Tag Archives: Chor

Wochenschnipsel 2634

Auch heute bin ich wieder ein wenig zerknautscht, weil der kleine alte Hund morgens um halb drei meinte, mich aufwecken zu müssen. Aber für den Rest der Nacht war er ruhig und schlief dann sehr lang. Die Futtersituation, von der ich letzte Woche berichtet habe, konnten wir tatsächlich lösen: es gibt jetzt eine kleine Menge Gemüsebrühe mit in den Napf und er frisst wie gewohnt. Manchmal möchte auch der wilde Hund etwas von der Gemüsebrühe haben, denn in Hundekreisen wird sehr auf Gleichbehandlung geachtet.

Das Chor-Speed-Dating letzte Woche war ein ziemlicher Erfolg. Gleich vier Frauen haben sich für den Frauenchor entschieden und eine singt nun auch in einem der gemischten Chöre. Das ist wunderbar!

Ebenfalls wunderbar war der Besuch meines Bruders mit Familie am Wochenende. Wir saßen lange zusammen im Garten und haben gegessen und geredet und es war wirklich schön. Glücklicherweise hatte es auch ein wenig abgekühlt – und gestern hat es sogar richtig geregnet, mehrere Stunden lang! Was war ich da froh!

Gefreut habe ich mich außerdem über eine E-Mail einer Komponistin, die ihren Namen auf meiner Website entdeckt hatte und sich ihrerseits darüber freute. Wie schön, auf diese Weise in Kontakt zu kommen.

All meine Geduldsfäden und musikalische Erfahrung habe ich am Montag bei einer Trauerfeier gebraucht. Das in der Trauerhalle zur Verfügung stehende Instrument, ein älteres Viscount Sakral-Keyboard, war an sich gar nicht sooo schlecht, aber völlig verdreckt und sitzt im leeren Gehäuse einer anderen elektrischen Orgel – ohne Notenpult! Ich hatte, weil man ja nie weiß, was einen in städtischen Trauerhallen so erwartet, in weiser Vorraussicht Stücke ausgesucht, die auch ohne Pedal spielbar sind und nicht allzu lang, aber die ungewohnte Perspektive auf die Noten machte das Ganze doch anstrengender als erwartet. Es war eine sehr kleine Trauerfeier mit nur einer Handvoll Anwesenden und ich hoffe, ich konnte zu einem würdevollen Ablauf beitragen trotz der Umstände.

Gestern war ich beim Vorbereitungstreffen der Helfenden für den CSD. Schon zum zweiten Mal findet eine Demo und anschließende Party in meinem Landkreis statt und ich engagiere mich da sehr gerne. Denn auch wenn sich schon viel getan hat in den letzten Jahren, haben Menschen immer noch zu sehr darunter zu leiden, wenn sie nicht in irgendwelche Schubladen (cis-hetero o.ä.) passen. Da möchte ich einfach ein Zeichen setzen und habe auch wieder ein Plakat an unser Hoftor gehängt. Werbung im Fediverse mache ich natürlich auch, und ich habe mich sehr gefreut, dass das Orga-Team dieses Jahr auch einen Mastodon-Account angelegt hat.

Zum Schluss der heutigen Wochenschnipsel noch eine lustige Beobachtung: ich wollte einer Bekannten zeigen, welche Sanduhren ich benutze und suchte im Shop, wo ich sie gekauft hatten, nach Sanduhren. Fand auch die, die ich habe und konnte ihr den Link schicken; in der Liste der Suchergebnisse fand ich aber auch: Handpuppen. Nun ja. Die beiden Worte teilen sich zumindest die Vokale in gleicher Reihenfolge. (Fun fact am Rande: mir gefallen die Handpuppen so gut, dass ich überlege, ihnen ein Zuhause zu geben, auch wenn ich sie eigentlich gar nicht brauche und schon eine ganze Kiste mit Handpuppen habe…)

Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Mal!

