Tag Archives: Orgel

Wochenschnipsel 2637

Heute Vormittag war ich mit dem kleinen alten Hund zur Fellpflege. Da er in seinem vorherigen Zuhause auch immer mal geschoren wurde, mussten wir das weitermachen, auch wenn ich persönlich die langhaarige Version von ihm auch sehr putzig finde. Stur war er ja schon immer, und jetzt in Kombination mit der Demenz heißt ein Friseurtermin nicht mehr wie früher, abgeben und wieder abholen, sondern die ganze Zeit mit dabei sein und bei Bedarf streicheln, beruhigen, festhalten… Da, wo das Kürzen der Haare am nötigsten ist, nämlich am Kopf und im Gesicht, kann er es am wenigsten leiden. Aber am Ende hat alles gut geklappt und wir haben wieder ein paar Monate Ruhe.

Wir sind in einer Phase, in der sich die guten und die weniger guten Tage abwechseln und weniger gute Tage auch mal eine ganze Woche andauern können. Aber noch ist Leben im kleinen alten Hund und so geht es halt auf und ab und ich freue mich, wenn ich sehe, dass er sich für Dinge interessiert – er frisst mit Appetit und wenn ich koche, kommt er betteln, so wie er es aus seinem vorherigen Zuhause kennt.

Das Wochenende war sehr musikalisch; am Freitag Chorprobe, am Samstag Ensemblespieltag mit 24 Blockflötist*innen (das war großartig!) und am Sonntag Gottesdienst mit afrikanischen Elementen. Ich habe zum Eingang und Ausgang Lieder aus Namibia und Ghana gespielt und wir hatten Gäste aus Madagaskar, die von ihrem Land erzählt haben. Und gesungen haben wir Lieder aus Südafrika.

Mit dem, was ich mir für die Woche vorgenommen hatte an Schreibtisch- und Blog-Arbeit und so weiter, bin ich ein wenig hinten dran, aber so lange ich keine Deadlines (eigene oder fremde) verpasse, ist alles gut.

In den letzten Tagen konnte ich wieder einigen Menschen Tipps für Werke von Komponistinnen geben, sowohl für Klavier als auch für Orgel und ich freue mich immer, wenn diese Musik dann auch gespielt wird und auf offene Ohren trifft, im wahrsten Sinne des Wortes.

Soweit für heute. Danke fürs Lesen!

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Wochenschnipsel 2635

Gestern vor der Chorprobe wurde ich mit den Worten: „Du warst beim CSD dabei, aus dem xxx-Chor hat dich jemand gesehen! Du hast ganz offiziell ausgesehen.“ begrüßt – das offizielle Aussehen bezog sich wohl auf die Ordner*innen-Weste, die ich trug. Die Regenbogen-Herzen auf der Wange oder die bunten Ohrringe werden es kaum gewesen sein. Es war ein toller CSD, an der Demo haben zwischen 800 und 1000 Menschen teilgenommen und die Show-Acts bei der Party waren großartig. Ich traf eine Person, die ihr T-Shirt ebenso wie ich bei BeeProud gekauft hatte, ich bekam Komplimente für meinen „proud ally“ Button, ich hatte Kuchen mit Streuseln in trans Farben und ich wiederhole mich, wenn ich schreibe, dass es ein wunderbarer Tag war. Nächstes Jahr möchte ich wieder dabei sein.

Am Freitag waren wir bei einem Konzert, das ebenfalls ein Erlebnis war. Eine Sopranistin und eine Pianistin sangen und spielten Spirituals und Lieder, geschrieben bzw. gesetzt von afroamerikanischen Komponist*innen und ich hatte hinterher Gelegenheit, kurz mit der Pianistin zu sprechen und ihr meine Visitenkarte zu geben und sie zum Archiv in Frankfurt einzuladen. Vielleicht ist sie mal in der Gegend.

