Neben mir am Schreibtisch liegt gerade das „Hundertmelodienbuch“ der Komponistin Barbara Heller, die im November ihren 90. Geburtstag feiern wird. Ich habe die große Ehre und Freude, an einem Konzert ihr zu Ehren mitzuwirken und bin gerade dabei zu überlegen, welche Stücke ich mit welchem Instrument oder mit welchen Instrumenten ich dann spielen werde.
Außerdem bin ich mit den Korrekturen einer Neu- bzw. Erstausgabe eines Stücks einer spanischen Komponistin fertig und muss jetzt „nur“ noch ein Vorwort schreiben. Das fällt mir erfahrungsgemäß schwerer als die reine musikalische Arbeit, aber nie im Leben würde ich diese Aufgabe einem genKI-Tool geben. Da brüte ich lieber selber einen Tag länger daran herum oder suche mir Unterstützung und Feedback von Menschen, die gut schreiben können.
Letzten Sonntag war die jährliche Mitgliederversammlung des Vereins, der in Frankfurt das Archiv Frau & Musik betreibt, und ich durfte moderieren und habe mich sehr gefreut, dass einige Neumitglieder zur Versammlung gekommen waren. Apropos Neumitglieder, wer sich für Komponistinnen interessiert und stark machen möchte, ist im Verein herzlich willkommen! Du musst kein aktiver Musikmensch sein, um die Arbeit des Vereins und des Archivs zu unterstützen.
Der wilde Hund liegt ganz entspannt unter meinem Schreibtisch; der kleine alte Hund scheint sich auch beruhigt zu haben – aber der macht uns in letzter Zeit immer mal Kummer, weil er sehr unruhig ist und wohl trotz Schmerzmitteln auch immer wieder Probleme zu haben scheint. Da steht demnächst wohl ein weiterer Tierarztbesuch an, um die Tablettendosis zu besprechen. Seine Demenz ist mal mehr, mal weniger zu merken. Die letzten zwei Tage war es eher mehr. Aber gut, er ist 17 Jahre alt, und da darf ein Hund schon ein paar Zipperlein haben. Wir lernen gemeinsam, damit umzugehen.
Der Walnussbaum hat begonnen, seine Nüsse abzuwerfen und ich habe schon einige aufgesammelt. Die Krähen, die in der Nähe wohnen, kommen jetzt auch regelmäßig vorbei, um sich Nüsse mitzunehmen und ich teile gerne mit ihnen. Dass der Baum trotz des zu heißen und trockenen Sommers so gut trägt, hat mich überrascht und freut mich sehr.
Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Mal!