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Wochenschnipsel 2633

Die hessischen Sommerferien sind zu Ende und somit auch die chorproben-lose Zeit. Gestern hatten wir in meinem „Haupt“-Chor eine offene Chorprobe, vom Vorstand liebevoll „Chor Speed Dating“ genannt und es waren ein halbes Dutzend Interessierte gekommen, und natürlich alle anderen, die eh schon in den drei Erwachsenenchören singen. Ich hoffe, es hat den Neuen so viel Spaß gemacht wie mir. Zwei haben schon gesagt, dass sie wiederkommen wollen. Bin gespannt, für welche(n) der drei Chöre sie sich entscheiden.

Der kleine alte Hund hatte mal wieder eine sehr unruhige Nacht und musste nahezu stündlich betüddelt werden. Im Moment frisst er auch schlecht bzw. verweigert sein übliches Futter. Snacks nimmt er nach wie vor gerne. Aber ihn nur von Snacks ernähren? Wenn das nicht nur eine Phase ist, sondern länger andauert, muss ich mal mit dem Tierarzt reden, ob es mit einer einfachen Futterumstellung getan sein kann. Ich sage mir regelmäßig, dass ein Hund mit fast 17 Jahren „so“ sein darf, doch natürlich mache ich mir auch Gedanken, wie die nächste Zeit wird und wie wir alle miteinander damit zurechtkommen. So einen alten Hund hatte ich noch nie und kann nicht auf frühere Erfahrungen zurückgreifen.

Der wilde Hund war in letzter Zeit gar nicht oft wild, aber um mich daran zu erinnern, dass er’s noch kann, versuchte er gestern, einen Teenager auf einem elektrischen Roller zu jagen. Wobei ich das ein Stückweit verstanden habe, denn der kam auf einem Feldweg von hinten und machte sich nicht bemerkbar, und dass der wilde Hund dann versuchte, uns vor dem komischen Ding zu beschützen, kann ich dem Hund kaum krumm nehmen. Ausbruchsversuche aus dem Garten gab es hingegen schon seit Wochen nicht mehr. Falls sich das ändert, werde ich berichten.

Apropos berichten, eigentlich hätten die beiden Orgeldienste am Sonntag, die ich in den letzten Wochenschnipseln quasi als Vorschau kurz erwähnt hatte, ereignislos sein können. In beiden Kirchen hatte ich schon gespielt und kenne die Instrumente. Dann kam Samstagnacht noch eine Nachricht des Pfarrers, er würde gerne den Gottesdienst in der großen Kirche im Chorraum feiern und ich solle bitte auf der zweiten Orgel spielen – das Instrument kenne ich vom Sehen und habe es auch in einem Konzert schon gehört, aber noch nicht darauf gespielt. Also fuhr ich früher los als ich es sonst getan hätte, um einen Eindruck der Orgel zu bekommen. Ich kam an und stellte fest, dass der hauptamtliche Küster frei hatte und dass es eine Vertretung gab. Und dann begann der Spaß, denn der Orgelschlüssel war nicht auffindbar. „Der muss doch hier im Schrank sein.“ Nach langem Hin und Her wurde dann ein Zweitschlüssel ausfindig gemacht, aber so kurz vor Gottesdienstbeginn, dass ich die Klangproben auf das nötigste beschränken musste. Aber die Orgel machte viel Spaß und ich hätte gerne irgendwann mal richtig viel Zeit für sie, um sie besser kennen zu lernen. Der zweite Gottesdienst verlief ohne besondere Vorkommnisse, aber mit Applaus nach dem Schlussstück und einem Lob eines Gemeindemitglieds.

Die nächste Beerdigung steht auch schon im Kalender. Gut, dass ich mangels Projektarbeit im Moment zeitlich sehr flexibel bin und diese Aufträge annehmen kann. Wie stark die vermaledeite „generative KI“ meine Arbeitsfelder beeinflusst und auch die Projektanfragen, darüber will ich jetzt nicht schreiben (oder schimpfen), das mache ich bei Gelegenheit an anderer Stelle. Nur so viel sei gesagt: es ist anstrengend. Denn die Soße suppt nicht nur durch die Musik, sondern auch durch andere Bereiche, in denen ich arbeite, und manchmal frage ich mich schon, ob ich nicht einfach meine LKW-Fahrerlaubnis nehme und Laster fahren gehen sollte, denn bei allen Versuchen zum autonomen Fahren ist das ja noch etwas, wo Menschen gebraucht werden. Aber noch sind diese Motivationslöcher nicht so tief, dass ich darin sitzen bleiben müsste. Dennoch, ich mache mir so meine Gedanken.

