Tag Archives: Orgel

Wochenschnipsel 2826

Es ist bewölkt und windig, der wilde Hund liegt mir zu Füßen und der kleine alte Hund wandert durchs Haus und verbellt die Schatten. Oder die Fantasiewesen, die er sieht. Oder die Treppe, weil sie da ist. Oder auch die Wand.

Gestern schrieb ich im Fedi, dass demente Hunde besondere Herausforderungen ins Leben bringen und wurde gefragt, ob es das tatsächlich gibt, Demenz bei Hunden. Ja, gibt es. Es gibt Fragebögen für Hundemenschen, anhand derer herausgefunden werden kann, ob der Hund Anzeichen einer Demenz zeigt. Der kleine alte Hund ist voll dabei. Aber: er weiß immer noch, wer seine Menschen sind, er weiß, wo sein Körbchen steht, er weiß, wie er vom Garten wieder zurück ins Haus kommt, und die Leckerli schmecken ihm noch. Insofern ist es glaube ich für uns Menschen anstrengender als für ihn. Er wurde irgendwann im September 2009 geboren, so genau wissen wir das gar nicht. Folglich ist er in seinem 17. Lebensjahr und dass da altersbedingt nicht mehr alles so funktioniert, ist verständlich. Wir versuchen jedenfalls, ihm ein schönes Hundeleben zu gestalten, aber ob und wie das alles noch wird, wissen wir natürlich auch nicht. Der wilde Hund scheint auch zu spüren, dass sein Hundekumpel nicht mehr so auf der Höhe ist und versucht nur noch ganz selten, Streit anzufangen. Wobei das vielleicht auch andere Ursachen hat.

Letzten Freitag bekam ich eine Vertretungsanfrage für den Sonntag, da ein Kollege krank geworden war. Große Kirche, schöne Orgel, zwei Taufen, und nichts weiter im Kalender, also konnte ich zusagen. Das Bild vom Orgelspieltisch bekam im Fedi dreimal so viele „mag ich“ Reaktionen als mein sonntägliches Orgelvideo. Aber natürlich guckt sich so ein Foto viel schneller an als ein Video, und sei es noch so kurz. Ich werde auch im August wieder in der großen Kirche spielen, den Termin weiß ich jetzt schon. Und wer weiß, ob wir eine Vakanzzeit zu überbrücken haben, während die hauptamtliche Stelle neu besetzt wird. Vielleicht komme ich dann noch öfter dazu, dort zu spielen. Der Küster erzählt jedenfalls, ich könne Orgel spielen und man müsse sich um mich keine Gedanken machen.

Apropos Orgel, diese Woche kam ich endlich dazu, eine Komposition eines Fedi-Bekannten für Orgel zu setzen und arbeite außerdem an einer Erstausgabe eines Orgelstücks, über das ich aber noch nicht weiter sprechen kann – weil Erstausgabe und so.

Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten. Ich genieße es, jetzt in den Sommerferien auch einige ruhige Tage zu haben und in Ruhe z.B. den Kleiderschrank aufräumen zu können oder einfach mal „nichts“ zu tun.

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Wochenschnipsel 2626

In den heutigen Wochenschnipseln wird es, wie so oft, um Musik und um Hunde gehen, und auch um die aktuelle Sommerhitze. Zwar bin ich in der glücklichen Lage, dass sich unser altes Haus nicht stark aufheizt und dass wir unser Büro mit der Wärmepumpe auch kühlen können, so dass es recht erträglich ist, sich drinnen aufzuhalten, aber trotzdem merke ich auch, wie mein Hirn in den Sparmodus schaltet und wie schwer ich täglich in die Gänge komme. Ich hätte natürlich sehr gerne mehr Beratungs- und Trainingsaufträge (Wink mit dem Zaunpfahl!), aber dass ich meinem Hirn die Langsamkeit gönnen kann, weil ich eben im Moment wenig Schreibtischarbeit habe, finde ich schon angenehm.

