Tag Archives: Kirchenmusik

Wochenschnipsel 2616

Neben mir auf dem Schreibtisch steht eine große Tasse, auf der steht „Für Kaffee und Hunde ist immer Zeit“. Die hatte ich letztes Jahr (?) von den Nachbarn zum Geburtstag bekommen und es passt wunderbar eine grooooße Menge Milchkaffee hinein (und der Tasse ist es auch egal, ob Hafermilch Milch genannt werden soll/darf oder nicht. Ich nenne meine Hafermilch jedenfalls Milch.)

Gestern war ich mit dem kleinen alten Hund beim Tierarzt, die Krallen an den Hinterpfoten schneiden lassen und ein paar Dinge abklären. Als der Tierarzt sagte, der kleine alte Hund sei ja nun doch ein Opa, guckte selbiger ganz empört. Wenn er will, kann er ganz schön agil sein. Aber wenn er nicht will, dann ist er nicht nur ein Opa, sondern ein Uropa. Aber außer altersbedingten Wehwehchen ist er fit, sagt der Doc.

Am Sonntag hatte ich orgelfrei und habe die Gelegenheit genutzt, am Nachmittag an einem Workshop zur Vorbereitung eines „afrikanischen“ Gottesdienstes teilzunehmen, und natürlich auch am Gottesdienst selbst. In der Dorfkirche, in der das Ganze stattfand, habe ich schon mehrmals Orgel gespielt und anfangs war die Küsterin skeptisch, „ob denn überhaupt jemand kommt“, doch ihre Sorgen waren unbegründet. Beim Workshop waren wir zehn Personen und zum Gottesdienst war die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Wir sangen viele Lieder vor allem aus Südafrika, angeleitet von einer Südafrikanerin und ihrem Mann, der aus Deutschland kommt und lange in Südafrika lebte; und wurden unterstützt von einer Madegassin, die uns viel über ihr Heimatland erzählte und mit der ich im Gottesdienst ein improvisiertes Duett sang. Wusstet ihr, dass im sogenannten „Stammteil“ des evangelischen Gesangbuchs (EG) nur ein Lied aus Afrika enthalten ist? Es ist ein Osterlied aus Tansania, die Nummer 116. Wir sangen es am Sonntag viersprachig: deutsch, englisch, französisch und suaheli. „Mfurahini, halleluya!“

Gestern fragte Anni Bürkl im Fediverse, wer denn überhaupt noch lesen würde. Es gab einige Antworten, hauptsächlich von Menschen, die sehr viel lesen. Ich habe täglich auch mindestens ein Buch in der Hand, Sachbücher ebenso wie Romane, Krimis oder Geschichtensammlungen. Und diese Woche habe ich über eines auch schon geschrieben. Frisch zu Ende gelesen habe ich „Blaumeise Sturzflug“ von Susanne Bonn und dazu wird es bei Gelegenheit einen eigenen Blogbeitrag geben. Außerdem liegt angelesen „Empire of AI“ von Karen Hao auf dem Fensterbrett, und ein Buch über Leadership und verschiedene Bücher zu Datenschutz (ich mache ja nicht nur Musik) und ich selbst bastle gerade an einem Zine mit kleinen Gedichten und selbst gezeichneten Bildchen herum. Wenn ich mich mutig genug fühle, veröffentliche ich es vielleicht sogar.

Danke fürs Lesen und bis bald!

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Wochenschnipsel 2615

Dreimal hab ich den heutigen Beitrag angefangen und dreimal hat mir der Text nicht gefallen, aber dann dachte ich mir, komm, das muss jetzt nicht perfekt sein und deine Leser*innen dürfen ruhig merken, dass hier ein Mensch am Werk war und keine genAI – je mehr ich darüber lese und auch sehe, was andere mit diesen Tools anstellen, desto größer wird mein Störgefühl. Und das nicht nur, weil ich fest davon überzeugt bin, dass es gerade im Kreativbereich keine wirklichen Abkürzungen gibt, und dass schon der Weg so wertvoll ist, dass es sich lohnt, egal, was am Ende das Ergebnis ist. Oder dass es vielleicht gar kein Ergebnis gibt. Dieses Ausprobieren, Suchen, Entdecken, Verwerfen, das Üben und Zweifeln, und das wunderbare Gefühl, wieder ein Stück weitergekommen zu sein, all das möchte ich nicht missen und macht mich zu der Person, die ich bin.

