Trauerhallen keine besonderen Instrumente, aber dort fand ich eine zweimanualige Pfeifenorgel von Walcker vor, die sich wirklich gut anhörte und auch Freude machte beim Spielen. Übermorgen wird es wohl eine elektronische Orgel sein, aber ausgesucht von einem meiner hauptamtlichen Kirchenmusikkollegen, insofern sicher ordentlich. Fun fact am Rande: der Pfarrer hatte sich gewünscht, dass ich die Beerdigung spiele, weil die Trauerfamilie „etwas von Musik versteht“ und es „jemand sein muss, der nicht herumstümpert“. Ich werde mir Mühe geben! Und selbstverständlich neben dem von der Familie gewünschten Bach auch ein Stück einer Komponistin spielen. Ich weiß nur noch nicht, welches. Aber bis Freitag ist ja auch noch Zeit.

Vielen Dank fürs Lesen!

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Filed under Bücher, Leben mit Hund, Musik

Wochenschnipsel 2630

Ist es euch aufgefallen, dass ich die letzten drei Wochenschnipsel „falsch“ benannt hatte? Ich war durch die Ausgabe 2626 ganz durcheinandergekommen. Aber jetzt stimmt es wieder 🙂

Eigentlich wollte ich heute früher dran sein mit dem Schreiben, aber erst nölte der kleine alte Hund, dann klingelte das Telefon und eine ganz verzweifelte Mitarbeiterin eines Bestattungshauses war dran. Es würde für morgen noch eine Organistin für eine Trauerfeier gebraucht. Was ein Glück, dass ich morgen keine Termine habe. Ich konnte also zusagen und bin gespannt auf die dortige Orgel. Toll sei sie, aber mehr Infos habe ich noch nicht. Ich nehme mal Noten für alle Instrumentengrößen mit und mache das Beste draus.

Was gibt es sonst zu berichten? Ich genieße gerade die dahinplätschernden Tage, bevor es hoffentlich im August wieder mehr Schreibtischarbeit gibt. Musikalisch ist jetzt im Sommer zwar bei den Chören und Gesangvereinen weniger los, dafür gibt es aber jede Menge Orgeldienste (und auch ganz kurzfristige, siehe oben) und eine kleine Reise steht auch noch an.

Ich habe Johannisbeergelee gekocht und Apfel-Salbei-Gelee, alles mit Zutaten aus dem eigenen Garten (abgesehen vom Gelierzucker, den habe ich gekauft).

Ein Strickprojekt habe ich fertig gestellt, einen sommerlich bunten Überwurf aus Baumwollgarn; und gestern noch schnell ein Paar Socken angefangen. Es muss ja was auf den Nadeln sein.

Gleich bekomme ich Besuch, deshalb sind auch die heutigen Schnipsel recht kurz und wir lesen uns demnächst wieder!

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Filed under Landleben, Musik

Wochenschnipsel 2926

Worüber ich nachdachte, bevor ich mich an die heutigen Wochenschnipsel setzte: der Begriff „Kunstschaffende“, der sich erstmal recht gut und vor allem gendergerecht anhört, hat eine dunkle Vergangenheit und im Grunde verbietet es sich, ihn zu nutzen. Auch den Verwandten, den Kulturschaffenden oder Musikschaffenden, haftet dieses Problem an. Lesenswert dazu: Telegraph.cc: Kunstschaffende oder Kulturschaffende
Warum ich darüber nachdachte? Weil ich an einem Text schreibe, in dem ich laut schimpfen werde über generativeAI/generativeKI/LLM-Tools, und darin verwendete ich unbedacht das Wort „Musikschaffende“. Im Entwurf steht es noch, rot markiert, und ich suche nun nach einer sprachlich angemessenen Alternative. Wenn mir nichts einfällt, wird es wohl ein Wort mit Sternchen.

Letztes Wochenende oder vielmehr letzten Sonntag hatte ich frei. Kein geplanter Orgeldienst, keine kurzfristige Vertretungsanfrage, einfach ein fauler Sonntag. Das war schön. Ich freue mich aber auch schon auf den nächsten Sonntag, wo ich mal wieder eine Vertretung spielen werde in einer Kirche, in der ich schon einige Male gespielt habe. Da wird auch das Akkordeon wieder zum Einsatz kommen.

Ich habe zwar einiges auf meiner To-Do-Liste, aber nichts davon ist zeitkritisch, und so arbeite ich mich langsam voran, ohne Stress und Hektik. Und denke nicht an die Herausforderungen, die in der Projektakquise auf mich warten.