Der kleine alte Hund geht jetzt, wo es so extrem heiß ist, nur noch zum Abendspaziergang mit. Morgens und nachmittags geht er kurz in den Garten, erledigt, was zu erledigen ist, und liegt dann entweder in seinem Korb oder auf der Kühlmatte, die er regelrecht zu genießen scheint. Was er auch liebt, ist, mit Wasser aus der Blumenspritze besprüht zu werden. Der wilde Hund kann Wasser nicht leiden, auch den Kühleffekt möchte er nicht haben. Er liegt lieber auf den Fliesen oder jetzt im Büro unter meinem Schreibtisch. Spazieren gehen findet er gut, doch am Nachmittag zeigt auch er deutlich, dass eine kleine Runde absolut ausreichend ist.

Gestern durfte ich außer der Reihe zwei Chorproben leiten, was sehr viel Spaß gemacht hat und am Sonntag hatte ich mal wieder eine Orgelvertretung, die kurzfristig angefragt worden war. Hinterher gab es Kaffee und Kekse im Schatten der Kirche und Gespräche über Kirchenmusik und die Entwicklung der Gemeinden.

Von meiner neuen Tenorblockflöte aus Olivenholz hatte ich kurz nach dem Kauf in den Wochenschnipseln berichtet. Die Einspielphase nähert sich dem Ende. Das Instrument zeigt immer deutlicher, dass es bereit ist, voll belastet zu werden und es ist so eine Freude, damit zu spielen. Bei einigen Tönen bin ich mit dem Klang noch nicht ganz zufrieden, aber das liegt an mir und nicht an der Flöte. Denn obwohl sie sich gut greift, muss ich noch üben, meine Finger wirklich exakt auf den Löchern zu platzieren, um saubere Töne zu bekommen. Auch dafür ist eine lange Einspielphase gut. Ich plane, demnächst ein Video aufzunehmen und das Instrument vorzustellen.

Mein neuer Sigo Bass ist ebenfalls ein sehr spannendes Instrument und wird ein Vorstellungsvideo bekommen.

Ich könnte jetzt sagen, dass meine Blockflötensammlung nunmehr komplett ist, aber falls es aus der Sigo-Reihe irgendwann noch einen Großbass geben sollte, könnte ich wohl schwach werden. Und ein Csakan wäre auch interessant und… (Ihr merkt schon, das mit dem „komplett“ wird echt schwierig!)

Danke fürs Lesen, und ich hoffe, Ihr habt kühle Plätze, wo Ihr Euch ein wenig von der Hitze erholen könnt.

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Wochenschnipsel 2625

Eine musikalische Woche liegt hinter mir. Tägliches Einspielen der neuen Tenorblockflöte, Schrammeln auf der Ukulele, Konzertprogramm verfeinern, Orgel üben, Chor leiten, Gottesdienste begleiten (mit Orgel, Ukulele, Blockflöte und Stagepiano), im Chor singen… ja, und trotzdem habe ich auch noch ein weiteres Arbeitsfeld. Da ist es im Moment allerdings eher ruhig. Was der Musik zugute kommt, nicht jedoch dem Sparschwein.

Gestern war ich mutig und habe ein unperfektes Zine veröffentlicht, mit kleinen Reimen über Tiere und Gemüse. Mutig deshalb, weil meine innere Perfektionistin ziemlich laut sein kann und mir regelmäßig einredet, ich könne dieses oder jenes doch noch nicht aus der Schublade holen, was würden denn die Menschen denken. Das ist manchmal hilfreich, aber oft auch hinderlich. Die ersten Kommentare zum Zine waren positiv, und wer es nicht mochte, hat es mir bisher nicht gesagt.

Gerade habe ich Geburtstagspost geschrieben und habe tatsächlich mal keinen Stapel an Briefen auf dem Schreibtisch liegen, der beantwortet werden will. Da ein Großteil meiner Brieffreundinnen in England und Schottland lebt und die Post auf der Insel seit längerem massive Probleme hat und Briefe oft wochenlang nicht zustellt, ist meine Schreibfrequenz arg gesunken.

Sonst gibt es nicht viel zu berichten und einfach nur irgendwas schreiben, damit hier mehr steht, möchte ich nicht. Deshalb sage ich danke fürs Lesen und bis nächste Woche!