Apropos ausprobieren, ich weiß nicht, ob Ihr Zines kennt. Das sind Minibücher oder Minimagazine, und wenn sie aus einem A4-Blatt gefaltet werden, gibt es sechs Seiten plus Vorder- und Rückseite und Ihr müsst keine Origami-Gurus sein, um sie zu basteln. Petra hat eine tolle (englischsprachige) Anleitung auf ihrer Seite (klick hier) und ihr könnt für kleines Geld (oder auch für einen größeren Betrag, ganz wie ihr wollt und könnt) ein wirklich schönes von ihr gestaltetes Zine bei Ko-Fi bekommen. Auf meinem Schreibtisch liegen gerade zwei frisch gefaltetete noch leere Zines und im Laufe der nächsten Wochen (oder Monate, je nachdem, wie ich ausgelastet bin) werde ich die ein oder andere Idee dazu umsetzen.

Ein langes Wochenende mit viel Kirchenmusik liegt hinter mir. Diesmal kamen zwar „nur“ Orgel, Stagepiano und Bassblockflöte zum Einsatz und das Akkordeon und die Ukulele blieben zuhause, aber gerade die Bassblockflöte machte sich ganz hervorragend und ich bekam dazu viele positive Kommentare. Am Ostermontag habe ich zum ersten Mal in der größten Kirche unserer neuen Großgemeinde gespielt. Der hauptamtliche Kollege, der mich dafür kurzfristig angefragt hatte, hatte mir gesagt, ich würde an der Orgel viel Spaß haben und er hatte nicht zu viel versprochen. Ich hatte in der Tat viel Spaß und nach dem Gottesdienst kamen zwei Menschen, die wissen wollten, was ich denn da als Nachspiel gespielt hätte, ob das Bach gewesen sei und das sei ja so toll gewesen. Es war nicht Bach, sondern Auguste Larriu (1840-1925); und als Vorspiel gab es, wie das bei mir so üblich ist, ein Stück einer Komponistin, den „Easter Triumph“ von Emma Louise Ashford. Mal sehen, ob ich irgendwann mal wieder Gelegenheit bekomme, dort zu spielen.

Das Akkordeon ist ja das Instrument des Jahres 2026 und morgen kommt mein neuer Akkordeonschüler zu seiner ersten Stunde. Darauf freue ich mich und er sich hoffentlich auch.

So, jetzt muss ich noch ein paar weitere Blätter falten und gestalten!

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Wochenschnipsel 2614

Gleich vorweg: trotz des Datums mache ich in den heutigen Wochenschnipseln keine schlechten Scherze. Ihr könnt also ganz beruhigt lesen. Oder enttäuscht wegklicken 😉

Was gibt es Neues? Wer nicht nur mittwochs hier auf die Seite guckt, hat sicher gesehen, dass ich am Donnerstag ein neues Lied veröffentlicht habe und am Montag ein Kochbuch vorgestellt. Wer nur mittwochs hier auf die Seite guckt, kann gerne nachlesen. 🙂

Auch wenn der April laut Kalender erst heute beginnt, sogenanntes Aprilwetter hatten wir bereits in den letzten Märztagen. Inklusive Gewitter, Graupelschauer und allem, was sonst so dazugehört. Gerade scheint die Sonne und wenn ich aus dem Bürofenster gucke, sehe ich die Rotschwänze herumtoben. Aus der Entfernung kann ich leider nicht sehen, ob es Haus- oder Gartenrotschwänze sind. Wir hatten schon beide Arten hier zu Gast und einmal haben Hausrotschwänze sogar am Haus gebrütet. „Unsere“ Falken sind auch zurück und haben den Nistkasten bezogen und die Spatzen waren nie weg.

