Tag Archives: Blockflöte

Wochenschnipsel 2623

Ob es eine neue Tradition wird, dass die Wochenschnipsel erst am Nachmittag kommen? Auch heute war ich am Vormittag unterwegs und schreibe deshalb erst jetzt.

Letzte Woche schrieb ich von meinem neuen Sigo-Bass (eine F-Bass-Blockflöte aus Resona, aus dem 3D Drucker). Zu einem Video kam ich noch nicht. Das schaffe ich vielleicht nächste Woche. Oder die Woche drauf. Wann auch immer es soweit ist: ich werde berichten.

Gerade habe ich mir einen Schwung e-books bestellt. Vor einer Weile hatte ich den ersten Band der „Miss Murray„-Reihe von Amalia Zeichnerin gelesen und mich glatt verliebt. Also, rein literatisch-platonisch natürlich! Und jetzt möchte ich auch alle weiteren Bände lesen und wenn ich damit durch bin, könnte es wieder einen neuen Beitrag „aus meinem Bücherschrank“ geben.

Es gibt Bücher, zu denen ich immer wieder gerne zurück komme. Als Bettlektüre habe ich im Moment „Murder at the vicarage“ (Mord im Pfarrhaus) von Agatha Christie, das ist Miss Marples erster Fall. Neben Agatha Christie gehören auch die Lord Peter Wimsey Krimis von Dorothy L. Sayers zu den Büchern, die ich auch ein fünftes, sechstes oder siebtes Mal lesen kann, ohne mich zu langweilen.

Am Donnerstag habe ich ein ganz wunderbares Konzert mit Werken von Vivienne Olive gehört – sie konnte aus gesundheitlichen Gründen selbst nicht anwesend sein, war aber per Videokonferenz zugeschaltet und hat einiges zu ihren Stücken erzählt. Es war einfach großartig und wenn echte Menschen im Beisein von echten Menschen singen und musizieren, dann hat das eine ganz besondere Kraft und ist durch nichts zu ersetzen. Und keinesfalls durch irgendwelche LLM-Tools, im Volksmund gerne „KI“ genannt. Ich habe in meinem Arbeitsalltag noch keine Aufgabe gefunden, für die ich tatsächlich ein solches Tool brauchen würde und ich finde es nach wie vor befremdlich, wie viele Menschen glauben, selbst ja nicht kreativ zu sein und deshalb Lieder oder Texte mit einem Tool „schreiben“ zu müssen. Schreiben in Anführungszeichen, denn wie sagte Fil Henley (bei YouTube mit den Kanälen „Wings of Pegasus“ und „Authentic Vocal“ zu finden) in einem seiner Videos so schön: „Wie kann es Dein Song sein, wenn Du, bevor Du es gehört hast, nicht einmal weiß, ob es mit einem Gitarrensolo oder mit Keyboardklängen anfängt?“. Denn so geht es, wenn eine App den Song „schreibt“ – was aus den Prompts gemacht wird, ist jedes Mal so lange unklar, bis das Ergebnis zu hören ist. Musik zu komponieren und Lieder zu schreiben funktioniert anders. Und der Weg von „meeeh, das gefällt mir noch überhaupt nicht“ zu „hey, cool, ich glaub, das ist gut, das lass ich jetzt so“ gehört auf jeden Fall dazu!

Und am Sonntag war ein festlicher Gottesdienst zur Verabschiedung unserer Pfarrerin in den Ruhestand. Wer danach kommt, und wann, ist noch nicht klar. Eine Zwischenphase beginnt.

Mein nächster Orgeldienst ist erst Mitte Juni, d.h. ich habe einen freien Sonntag vor mir, und morgen ist Feiertag, der vor allem für die katholischen Geschwister wichtig ist, und wir lesen uns nächste Woche wieder!