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Wochenschnipsel 2624

Letzten Donnerstag hatten wir in Hessen Feiertag (Fronleichnam) und wir fuhren ins Nussbachtal, um den runden Geburtstag eines Freundes zu feiern. Wir verbrachten drei schöne Tage auf einem Zeltplatz ohne Mobilfunknetz und die Hunde fuhren außerdem zum ersten Mal in ihrem Leben mit dem Zug, und zwar auf der Sauschwänzlebahn. Ein wirklich lohnendes Ausflugsziel! Da es im Zug recht eng werden kann, sollten mitfahrende Hunde keine Probleme mit Menschen haben – der wilde Hund fand es großartig, dass uns zwei Teenager gegenübersaßen, die ihn immer wieder streichelten. Sie hatten vorher gefragt, ob sie das dürfen und hatten auch Verständnis dafür, dass ich gesagt habe, wilder Hund ja, kleiner alter Hund lieber nicht. Die Hunde waren beide entspannt und sind auch zur Rückfahrt wieder bereitwillig mit eingestiegen bzw. haben sich in den Waggon heben lassen. Vor dreieinhalb Jahren, als sie neu bei uns waren, wäre das wahrscheinlich noch nicht möglich gewesen.

Am Sonntag hatte ich frei und habe an meinem aktuellen Sockenpaar weitergestrickt und e-books gelesen und die Hunde haben sich von der kleinen Reise erholt und fast den ganzen Tag über geschlafen.

Am Montag habe ich an einem neuen Konzertprogramm herumgedacht und einen ersten Entwurf ausgearbeitet. Es ist mir immer wichtig, dass meine Programmideen auf möglichst vielen Orgeln funktionieren können, egal, wie groß diese sind, und ich glaube, das wird mir auch diesmal gut gelingen. Falls eins Interesse hat, mich als Organistin mal einzuladen: gerne Kontakt aufnehmen!

Gestern stand Schreibtischarbeit im Fokus. Ich habe einen Team-Workshop zum Thema Zusammenarbeit und Kommunikation vorbereitet und freue mich sehr darauf, nächste Woche meinen Moderationskoffer zu packen und den Workshop durchzuführen. Auch da: wenn Bedarf an solchen Workshops (Präsenz oder auch online) besteht, einfach melden.

Und heute ist schon wieder Mittwoch, also Zeit für die Wochenschnipsel und außerdem wartet ein Beitrag für eine meiner anderen Seiten darauf, fertig geschrieben und veröffentlicht zu werden.

Wie immer also keine Langeweile. Wir lesen uns nächste Woche wieder 🙂

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Wochenschnipsel 2622

Es ist bereits Nachmittag, spät für meine Wochenschnipsel, die ich ja sonst immer schon am Mittwochvormittag schreibe. Aber ich verbrachte den Morgen und den Vormittag bei „meinen“ Orgeln. Die jährliche Wartung und Stimmung stand an. Und da „Frau Bernhard“ einen Riss im Balg hatte, der so groß war, dass er geflickt werden musste, verbrachten wir mehr Zeit an dieser Orgel als ursprünglich geplant. Und dann war ja auch noch die „Kellerin“ dran, aber da es dort nur ein Manual gibt und keine Mixtur, ging das dann vergleichsweise schnell.

Meine neue Tenorblockflöte macht sehr viel Freude. Ich bin ja noch in der Einspielphase, aber sie reagiert sehr gut und ich bin ausgesprochen zufrieden. Über mein neues Gemshorn habe ich ein Video gemacht – der Link dazu ist im entsprechenden Blogbeitrag mit den Untertiteln.

Und dann kam letzte Woche auch noch, ein wenig unerwartet, meine im Dezember bestellte Bassblockflöte aus der Sigo-Reihe von Kunath an und mit diesem Instrument muss ich natürlich auch ein Video machen, aber das schaffe ich frühestens nächste Woche.

Ich war zu einem Kurzbesuch in Frankfurt im Archiv Frau & Musik und werde in nächster Zeit öfter mal dort sein, zu verschiedenen Konzerten, Meetings und Workshops.

Das Pfingstwochenende war auch wieder musikalisch, wie könnte es anders sein. Am Pfingstsonntag bekam ich nach dem Schlussstück (ein Voluntary von Kate Loder) reichlich Applaus und auch wenn das nicht unbedingt zu einem Gottesdienst dazugehört, hat es mich doch gefreut.

Am Pfingstmontag war Familiengottesdienst und die kleine Kirche war sehr gut besucht. Wir hatten vier Lieder im Plan und ich habe jedes Lied mit einem anderen Instrument begleitet: mit der Orgel, mit dem Stagepiano, mit dem Akkordeon und mit der Ukulele. Auch das kam gut an und hat viel Spaß gemacht.