Musikalisch steht die Zeit ganz im Licht (und Schatten) der Karwoche und der kommenden Osterzeit. Es gibt viele Orgeldienste, mal hier, mal dort, und ich habe wie immer auch Stücke von Komponistinnen ausgesucht, um sie sicht- oder vielmehr hörbar zu machen. Am Palmsonntag (der Sonntag vor Ostern) wird in unserer Gegend traditionell Jubelkonfirmation gefeiert, d.h. es gibt einen besonderen Gottesdienst für Menschen, die vor 50, 60, 65 Jahren (und manchmal noch länger her) ihre Konfirmation hatten. Ich habe als Schlussstück ein „Postlude“ von Emma Louise Ashford gespielt und bekam dafür sogar Applaus.

Apropos Musik, ich werde regelmäßig gefragt, warum ich als Musikerin denn nicht bei Instagram sei, dort seien doch „alle“ und wie ich das denn machen würde mit der Sichtbarkeit. Ich befinde mich in der komfortablen Situation, dass die Musik nicht mein einziges Standbein ist und dass ich darüber hinaus musikalisch nicht nur eine Sache mache, sondern viele. Also Kirchenmusik, Chorleitung, Stimmbildung, Unterricht, um nur einiges zu nennen. Und da läuft vieles hier in der Region über persönliche Kontakte. Und tatsächlich habe ich auch schon übers Fediverse Konzertanfragen bekommen oder lernte Kollegys kennen, mit denen ich dann zusammenarbeiten durfte oder über die ich hinwiederum weitere tolle Leute und Projekte fand. Für mich „geht“ es also problemlos ohne Insta oder auch FB, wo ich noch nie war und auch nicht sein möchte. Auch als Privatperson nicht.
Ob Insta für die Sichtbarkeit wirklich ein Gamechanger ist und wie mit Haltungen von Veranstaltern umzugehen ist, die sagen, dass sie Künstler*innen auch anhand der Zahl ihrer Insta-Follows auswählen, darauf habe ich keine Antwort, weil das einfach nicht meine Welt ist. Ich möchte aber eigentlich auch nicht, dass das „die Welt“ für meine Kollegys sein soll. Wenn ich mir anschaue, wie zeitaufwändig es ist, ständig die Algorithmen zu füttern, um ja nicht hinten runter zu fallen, würde ich die dafür nötige Energie lieber ins Üben stecken, oder ins Nachdenken über Liedtexte, oder ins „Dummzeuch-babbeln“ im Fediverse. Denn ich weiß für mich, dass ich da sichtbar bin und dass da Menschen sind, die sich für mich und meine Musik interessieren.
Mehr brauche ich nicht und weiß, wie priviligiert ich bin, dass ich mir diese Haltung leisten kann. Ich schreibe das nicht, um Menschen zu ärgern, die in einer anderen Situation sind. Auch bei mir herrscht nicht immer eitel Sonnenschein. So erfolgreich ich im Moment als Musikerin bin, so sehr habe ich in einem anderen Arbeitsfeld zu kämpfen, weil meine Angebote derzeit nicht gebucht werden. Irgendwas ist also immer. Aber bevor ihr fragt: nein, mit meinem anderen Arbeitsfeld zu Insta zu gehen ist keine Option.

Vielleicht sortiere ich diese Gedanken irgendwann noch einmal zu einem eigenen Blogpost.

Vielen Dank fürs Lesen!

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Filed under Landleben, Musik

Wochenschnipsel 2608

Heute früh dachte ich, prima, wenig auf dem Schreibtisch und auf der To-Do-Liste, da kann ich ja gleich morgens bloggen.

Und schwupps, war es Nachmittag.