Am Sonntag stand wieder ein Orgeldienst im Kalender, am anderen Ende der Gesamtkirchengemeinde. Ich habe dort schon oft gespielt und kenne die Orgel ganz gut und dachte, naja, so früh musste ja nicht dort sein. Ich kam also ca. zehn Minuten vor Gottesdienstbeginn an, legte meine Taschen ab, schaltete die Orgel ein und sofort wieder aus, weil unheimliche Nebengeräusche zu hören waren. Dann entdeckte ich, dass, wer auch immer vor mir an der Orgel war, einige Register noch gezogen waren. Ich habe die Registerzüge also wieder hineingeschoben und nochmal den Schalter für den Motor betätigt. Schwupps, waren die Nebengeräusche weg. Also war klar, das Gebläse ist es nicht. Ich zog ein Register. Die Orgel jammerte. Ich zog ein anderes. Die Orgel jammerte. Schlussendlich waren von acht Registern vier überhaupt nicht nutzbar; eines ging mit Augen-Zudrücken, zwei gingen gut und eines ging erst und gab dann im Laufe des Gottesdienstes auch auf. Ich spielte dann eines der Lieder und das Ausgangsstück auf dem elektrischen Klavier, das glücklicherweise in der Kirche vorhanden ist. Und schrieb am nächsten Tag gleich ans Gemeindebüro mit der Bitte, den Orgelbauer zu beauftragen, um die Fehler zu beheben.

Wie gut, dass mich solche Situationen nicht aus der Ruhe bringen.

Am Montag zog ein Krokodil bei mir ein. Nein, weder ein lebendiges Tier noch eine Lokomotive: eine Handpuppe. Ich wollte schon immer mal eine Krokodilhandpuppe haben und da mein nächstes Mitmachkonzert unter dem Motto „Katze, Kuckuck und Kuh“ steht, überlege ich jetzt, ob ich vielleicht auch noch ein Krokodil unterbringe. Oder doch wieder die sprechende Kaffeetasse? Wobei die außer dem K mit den anderen Wesen ja nicht wirklich etwas gemeinsam hat. Vielleicht fällt mir ein Krokodil-Lied ein (nein, nicht Schnappi!!). Ein Lied mit einem Kakadu und einer Kuh habe ich schon.

Bei so vielen Tieren darf der Hinweis auf die Hunderunde nicht fehlen. Da gibt es nichts Neues und alle sind wohlauf.

Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Mal!

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Wochenschnipsel 2634

Auch heute bin ich wieder ein wenig zerknautscht, weil der kleine alte Hund morgens um halb drei meinte, mich aufwecken zu müssen. Aber für den Rest der Nacht war er ruhig und schlief dann sehr lang. Die Futtersituation, von der ich letzte Woche berichtet habe, konnten wir tatsächlich lösen: es gibt jetzt eine kleine Menge Gemüsebrühe mit in den Napf und er frisst wie gewohnt. Manchmal möchte auch der wilde Hund etwas von der Gemüsebrühe haben, denn in Hundekreisen wird sehr auf Gleichbehandlung geachtet.

Das Chor-Speed-Dating letzte Woche war ein ziemlicher Erfolg. Gleich vier Frauen haben sich für den Frauenchor entschieden und eine singt nun auch in einem der gemischten Chöre. Das ist wunderbar!

Ebenfalls wunderbar war der Besuch meines Bruders mit Familie am Wochenende. Wir saßen lange zusammen im Garten und haben gegessen und geredet und es war wirklich schön. Glücklicherweise hatte es auch ein wenig abgekühlt – und gestern hat es sogar richtig geregnet, mehrere Stunden lang! Was war ich da froh!

Gefreut habe ich mich außerdem über eine E-Mail einer Komponistin, die ihren Namen auf meiner Website entdeckt hatte und sich ihrerseits darüber freute. Wie schön, auf diese Weise in Kontakt zu kommen.

All meine Geduldsfäden und musikalische Erfahrung habe ich am Montag bei einer Trauerfeier gebraucht. Das in der Trauerhalle zur Verfügung stehende Instrument, ein älteres Viscount Sakral-Keyboard, war an sich gar nicht sooo schlecht, aber völlig verdreckt und sitzt im leeren Gehäuse einer anderen elektrischen Orgel – ohne Notenpult! Ich hatte, weil man ja nie weiß, was einen in städtischen Trauerhallen so erwartet, in weiser Vorraussicht Stücke ausgesucht, die auch ohne Pedal spielbar sind und nicht allzu lang, aber die ungewohnte Perspektive auf die Noten machte das Ganze doch anstrengender als erwartet. Es war eine sehr kleine Trauerfeier mit nur einer Handvoll Anwesenden und ich hoffe, ich konnte zu einem würdevollen Ablauf beitragen trotz der Umstände.