Aber zurück zu schönen Dingen. Ich habe den „Ringeltaubenmantel“ von Maike Claußnitzer zu Ende gelesen und mir nun die mir noch fehlenden Bände mit Geschichten besorgt. Und den zweiten Band der „Gruftgeflüster“-Reihe von Diandra Linnemann habe ich auch gelesen. Die Geschichte war ganz schön gruselig! Aber toll geschrieben. Ich bin gespannt, wie mir der dritte Band gefallen wird.

Vor ein paar Tagen bekam ich im Fediverse die Empfehlung zu einem Online-Shop für Tinten- und Füller-Begeisterte mit dem schönen Namen Fountainfeder. Sehr „gefährlich“ fürs Sparschwein, denn dort gibt es tolle Sachen. Unter anderem so wunderbare Tintenfarben wie „Schietwetter“, „Nordlichter“ und „Grünkohl“ – das Set zum Ausprobieren musste ich mir direkt bestellen. Und Briefpapier. Die Zahl meiner Briefpartnerinnen hat sich über die Jahre zwar ein wenig reduziert, aber Briefpapier brauche ich immer. Wenn Du das liest und denkst, ach ja, so einen handgeschriebenen Brief hätte ich auch mal wieder gerne oder würde einen schreiben wollen, melde Dich (z.B. im Fediverse).

Soweit für heute. Die Post bringt hoffentlich ein Glas meiner hauptsächlich genutzten Tinte und anderen Schreibkram, und ich werde jetzt mal an einem Projekt weiterarbeiten, für das ich zwar noch keine Kundinnen hab, das mir aber Freude macht und das ist auch wichtig.

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Wochenschnipsel 2726

Bei der heutigen Überschrift musste ich kurz überlegen: 2627 oder 2726? Das Kalenderjahr ist schon wieder halb vorbei, gestern tauchten die ersten Memes mit dem „Dinner for One“ auf, das traditionell an Silvester im Fernsehen gezeigt wird, aber die freundlich-ironischen Hinweis darauf, dass in einem halben Jahr Weihnachten ist, waren in der Hitze der letzten Woche doch vergleichsweise spärlich.

Letzte Nacht zog eine Gewitterfront über uns hinweg, ich wachte um kurz vor drei von einem lauten Donner auf und es regnete stark. 16 Liter laut Regenmesser. Sehr nötig! Noch kann ich im Büro die Fenster offen haben, denn es hat ein wenig abgekühlt und ich fühle mich wieder wesentlich denkfähiger als letzte Woche.

Am Sonntag habe ich beim Sommerkonzert eines Gesangvereins Klavier gespielt. Es war nicht so unerträglich heiß wie befürchtet, und der Verein hatte sich große Mühe gegeben, mit Pavillons und Sonnenschirmen zumindest teilweise für Schatten zu sorgen und das Programm wurde gekürzt. Ich trug Sonnenhut und luftige Klamotten, aber schwarze Klaviertasten fassen sich irgendwann nicht mehr schön an, wenn sie länger in der Sonne sind. Im Fedi habe ich gewitzelt, ich würde nächstes Jahr nur noch C-Dur ohne Modulationen spielen, das heißt, nur die weißen Tasten benutzen.

Gestern habe ich das in den letzten Wochenschnipseln angekündigte Video mit meiner neuen Bassblockflöte gemacht. Die Untertitel nebst Übersetzung findet Ihr hier und wer direkt zum Video gehen möchte, kann hier klicken.

Zu meiner Mollenhauer Bassblockflöte gab es im Fedi einige positive Kommentare und interessierte Nachfragen, so dass ich überlege, diesem Instrument auch ein eigenes Video zu gönnen, auch wenn es nicht mehr „neu“ ist, sondern schon seit drei Jahren bei mir wohnt.

Aber jetzt warten erst einmal ein paar andere Themen auf mich, und wir lesen uns hier spätestens zu den nächsten Wochenschnipseln wieder!