Seit ich nicht mehr im Fanfarenzug aktiv bin, und seit mein Freund, der DJ, nicht mehr am Faschingsumzug in seinem Ort teilnimmt (zu dem wir stets den LKW gestellt haben), geht Fasching/Karneval weitgehend unbemerkt an mir vorüber. Ich freue mich für und über alle, die gerne feiern. Ich war gestern nur zum Heringsessen beim Gesangverein. Und habe gelernt, dass es anderswo die Heringe erst an heutigen Aschermittwoch gibt.

Mein Wochenende war musikalischer als ursprünglich geplant. Denn am Freitagmorgen kam ein Hilferuf aus dem Gemeindebüro – ein Kollege sei krank und es seien somit zwei Gottesdienste ohne Kirchenmusiker*in, ob ich Zeit hätte. Da ich nichts im Kalender hatte, habe ich zugesagt. Der erste Gottesdienst war in einer Kapelle, in der ich noch nicht gewesen war. Dort steht ein Flügel in erfreulich gutem Zustand. Dass ich dort ein Klavier und keine Orgel vorfinden würde, wusste ich vorher, und habe als Eingangs- und als Ausgangsstück auch entsprechende Werke ausgesucht. Dass es so ein hübscher Flügel sein würde, war eine schöne Überraschung und noch schöner war, dass hinterher einige sagten, wie gut es ihnen gefallen hätte. Auch nach dem zweiten Gottesdienst wurde ich gefragt, ob ich bald einmal wiederkommen würde, es sei musikalische so toll gewesen. Die einmanualige Orgel dort klappert zwar mechanisch arg, vor allem im Pedal, hat aber einen schönen Klang und ich spiele ja gern auf kleinen und/oder alten Instrumenten und stelle mich auf ihre Besonderheiten ein.

Zeit zum stricken war auch, und natürlich wie immer viel Zeit für die Hunde. Der wilde Hund genießt die Spaziergänge mit mir alleine sehr, wenn der kleine alte Hund mal wieder beschlossen hat, eine kleine Runde durch den Garten sei mehr als genug.

Da ich im Moment keine großen Projekte in der Beratung habe und die nächsten Konzerte auch noch ein Weilchen hin sind, habe ich ein wenig Luft und nutze die Zeit, mal wieder Noten zu sortieren und aufzuräumen. Und finde dabei Werke, an die ich ewig nicht gedacht habe. Im Fedi wurde ich nach einer guten Idee für die Sortierung gefragt. Leider habe ich keine. Ich habe ein ungefähres System, in dem ich mich auskenne, aber es gibt sicher auch andere Möglichkeiten und vielleicht sogar bessere. Wenn ich mich zu meinem Klavier umdrehe, wartet da noch ein großer Stapel an Klaviernoten, die aufgeräumt werden wollen. Und wenn ich damit durch bin, gibt es noch die Schuber mit Blockflöten-Noten, und die fürs Akkordeon, und für die Ukulele kommt irgendwie auch immer mehr dazu, und ich höre jetzt lieber mit der Aufzählung auf, sonst erschrecke ich noch vor der Größe des Ganzen.

Die Sonne scheint, der Hund döst neben mir, der Tintentank im Füller ist voll, also beste Voraussetzungen, mit der nächsten Aufgabe weiterzumachen.

Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Mal!

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Filed under Leben mit Hund, Musik

Wochenschnipsel 2532

Letzte Woche schrieb ich, dass ein Besuch im Fahrradladen geplant war und so enthalten die heutige Wochenschnipsel nicht nur ein wenig Musik, sondern vor allem Fahrrad-Geschichten.

Aber der Reihe nach.

Vor ein paar Wochen erzählte ich von der „Akkordeon-Koffer-in-Lastenrad“-Anprobe und irgendwann fiel die Entscheidung: ein Lastenrad soll den Fuhrpark erweitern. Und zwar ein Muli. Mit klappbarem Korb und Elektroantrieb. Denn wenn ich schon mein Akkordeon per Rad durch die Gegend kutschiere, dann will ich bei unseren Hügeln auch ein bisserl Luxus haben und mir Motorunterstützung gönnen.

