Category Archives: Sammelsurium

alles Mögliche

Kleines Jubiläum – 28.12.

Am 2812.2011 erblickte dieses Blog das Licht der Welt.

Damals wusste ich noch gar nicht so recht, was ich eigentlich schreiben wollte, und wie regelmäßig, und für welche Zielgruppe – also genau so, wie man’s ja nicht machen soll 😀

Bin ich heute schlauer? Nun ja, heute weiß ich, dass ich es nicht immer schaffe, regelmäßig zu schreiben, dass ich aber immer wieder Spaß daran habe und zumindest in nächster Zeit nicht damit aufhören werde.

Wer meine Zeilen hier liest, erfahre ich manchmal durch Kommentare und Sterne/Herzen bei Twitter, seltener durch Kommentare hier im Blog, und noch seltener durch die ein oder andere E-Mail. Ich könnte natürlich meine Statistiken noch genauer anschauen, und mir ganz viele Gedanken machen, aber da ich hier einfach nur bin, ist das nicht nötig.

Apropos einfach nur sein, ich erlebe es immer wieder, dass Menschen mich fragen, warum ich mir denn ein Haus (inkl. renovierungsbedürftiger Nebengebäude) ans Bein gebunden hätte, warum wir nicht unseren Laster zum Fernreisemobil umbauen und aussteigen würden, warum wir nicht auswandern würden, ob ich denn nicht frei sein wolle.

Frei sein ist bei den Menschen, die mich das fragen, oft ein ziemlich romantisches Konzept und auf ihren eigenen Standpunkt bezogen. Ich fühle mich durchaus frei, denn wir haben zwar das Haus, aber es hat uns niemand gezwungen, es zu kaufen und herzurichten, sondern wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden. Ich fühle mich hier wohl. Und Freiheit beginnt auch im Kopf. Ich bin frei, weil ich meine Onlineaktivitäten nicht zum Geldverdienen betreibe, weil ich hier mal schreiben kann und mal nicht, ganz wie es mir gefällt und wie es gerade zu mir und dem „Offlineleben“ passt.

Ich fühle mich frei, weil ich so viele Möglichkeiten habe, meine Ideen und Hobbys auszuleben – natürlich hätte ich gerne viel mehr Zeit zum Musikmachen, zum Stricken, zum Faulenzen, zum Lasterschrauben… aber es ist gut so, wie es ist.

Wir haben ein paar wunderschöne Weihnachtstage verlebt. Wir hatten (und haben) eine Menge zu essen, genug Feuerholz, tolle Menschen um uns herum, und in wenigen Tagen beginnt ein neues Jahr und ich habe mir nichts vorgenommen.

Außer, weiterhin zu sein – mal glücklich, mal traurig, mal fröhlich, mal nachdenklich, und zufrieden.

Da ich heute noch nicht weiß, ob ich dieses Jahr noch einmal blogge, wünsche ich allen schon einmal einen guten Start ins Jahr 2016 und freue mich darauf, wenn auch nächstes Jahr ein paar Klicks auf dieser Seite zu verzeichnen sind.

 

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Filed under Damals, Landleben, Meinung, Sammelsurium

Was ich wirklich gut kann…

… ist, mir selbst im Weg zu stehen und mein Licht unter den Scheffel zu stellen.
Nein, natürlich kann ich noch viel mehr, doch wenn ich überlege, warum ich dieses oder jenes nicht hinkriege, stoße ich ganz schnell an Grenzen, die ich mir selbst setze. Teilweise sind es uralte Glaubenssätze aus der Kindheit, über die ich immer noch stolpere, teilweise sind es schlechte Erfahrungen aus jüngerer Zeit, die mich vorsichtig werden ließen.

Ich kann mir vorstellen, dass es unter meinen Leserinnen und Lesern auch einige gibt, denen das so geht. Deshalb möchte ich heute meine Erfahrungen teilen und erzählen, was ich so mache, wenn ich mich selbst wieder in ein Motivationsloch gesetzt habe.