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Wochenschnipsel 2622

Es ist bereits Nachmittag, spät für meine Wochenschnipsel, die ich ja sonst immer schon am Mittwochvormittag schreibe. Aber ich verbrachte den Morgen und den Vormittag bei „meinen“ Orgeln. Die jährliche Wartung und Stimmung stand an. Und da „Frau Bernhard“ einen Riss im Balg hatte, der so groß war, dass er geflickt werden musste, verbrachten wir mehr Zeit an dieser Orgel als ursprünglich geplant. Und dann war ja auch noch die „Kellerin“ dran, aber da es dort nur ein Manual gibt und keine Mixtur, ging das dann vergleichsweise schnell.

Meine neue Tenorblockflöte macht sehr viel Freude. Ich bin ja noch in der Einspielphase, aber sie reagiert sehr gut und ich bin ausgesprochen zufrieden. Über mein neues Gemshorn habe ich ein Video gemacht – der Link dazu ist im entsprechenden Blogbeitrag mit den Untertiteln.

Und dann kam letzte Woche auch noch, ein wenig unerwartet, meine im Dezember bestellte Bassblockflöte aus der Sigo-Reihe von Kunath an und mit diesem Instrument muss ich natürlich auch ein Video machen, aber das schaffe ich frühestens nächste Woche.

Ich war zu einem Kurzbesuch in Frankfurt im Archiv Frau & Musik und werde in nächster Zeit öfter mal dort sein, zu verschiedenen Konzerten, Meetings und Workshops.

Das Pfingstwochenende war auch wieder musikalisch, wie könnte es anders sein. Am Pfingstsonntag bekam ich nach dem Schlussstück (ein Voluntary von Kate Loder) reichlich Applaus und auch wenn das nicht unbedingt zu einem Gottesdienst dazugehört, hat es mich doch gefreut.

Am Pfingstmontag war Familiengottesdienst und die kleine Kirche war sehr gut besucht. Wir hatten vier Lieder im Plan und ich habe jedes Lied mit einem anderen Instrument begleitet: mit der Orgel, mit dem Stagepiano, mit dem Akkordeon und mit der Ukulele. Auch das kam gut an und hat viel Spaß gemacht.

Soweit die heutigen Wochenschnipsel – wieder einmal „nur“ mit Musik, aber mir gefällt das eigentlich ganz gut 😉

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Wochenschnipsel 2621

Die heutigen Wochenschnipsel drehen sich (mal wieder) hauptsächlich um Musik.

Am Himmelfahrtstag durfte ich einen Freiluftgottesdienst mit E-Piano (ein altes leicht schrappeliges Roland) und mit meinem Akkordeon begleiten und das hat viel Spaß gemacht.

Am Freitag brach ich dann zu einer Mini-Reise auf, ganz allein, ohne weitere Menschen oder Hunde. Mein erstes Etappenziel war Bad Kissingen, wo die internationalen Blockflötenfesttage stattfanden. Ich wollte „nur“ zur Instrumentenausstellung und nicht am Festival oder an Workshops teilnehmen (wobei manche Konzerte wirklich spannend gewesen wären). Das „nur“ muss ich in Anführungszeichen schreiben, denn die Ausstellung ist für das Sparschwein sehr gefährlich. Ich hatte mir im Vorfeld genau überlegt, was ich, wenn überhaupt, kaufen wollen würde und kann stolz berichten, dass ich mich auch an meinen Plan gehalten habe und „nur“ mit zwei neuen Instrumenten nach Hause fuhr.

Ich besitze mehrere Tenorblockflöten. Meine erste war das günstige Kunststoff-Modell von Thomann, gekauft, um zu gucken, ob ich mit der Größe überhaupt klarkomme. Meine zweite ist ein Knick-Kopf-Modell von Mollenhauer aus Birnbaum, die ich von meiner Familie geschenkt bekam. Diese Flöte nutze ich vor allem als Solo-Instrument, da sie mit deutscher Griffweise bei manchen Tönen schwer zu intonieren ist, aber ich mag den Klang sehr und würde sie nicht hergeben wollen, auch wenn die deutsche Griffweise unter Profis keinen guten Ruf hat. Dann kam noch eine Aulos Robin aus Kunststoff hinzu, die im Gegensatz zur Thomann keine Klappen hat und vom Lochabstand auch recht bequem zu greifen ist. Und dann letztes Jahr ein Sigo Tenor – eine Tenorblockflöte in besonderer Bauweise, die sich wie eine Altflöte greift.