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Wochenschnipsel 2626

In den heutigen Wochenschnipseln wird es, wie so oft, um Musik und um Hunde gehen, und auch um die aktuelle Sommerhitze. Zwar bin ich in der glücklichen Lage, dass sich unser altes Haus nicht stark aufheizt und dass wir unser Büro mit der Wärmepumpe auch kühlen können, so dass es recht erträglich ist, sich drinnen aufzuhalten, aber trotzdem merke ich auch, wie mein Hirn in den Sparmodus schaltet und wie schwer ich täglich in die Gänge komme. Ich hätte natürlich sehr gerne mehr Beratungs- und Trainingsaufträge (Wink mit dem Zaunpfahl!), aber dass ich meinem Hirn die Langsamkeit gönnen kann, weil ich eben im Moment wenig Schreibtischarbeit habe, finde ich schon angenehm.

Der kleine alte Hund geht jetzt, wo es so extrem heiß ist, nur noch zum Abendspaziergang mit. Morgens und nachmittags geht er kurz in den Garten, erledigt, was zu erledigen ist, und liegt dann entweder in seinem Korb oder auf der Kühlmatte, die er regelrecht zu genießen scheint. Was er auch liebt, ist, mit Wasser aus der Blumenspritze besprüht zu werden. Der wilde Hund kann Wasser nicht leiden, auch den Kühleffekt möchte er nicht haben. Er liegt lieber auf den Fliesen oder jetzt im Büro unter meinem Schreibtisch. Spazieren gehen findet er gut, doch am Nachmittag zeigt auch er deutlich, dass eine kleine Runde absolut ausreichend ist.

Gestern durfte ich außer der Reihe zwei Chorproben leiten, was sehr viel Spaß gemacht hat und am Sonntag hatte ich mal wieder eine Orgelvertretung, die kurzfristig angefragt worden war. Hinterher gab es Kaffee und Kekse im Schatten der Kirche und Gespräche über Kirchenmusik und die Entwicklung der Gemeinden.

Von meiner neuen Tenorblockflöte aus Olivenholz hatte ich kurz nach dem Kauf in den Wochenschnipseln berichtet. Die Einspielphase nähert sich dem Ende. Das Instrument zeigt immer deutlicher, dass es bereit ist, voll belastet zu werden und es ist so eine Freude, damit zu spielen. Bei einigen Tönen bin ich mit dem Klang noch nicht ganz zufrieden, aber das liegt an mir und nicht an der Flöte. Denn obwohl sie sich gut greift, muss ich noch üben, meine Finger wirklich exakt auf den Löchern zu platzieren, um saubere Töne zu bekommen. Auch dafür ist eine lange Einspielphase gut. Ich plane, demnächst ein Video aufzunehmen und das Instrument vorzustellen.

Mein neuer Sigo Bass ist ebenfalls ein sehr spannendes Instrument und wird ein Vorstellungsvideo bekommen.

Ich könnte jetzt sagen, dass meine Blockflötensammlung nunmehr komplett ist, aber falls es aus der Sigo-Reihe irgendwann noch einen Großbass geben sollte, könnte ich wohl schwach werden. Und ein Csakan wäre auch interessant und… (Ihr merkt schon, das mit dem „komplett“ wird echt schwierig!)

Danke fürs Lesen, und ich hoffe, Ihr habt kühle Plätze, wo Ihr Euch ein wenig von der Hitze erholen könnt.

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Filed under Leben mit Hund, Musik

Wochenschnipsel 2625

Eine musikalische Woche liegt hinter mir. Tägliches Einspielen der neuen Tenorblockflöte, Schrammeln auf der Ukulele, Konzertprogramm verfeinern, Orgel üben, Chor leiten, Gottesdienste begleiten (mit Orgel, Ukulele, Blockflöte und Stagepiano), im Chor singen… ja, und trotzdem habe ich auch noch ein weiteres Arbeitsfeld. Da ist es im Moment allerdings eher ruhig. Was der Musik zugute kommt, nicht jedoch dem Sparschwein.