Hintergrund dieser Gedanken ist unter anderem, dass ich seit Monaten zu häufig unzufrieden bin mit meinem Arbeitsplatz und den Aufgaben, die ich dort habe. Es ist beileibe nicht alles schlecht oder so schlimm, dass ich sofort gehen müsste, aber ich merke, dass es mir immer schwerer fällt, mich zu motivieren und so schnell und gut zu arbeiten, wie ich es eigentlich könnte. Deshalb denke ich darüber nach, ob und was ich anders machen könnte. Teilzeit arbeiten, einen anderen Job suchen, mich selbständig machen… viele Ideen tummeln sich in meinem Kopf, einige sehr konkret, andere ziemlich schwammig. Und regelmäßig meldet sich dieses kleine Stimmchen, das sagt, was willst Du eigentlich, Du kannst nix wirklich richtig, Du kommst sowieso nicht voran, Dein Lebenslauf ist nicht das, was die meisten Arbeitgeber haben wollen, Du bist ungeduldig, frech und vorlaut und außerdem weißt Du doch eh nicht, was Du kannst und willst.

Damit kann man sich richtig den Tag versauen. Oder den Abend.

Was also tun?

  • Mir hilft es sehr, mir von vertrauten Menschen Rückmeldung geben zu lassen. Auch wenn ich nicht immer alles gerne höre, was sie mir sagen, ich brauche Gespräche mit dem Partner oder mit engen Freunden, um mich zu erden, um mir Streicheleinheiten oder auch Kritik zu holen. Und vor allem kann ich da sehr gut üben, mal ein Lob anzunehmen, ohne gleich wieder in die „Ja, aber“-Schleife zu rutschen.
  • Ich liebe Listen (sieht man ja hier 😀 ). Also mache ich mir Listen mit Dingen:
    • die ich gerne mache
    • die gut sind/waren
    • die ich erledigen möchte
    • die ich erledigen muss.
  • Apropos Listen,  der „Daily happy plan“ von BlueEggsAndTea gefällt mir sehr gut: https://www.pinterest.com/pin/469992911087476645/
  • Ich gehe raus an die frische Luft. Und wenn es nur der eigene Garten ist.
  • Ich erinnere mich jeden Tag daran, dass ich gut bin, wie ich bin.
  • Ich nehme mir Zeit. Zeit, schwimmen zu gehen (Entspannung pur!), Zeit, zu musizieren, Zeit, nichts zu tun. Wobei ich davon mehr machen möchte, das klappt nämlich im Moment nicht regelmäßig.
  • Ich versuche, meine Eigenschaften mal anders zu sehen. Mich über meine Faulheit nicht aufzuregen, sondern zu überlegen, wann und wie das gut sein könnte. Meine schnelle Auffassungsgabe nicht als Problem zu betrachten (weil andere im Team das als schwierig empfinden), sondern zu schauen, was ich damit machen könnte. Meine Neugierde zu nutzen, um herauszufinden, was mir liegt und was ich machen möchte.

Ich glaube, ich habe da noch einen langen Weg vor mir, aber wenn ich heute nicht damit anfange, wann dann?

 

 

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Filed under Meinung, Sammelsurium

It’s the year 2015…

… and you might think it’s a good time to be a grown-up professional woman since we have all the possibilities in the world (at least if you live in a Western European country and are of Western European origin) and we can do as we please etc. etc.

And, yes, it is as good a time as any other, and I don’t want to complain about little things. I’m in fact a rather happy person.
I’m privileged, I have a job, a relationship, a house, a garden, and so much more.

Still, today I feel like ranting about the obstacles we come across, the still existing preconceptions, and I want to share some of my recent experiences and also stories I heard from other women. I think we need to talk about this more, we need to bring those stories to light, and we must not stop working towards a world where every person has equal rights and is treated equal, not just on paper, but also in daily life.
You might argue that those are first-world-problems and that I should just be content with what I have. People who know me know that I have a rather quick tongue and that I’m not afraid to speak up and get heard. I tend to fight for others (sometimes more than for myself), for fairness, honesty and respect.

So I just need to write this blog post today and if any of my stories ring a bell, please feel free to comment or get in touch by email or on twitter.