Leider gibt es im gesamten Landkreis keinen Händler, der die Mulis anbietet. Aber in 45km Entfernung fand sich ein Laden und letzte Woche Donnerstag hatte ich dann einen Beratungstermin gebucht. Ich wusste ja, was ich wollte, und schrieb das ins Buchungsformular. Diese Info hatte der Fahrradmensch zwar nicht bekommen, aber ein passendes Rad stand bereit und nach einer kurzen Probefahrt war klar, dass es passt.

Ich hatte mich auf einige Wochen Wartezeit eingestellt, aber dann ging es doch ganz schnell. Wenn wir einen Überweisungsbeleg mitbrächten, könnten wir es am nächsten Tag abholen. Es ginge noch einmal durch die Werkstatt und stünde dann gleich bereit. Fand ich gut. Haben wir auch so gemacht.

Kurz hatte ich überlegt, ob ich mich gleich ins Abenteuer stürze und die 45km mit dem Rad nach Hause fahre, aber da die Wettervorhersage von starken Regenfällen und Gewittern sprach, hab ich mich doch nicht getraut. Auf einem noch ungewohnten Rad auf fremder Strecke wäre das bei Regen wohl keine Freude gewesen. Also wurde das Rad anderweitig transportiert. Und natürlich regnete es nur 17 Tropfen oder so.

Ich hab dann gleich mal Altglas weggebracht, das wir in einer Kiste sammeln, die perfekt in den Lastenkorb passt.

Und am Sonntag war ein Freiluftgottesdienst am Fluss geplant. Ich wollte das Akkordeon mitnehmen und eine Ukulele und eine Flöte und natürlich meine Notentasche. Eine Stunde vor Gottesdienstbeginn ein Anruf: der nächtliche Regen hat das Gelände so aufgeweicht, dass der Kirchenvorstand den Gottesdienst lieber doch in der Kirche feiern wollte. Ich wollte aber a) unbedingt mit dem neuen Rad fahren und b) mal wieder Akkordeon spielen, also verzichtete ich auf die Möglichkeit, die Orgel zu nutzen, belud mein Rad und fuhr zur Kirche.

Was soll ich sagen? Beladen fährt sich das Muli fast noch besser als leer, und ich komme sogar ohne Motor kleine Hügel hoch. Das weiß ich deshalb, weil ich mich beim ersten Anstieg auf dem Nachhauseweg erst noch wunderte, warum das alles so schwer geht und erst oben merkte, dass ich den Motor gar nicht zugeschaltet hatte!

Im Nachbardorf gibt es in Richtung Kleinstadt einen sehr langen, fiesen Hügel. Wenn ich da mit meinem Dreigang-Rad unterwegs bin, muss ich absteigen und schieben. Aber das Muli nimmt den Anstieg ohne zu Murren (wenn auch nicht mehr im „Eco“-Modus) und das macht dann schon Freude.

Ich bin gespannt, ob der nächste Freiluftgottesdienst in zwei Wochen tatsächlich draußen stattfindet. Dann will ich mal schauen, wie die Gitarre und die Ukulele in den Fahrradkorb passen.

Und bevor ich jetzt noch öfter das Wort „dann“ verwende und meine innere Perfektionistin was von „Du kannst das doch bestimmt besser“ murmelt, höre ich an dieser Stelle einfach auf, bedanke mich fürs Lesen und sage: bis bald 🙂

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Filed under Musik

Wochenschnipsel 2529

Den ganzen Vormittag war ich schon mit Blogbeiträgen beschäftigt und hätte darüber fast die Wochenschnipsel vergessen.

Nein, natürlich vergesse ich die Wochenschnipsel nicht, keine Sorge.