Soweit die heutigen Wochenschnipsel – wieder einmal „nur“ mit Musik, aber mir gefällt das eigentlich ganz gut 😉

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Wochenschnipsel 2621

Die heutigen Wochenschnipsel drehen sich (mal wieder) hauptsächlich um Musik.

Am Himmelfahrtstag durfte ich einen Freiluftgottesdienst mit E-Piano (ein altes leicht schrappeliges Roland) und mit meinem Akkordeon begleiten und das hat viel Spaß gemacht.

Am Freitag brach ich dann zu einer Mini-Reise auf, ganz allein, ohne weitere Menschen oder Hunde. Mein erstes Etappenziel war Bad Kissingen, wo die internationalen Blockflötenfesttage stattfanden. Ich wollte „nur“ zur Instrumentenausstellung und nicht am Festival oder an Workshops teilnehmen (wobei manche Konzerte wirklich spannend gewesen wären). Das „nur“ muss ich in Anführungszeichen schreiben, denn die Ausstellung ist für das Sparschwein sehr gefährlich. Ich hatte mir im Vorfeld genau überlegt, was ich, wenn überhaupt, kaufen wollen würde und kann stolz berichten, dass ich mich auch an meinen Plan gehalten habe und „nur“ mit zwei neuen Instrumenten nach Hause fuhr.

Ich besitze mehrere Tenorblockflöten. Meine erste war das günstige Kunststoff-Modell von Thomann, gekauft, um zu gucken, ob ich mit der Größe überhaupt klarkomme. Meine zweite ist ein Knick-Kopf-Modell von Mollenhauer aus Birnbaum, die ich von meiner Familie geschenkt bekam. Diese Flöte nutze ich vor allem als Solo-Instrument, da sie mit deutscher Griffweise bei manchen Tönen schwer zu intonieren ist, aber ich mag den Klang sehr und würde sie nicht hergeben wollen, auch wenn die deutsche Griffweise unter Profis keinen guten Ruf hat. Dann kam noch eine Aulos Robin aus Kunststoff hinzu, die im Gegensatz zur Thomann keine Klappen hat und vom Lochabstand auch recht bequem zu greifen ist. Und dann letztes Jahr ein Sigo Tenor – eine Tenorblockflöte in besonderer Bauweise, die sich wie eine Altflöte greift.

Also, eigentlich ausreichend Tenöre? Nun ja. Eine Tenorblockflöte aus Holz mit barocker Griffweise war noch auf der Wunschliste. Vor gut drei Jahren kam eine Sopranino aus Olivenholz in meine Sammlung, vom Blockflötenbauer Hammann/Kobliczek und das ist ein so tolles Instrument, dass ich die Gelegenheit in Bad Kissingen nutzte, um mir die Tenöre aus der „Studium“-Modellreihe von Hammann anzuschauen. Ich wurde hervorragend beraten und schwankte dann sehr zwischen einer Flöte aus Pflaumenholz und einer aus Olivenholz. Entschied mich dann für die Olive und bin jetzt dabei, sie langsam einzuspielen. Witzigerweise wurde sie, wie die Markierung am Kopfstück zeigt, vom selben Blockflötenbauer (aus dem Hammann-Team) gebaut wie die Sopranino. Sobald sie fertig eingespielt ist, stelle ich sie in einem Video vor.

Das zweite Instrument, das mich fand, ist ein Gemshorn in Tenor-Lage. Das ist ein Instrument, das ich eigentlich nicht „brauche“, aber das ich, ebenso wie meine Teleskopflöten oder die Sopilka, einfach interessant finde und für das ich sicher Verwendungsmöglichkeiten finde.

Gemshörner sind gedeckte Flöten und mit Gefäßflöten wie Okarinas verwandt. Sie werden aus Tierhorn (Rind oder andere Hornträger) hergestellt. Im Fediverse schrieb ich dazu

Ja, ich bin mir dessen bewusst, dass das Tier, dem das Horn einmal gehörte, noch leben könnte, wenn es nicht geschlachtet worden wäre; wäre es wegen des Horns geschlachtet worden, würde ich damit keine Musik machen wollen. Die Hörner sind (leider) Abfall und in der Musik steckt neues Leben.