Also, eigentlich ausreichend Tenöre? Nun ja. Eine Tenorblockflöte aus Holz mit barocker Griffweise war noch auf der Wunschliste. Vor gut drei Jahren kam eine Sopranino aus Olivenholz in meine Sammlung, vom Blockflötenbauer Hammann/Kobliczek und das ist ein so tolles Instrument, dass ich die Gelegenheit in Bad Kissingen nutzte, um mir die Tenöre aus der „Studium“-Modellreihe von Hammann anzuschauen. Ich wurde hervorragend beraten und schwankte dann sehr zwischen einer Flöte aus Pflaumenholz und einer aus Olivenholz. Entschied mich dann für die Olive und bin jetzt dabei, sie langsam einzuspielen. Witzigerweise wurde sie, wie die Markierung am Kopfstück zeigt, vom selben Blockflötenbauer (aus dem Hammann-Team) gebaut wie die Sopranino. Sobald sie fertig eingespielt ist, stelle ich sie in einem Video vor.

Das zweite Instrument, das mich fand, ist ein Gemshorn in Tenor-Lage. Das ist ein Instrument, das ich eigentlich nicht „brauche“, aber das ich, ebenso wie meine Teleskopflöten oder die Sopilka, einfach interessant finde und für das ich sicher Verwendungsmöglichkeiten finde.

Gemshörner sind gedeckte Flöten und mit Gefäßflöten wie Okarinas verwandt. Sie werden aus Tierhorn (Rind oder andere Hornträger) hergestellt. Im Fediverse schrieb ich dazu

Ja, ich bin mir dessen bewusst, dass das Tier, dem das Horn einmal gehörte, noch leben könnte, wenn es nicht geschlachtet worden wäre; wäre es wegen des Horns geschlachtet worden, würde ich damit keine Musik machen wollen. Die Hörner sind (leider) Abfall und in der Musik steckt neues Leben.

Der Klang ist weich und eine Mischung aus einer tiefen Blockflöte und einer Okarina. Auch mit diesem Instrument werde ich ein Video machen, wenn auch nicht mehr heute, denn heute Nachmittag steht eine längere Übe-Session an der Orgel auf dem Plan.

Nach meinem erfolgreichen Besuch in Bad Kissingen fuhr ich weiter zu meinem nächsten Etappenziel, einem Dorf am Fuß des Schwanbergs. Dort verbrachte ich die Nacht in einem netten Hotel und am nächsten Morgen besuchte ich einen wichtigen Baum und machte eine kleine Wanderung auf dem Berg. Mittags konnte ich am Stundengebet der Schwestern des dortigen Klosters teilnehmen, was sehr schön war und danach ging es nach Nürnberg, meinem letzten Ziel der Mini-Reise, zu meiner ältesten Schulfreundin.

Und am Sonntagabend war ich dann wieder zuhause.

Musikalisch ging es auch am Montag weiter, denn es waren neue Noten in der Post und ich arbeite außerdem an Ideen für eine Beteiligung an einem Porträtkonzert für eine zeitgenössische Komponistin. Mehr kann/darf ich dazu aber im Moment noch nicht sagen.

Gestern war Schreibtischtag und abends Chorprobe, und nächste Woche gibt es neue Wochenschnipsel.

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Wochenschnipsel 2620

Ich bin müde. Ob das an der kurzen Nacht liegt oder am Wetterumschwung oder an etwas ganz anderem, ich weiß es nicht. Eigentlich wollte ich heute ja längere Wochenschnipsel schreiben, nachdem die von letzter Woche vergleichsweise kurz waren. Aber ich hab nicht mal einen neuen Bücherschrank-Beitrag, zu dem ich verlinken könnte.

Nun ja. Am Sonntag war mal wieder Orgelvertretung und ich hatte auch die Ukulele dabei und das kam sehr gut an und nach meinem Schlussstück bekam ich Applaus und das ist immer schön, auch wenn es mir bei Gottesdiensten darauf nicht wirklich ankommt.