Wie so oft sind die Themen für heute Musik, Hunde und Handarbeiten. Wobei, übers Handarbeiten schreibe ich gar nicht so häufig – aber diesmal möchte ich berichten, dass ich endlich ein Schultertuch fertiggestrickt habe, an dem ich sehr lange gesessen hatte. Zum Pride Month habe ich es nicht ganz geschafft (es ist regenbogenfarben), aber die Welt ist ja ganzjährig bunt, insofern passt es immer. Die Wolle hatte ich von Fuchserlei.

Der kleine alte Hund hat mal wieder eine Phase, in der er nachts zwischen halb drei und halb fünf aufwacht und feststellt, dass alle schlafen. Und irgendwie scheint ihm dann langweilig zu sein, denn er fängt an zu singen. Als Mensch musste dann aufstehen und ihn zurück in sein Körbchen schicken. Das Singen hört daraufhin auf und er schläft bis zum Morgen durch.

Der wilde Hund schafft es immer häufiger, beim Spaziergang bestimmte Hunderassen und -typen nicht mehr anzupöbeln (bei Schäferhunden fällt ihm das nach wie vor sehr schwer. Collies und Retriever gehen inzwischen aber.) und, was mich wirklich freut, er kann durch den Garten rennen, ohne die Löcher im Zaun zu suchen, und kommt auf Pfiff auch zurück. Nicht immer sofort, aber wir brauchen ja auch noch Ziele für die Zukunft 🙂

Letzten Sonntag hatte ich zwei Orgelvertretungen, wobei ein Gottesdienst im Freien stattfand und ich dort E-Piano spielte. Die Ukulele und die Sigo Tenorblockflöte kamen auch zum Einsatz und dafür bekam ich viel Lob sowohl von der Prädikantin als auch von Gottesdienstbesuchern. Und manche Komplimente freuen mich, lassen mich aber auch nachdenklich zurück – wenn Menschen sagen: „Sie haben das Lied in einem sehr guten Singtempo gespielt, nicht so wie unser normaler Organist, der ist da immer so langsam“. Ich möchte, wenn ich Vertretungen übernehme, eigentlich niemanden irgendwie schlecht dastehen lassen. Vielleicht mache ich mir aber auch zu viele Gedanken.

Ich habe ein Video mit einer Dreifach-Flöte (triple flute) von TeleTunes gemacht und nenne das Instrument nun Tripfle, weil ich mich eh immer vertippe.

Und wer es verpasst hat: seit letzten Freitag gibt es nun jeden Freitag einen Beitrag über das Album „Malers Hüs“ von Schall & Stille. Geschrieben in englischer Sprache, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Benutzt bei Bedarf das Lexikon oder das Online-Tool Eurer Wahl für eine Übersetzung, oder fragt mich 🙂

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Filed under Leben mit Hund, Musik

Wochenschnipsel 2522

Gerade schrieb ich im Fedi, dass ich noch nie auf der re:publica war und mir vor Jahren (bei Twitter) mal jemand sagte, wenn ich dort nicht hinginge, wäre ich keine richtige Bloggerin.

Najanü. Ich war schon immer ein bisserl eigen und oft kein Teil der „in-crowd“ und bei Veranstaltungen, die rund um kirchliche Feiertage gehen, fehle ich eh meist, weil andere Aufgaben anstehen. Morgen werde ich bei einem Freiluft-Gottesdienst spielen und es findet dort wohl auch ein Traktortreffen statt und wahrscheinlich fahre ich dann auch mit dem Traktor hin.

Aber genug der Pläne – in den Wochenschnipseln schaue ich ja eher zurück und berichte, was bei mir so los war (oder auch nicht).

Zu meiner neuen Sigo Tenorblockflöte habe ich ein Vergleichsvideo mit anderen Kunststoff-Blockflöten gemacht und es war interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Flöten wahrgenommen werden. Nicht alle mögen den Klang der Sigo. Wer gucken und horchen möchte, hier entlang.

Am Freitag durfte ich außer der Reihe eine Chorprobe leiten, weil mein Lieblingsdirigent Besuch aus Japan hatte und es haben nur wenige Sängerinnen und Sänger gefehlt, so dass ich eines meiner Lieblingsstücke proben konnte: das Abendlied von Rheinberger.