Weil meine Tage so schön ruhig dahinplätschern, habe ich gar nicht viel zu berichten und bevor ich ins Schwafeln gerate, sage ich an dieser Stelle einfach: danke fürs Lesen und bis bald!

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Filed under Sammelsurium

Wochenschnipsel 2826

Es ist bewölkt und windig, der wilde Hund liegt mir zu Füßen und der kleine alte Hund wandert durchs Haus und verbellt die Schatten. Oder die Fantasiewesen, die er sieht. Oder die Treppe, weil sie da ist. Oder auch die Wand.

Gestern schrieb ich im Fedi, dass demente Hunde besondere Herausforderungen ins Leben bringen und wurde gefragt, ob es das tatsächlich gibt, Demenz bei Hunden. Ja, gibt es. Es gibt Fragebögen für Hundemenschen, anhand derer herausgefunden werden kann, ob der Hund Anzeichen einer Demenz zeigt. Der kleine alte Hund ist voll dabei. Aber: er weiß immer noch, wer seine Menschen sind, er weiß, wo sein Körbchen steht, er weiß, wie er vom Garten wieder zurück ins Haus kommt, und die Leckerli schmecken ihm noch. Insofern ist es glaube ich für uns Menschen anstrengender als für ihn. Er wurde irgendwann im September 2009 geboren, so genau wissen wir das gar nicht. Folglich ist er in seinem 17. Lebensjahr und dass da altersbedingt nicht mehr alles so funktioniert, ist verständlich. Wir versuchen jedenfalls, ihm ein schönes Hundeleben zu gestalten, aber ob und wie das alles noch wird, wissen wir natürlich auch nicht. Der wilde Hund scheint auch zu spüren, dass sein Hundekumpel nicht mehr so auf der Höhe ist und versucht nur noch ganz selten, Streit anzufangen. Wobei das vielleicht auch andere Ursachen hat.

Letzten Freitag bekam ich eine Vertretungsanfrage für den Sonntag, da ein Kollege krank geworden war. Große Kirche, schöne Orgel, zwei Taufen, und nichts weiter im Kalender, also konnte ich zusagen. Das Bild vom Orgelspieltisch bekam im Fedi dreimal so viele „mag ich“ Reaktionen als mein sonntägliches Orgelvideo. Aber natürlich guckt sich so ein Foto viel schneller an als ein Video, und sei es noch so kurz. Ich werde auch im August wieder in der großen Kirche spielen, den Termin weiß ich jetzt schon. Und wer weiß, ob wir eine Vakanzzeit zu überbrücken haben, während die hauptamtliche Stelle neu besetzt wird. Vielleicht komme ich dann noch öfter dazu, dort zu spielen. Der Küster erzählt jedenfalls, ich könne Orgel spielen und man müsse sich um mich keine Gedanken machen.

Apropos Orgel, diese Woche kam ich endlich dazu, eine Komposition eines Fedi-Bekannten für Orgel zu setzen und arbeite außerdem an einer Erstausgabe eines Orgelstücks, über das ich aber noch nicht weiter sprechen kann – weil Erstausgabe und so.

Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten. Ich genieße es, jetzt in den Sommerferien auch einige ruhige Tage zu haben und in Ruhe z.B. den Kleiderschrank aufräumen zu können oder einfach mal „nichts“ zu tun.

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Filed under Leben mit Hund, Musik

Wochenschnipsel 2726

Bei der heutigen Überschrift musste ich kurz überlegen: 2627 oder 2726? Das Kalenderjahr ist schon wieder halb vorbei, gestern tauchten die ersten Memes mit dem „Dinner for One“ auf, das traditionell an Silvester im Fernsehen gezeigt wird, aber die freundlich-ironischen Hinweis darauf, dass in einem halben Jahr Weihnachten ist, waren in der Hitze der letzten Woche doch vergleichsweise spärlich.

Letzte Nacht zog eine Gewitterfront über uns hinweg, ich wachte um kurz vor drei von einem lauten Donner auf und es regnete stark. 16 Liter laut Regenmesser. Sehr nötig! Noch kann ich im Büro die Fenster offen haben, denn es hat ein wenig abgekühlt und ich fühle mich wieder wesentlich denkfähiger als letzte Woche.