Gestern war ich beim Vorbereitungstreffen der Helfenden für den CSD. Schon zum zweiten Mal findet eine Demo und anschließende Party in meinem Landkreis statt und ich engagiere mich da sehr gerne. Denn auch wenn sich schon viel getan hat in den letzten Jahren, haben Menschen immer noch zu sehr darunter zu leiden, wenn sie nicht in irgendwelche Schubladen (cis-hetero o.ä.) passen. Da möchte ich einfach ein Zeichen setzen und habe auch wieder ein Plakat an unser Hoftor gehängt. Werbung im Fediverse mache ich natürlich auch, und ich habe mich sehr gefreut, dass das Orga-Team dieses Jahr auch einen Mastodon-Account angelegt hat.

Zum Schluss der heutigen Wochenschnipsel noch eine lustige Beobachtung: ich wollte einer Bekannten zeigen, welche Sanduhren ich benutze und suchte im Shop, wo ich sie gekauft hatten, nach Sanduhren. Fand auch die, die ich habe und konnte ihr den Link schicken; in der Liste der Suchergebnisse fand ich aber auch: Handpuppen. Nun ja. Die beiden Worte teilen sich zumindest die Vokale in gleicher Reihenfolge. (Fun fact am Rande: mir gefallen die Handpuppen so gut, dass ich überlege, ihnen ein Zuhause zu geben, auch wenn ich sie eigentlich gar nicht brauche und schon eine ganze Kiste mit Handpuppen habe…)

Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Mal!

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Filed under Leben mit Hund, Musik, Sammelsurium

Wochenschnipsel 2632

Vor einigen Jahren schenkte mir meine Mutter zum Geburtstag einen Becher im Knitter-Look. Darauf steht „Wer morgens zerknittert aufsteht, kann sich im Laufe des Tages entfalten“. Heute war so ein Morgen, deshalb trinke ich meinen Kaffee gerade aus diesem Becher. Die Nacht war schwül-warm, und in der Nähe weiden Schafe, von denen mindestens eins so klingt wie der kleine alte Hund – der sich mitten in der Nacht auch meldete, aber nicht raus wollte, sondern nur Aufmerksamkeit suchte. Und so schlief ich nicht besonders gut und sah nach dem Aufstehen vermutlich so knittrig aus wie mein Kaffeebecher. Aber es kann ja nur besser werden.

Der wöchentliche Bestattungshaus-Anruf kam diese Woche bereits am Montag, für Freitag. Also viel Zeit zur Vorbereitung und viel Zeit für Verwirrung. Am Dienstagvormittag wurde nämlich erst wieder abgesagt, um am Nachmittag erneut anzufragen. Es gab wohl ein größeres Hin und Her bei der Planung. Gut, dass ich meist mit Bleistift in meinen Terminkalender schreibe!

Letzten Freitag waren wir zusammen mit einem Freund auf einem Konzert: „Welthits auf hessisch“ – live und handgemacht und absolut großartig. Ich habe Tränen gelacht und als eine Gitarrensaite riss, wusste ich genau, wie sich das anfühlt. Aber das wurde in der Pause schnell in Ordnung gebracht und das Programm konnte weitergehen. Später verweigerte sich ein anderes Instrument der Mitarbeit, weil der eingebaute Tonabnehmer sich verabschiedete, aber all das tat dem Hörvergnügen keinen Abbruch und es war einfach ein tolles Abend, den ich sehr genossen habe.

Am Sonntag dann zwei Orgeldienste, einmal in einer „meiner“ Kirchen und einmal in einer Kirche, in der ich noch nicht war. Dort steht eine historische Orgel mit einigen Besonderheiten. Nichts für Ungeübte! Aber ich habe mich schnell darauf eingestellt und fand das Instrument sehr interessant. Vielleicht komme ich ja noch einmal in den Genuss, dort zu spielen. Da wir jetzt eine Großgemeinde sind, ist die Wahrscheinlichkeit dafür recht hoch.

Nächsten Sonntag stehen auch wieder zwei Orgeldienste im Kalender, aber davon werde ich, wenn es etwas zu erzählen gibt, in den nächsten Wochenschnipseln berichten.