Am Sonntag war wieder Orgelvertretung, bei einer Konfirmation, und es kam auch eine Altblockflöte und die Gitarre zum Einsatz und das wurde hinterher sehr positiv kommentiert. Es sind manchmal die kleinen Dinge, die es ausmachen.

Meine Füllfederhalter-Sammlung ist auch wieder gewachsen. Ja, es sind nicht nur Blockflöten, von denen ich (zu) viele habe. Ein Kaweco Sport in der „Papier & Stift“-Edition ist eingezogen und damit er sich im Päckchen nicht fürchtet, hab ich noch ein paar Sailor Ink Pens dazubestellt und will nachher mal ein bisserl malen.

Noch eine gute Nachricht zum Schluss: gestern Nacht hat es endlich geregnet!

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Filed under Musik, Sammelsurium

Wochenschnipsel 2510

Heute ist so ein Tag, an dem ich eigentlich gar keine Zeit für mein Blog habe. Aber weil es mir wichtig ist, den Faden der Wochenschnipsel nicht abreißen zu lassen, schreibe ich jetzt ein paar Zeilen.

Seit letzter Woche experimentiere ich mit einigen neuen Browsern herum. Wäre das hier ein Technik- oder IT-Blog, würde ich jetzt bestimmt ins Detail gehen. Ist es aber nicht, und außerdem habe ich mich eh noch nicht entschieden, welcher Browser künftig mein Standard wird, oder ob ich beim bestehenden Standard bleibe und die anderen einfach nach Lust und Laune weiter nutze oder wieder deinstalliere.

Neu entdeckt habe ich Linkwarden zum Organisieren meiner Lesezeichen (und das sind ganz schön viele!). Gefällt mir sehr gut.

Am Wochenende war wieder viel Musik, inklusive zweier Vertretungsdienste an der Orgel oder vielmehr am Klavier. Ein Dienst war schon länger im Kalender, ein zweiter kam am Freitagabend noch hinzu. Als ich zum ersten Termin die Treppen zur Kirche hinauf ging und gerade zur Tür wollte, öffnete sich das Fenster des Gemeindehauses und der Küster rief mir zu, heute hier! Wie gut, dass ich wie immer meinen Ordner „Sonntag – Diverses“ dabei hatte und so schnell umdisponieren konnte von einem Orgelvorspiel zu einem Klaviervorspiel. Dass der zweite Termin ebenfalls im Gemeindehaus und nicht in der Kirche stattfinden würde, wusste ich vorher. Es waren schöne Gottesdienste, beide sehr gut besucht, und in beiden Gemeinden bekam ich hinterher Lob für meine Arbeit. Das ist schon immer schön.

Heute habe ich die Programmzettel für mein Konzert zum Weltfrauentag fertiggestellt und jetzt geht es gleich mit der Arbeit an Kundenprojekten weiter.

Wir lesen uns!

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Wochenschnipsel 2504

Es ist frostig draußen, mit Morgennebel, und jetzt kommt die Sonne langsam raus.

Ich habe mir heute einen ruhigen Vormittag gegönnt, ein bisserl im Fediverse gelesen, ein bisserl herumgekramt, eine Karte geschrieben und irgendwann dachte ich, Momentchen mal, es ist doch Mittwoch! Zeit für die Wochenschnipsel, denn am Nachmittag werde ich unterwegs sein und „offline“.