Ich stricke gerade Socken mit einem Muster, das mir mal in meine Fediverse-Timeline gespült worden war und da das Garn neu ist (eine Bambus-Mischung) und ich dieses Muster noch nie gestrickt hatte, musste ich sehr oft am Fuß messen, um den ersten Socken passend hinzukriegen. Es ist mir aber gelungen und der zweite sollte wesentlich schneller fertig werden. Ich habe nämlich aufgeschrieben, was ich gestrickt habe.

Gestern kamen einige neue Noten an, für Blockflöte solo, für Blockflöte mit Klavier und für Klarinette und Klavier – nein, ich spiele nicht Klarinette und werde damit auch nicht beginnen, aber eine Mitarbeiterin im Archiv ist eine sehr gute Klarinettistin und vielleicht spielen wir mal etwas zusammen. Natürlich von einer Komponistin. Oder von mehreren 🙂 Auf die bestellten Noten für Klavier vierhändig warte ich noch.

Außerdem habe ich einige eigene Kompositionen für Soloinstrumente fertig gestellt und bin dabei, mir ein Budget zu setzen für einen geplanten Besuch bei einer Instrumentenmesse. Denn bekanntermaßen „brauche“ ich ja schon seit Jahren keine zusätzlichen Instrumente mehr. *hüstel*

Danke fürs Lesen!

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Filed under Musik

Wochenschnipsel 2615

Dreimal hab ich den heutigen Beitrag angefangen und dreimal hat mir der Text nicht gefallen, aber dann dachte ich mir, komm, das muss jetzt nicht perfekt sein und deine Leser*innen dürfen ruhig merken, dass hier ein Mensch am Werk war und keine genAI – je mehr ich darüber lese und auch sehe, was andere mit diesen Tools anstellen, desto größer wird mein Störgefühl. Und das nicht nur, weil ich fest davon überzeugt bin, dass es gerade im Kreativbereich keine wirklichen Abkürzungen gibt, und dass schon der Weg so wertvoll ist, dass es sich lohnt, egal, was am Ende das Ergebnis ist. Oder dass es vielleicht gar kein Ergebnis gibt. Dieses Ausprobieren, Suchen, Entdecken, Verwerfen, das Üben und Zweifeln, und das wunderbare Gefühl, wieder ein Stück weitergekommen zu sein, all das möchte ich nicht missen und macht mich zu der Person, die ich bin.

Apropos ausprobieren, ich weiß nicht, ob Ihr Zines kennt. Das sind Minibücher oder Minimagazine, und wenn sie aus einem A4-Blatt gefaltet werden, gibt es sechs Seiten plus Vorder- und Rückseite und Ihr müsst keine Origami-Gurus sein, um sie zu basteln. Petra hat eine tolle (englischsprachige) Anleitung auf ihrer Seite (klick hier) und ihr könnt für kleines Geld (oder auch für einen größeren Betrag, ganz wie ihr wollt und könnt) ein wirklich schönes von ihr gestaltetes Zine bei Ko-Fi bekommen. Auf meinem Schreibtisch liegen gerade zwei frisch gefaltetete noch leere Zines und im Laufe der nächsten Wochen (oder Monate, je nachdem, wie ich ausgelastet bin) werde ich die ein oder andere Idee dazu umsetzen.

Ein langes Wochenende mit viel Kirchenmusik liegt hinter mir. Diesmal kamen zwar „nur“ Orgel, Stagepiano und Bassblockflöte zum Einsatz und das Akkordeon und die Ukulele blieben zuhause, aber gerade die Bassblockflöte machte sich ganz hervorragend und ich bekam dazu viele positive Kommentare. Am Ostermontag habe ich zum ersten Mal in der größten Kirche unserer neuen Großgemeinde gespielt. Der hauptamtliche Kollege, der mich dafür kurzfristig angefragt hatte, hatte mir gesagt, ich würde an der Orgel viel Spaß haben und er hatte nicht zu viel versprochen. Ich hatte in der Tat viel Spaß und nach dem Gottesdienst kamen zwei Menschen, die wissen wollten, was ich denn da als Nachspiel gespielt hätte, ob das Bach gewesen sei und das sei ja so toll gewesen. Es war nicht Bach, sondern Auguste Larriu (1840-1925); und als Vorspiel gab es, wie das bei mir so üblich ist, ein Stück einer Komponistin, den „Easter Triumph“ von Emma Louise Ashford. Mal sehen, ob ich irgendwann mal wieder Gelegenheit bekomme, dort zu spielen.