Danke fürs Lesen und bis bald!

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Filed under Leben mit Hund, Musik

Wochenschnipsel 2631

Wir hatten einen ganz wunderbaren Kurzurlaub im Elsass. Jedes Jahr Ende Juli fahren wir für ein verlängertes Wochenende dort hin, weil wir ein Oldtimer-Treffen mit organisieren, aber bei aller Arbeit, die das Treffen macht, ist es vor allem auch ein kleiner Urlaub. Obwohl es vor allem am Samstag so warm war, dass wir uns kaum bewegen wollten (und die Hunde auch nicht), war es doch sehr erholsam.

Wir haben liebe Freunde getroffen und viel geredet, sowohl ernst als auch lustig, und die Hunde werden allmählich zu Treffen-Profis. Während der wilde Hund vor allem im ersten Jahr und auch noch im zweiten Jahr unser Auto intensiv bewacht und verteidigt hat, ist er inzwischen ziemlich entspannt und auch der kleine alte Hund war nach einer Eingewöhnungsphase ganz zufrieden. Was neu ist: das Nachhausekommen brauchte auch wieder eine Gewöhnungsphase. Am ersten Tag zuhause war er sehr nölig. Inzwischen geht es wieder.

Gestern habe ich viel Zeit mit meinen Blockflöten verbracht. Ich denke seit einer Weile an einem kleinen Konzertprogramm nur mit Blockflöten herum, weiß aber noch nicht, ob ich mich tatsächlich traue, das umzusetzen und an die Öffentlichkeit zu bringen. Immerhin ist Blockflöte ja „nur“ Hobby, auch wenn Musikmachen einer meiner Berufe ist.

Gerade habe ich das Buch „Rattenlied“ von Maike Claußnitzer zu Ende gelesen und mir endlich die „Oktoberperlen“ besorgt. Auch wenn ich beim Lesen der (langen) Bücher aus Maikes Feder immer mal den Faden verliere und mich frage, wie sie es eigentlich schafft, den Überblick zu behalten, so mag ich den Schreibstil und die Geschichten doch sehr. Wenn ich mit den „Oktoberperlen“ fertig bin, wartet noch „Der Ringeltaubenmantel“ auf mich. Fragt mich nicht, ob ich die Bücher in der richtigen Reihenfolge lese! Unterhaltsam sind sie alle.

Ebenfalls frisch gelesen habe ich den ersten von zwölf Kurzromanen der Reihe „Gruftgeflüster“ von Diandra Linnemann und ich glaube, die anderen elf möchte ich auch noch haben. Spannend, aber nicht blutrünstig, so habe ich das Buch einer Freundin beschrieben, die wissen wollte, was ich da lese.

Beide Autorinnen sind übrigens auch im Fediverse zu finden 🙂

Das Tippen der Wochenschnipsel wurde auch diese Woche unterbrochen von einem Anruf eines Bestattungshauses – allerdings ist die Beerdigung, für die noch eine Organistin gebraucht wird, erst übermorgen und nicht schon morgen (wie beim Anruf letzte Woche). Apropos, die Orgel, auf der ich letzten Donnerstag bei der Beerdigung spielen durfte, war ein ausgesprochen schönes Instrument. Oft stehen in Trauerhallen keine besonderen Instrumente, aber dort fand ich eine zweimanualige Pfeifenorgel von Walcker vor, die sich wirklich gut anhörte und auch Freude machte beim Spielen. Übermorgen wird es wohl eine elektronische Orgel sein, aber ausgesucht von einem meiner hauptamtlichen Kirchenmusikkollegen, insofern sicher ordentlich. Fun fact am Rande: der Pfarrer hatte sich gewünscht, dass ich die Beerdigung spiele, weil die Trauerfamilie „etwas von Musik versteht“ und es „jemand sein muss, der nicht herumstümpert“. Ich werde mir Mühe geben! Und selbstverständlich neben dem von der Familie gewünschten Bach auch ein Stück einer Komponistin spielen. Ich weiß nur noch nicht, welches. Aber bis Freitag ist ja auch noch Zeit.

Vielen Dank fürs Lesen!