Am Sonntag habe ich beim Sommerkonzert eines Gesangvereins Klavier gespielt. Es war nicht so unerträglich heiß wie befürchtet, und der Verein hatte sich große Mühe gegeben, mit Pavillons und Sonnenschirmen zumindest teilweise für Schatten zu sorgen und das Programm wurde gekürzt. Ich trug Sonnenhut und luftige Klamotten, aber schwarze Klaviertasten fassen sich irgendwann nicht mehr schön an, wenn sie länger in der Sonne sind. Im Fedi habe ich gewitzelt, ich würde nächstes Jahr nur noch C-Dur ohne Modulationen spielen, das heißt, nur die weißen Tasten benutzen.

Gestern habe ich das in den letzten Wochenschnipseln angekündigte Video mit meiner neuen Bassblockflöte gemacht. Die Untertitel nebst Übersetzung findet Ihr hier und wer direkt zum Video gehen möchte, kann hier klicken.

Zu meiner Mollenhauer Bassblockflöte gab es im Fedi einige positive Kommentare und interessierte Nachfragen, so dass ich überlege, diesem Instrument auch ein eigenes Video zu gönnen, auch wenn es nicht mehr „neu“ ist, sondern schon seit drei Jahren bei mir wohnt.

Aber jetzt warten erst einmal ein paar andere Themen auf mich, und wir lesen uns hier spätestens zu den nächsten Wochenschnipseln wieder!

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Filed under Musik

Wochenschnipsel 2626

In den heutigen Wochenschnipseln wird es, wie so oft, um Musik und um Hunde gehen, und auch um die aktuelle Sommerhitze. Zwar bin ich in der glücklichen Lage, dass sich unser altes Haus nicht stark aufheizt und dass wir unser Büro mit der Wärmepumpe auch kühlen können, so dass es recht erträglich ist, sich drinnen aufzuhalten, aber trotzdem merke ich auch, wie mein Hirn in den Sparmodus schaltet und wie schwer ich täglich in die Gänge komme. Ich hätte natürlich sehr gerne mehr Beratungs- und Trainingsaufträge (Wink mit dem Zaunpfahl!), aber dass ich meinem Hirn die Langsamkeit gönnen kann, weil ich eben im Moment wenig Schreibtischarbeit habe, finde ich schon angenehm.

Der kleine alte Hund geht jetzt, wo es so extrem heiß ist, nur noch zum Abendspaziergang mit. Morgens und nachmittags geht er kurz in den Garten, erledigt, was zu erledigen ist, und liegt dann entweder in seinem Korb oder auf der Kühlmatte, die er regelrecht zu genießen scheint. Was er auch liebt, ist, mit Wasser aus der Blumenspritze besprüht zu werden. Der wilde Hund kann Wasser nicht leiden, auch den Kühleffekt möchte er nicht haben. Er liegt lieber auf den Fliesen oder jetzt im Büro unter meinem Schreibtisch. Spazieren gehen findet er gut, doch am Nachmittag zeigt auch er deutlich, dass eine kleine Runde absolut ausreichend ist.

Gestern durfte ich außer der Reihe zwei Chorproben leiten, was sehr viel Spaß gemacht hat und am Sonntag hatte ich mal wieder eine Orgelvertretung, die kurzfristig angefragt worden war. Hinterher gab es Kaffee und Kekse im Schatten der Kirche und Gespräche über Kirchenmusik und die Entwicklung der Gemeinden.

Von meiner neuen Tenorblockflöte aus Olivenholz hatte ich kurz nach dem Kauf in den Wochenschnipseln berichtet. Die Einspielphase nähert sich dem Ende. Das Instrument zeigt immer deutlicher, dass es bereit ist, voll belastet zu werden und es ist so eine Freude, damit zu spielen. Bei einigen Tönen bin ich mit dem Klang noch nicht ganz zufrieden, aber das liegt an mir und nicht an der Flöte. Denn obwohl sie sich gut greift, muss ich noch üben, meine Finger wirklich exakt auf den Löchern zu platzieren, um saubere Töne zu bekommen. Auch dafür ist eine lange Einspielphase gut. Ich plane, demnächst ein Video aufzunehmen und das Instrument vorzustellen.

Mein neuer Sigo Bass ist ebenfalls ein sehr spannendes Instrument und wird ein Vorstellungsvideo bekommen.

Ich könnte jetzt sagen, dass meine Blockflötensammlung nunmehr komplett ist, aber falls es aus der Sigo-Reihe irgendwann noch einen Großbass geben sollte, könnte ich wohl schwach werden. Und ein Csakan wäre auch interessant und… (Ihr merkt schon, das mit dem „komplett“ wird echt schwierig!)

Danke fürs Lesen, und ich hoffe, Ihr habt kühle Plätze, wo Ihr Euch ein wenig von der Hitze erholen könnt.