Das Akkordeon ist ja das Instrument des Jahres 2026 und morgen kommt mein neuer Akkordeonschüler zu seiner ersten Stunde. Darauf freue ich mich und er sich hoffentlich auch.

So, jetzt muss ich noch ein paar weitere Blätter falten und gestalten!

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Filed under Musik, Sammelsurium

Wochenschnipsel 2612

Heute morgen stiefelte der kleine alte Hund bei strahlendem Sonnenschein durch halb gefrorenes Gras und beschloss nach wenigen Minuten, nicht am großen Spaziergang teilnehmen zu wollen. Das ist inzwischen zur Routine geworden – und für mich ist es Routine, mittwochs meine Wochenschnipsel zu tippen und zu veröffentlichen.

Gestern habe ich über das aktuelle Buch von Karin Joachim gebloggt und abends drei Chorproben geleitet, weil der eigentliche Chorleiter im Urlaub ist. Auch vor dem Wochenende habe ich in einigen Gesangvereinen als Chorleiterin ausgeholfen, und nächste Woche ist er wieder da und das bringt mir wieder ein paar freie Abende. Wobei mir sicherlich nicht langweilig wird.

In meinem Postfach häufen sich die Anfragen für Orgelvertretungen, gerade zu Ostern und auch zu Pfingsten und ich muss ausbalancieren, wie stark mein Pflichtgefühl ist und mein Ruhebedürfnis.

Woraus ich im Moment eine Menge positiver Energie ziehe, sind einerseits die guten Reaktionen im virtuellen Raum auf meine Musik (sowohl Orgel als auch nicht-klassisches) und der Austausch mit anderen Musizierenden, und andererseits die Beschäftigung mit meinen Instrumenten – ich habe einige neue Werke für Klavier entdeckt, an denen ich mit großer Freude arbeite und ganz ohne Zeitdruck, weil keine Konzerte anstehen, bei denen ich sie spielen „muss“. Auch für die Blockflöten habe ich viele Ideen und spätestens am Gründonnerstag wird auch das Akkordeon wieder zum Einsatz kommen.

Und vielleicht gibt es bald auch wieder ein Video mit einem Lied und der Ukulele. 🙂

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Wochenschnipsel 2611

Seit einigen Tagen lassen sich in unserer Straße interessante Beobachtungen machen. Es gibt eine Baustelle, Kanalsanierung, großes Loch in der Straße und Vollsperrung mit innerörtlicher Umleitung. Stündlich fahren Fahrzeuge (PKW, LKW) am Hinweisschild und der Teilabsperrung vorbei, um dann vor unserem Haus zum Stehen zu kommen und entweder umzudrehen (PKW) oder 200m rückwärts zu fahren (LKW) und ich frage mich jedes Mal, woran das liegt. Unachtsamkeit? Wurschtigkeit? Navi-hat-es-aber-doch-gesagt? Wird-schon-gehen-wo-soll-da-auch-eine-Sackgasse-sein? Natürlich gibt es zusätzlich auch diejenigen, die anstelle der offiziellen Umleitung den Feldweg hinter den Gärten nehmen – da muss ich beim Hundespaziergang echt aufpassen.

Heute wurde das Wasser abgestellt, aber ich habe rechtzeitig daran gedacht, eine genügend große Menge in Krügen und Kannen bereitzustellen. Und unsere Toiletten hängen an der Regenwasserzisterne.

