Wochenschnipsel 2631

Wir hatten einen ganz wunderbaren Kurzurlaub im Elsass. Jedes Jahr Ende Juli fahren wir für ein verlängertes Wochenende dort hin, weil wir ein Oldtimer-Treffen mit organisieren, aber bei aller Arbeit, die das Treffen macht, ist es vor allem auch ein kleiner Urlaub. Obwohl es vor allem am Samstag so warm war, dass wir uns kaum bewegen wollten (und die Hunde auch nicht), war es doch sehr erholsam.

Wir haben liebe Freunde getroffen und viel geredet, sowohl ernst als auch lustig, und die Hunde werden allmählich zu Treffen-Profis. Während der wilde Hund vor allem im ersten Jahr und auch noch im zweiten Jahr unser Auto intensiv bewacht und verteidigt hat, ist er inzwischen ziemlich entspannt und auch der kleine alte Hund war nach einer Eingewöhnungsphase ganz zufrieden. Was neu ist: das Nachhausekommen brauchte auch wieder eine Gewöhnungsphase. Am ersten Tag zuhause war er sehr nölig. Inzwischen geht es wieder.

Gestern habe ich viel Zeit mit meinen Blockflöten verbracht. Ich denke seit einer Weile an einem kleinen Konzertprogramm nur mit Blockflöten herum, weiß aber noch nicht, ob ich mich tatsächlich traue, das umzusetzen und an die Öffentlichkeit zu bringen. Immerhin ist Blockflöte ja „nur“ Hobby, auch wenn Musikmachen einer meiner Berufe ist.

Gerade habe ich das Buch „Rattenlied“ von Maike Claußnitzer zu Ende gelesen und mir endlich die „Oktoberperlen“ besorgt. Auch wenn ich beim Lesen der (langen) Bücher aus Maikes Feder immer mal den Faden verliere und mich frage, wie sie es eigentlich schafft, den Überblick zu behalten, so mag ich den Schreibstil und die Geschichten doch sehr. Wenn ich mit den „Oktoberperlen“ fertig bin, wartet noch „Der Ringeltaubenmantel“ auf mich. Fragt mich nicht, ob ich die Bücher in der richtigen Reihenfolge lese! Unterhaltsam sind sie alle.

Ebenfalls frisch gelesen habe ich den ersten von zwölf Kurzromanen der Reihe „Gruftgeflüster“ von Diandra Linnemann und ich glaube, die anderen elf möchte ich auch noch haben. Spannend, aber nicht blutrünstig, so habe ich das Buch einer Freundin beschrieben, die wissen wollte, was ich da lese.

Beide Autorinnen sind übrigens auch im Fediverse zu finden 🙂

Das Tippen der Wochenschnipsel wurde auch diese Woche unterbrochen von einem Anruf eines Bestattungshauses – allerdings ist die Beerdigung, für die noch eine Organistin gebraucht wird, erst übermorgen und nicht schon morgen (wie beim Anruf letzte Woche). Apropos, die Orgel, auf der ich letzten Donnerstag bei der Beerdigung spielen durfte, war ein ausgesprochen schönes Instrument. Oft stehen in Trauerhallen keine besonderen Instrumente, aber dort fand ich eine zweimanualige Pfeifenorgel von Walcker vor, die sich wirklich gut anhörte und auch Freude machte beim Spielen. Übermorgen wird es wohl eine elektronische Orgel sein, aber ausgesucht von einem meiner hauptamtlichen Kirchenmusikkollegen, insofern sicher ordentlich. Fun fact am Rande: der Pfarrer hatte sich gewünscht, dass ich die Beerdigung spiele, weil die Trauerfamilie „etwas von Musik versteht“ und es „jemand sein muss, der nicht herumstümpert“. Ich werde mir Mühe geben! Und selbstverständlich neben dem von der Familie gewünschten Bach auch ein Stück einer Komponistin spielen. Ich weiß nur noch nicht, welches. Aber bis Freitag ist ja auch noch Zeit.

Vielen Dank fürs Lesen!

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Filed under Bücher, Leben mit Hund, Musik

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