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Filed under Bücher, Leben mit Hund, Musik

Wochenschnipsel 2630

Ist es euch aufgefallen, dass ich die letzten drei Wochenschnipsel „falsch“ benannt hatte? Ich war durch die Ausgabe 2626 ganz durcheinandergekommen. Aber jetzt stimmt es wieder 🙂

Eigentlich wollte ich heute früher dran sein mit dem Schreiben, aber erst nölte der kleine alte Hund, dann klingelte das Telefon und eine ganz verzweifelte Mitarbeiterin eines Bestattungshauses war dran. Es würde für morgen noch eine Organistin für eine Trauerfeier gebraucht. Was ein Glück, dass ich morgen keine Termine habe. Ich konnte also zusagen und bin gespannt auf die dortige Orgel. Toll sei sie, aber mehr Infos habe ich noch nicht. Ich nehme mal Noten für alle Instrumentengrößen mit und mache das Beste draus.

Was gibt es sonst zu berichten? Ich genieße gerade die dahinplätschernden Tage, bevor es hoffentlich im August wieder mehr Schreibtischarbeit gibt. Musikalisch ist jetzt im Sommer zwar bei den Chören und Gesangvereinen weniger los, dafür gibt es aber jede Menge Orgeldienste (und auch ganz kurzfristige, siehe oben) und eine kleine Reise steht auch noch an.

Ich habe Johannisbeergelee gekocht und Apfel-Salbei-Gelee, alles mit Zutaten aus dem eigenen Garten (abgesehen vom Gelierzucker, den habe ich gekauft).

Ein Strickprojekt habe ich fertig gestellt, einen sommerlich bunten Überwurf aus Baumwollgarn; und gestern noch schnell ein Paar Socken angefangen. Es muss ja was auf den Nadeln sein.

Gleich bekomme ich Besuch, deshalb sind auch die heutigen Schnipsel recht kurz und wir lesen uns demnächst wieder!

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Filed under Landleben, Musik

Wochenschnipsel 2826

Es ist bewölkt und windig, der wilde Hund liegt mir zu Füßen und der kleine alte Hund wandert durchs Haus und verbellt die Schatten. Oder die Fantasiewesen, die er sieht. Oder die Treppe, weil sie da ist. Oder auch die Wand.

Gestern schrieb ich im Fedi, dass demente Hunde besondere Herausforderungen ins Leben bringen und wurde gefragt, ob es das tatsächlich gibt, Demenz bei Hunden. Ja, gibt es. Es gibt Fragebögen für Hundemenschen, anhand derer herausgefunden werden kann, ob der Hund Anzeichen einer Demenz zeigt. Der kleine alte Hund ist voll dabei. Aber: er weiß immer noch, wer seine Menschen sind, er weiß, wo sein Körbchen steht, er weiß, wie er vom Garten wieder zurück ins Haus kommt, und die Leckerli schmecken ihm noch. Insofern ist es glaube ich für uns Menschen anstrengender als für ihn. Er wurde irgendwann im September 2009 geboren, so genau wissen wir das gar nicht. Folglich ist er in seinem 17. Lebensjahr und dass da altersbedingt nicht mehr alles so funktioniert, ist verständlich. Wir versuchen jedenfalls, ihm ein schönes Hundeleben zu gestalten, aber ob und wie das alles noch wird, wissen wir natürlich auch nicht. Der wilde Hund scheint auch zu spüren, dass sein Hundekumpel nicht mehr so auf der Höhe ist und versucht nur noch ganz selten, Streit anzufangen. Wobei das vielleicht auch andere Ursachen hat.

Letzten Freitag bekam ich eine Vertretungsanfrage für den Sonntag, da ein Kollege krank geworden war. Große Kirche, schöne Orgel, zwei Taufen, und nichts weiter im Kalender, also konnte ich zusagen. Das Bild vom Orgelspieltisch bekam im Fedi dreimal so viele „mag ich“ Reaktionen als mein sonntägliches Orgelvideo. Aber natürlich guckt sich so ein Foto viel schneller an als ein Video, und sei es noch so kurz. Ich werde auch im August wieder in der großen Kirche spielen, den Termin weiß ich jetzt schon. Und wer weiß, ob wir eine Vakanzzeit zu überbrücken haben, während die hauptamtliche Stelle neu besetzt wird. Vielleicht komme ich dann noch öfter dazu, dort zu spielen. Der Küster erzählt jedenfalls, ich könne Orgel spielen und man müsse sich um mich keine Gedanken machen.