Gestern war ich mutig und habe ein unperfektes Zine veröffentlicht, mit kleinen Reimen über Tiere und Gemüse. Mutig deshalb, weil meine innere Perfektionistin ziemlich laut sein kann und mir regelmäßig einredet, ich könne dieses oder jenes doch noch nicht aus der Schublade holen, was würden denn die Menschen denken. Das ist manchmal hilfreich, aber oft auch hinderlich. Die ersten Kommentare zum Zine waren positiv, und wer es nicht mochte, hat es mir bisher nicht gesagt.

Gerade habe ich Geburtstagspost geschrieben und habe tatsächlich mal keinen Stapel an Briefen auf dem Schreibtisch liegen, der beantwortet werden will. Da ein Großteil meiner Brieffreundinnen in England und Schottland lebt und die Post auf der Insel seit längerem massive Probleme hat und Briefe oft wochenlang nicht zustellt, ist meine Schreibfrequenz arg gesunken.

Sonst gibt es nicht viel zu berichten und einfach nur irgendwas schreiben, damit hier mehr steht, möchte ich nicht. Deshalb sage ich danke fürs Lesen und bis nächste Woche!

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Filed under Musik

Wochenschnipsel 2615

Dreimal hab ich den heutigen Beitrag angefangen und dreimal hat mir der Text nicht gefallen, aber dann dachte ich mir, komm, das muss jetzt nicht perfekt sein und deine Leser*innen dürfen ruhig merken, dass hier ein Mensch am Werk war und keine genAI – je mehr ich darüber lese und auch sehe, was andere mit diesen Tools anstellen, desto größer wird mein Störgefühl. Und das nicht nur, weil ich fest davon überzeugt bin, dass es gerade im Kreativbereich keine wirklichen Abkürzungen gibt, und dass schon der Weg so wertvoll ist, dass es sich lohnt, egal, was am Ende das Ergebnis ist. Oder dass es vielleicht gar kein Ergebnis gibt. Dieses Ausprobieren, Suchen, Entdecken, Verwerfen, das Üben und Zweifeln, und das wunderbare Gefühl, wieder ein Stück weitergekommen zu sein, all das möchte ich nicht missen und macht mich zu der Person, die ich bin.

Apropos ausprobieren, ich weiß nicht, ob Ihr Zines kennt. Das sind Minibücher oder Minimagazine, und wenn sie aus einem A4-Blatt gefaltet werden, gibt es sechs Seiten plus Vorder- und Rückseite und Ihr müsst keine Origami-Gurus sein, um sie zu basteln. Petra hat eine tolle (englischsprachige) Anleitung auf ihrer Seite (klick hier) und ihr könnt für kleines Geld (oder auch für einen größeren Betrag, ganz wie ihr wollt und könnt) ein wirklich schönes von ihr gestaltetes Zine bei Ko-Fi bekommen. Auf meinem Schreibtisch liegen gerade zwei frisch gefaltetete noch leere Zines und im Laufe der nächsten Wochen (oder Monate, je nachdem, wie ich ausgelastet bin) werde ich die ein oder andere Idee dazu umsetzen.

Ein langes Wochenende mit viel Kirchenmusik liegt hinter mir. Diesmal kamen zwar „nur“ Orgel, Stagepiano und Bassblockflöte zum Einsatz und das Akkordeon und die Ukulele blieben zuhause, aber gerade die Bassblockflöte machte sich ganz hervorragend und ich bekam dazu viele positive Kommentare. Am Ostermontag habe ich zum ersten Mal in der größten Kirche unserer neuen Großgemeinde gespielt. Der hauptamtliche Kollege, der mich dafür kurzfristig angefragt hatte, hatte mir gesagt, ich würde an der Orgel viel Spaß haben und er hatte nicht zu viel versprochen. Ich hatte in der Tat viel Spaß und nach dem Gottesdienst kamen zwei Menschen, die wissen wollten, was ich denn da als Nachspiel gespielt hätte, ob das Bach gewesen sei und das sei ja so toll gewesen. Es war nicht Bach, sondern Auguste Larriu (1840-1925); und als Vorspiel gab es, wie das bei mir so üblich ist, ein Stück einer Komponistin, den „Easter Triumph“ von Emma Louise Ashford. Mal sehen, ob ich irgendwann mal wieder Gelegenheit bekomme, dort zu spielen.