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Filed under Leben mit Hund, Musik

Wochenschnipsel 2625

Eine musikalische Woche liegt hinter mir. Tägliches Einspielen der neuen Tenorblockflöte, Schrammeln auf der Ukulele, Konzertprogramm verfeinern, Orgel üben, Chor leiten, Gottesdienste begleiten (mit Orgel, Ukulele, Blockflöte und Stagepiano), im Chor singen… ja, und trotzdem habe ich auch noch ein weiteres Arbeitsfeld. Da ist es im Moment allerdings eher ruhig. Was der Musik zugute kommt, nicht jedoch dem Sparschwein.

Gestern war ich mutig und habe ein unperfektes Zine veröffentlicht, mit kleinen Reimen über Tiere und Gemüse. Mutig deshalb, weil meine innere Perfektionistin ziemlich laut sein kann und mir regelmäßig einredet, ich könne dieses oder jenes doch noch nicht aus der Schublade holen, was würden denn die Menschen denken. Das ist manchmal hilfreich, aber oft auch hinderlich. Die ersten Kommentare zum Zine waren positiv, und wer es nicht mochte, hat es mir bisher nicht gesagt.

Gerade habe ich Geburtstagspost geschrieben und habe tatsächlich mal keinen Stapel an Briefen auf dem Schreibtisch liegen, der beantwortet werden will. Da ein Großteil meiner Brieffreundinnen in England und Schottland lebt und die Post auf der Insel seit längerem massive Probleme hat und Briefe oft wochenlang nicht zustellt, ist meine Schreibfrequenz arg gesunken.

Sonst gibt es nicht viel zu berichten und einfach nur irgendwas schreiben, damit hier mehr steht, möchte ich nicht. Deshalb sage ich danke fürs Lesen und bis nächste Woche!

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Filed under Musik

Wochenschnipsel 2624

Letzten Donnerstag hatten wir in Hessen Feiertag (Fronleichnam) und wir fuhren ins Nussbachtal, um den runden Geburtstag eines Freundes zu feiern. Wir verbrachten drei schöne Tage auf einem Zeltplatz ohne Mobilfunknetz und die Hunde fuhren außerdem zum ersten Mal in ihrem Leben mit dem Zug, und zwar auf der Sauschwänzlebahn. Ein wirklich lohnendes Ausflugsziel! Da es im Zug recht eng werden kann, sollten mitfahrende Hunde keine Probleme mit Menschen haben – der wilde Hund fand es großartig, dass uns zwei Teenager gegenübersaßen, die ihn immer wieder streichelten. Sie hatten vorher gefragt, ob sie das dürfen und hatten auch Verständnis dafür, dass ich gesagt habe, wilder Hund ja, kleiner alter Hund lieber nicht. Die Hunde waren beide entspannt und sind auch zur Rückfahrt wieder bereitwillig mit eingestiegen bzw. haben sich in den Waggon heben lassen. Vor dreieinhalb Jahren, als sie neu bei uns waren, wäre das wahrscheinlich noch nicht möglich gewesen.

Am Sonntag hatte ich frei und habe an meinem aktuellen Sockenpaar weitergestrickt und e-books gelesen und die Hunde haben sich von der kleinen Reise erholt und fast den ganzen Tag über geschlafen.

Am Montag habe ich an einem neuen Konzertprogramm herumgedacht und einen ersten Entwurf ausgearbeitet. Es ist mir immer wichtig, dass meine Programmideen auf möglichst vielen Orgeln funktionieren können, egal, wie groß diese sind, und ich glaube, das wird mir auch diesmal gut gelingen. Falls eins Interesse hat, mich als Organistin mal einzuladen: gerne Kontakt aufnehmen!

Gestern stand Schreibtischarbeit im Fokus. Ich habe einen Team-Workshop zum Thema Zusammenarbeit und Kommunikation vorbereitet und freue mich sehr darauf, nächste Woche meinen Moderationskoffer zu packen und den Workshop durchzuführen. Auch da: wenn Bedarf an solchen Workshops (Präsenz oder auch online) besteht, einfach melden.

Und heute ist schon wieder Mittwoch, also Zeit für die Wochenschnipsel und außerdem wartet ein Beitrag für eine meiner anderen Seiten darauf, fertig geschrieben und veröffentlicht zu werden.

Wie immer also keine Langeweile. Wir lesen uns nächste Woche wieder 🙂

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Filed under Leadership, Leben mit Hund, Musik, Sammelsurium