Apropos Orgel, diese Woche kam ich endlich dazu, eine Komposition eines Fedi-Bekannten für Orgel zu setzen und arbeite außerdem an einer Erstausgabe eines Orgelstücks, über das ich aber noch nicht weiter sprechen kann – weil Erstausgabe und so.

Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten. Ich genieße es, jetzt in den Sommerferien auch einige ruhige Tage zu haben und in Ruhe z.B. den Kleiderschrank aufräumen zu können oder einfach mal „nichts“ zu tun.

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Filed under Leben mit Hund, Musik

Wochenschnipsel 2626

In den heutigen Wochenschnipseln wird es, wie so oft, um Musik und um Hunde gehen, und auch um die aktuelle Sommerhitze. Zwar bin ich in der glücklichen Lage, dass sich unser altes Haus nicht stark aufheizt und dass wir unser Büro mit der Wärmepumpe auch kühlen können, so dass es recht erträglich ist, sich drinnen aufzuhalten, aber trotzdem merke ich auch, wie mein Hirn in den Sparmodus schaltet und wie schwer ich täglich in die Gänge komme. Ich hätte natürlich sehr gerne mehr Beratungs- und Trainingsaufträge (Wink mit dem Zaunpfahl!), aber dass ich meinem Hirn die Langsamkeit gönnen kann, weil ich eben im Moment wenig Schreibtischarbeit habe, finde ich schon angenehm.

Der kleine alte Hund geht jetzt, wo es so extrem heiß ist, nur noch zum Abendspaziergang mit. Morgens und nachmittags geht er kurz in den Garten, erledigt, was zu erledigen ist, und liegt dann entweder in seinem Korb oder auf der Kühlmatte, die er regelrecht zu genießen scheint. Was er auch liebt, ist, mit Wasser aus der Blumenspritze besprüht zu werden. Der wilde Hund kann Wasser nicht leiden, auch den Kühleffekt möchte er nicht haben. Er liegt lieber auf den Fliesen oder jetzt im Büro unter meinem Schreibtisch. Spazieren gehen findet er gut, doch am Nachmittag zeigt auch er deutlich, dass eine kleine Runde absolut ausreichend ist.

Gestern durfte ich außer der Reihe zwei Chorproben leiten, was sehr viel Spaß gemacht hat und am Sonntag hatte ich mal wieder eine Orgelvertretung, die kurzfristig angefragt worden war. Hinterher gab es Kaffee und Kekse im Schatten der Kirche und Gespräche über Kirchenmusik und die Entwicklung der Gemeinden.

Von meiner neuen Tenorblockflöte aus Olivenholz hatte ich kurz nach dem Kauf in den Wochenschnipseln berichtet. Die Einspielphase nähert sich dem Ende. Das Instrument zeigt immer deutlicher, dass es bereit ist, voll belastet zu werden und es ist so eine Freude, damit zu spielen. Bei einigen Tönen bin ich mit dem Klang noch nicht ganz zufrieden, aber das liegt an mir und nicht an der Flöte. Denn obwohl sie sich gut greift, muss ich noch üben, meine Finger wirklich exakt auf den Löchern zu platzieren, um saubere Töne zu bekommen. Auch dafür ist eine lange Einspielphase gut. Ich plane, demnächst ein Video aufzunehmen und das Instrument vorzustellen.

Mein neuer Sigo Bass ist ebenfalls ein sehr spannendes Instrument und wird ein Vorstellungsvideo bekommen.

Ich könnte jetzt sagen, dass meine Blockflötensammlung nunmehr komplett ist, aber falls es aus der Sigo-Reihe irgendwann noch einen Großbass geben sollte, könnte ich wohl schwach werden. Und ein Csakan wäre auch interessant und… (Ihr merkt schon, das mit dem „komplett“ wird echt schwierig!)

Danke fürs Lesen, und ich hoffe, Ihr habt kühle Plätze, wo Ihr Euch ein wenig von der Hitze erholen könnt.