Das Akkordeon ist ja das Instrument des Jahres 2026 und morgen kommt mein neuer Akkordeonschüler zu seiner ersten Stunde. Darauf freue ich mich und er sich hoffentlich auch.

So, jetzt muss ich noch ein paar weitere Blätter falten und gestalten!

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Filed under Musik, Sammelsurium

Wochenschnipsel 2612

Heute morgen stiefelte der kleine alte Hund bei strahlendem Sonnenschein durch halb gefrorenes Gras und beschloss nach wenigen Minuten, nicht am großen Spaziergang teilnehmen zu wollen. Das ist inzwischen zur Routine geworden – und für mich ist es Routine, mittwochs meine Wochenschnipsel zu tippen und zu veröffentlichen.

Gestern habe ich über das aktuelle Buch von Karin Joachim gebloggt und abends drei Chorproben geleitet, weil der eigentliche Chorleiter im Urlaub ist. Auch vor dem Wochenende habe ich in einigen Gesangvereinen als Chorleiterin ausgeholfen, und nächste Woche ist er wieder da und das bringt mir wieder ein paar freie Abende. Wobei mir sicherlich nicht langweilig wird.

In meinem Postfach häufen sich die Anfragen für Orgelvertretungen, gerade zu Ostern und auch zu Pfingsten und ich muss ausbalancieren, wie stark mein Pflichtgefühl ist und mein Ruhebedürfnis.

Woraus ich im Moment eine Menge positiver Energie ziehe, sind einerseits die guten Reaktionen im virtuellen Raum auf meine Musik (sowohl Orgel als auch nicht-klassisches) und der Austausch mit anderen Musizierenden, und andererseits die Beschäftigung mit meinen Instrumenten – ich habe einige neue Werke für Klavier entdeckt, an denen ich mit großer Freude arbeite und ganz ohne Zeitdruck, weil keine Konzerte anstehen, bei denen ich sie spielen „muss“. Auch für die Blockflöten habe ich viele Ideen und spätestens am Gründonnerstag wird auch das Akkordeon wieder zum Einsatz kommen.

Und vielleicht gibt es bald auch wieder ein Video mit einem Lied und der Ukulele. 🙂

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Filed under Leben mit Hund, Musik

Wochenschnipsel 2611

Seit einigen Tagen lassen sich in unserer Straße interessante Beobachtungen machen. Es gibt eine Baustelle, Kanalsanierung, großes Loch in der Straße und Vollsperrung mit innerörtlicher Umleitung. Stündlich fahren Fahrzeuge (PKW, LKW) am Hinweisschild und der Teilabsperrung vorbei, um dann vor unserem Haus zum Stehen zu kommen und entweder umzudrehen (PKW) oder 200m rückwärts zu fahren (LKW) und ich frage mich jedes Mal, woran das liegt. Unachtsamkeit? Wurschtigkeit? Navi-hat-es-aber-doch-gesagt? Wird-schon-gehen-wo-soll-da-auch-eine-Sackgasse-sein? Natürlich gibt es zusätzlich auch diejenigen, die anstelle der offiziellen Umleitung den Feldweg hinter den Gärten nehmen – da muss ich beim Hundespaziergang echt aufpassen.

Heute wurde das Wasser abgestellt, aber ich habe rechtzeitig daran gedacht, eine genügend große Menge in Krügen und Kannen bereitzustellen. Und unsere Toiletten hängen an der Regenwasserzisterne.

Was gibt es sonst zu berichten? Letzten Sonntag, am internationalen Frauentag, hatte ich Orgeldienst und habe als Vorspiel und als Nachspiel Werke von Komponistinnen gespielt und auch ein neues Video hochgeladen – die Komponistin hat sich sehr darüber gefreut, denn ich habe damit wohl die Ersteinspielung ihres Stücks vorgenommen (und bin nun auch auf ihrem YouTube-Kanal). Besonders gefreut hat mich außerdem, dass ich es zeitlich geschafft habe, abends zu einem Konzert zu gehen. Gespielt und gesungen wurden Werke von Clara Schumann, Mel Bonis, Emilie Mayer, Amy Beach und Fanny Hensel. Das war wirklich schön.