Was gibt es sonst zu berichten? Letzten Sonntag, am internationalen Frauentag, hatte ich Orgeldienst und habe als Vorspiel und als Nachspiel Werke von Komponistinnen gespielt und auch ein neues Video hochgeladen – die Komponistin hat sich sehr darüber gefreut, denn ich habe damit wohl die Ersteinspielung ihres Stücks vorgenommen (und bin nun auch auf ihrem YouTube-Kanal). Besonders gefreut hat mich außerdem, dass ich es zeitlich geschafft habe, abends zu einem Konzert zu gehen. Gespielt und gesungen wurden Werke von Clara Schumann, Mel Bonis, Emilie Mayer, Amy Beach und Fanny Hensel. Das war wirklich schön.

Für ein neues Konzertprogramm habe ich in den letzten Tagen auch wieder viel mit meinen Blockflöten gearbeitet und finde es immer wieder faszinierend, wie gut der kleine alte Hund im Flur schlafen kann, wenn ich übe – selbst die hohe Sopranino stört ihn nicht.

Letzte Woche durfte ich mit der Einmal-im-Jahr-Band wieder den Gottesdienst zum Weltgebetstag begleiten und das hat wieder viel Spaß gemacht. Wir spielen in dieser Besetzung tatsächlich immer nur zu diesem Gottesdienst, deshalb Einmal-im-Jahr-Band, und verstehen uns so gut, dass uns eine halbe Stunde Probe tatsächlich reicht. Dass einige von uns Profimusiker*innen sind, hilft wohl auch. 😉

Mit Urlaubsvertretung für einen befreundeten Dirigenten und Chorleiter und meinem Vorstandsamt im Arbeitskreis Frau & Musik und den vielen kleinen täglichen Aktivitäten, musikalisch und anderweitig, wird es mir im Moment nicht langweilig, aber ich freue mich trotzdem darauf, wenn es zwischendurch auch mal wieder Abende ohne Termine gibt und ich einfach nur mit dem Strickzeug auf meinem Lieblingssessel sitzen kann. Bald 🙂

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Filed under Leben mit Hund, Musik

Wochenschnipsel 2544

Heute ist der zweite Tag in Folge, an dem der kleine alte Hund beschlossen hat, nicht am Morgenspaziergang teilzunehmen. Ich lasse die Hunde bis zum Gartentor immer frei laufen und nehme sie an die Leine, wenn wir das Grundstück verlassen. Der wilde Hund nimmt das stets zum Anlass, wie ein geölter Blitz durch den Garten zu rennen, die Spatzen aufzuscheuchen und die Krähen zu verbellen. Der kleine alte Hund zeigt deutlich, wenn er nicht mitkommen möchte, indem er kurz ein Geschäft erledigt und dann zielstrebig zum Haus zurückläuft. Mit 16 Jahren darf ein Hund morgens auch mal keine Lust haben. Der wilde Hund scheint es indes zu genießen, eine lange Runde in seinem Tempo laufen zu können.

Das Wochenende war (wie so oft) musikalisch. Am Freitag haben wir eine ökumenische Friedensandacht gefeiert und ich spielte Orgel, Stagepiano, Ukulele, Altblockflöte und Bassblockflöte. Auf der Bassflöte habe ich eines meiner eigenen Stücke gespielt und dazu gab es hinterher viele positive Kommentare. Und am schönsten war: „Die geknickte Oboe, die du gespielt hast, hat mir am besten gefallen. Oder war das gar keine Oboe? Was war das denn?“ – da habe ich natürlich gerne erklärt, was das eigentlich war.

Am Sonntag dann Orgeldienst, alles wie immer; mit einem Werk einer Komponistin als Ausgangsstück.

Am Montag habe ich ein neues Klavierstück geschrieben, das ich heute bei einer Lesung spielen werde. Bin gespannt, wie das beim Publikum ankommt.

Apropos neu, ein Flötenvideo gibt es auch: ich stelle meine tiefen Whistles vor.

Ebenfalls neu bin ich seit ein paar Tagen in einer internationalen Chatgruppe, als einzige Musikerin, die nicht hauptsächlich elektronisch arbeitet, aber ich liebe es, Impulse zu bekommen und mich über den klassischen Tellerrand hinweg auszutauschen. Und dass das Ganze in Delta Chat läuft, ist umso schöner.

Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Mal!