Der Klang ist weich und eine Mischung aus einer tiefen Blockflöte und einer Okarina. Auch mit diesem Instrument werde ich ein Video machen, wenn auch nicht mehr heute, denn heute Nachmittag steht eine längere Übe-Session an der Orgel auf dem Plan.

Nach meinem erfolgreichen Besuch in Bad Kissingen fuhr ich weiter zu meinem nächsten Etappenziel, einem Dorf am Fuß des Schwanbergs. Dort verbrachte ich die Nacht in einem netten Hotel und am nächsten Morgen besuchte ich einen wichtigen Baum und machte eine kleine Wanderung auf dem Berg. Mittags konnte ich am Stundengebet der Schwestern des dortigen Klosters teilnehmen, was sehr schön war und danach ging es nach Nürnberg, meinem letzten Ziel der Mini-Reise, zu meiner ältesten Schulfreundin.

Und am Sonntagabend war ich dann wieder zuhause.

Musikalisch ging es auch am Montag weiter, denn es waren neue Noten in der Post und ich arbeite außerdem an Ideen für eine Beteiligung an einem Porträtkonzert für eine zeitgenössische Komponistin. Mehr kann/darf ich dazu aber im Moment noch nicht sagen.

Gestern war Schreibtischtag und abends Chorprobe, und nächste Woche gibt es neue Wochenschnipsel.

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Wochenschnipsel 2615

Dreimal hab ich den heutigen Beitrag angefangen und dreimal hat mir der Text nicht gefallen, aber dann dachte ich mir, komm, das muss jetzt nicht perfekt sein und deine Leser*innen dürfen ruhig merken, dass hier ein Mensch am Werk war und keine genAI – je mehr ich darüber lese und auch sehe, was andere mit diesen Tools anstellen, desto größer wird mein Störgefühl. Und das nicht nur, weil ich fest davon überzeugt bin, dass es gerade im Kreativbereich keine wirklichen Abkürzungen gibt, und dass schon der Weg so wertvoll ist, dass es sich lohnt, egal, was am Ende das Ergebnis ist. Oder dass es vielleicht gar kein Ergebnis gibt. Dieses Ausprobieren, Suchen, Entdecken, Verwerfen, das Üben und Zweifeln, und das wunderbare Gefühl, wieder ein Stück weitergekommen zu sein, all das möchte ich nicht missen und macht mich zu der Person, die ich bin.

Apropos ausprobieren, ich weiß nicht, ob Ihr Zines kennt. Das sind Minibücher oder Minimagazine, und wenn sie aus einem A4-Blatt gefaltet werden, gibt es sechs Seiten plus Vorder- und Rückseite und Ihr müsst keine Origami-Gurus sein, um sie zu basteln. Petra hat eine tolle (englischsprachige) Anleitung auf ihrer Seite (klick hier) und ihr könnt für kleines Geld (oder auch für einen größeren Betrag, ganz wie ihr wollt und könnt) ein wirklich schönes von ihr gestaltetes Zine bei Ko-Fi bekommen. Auf meinem Schreibtisch liegen gerade zwei frisch gefaltetete noch leere Zines und im Laufe der nächsten Wochen (oder Monate, je nachdem, wie ich ausgelastet bin) werde ich die ein oder andere Idee dazu umsetzen.

Ein langes Wochenende mit viel Kirchenmusik liegt hinter mir. Diesmal kamen zwar „nur“ Orgel, Stagepiano und Bassblockflöte zum Einsatz und das Akkordeon und die Ukulele blieben zuhause, aber gerade die Bassblockflöte machte sich ganz hervorragend und ich bekam dazu viele positive Kommentare. Am Ostermontag habe ich zum ersten Mal in der größten Kirche unserer neuen Großgemeinde gespielt. Der hauptamtliche Kollege, der mich dafür kurzfristig angefragt hatte, hatte mir gesagt, ich würde an der Orgel viel Spaß haben und er hatte nicht zu viel versprochen. Ich hatte in der Tat viel Spaß und nach dem Gottesdienst kamen zwei Menschen, die wissen wollten, was ich denn da als Nachspiel gespielt hätte, ob das Bach gewesen sei und das sei ja so toll gewesen. Es war nicht Bach, sondern Auguste Larriu (1840-1925); und als Vorspiel gab es, wie das bei mir so üblich ist, ein Stück einer Komponistin, den „Easter Triumph“ von Emma Louise Ashford. Mal sehen, ob ich irgendwann mal wieder Gelegenheit bekomme, dort zu spielen.