Letzte Woche hatte ich mir eine neue Blockflöte bestellt – aus der Reihe „Flöten, die ich eigentlich nicht brauche, aber trotzdem gerne hätte“. Eine Sopranflöte aus Pflaumenholz sollte es sein, laut Hersteller gut geeignet für Folk Music und mit warmem Ton. Es ist ja nicht so, dass ich nicht schon Sopranflöten hätte, aber, nun ja, an manchen Instrumenten oder Holzsorten kann ich halt nur schwer vorbeigehen (oder im Online-Shop wieder wegklicken). Ein paar Tage nach der Bestellung kam eine Nachricht, dass die Flöte derzeit nicht vorrätig sei, erst in ca. zwei Monaten wieder erhältlich. Ich könne aber eine aus Kirsche haben oder man würde mir zwei Teile aus Pflaume kombinieren, die farblich unterschiedlich sind. Da ich bereits eine Sopran und eine Alt aus Kirsche besitze und verschiedenfarbiges Holz toll finde, habe ich mich für die Kombination entschieden. Am Montag kam sie auch schon an. Sie gefällt mir sehr gut und klanglich hält sie auch, was der Hersteller verspricht. Wenn ich sie fertig eingespielt habe, werde ich sie in einem kleinen Video einmal vorstellen.

Apropos Video, es steht auch noch ein Video aus mit meiner neuer „Kindergartenflöte“ (ja, die heißt tatsächlich so), und ich denke, ich werde darüber auch kurz bloggen.

Letzten Sonntag spielte ich als Orgelnachspiel ein Werk von Unbekannt und wurde hinterher gefragt, von wem das denn gewesen sei, so ein tolles Stück. Dass in Bibliotheken und Archiven viele Manuskripte schlummern, deren Urheberschaft noch ungeklärt ist, wusste die fragende Person gar nicht und fand das sehr spannend. Es freut mich immer, wenn ich eine Rückmeldung zu meiner Musikauswahl bekomme. Kürzlich war in der Lokalzeitung ein Bericht über einen jungen Menschen auf dem Weg zum Konzertorganisten, und dieser junge Mensch sagte, er sei an einem Job als Organist in einer Gemeinde gar nicht interessiert, denn er wolle Orgelmusik zu den Menschen bringen und das ginge am besten im Konzert. „I beg to differ“, wie ich in meiner Zweitsprache sagen würde. Ich kann in der Gemeinde auch einige(s) erreichen und es ist auch gar nicht so leicht, den Job zu machen. Nix gegen Konzerte, die spiele ich auch sehr gern und so oft ich kann, aber ich schätze die Gemeindearbeit doch sehr und möchte sie nicht missen.

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Wochenschnipsel 2424

Mein Kopf ist immer noch ganz voll von den vielen Eindrücken des Symposiums in Amsterdam. Ich habe das Gefühl, dass ich Wochen brauchen werde, um alles zu sortieren. Dass ich seither schon drei neue Kompositionen skizziert habe, zeigt, dass die Impulse auf fruchtbaren Boden fielen.

Ich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, mich in den Zug zu setzen und mehr oder weniger „einfach so“ durch die Lande zu fahren, um dann tolle Vorträge und Konzerte zu hören und interessante Menschen zu treffen, Freunde wiederzusehen, und mit einem Koffer voller Mitbringsel und Notizen und Ideen zurückzukommen.

Am Sonntag war dann wieder Kirchenmusikalltag angesagt. Zwei besondere Gottesdienste standen auf dem Programm, und neben der Orgel kam die Gitarre zum Einsatz. Dass in einem meiner Gesangbücher, das ich verwendet hatte, um ein Lied auf der Gitarre zu begleiten und die Gemeinde gesanglich zu unterstützen, der Text falsch abgedruckt war, führte zu lustigen Verwicklungen. Ich habe zuhause dann gleich mal einen Bleistift zur Hand genommen und das korrigiert. Nächstes Mal klappt das dann.

Für eines meiner geplanten Orgelkonzerte habe ich den Ablauf noch einmal umgestellt und drei Stücke ausgetauscht und jetzt werde ich es wohl so lassen. Immerhin sind es nur noch etwas weniger als 3 Wochen bis zum Termin. Aber es gibt keine Programmzettel, deswegen sind kurzfristige Änderungen dafür kein Problem.

Heute waren die Wochenschnipsel mal wieder rein musikalisch – seid gespannt, was es nächste Woche zu berichten gibt. Wir lesen uns! 🙂

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