Für ein neues Konzertprogramm habe ich in den letzten Tagen auch wieder viel mit meinen Blockflöten gearbeitet und finde es immer wieder faszinierend, wie gut der kleine alte Hund im Flur schlafen kann, wenn ich übe – selbst die hohe Sopranino stört ihn nicht.

Letzte Woche durfte ich mit der Einmal-im-Jahr-Band wieder den Gottesdienst zum Weltgebetstag begleiten und das hat wieder viel Spaß gemacht. Wir spielen in dieser Besetzung tatsächlich immer nur zu diesem Gottesdienst, deshalb Einmal-im-Jahr-Band, und verstehen uns so gut, dass uns eine halbe Stunde Probe tatsächlich reicht. Dass einige von uns Profimusiker*innen sind, hilft wohl auch. 😉

Mit Urlaubsvertretung für einen befreundeten Dirigenten und Chorleiter und meinem Vorstandsamt im Arbeitskreis Frau & Musik und den vielen kleinen täglichen Aktivitäten, musikalisch und anderweitig, wird es mir im Moment nicht langweilig, aber ich freue mich trotzdem darauf, wenn es zwischendurch auch mal wieder Abende ohne Termine gibt und ich einfach nur mit dem Strickzeug auf meinem Lieblingssessel sitzen kann. Bald 🙂

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Filed under Leben mit Hund, Musik

Wochenschnipsel 2551

Ich bin vom Konzertsonntag immer noch müde. Freitagabend Probe, Samstagabend Probe, Sonntag ab mittags Generalproben und dann das Konzert, aber es war soooo schön! Die Chorsängerinnen und -sänger haben ihre Sache sehr gut gemacht, das Orchester war prima und die viele zusätzliche Arbeit, die ich in die Vorbereitungen gesteckt habe, da ich ja kurzfristig als Organistin eingesprungen bin, hat sich gelohnt. Aber… ich bin müde.

Deshalb gibt es heute nur einen kurzen Beitrag und da nächsten Mittwoch schon Heiligabend ist, werde ich da vielleicht auch nicht so viel schreiben. Wir werden sehen.

Danke fürs Vorbeischauen hier im Blog und bis bald!

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Wochenschnipsel 2550

Bevor es in den heutigen Wochenschnipseln nur um Hunde geht, ein kleiner Überblick über das, was musikalisch los ist. Am letzten Sonntag fand ein von einem Frauenteam gestalteter Gottesdienst statt, traditionell immer am zweiten Advent, mit anschließendem Suppenbüffet. Sehr schön fand ich diesmal, dass in den Texten und Gebeten mehrfach die Rede davon war, dass alle dazugehören, egal, wie sie aussehen und wen sie lieben. Ein starkes Signal, und sehr nötig! Die Suppen waren ebenfalls lecker und dass meine älteste Freundin zu Besuch war, krönte ein schönes Wochenende.

Und dann kam am Montag zu aller Arbeit, die im Moment auf meinem Tisch liegt, noch ein zusätzlicher Job. Weil fürs Konzert am dritten Advent ein krankheitsbedingter Ausfall zu verzeichnen ist, habe ich die großartige Aufgabe, von zwei großen Chorwerken (mit Orchester und Solostimmen) den Orgelpart zu lernen, um beim Konzert die Orgel zu spielen. Natürlich darf ich auch wie geplant noch das Mezzosopran-Solo singen.

Aber eigentlich wollte ich in den heutigen Wochenschnipseln hauptsächlich über unsere Vierbeiner sprechen. Ich bin mit Hunden aufgewachsen. Der erste Hund kam ins Haus, da war ich zwei Jahre alt. Wenn ich den Erzählungen meiner Eltern glaube, dann wollte ich wohl erst eine Katze, aber als dann der Welpe kam und mich erst einmal zu Boden warf und wir dann beide auf der Erde herumrollten, war es um mich geschehen und wir liebten uns von diesem Moment an. Später, in meiner Zeit in London, wurde ich von einer Katze adoptiert, aber das ist eine andere Geschichte.