Das Akkordeon ist ja das Instrument des Jahres 2026 und morgen kommt mein neuer Akkordeonschüler zu seiner ersten Stunde. Darauf freue ich mich und er sich hoffentlich auch.

So, jetzt muss ich noch ein paar weitere Blätter falten und gestalten!

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Filed under Musik, Sammelsurium

Wochenschnipsel 2614

Gleich vorweg: trotz des Datums mache ich in den heutigen Wochenschnipseln keine schlechten Scherze. Ihr könnt also ganz beruhigt lesen. Oder enttäuscht wegklicken 😉

Was gibt es Neues? Wer nicht nur mittwochs hier auf die Seite guckt, hat sicher gesehen, dass ich am Donnerstag ein neues Lied veröffentlicht habe und am Montag ein Kochbuch vorgestellt. Wer nur mittwochs hier auf die Seite guckt, kann gerne nachlesen. 🙂

Auch wenn der April laut Kalender erst heute beginnt, sogenanntes Aprilwetter hatten wir bereits in den letzten Märztagen. Inklusive Gewitter, Graupelschauer und allem, was sonst so dazugehört. Gerade scheint die Sonne und wenn ich aus dem Bürofenster gucke, sehe ich die Rotschwänze herumtoben. Aus der Entfernung kann ich leider nicht sehen, ob es Haus- oder Gartenrotschwänze sind. Wir hatten schon beide Arten hier zu Gast und einmal haben Hausrotschwänze sogar am Haus gebrütet. „Unsere“ Falken sind auch zurück und haben den Nistkasten bezogen und die Spatzen waren nie weg.

Musikalisch steht die Zeit ganz im Licht (und Schatten) der Karwoche und der kommenden Osterzeit. Es gibt viele Orgeldienste, mal hier, mal dort, und ich habe wie immer auch Stücke von Komponistinnen ausgesucht, um sie sicht- oder vielmehr hörbar zu machen. Am Palmsonntag (der Sonntag vor Ostern) wird in unserer Gegend traditionell Jubelkonfirmation gefeiert, d.h. es gibt einen besonderen Gottesdienst für Menschen, die vor 50, 60, 65 Jahren (und manchmal noch länger her) ihre Konfirmation hatten. Ich habe als Schlussstück ein „Postlude“ von Emma Louise Ashford gespielt und bekam dafür sogar Applaus.

Apropos Musik, ich werde regelmäßig gefragt, warum ich als Musikerin denn nicht bei Instagram sei, dort seien doch „alle“ und wie ich das denn machen würde mit der Sichtbarkeit. Ich befinde mich in der komfortablen Situation, dass die Musik nicht mein einziges Standbein ist und dass ich darüber hinaus musikalisch nicht nur eine Sache mache, sondern viele. Also Kirchenmusik, Chorleitung, Stimmbildung, Unterricht, um nur einiges zu nennen. Und da läuft vieles hier in der Region über persönliche Kontakte. Und tatsächlich habe ich auch schon übers Fediverse Konzertanfragen bekommen oder lernte Kollegys kennen, mit denen ich dann zusammenarbeiten durfte oder über die ich hinwiederum weitere tolle Leute und Projekte fand. Für mich „geht“ es also problemlos ohne Insta oder auch FB, wo ich noch nie war und auch nicht sein möchte. Auch als Privatperson nicht.
Ob Insta für die Sichtbarkeit wirklich ein Gamechanger ist und wie mit Haltungen von Veranstaltern umzugehen ist, die sagen, dass sie Künstler*innen auch anhand der Zahl ihrer Insta-Follows auswählen, darauf habe ich keine Antwort, weil das einfach nicht meine Welt ist. Ich möchte aber eigentlich auch nicht, dass das „die Welt“ für meine Kollegys sein soll. Wenn ich mir anschaue, wie zeitaufwändig es ist, ständig die Algorithmen zu füttern, um ja nicht hinten runter zu fallen, würde ich die dafür nötige Energie lieber ins Üben stecken, oder ins Nachdenken über Liedtexte, oder ins „Dummzeuch-babbeln“ im Fediverse. Denn ich weiß für mich, dass ich da sichtbar bin und dass da Menschen sind, die sich für mich und meine Musik interessieren.
Mehr brauche ich nicht und weiß, wie priviligiert ich bin, dass ich mir diese Haltung leisten kann. Ich schreibe das nicht, um Menschen zu ärgern, die in einer anderen Situation sind. Auch bei mir herrscht nicht immer eitel Sonnenschein. So erfolgreich ich im Moment als Musikerin bin, so sehr habe ich in einem anderen Arbeitsfeld zu kämpfen, weil meine Angebote derzeit nicht gebucht werden. Irgendwas ist also immer. Aber bevor ihr fragt: nein, mit meinem anderen Arbeitsfeld zu Insta zu gehen ist keine Option.