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Video subtitles „Low Ds“ – Untertitel zum Flötenvideo

Here are the subtitles for the video „Low Ds come in threes.“ (Hier klicken für die Übersetzung)

Hello!

Low Ds come in threes, and this is one of them.

A tuneable low D by James Dominic.

[Playing „The Arran Boat Song“]

Coming from the recorder and playing a lot on tenor and also bass recorder, first I thought, oh, low D, that’s rather easy to play, well, to be honest – it’s not.

But I love the sound and so, when James Dominic announced that they have made a new design for low D, I was really curious. Because they said, and I can relate to that, that some people find to play on low Ds a bit uncomfortable because it’s such a large and long instrument.

And it’s the same, or, not really the same, but it’s a bit like with tenor recorders, too. Some people find the long tenors not too easy to play. And bent heads bring the instrument closer to the body, so for some people this is more comfortable.

Now, low D and bent head?

Well, yes. James Dominic, they got you covered.

Because their new design is this one. Low D, number two in my collection. They call it the „sax whistle“ and it has a bent head.

So, just to bring them both together, that’s what they look like.

And here is the sound.

[Playing „The Water of Tyne“]

Low Ds come in threes, that’s the title of this video and before I’m showing you number three, first I need to step back and show you this instrument here.

It is a high D telescopic flute or whistle made by Mauri in Finland and to play it you have to take the cap off. And there we go.

For comparison I brought a high D whistle as well and this is the high D 3D printed telescopic whistle, flute.

[Playing „The High Road to Linton“]

Now. The whistle family has the high D and the low D.

And the telescopic family now has a low D as well.

Here it is!

Look at it, is is quite big. Now, this one fits in your trouser pockets. For this one, you need really, really large trouser pockets. But it’s still, when it’s folded up, it’s still quite small.

Now. Let’s have a look.

Here it is!

Rainbow.

Isn’t it a beauty?

Now, it has six holes here on the front. But it also has a thumbhole on the back, just like the recorder does. So, it’s mix between a whistle and a recorder.

And I can put my left hand just like I normally would.

For my right hand, you can see where my ring finger goes – there is no hole here so the deepest [I mean lowest!] hole is this one here and I have to close it with my little finger.

[Playing „The Water is Wide“]

Size-wise, this one is more like an alto. I brought one to show you. But the pitch is the same as with the low D.

Yes, so, my collection has grown again and if you have any questions about any of these instruments, please get in touch.

Thank you for watching and have a great day! Bye-bye!

—–

Übersetzung

Der englische Titel des Videos heißt „Low Ds come in threes“, was sich in etwas übersetzen lässt mit „Tiefe D Flöten im Dreierpack“

Hallo!

Tiefe D Flöten im Dreierpack, und das ist eine davon. Eine stimmbare „Low D“ von James Dominic.

[Ich spiele „The Arran Boat Song“]

Da ich von der Blockflöte her komme und viel mit Tenor und auch Bassblockflöten spiele, dachte ich anfangs, oh, „Low D“, das dürfte einfach sein. Nun, um ehrlich zu sein – nein, ist es nicht.

Aber ich liebe den Klang und als James Dominic ankündigte, sie hätten ein neues Design für die „Low D“ entwickelt, war ich wirklich neugierig. Denn sie sagten, und ich kann das nachvollziehen, dass manche Menschen es ein wenig unbequem finden, auf der „Low D“ zu spielen, weil das so ein großes und langes Instrument ist.

Das ist ungefähr so wie bei Tenorblockflöten. Manche Menschen finden die langen Tenöre schwierig zu spielen. Ein geknicktes Kopfstück bringt das Instrument näher zum Körper und für manche Menschen ist das bequemer.

Nun. „Low D“ und Knickkopf? Aber ja! James Dominic bietet genau das an. Das hier ist das neue Design. „Low D“, Nummer zwei in meiner Sammlung. James Dominic nennen es „Sax Whistle“ und es hat einen Knick im Kopfbereich.

Beide „Low D“ nebeneinander sehen so aus.

Und so klingt sie.

[Ich spiele „The Water of Tyne“]

„Low D“ im Dreierpack ist der Titel dieses Videos, und bevor ich euch Nummer drei zeige, muss ich erst einen Schritt zurückgehen und euch dieses Instrument hier zeigen.