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Filed under Leben mit Hund, Musik

Wochenschnipsel 2625

Eine musikalische Woche liegt hinter mir. Tägliches Einspielen der neuen Tenorblockflöte, Schrammeln auf der Ukulele, Konzertprogramm verfeinern, Orgel üben, Chor leiten, Gottesdienste begleiten (mit Orgel, Ukulele, Blockflöte und Stagepiano), im Chor singen… ja, und trotzdem habe ich auch noch ein weiteres Arbeitsfeld. Da ist es im Moment allerdings eher ruhig. Was der Musik zugute kommt, nicht jedoch dem Sparschwein.

Gestern war ich mutig und habe ein unperfektes Zine veröffentlicht, mit kleinen Reimen über Tiere und Gemüse. Mutig deshalb, weil meine innere Perfektionistin ziemlich laut sein kann und mir regelmäßig einredet, ich könne dieses oder jenes doch noch nicht aus der Schublade holen, was würden denn die Menschen denken. Das ist manchmal hilfreich, aber oft auch hinderlich. Die ersten Kommentare zum Zine waren positiv, und wer es nicht mochte, hat es mir bisher nicht gesagt.

Gerade habe ich Geburtstagspost geschrieben und habe tatsächlich mal keinen Stapel an Briefen auf dem Schreibtisch liegen, der beantwortet werden will. Da ein Großteil meiner Brieffreundinnen in England und Schottland lebt und die Post auf der Insel seit längerem massive Probleme hat und Briefe oft wochenlang nicht zustellt, ist meine Schreibfrequenz arg gesunken.

Sonst gibt es nicht viel zu berichten und einfach nur irgendwas schreiben, damit hier mehr steht, möchte ich nicht. Deshalb sage ich danke fürs Lesen und bis nächste Woche!

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Filed under Musik

Wochenschnipsel 2624

Letzten Donnerstag hatten wir in Hessen Feiertag (Fronleichnam) und wir fuhren ins Nussbachtal, um den runden Geburtstag eines Freundes zu feiern. Wir verbrachten drei schöne Tage auf einem Zeltplatz ohne Mobilfunknetz und die Hunde fuhren außerdem zum ersten Mal in ihrem Leben mit dem Zug, und zwar auf der Sauschwänzlebahn. Ein wirklich lohnendes Ausflugsziel! Da es im Zug recht eng werden kann, sollten mitfahrende Hunde keine Probleme mit Menschen haben – der wilde Hund fand es großartig, dass uns zwei Teenager gegenübersaßen, die ihn immer wieder streichelten. Sie hatten vorher gefragt, ob sie das dürfen und hatten auch Verständnis dafür, dass ich gesagt habe, wilder Hund ja, kleiner alter Hund lieber nicht. Die Hunde waren beide entspannt und sind auch zur Rückfahrt wieder bereitwillig mit eingestiegen bzw. haben sich in den Waggon heben lassen. Vor dreieinhalb Jahren, als sie neu bei uns waren, wäre das wahrscheinlich noch nicht möglich gewesen.

Am Sonntag hatte ich frei und habe an meinem aktuellen Sockenpaar weitergestrickt und e-books gelesen und die Hunde haben sich von der kleinen Reise erholt und fast den ganzen Tag über geschlafen.

Am Montag habe ich an einem neuen Konzertprogramm herumgedacht und einen ersten Entwurf ausgearbeitet. Es ist mir immer wichtig, dass meine Programmideen auf möglichst vielen Orgeln funktionieren können, egal, wie groß diese sind, und ich glaube, das wird mir auch diesmal gut gelingen. Falls eins Interesse hat, mich als Organistin mal einzuladen: gerne Kontakt aufnehmen!

Gestern stand Schreibtischarbeit im Fokus. Ich habe einen Team-Workshop zum Thema Zusammenarbeit und Kommunikation vorbereitet und freue mich sehr darauf, nächste Woche meinen Moderationskoffer zu packen und den Workshop durchzuführen. Auch da: wenn Bedarf an solchen Workshops (Präsenz oder auch online) besteht, einfach melden.

Und heute ist schon wieder Mittwoch, also Zeit für die Wochenschnipsel und außerdem wartet ein Beitrag für eine meiner anderen Seiten darauf, fertig geschrieben und veröffentlicht zu werden.

Wie immer also keine Langeweile. Wir lesen uns nächste Woche wieder 🙂

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