Vielleicht sortiere ich diese Gedanken irgendwann noch einmal zu einem eigenen Blogpost.

Vielen Dank fürs Lesen!

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Filed under Landleben, Musik

Wochenschnipsel 2613

Gestern dachte ich so bei mir, es könnte eigentlich mal wieder regnen, denn so schön das ist, dass die Frühlingssonne jeden Tag scheint, brauchen die Böden doch Wasser. Und heute morgen sind der wilde Hund und ich beim Spaziergang ordentlich nass geworden. Windig war es auch, und nun ist wieder blauer Himmel zu sehen. Der kleine alte Hund war zuhause geblieben, wie so oft.

Meine Woche war ziemlich bunt, aber es gibt nichts wirklich Besonderes zu berichten.

Außer, dass ich am Sonntag wieder einen sehr schönen Vertretungsdienst hatte und Applaus bekam nach dem Nachspiel und dass mein Freund und Kollege Martin wieder aus Japan zurück ist und mir einen schönen Fächer und weitere Kleinigkeiten mitgebracht hat.

Wer es noch nicht gesehen hat, ich habe über eine Krimireihe gebloggt, bei der der erste Band vor mehr als 30 Jahren erschienen ist und der letzte Band vor 19 Jahren, aber ich bin ja öfter mal spät dran, was das Entdecken von Büchern angeht.

Als nächstes mache ich mich daran, ein neues Video zu untertiteln. Wann ich es veröffentliche, weiß ich noch nicht. Wer mir im Fediverse folgt, wird es mitbekommen. 🙂

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Filed under Leben mit Hund, Musik

Wochenschnipsel 2612

Heute morgen stiefelte der kleine alte Hund bei strahlendem Sonnenschein durch halb gefrorenes Gras und beschloss nach wenigen Minuten, nicht am großen Spaziergang teilnehmen zu wollen. Das ist inzwischen zur Routine geworden – und für mich ist es Routine, mittwochs meine Wochenschnipsel zu tippen und zu veröffentlichen.

Gestern habe ich über das aktuelle Buch von Karin Joachim gebloggt und abends drei Chorproben geleitet, weil der eigentliche Chorleiter im Urlaub ist. Auch vor dem Wochenende habe ich in einigen Gesangvereinen als Chorleiterin ausgeholfen, und nächste Woche ist er wieder da und das bringt mir wieder ein paar freie Abende. Wobei mir sicherlich nicht langweilig wird.

In meinem Postfach häufen sich die Anfragen für Orgelvertretungen, gerade zu Ostern und auch zu Pfingsten und ich muss ausbalancieren, wie stark mein Pflichtgefühl ist und mein Ruhebedürfnis.

Woraus ich im Moment eine Menge positiver Energie ziehe, sind einerseits die guten Reaktionen im virtuellen Raum auf meine Musik (sowohl Orgel als auch nicht-klassisches) und der Austausch mit anderen Musizierenden, und andererseits die Beschäftigung mit meinen Instrumenten – ich habe einige neue Werke für Klavier entdeckt, an denen ich mit großer Freude arbeite und ganz ohne Zeitdruck, weil keine Konzerte anstehen, bei denen ich sie spielen „muss“. Auch für die Blockflöten habe ich viele Ideen und spätestens am Gründonnerstag wird auch das Akkordeon wieder zum Einsatz kommen.

Und vielleicht gibt es bald auch wieder ein Video mit einem Lied und der Ukulele. 🙂

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