Es ist eine „high D“ Teleskop-Flöte oder Whistle von Mauri in Finnland und um sie zu spielen, muss man diese Kappe abziehen.

Los geht es.

Zum Vergleich habe ich eine „high D“ Whistle mitgebracht und das ist die „high D Teleskop-Flöte aus dem 3D Drucker.

[Ich spiele „The High Road to Linton“]

Nun, in der Whistle Familie gibt es eine „high D“ und eine „low D“ und nun hat die Teleskop-Flöten Familie auch eine „low D“.

Hier ist sie! Schaut mal, wie groß. Diese hier [gemeint ist die „high D“] passt in die Hosentasche. Für diese hingehen braucht man wirklich große Hosentaschen. Aber wenn sie nicht ausgeklappt ist, ist sie trotzdem relativ kompakt.

Nun, lasst uns mal sehen. Hier ist sie! Ein Regenbogen. Ist sie nicht wunderschön?

Sie hat auf der Vorderseite sechs Löcher und sie hat auf der Rückseite ein Daumenloch, genau wie die Blockflöte. Sie ist also eine Mischung zwischen Whistle und Blockflöte.

Ich kann meine linke Hand hier hinlegen, wie ich es gewohnt bin. Bei meiner rechten Hand seht Ihr, dass da, wo mein Ringfinger liegt, gar kein Loch ist. Das tiefste [gemeint ist das unterste] Loch muss ich mit dem kleinen Finger abdecken.

[Ich spiele „The Water is Wide“]

Von der Größe her ist die Teleskop-Flöte eher wie eine Altblockflöte; hier ist eine. Aber die Tonhöhe ist die gleiche wie bei der „Low D“.

Ja, meine Sammlung ist wieder größer geworden und wenn ihr Fragen zu einem der Instrumente habt, meldet euch.

Danke fürs Zuschauen und habt einen tollen Tag!

Bye-bye!

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Wochenschnipsel 2540

Als am Montag ein für Dienstag geplanter Termin kurzfristig abgesagt wurde, war ich nicht traurig. Ich war in den letzten Tagen viel unterwegs gewesen und durch die Absage des Termins konnte ich einiges wegarbeiten, was liegengeblieben war.

Musikalisch war nicht so viel los, außer den üblichen Chorproben und der Arbeit an meinen Konzertprogrammen. Ich warte auf eine Lieferung aus Irland, eine neue Whistle kommt ins Haus. (War ja klar, werden einige jetzt wohl sagen). Aber dazu mehr, wenn sie angekommen ist.

Am Sonntag war im Hessenpark großes Traktortreffen, schon zum 25. Mal. Wir waren mit unserem Warchalowski zum zweiten Mal dabei und es war ein sehr schöner Tag. Viele Menschen haben sich für das hierzulande doch eher seltene Traktormodell interessiert und es gab viel zu gucken. Leider war die Korbmacherei nicht da. Letztes Jahr hatte ich einen tollen Korb gesehen, für den ich aber nicht genug Geld dabei hatte und den ich „eigentlich“ auch nicht wirklich gebraucht hätte, aber gefallen hat er mir ja doch und so war ich dieses Jahr vorbereitet mit entsprechend gefüllem Geldbeutel, aber es sollte nicht sein. Naja. „Eigentlich“ hab ich wirklich genügend Körbe. Ebenso wie Flöten. *hüstel*

Apropos Flöten, auf ein Projekt möchte ich gerne hinweisen: „Le Noël des bergers“ (Lieder und Musik, Hirten, Schafe und Weihnachten) mit Block- und anderen Flöten und Theorbe und Gesang – die Finanzierungsrunde läuft gerade und es fehlt tatsächlich gar nicht mehr so viel, dass das Album realisiert werden kann. Infos in französischer Sprache und die Möglichkeit, das Projekt finanziell zu unterstützen gibt es hier und ein Video, ebenfalls auf französisch, könnt Ihr hier anschauen.

Das war’s für heute. Danke fürs Vorbeischauen und bis bald!

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