Meine Eltern hatten immer Hunde. Meist zwei, manchmal auch drei. Und ich konnte aus beruflichen und anderen Gründen keinen haben.

Dann kam das Jahr 2018, in dem ein wilder Hund bei meinen Eltern einzog. Ein kleiner Sturkopf war bereits da, eine Mischung aus Dackel und Schnauzer, wobei meine Mutter den Dackelanteil stets verneinte; und dazu kam dann eine Mischung aus Terrier und Husky (?). Ganz sicher ist das mit dem Husky zwar nicht, doch es deutet einiges darauf hin.

Und einige Monate später erfuhr ich dann ganz beiläufig, dass meine Mutter dem Tierschutzverein, von dem der wilde Hund kam, erzählt hatte, dass ich den Hund übernehmen würde, wenn meine Eltern einmal nicht mehr könnten. Vorher fragen hätte sie natürlich können, aber vermutlich wusste sie, dass ich sowieso ja gesagt hätte.

Meine Mutter starb und mein Vater kümmerte sich um beide Hunde. Gesundheitlich wurde es für ihn schwierig und so fassten wir ziemlich genau vor drei Jahren den Entschluss, dass der wilde Hund für eine Weile zu mir kommen sollte, um meinen Vater zu entlasten. Der kleine alte Sturkopf würde bei ihm bleiben.

Wie das Leben so spielt, blieb es nicht beim Kurzaufenthalt des wilden Hunds und nach dem Tod meines Vaters zog auch der kleine alte Hund mit ein.

Ich hatte also „endlich“ Hunde und glücklicherweise auch die Möglichkeit, mich ausreichend mit ihnen zu beschäftigen. Die erste Zeit war für uns alle eine große Herausforderung. Wir hatten im Dorf schon sehr bald einen schlechten Ruf, weil die beiden jedes Tier anpöbelten, das uns begegnete. Auch untereinander mussten so manche Kämpfe ausgefochten werden und der kleine alte Hund trauerte viele Monate um sein altes Zuhause und seine Menschen. Manchmal dachte ich, ich schaffe das nicht, wenn nach kleinen Fortschritten plötzlich wieder eine Situation kam, in der „nichts“ zu funktionieren schien. Aber da ich auch ziemlich stur bin und vor allem einen sehr langen Geduldsfaden habe, blieb ich dran (und wurde von meinem Mann wunderbar unterstützt und werde es immer noch) und das lohnte sich.

Inzwischen sind wir ein tolles Team geworden. Es gibt noch ein paar Hunde, die angepöbelt werden und die ihrerseits auch gerne Streit suchen, aber was anfangs die Regel war, ist jetzt die Ausnahme. Selbst der kleine alte Hund lernte noch etwas dazu und der wilde Hund hat eine unglaubliche Entwicklung gemacht. Nutzte er anfangs noch jede Gelegenheit, aus dem Garten zu verschwinden, kann er jetzt sogar ohne Leine mit mir vom Haus ins Nebengebäude laufen, wo unser Büro ist, und kommt im Garten auf Pfiff oder Ruf zurück. Klar, einiges steckt immer noch in ihm und sein sehr starker Jagdtrieb macht es unmöglich, ihn draußen frei laufen zu lassen, aber damit können wir umgehen.

Ich bin jedenfalls sehr stolz auf unsere Hunde, was sie alles geschafft haben und freue mich jeden Tag, dass sie da sind. Nicht ohne ab und zu einen Kloß im Hals zu haben, weil die Umstände, durch die sie zu uns kamen, traurig waren, doch die guten Gefühle überwiegen.

Falls du, lieber bloglesender Mensch, in einer ähnlichen Lage bist: ja, „gebrauchte“ Hunde können anstrengend sein und es kann dauern, bis etwas klappt, aber ich kann nur dazu ermuntern, auf keinen Fall aufzugeben. Eines Tages wirst du Erfolge sehen und dich dann hoffentlich so freuen können wie wir es tun.

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Filed under Leben mit Hund, Musik