A while ago I started looking for organ music by female composers. I need some pieces written by women for a small project. I asked around on twitter and got some really good answers from Morwenna (http://www.theladyorganist.com) and also from Kathryn (http://artsyhonker.net). Kathryn also mentioned a few composers whom I started to follow (Jenni Pinnock, Barbara Kennedy). I will write a separate blog post on our findings and on organ playing.
While I did my research, I came across a discussion in a German piano forum. A user (a man, judging from his user name) had published information on the Frankfurt based archive „Frau & Musik“ (Woman & Music) and asked for support. There were quite many users who said that they didn’t want to support this organisation as it discriminates against men. Some said that if women composers were any good at all, their music would be played anyway and that they wouldn’t need any additional help. One person even said that it was a fact that women are just not as creative as men and that this is why there are less female composers and that this was just the way it should be. When one user (a woman, judging from her user name) claimed that there weren’t any successful women in film music, Rachel Portman was mentioned, and Anne Dudley. However, the woman said that she thought if female composers were just good enough, they would get those Hollywood jobs. Having worked both in the creative industry and in technology companies, I have to say that it is a fairytale that you simply have to be good enough to get those jobs. You need to be good, yes, absolutely, but you also need to have a strong network and maybe a mentor, and much more, to really get your foot into that door. And it does help to be a man (and not have too dark skin). Which seems rather wrong to me.

Speaking of tech companies, why is it that talented women in this year 2015 still have to fight against gender bias and some even quit their jobs out of sheer frustration? How can it be that we’re told to not aim for managing positions since these are not for women? Whether you’re good in tech has more to do with your personal talents and skills and not with your gender.

I’ve been driving trucks (lorries, HGVs, however you’d like to call these vehicles) for many years now. I own a 9-ton veteran truck and I take it to shows from time to time. I do as much as I can regarding repairs and maintenance, and my husband and I need to remind each other regularly that we should stop adding more vehicles to our collection. In May this year, we went to a truck show and I noticed that there was a group of people very interested in our truck. So I went and said, hey, is there any question I could answer for you about this vehicle? They looked at me, rather taken aback, and then said, oh, no, thanks, I probably couldn’t. I said, well, you could try it since I’m the owner. One man from the group opened his mouth and all that came out was, but you are a… (woman, he didn’t say).
Yes, of course women who own and drive trucks are a minority, and that’s not a problem. Men who own veteran trucks are a minority as well when you look at sheer numbers. I’m quite used to people frowning upon my love for those old Diesels, but most of the time, they don’t question my ownership or know-how and this is how it should be.

I’ve been told more than once in my life that I am too loud. My voice is resounding and I put it to good use when singing or presenting, and even in conversations, I sometimes stand out even when I didn’t plan to do so. Sometimes, women tell me that my normal tone of voice is intimidating and that I should speak lower. A woman should be calm and placid and not rub people the other way. Or should we?

I’ve been told to be quiet and behave instead of getting the support I needed from my manager when I was in a difficult situation at work. I’ve been told that men get confused when women act like a man. My observation is that many women act like girls (unknowingly or deliberately) and that some men get confused when they meet a woman actually acting like a woman. Of course we need to adjust our behaviour according to the situation and the group we’re in; of course we shouldn’t shout at each other (this would neither be manly or womanly but plain bad manners); of course we need to respect the other’s viewpoint and we need to constantly learn and work towards understanding the others.
But! Why shouldn’t a woman be extrovert if that’s the way she is? Why shouldn’t a man be shy? Why shouldn’t a woman speak her mind? Why shouldn’t a man love housework?
It’s the year 2015. We’ve come a long way, but we still have a long way to go. Dorothy L. Sayers, who’s more known for writing crime novels than for her translation work and academic work, once was asked about how she knew so much about men and had her main character speak like a man. She answered that she didn’t think about having her characters talk or act like men or women, but like humans.
When I first read this, I didn’t quite catch how important this was.
Now I do.

We’re all human, and that’s how we should treat each other. And I hope that one day I will look back at this text and smile and say, oh, this was sooo 2015. Thanks for reading! Comments are welcome, as always.

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Online oder offline?

Neulich eckte ich (mal wieder) an.

Ich eckte an, weil ich die Sinnhaftigkeit von Onlinepetitionen gegen bestimmte Bewegungen und Gruppierungen anzweifelte und den Erfolg in Frage stellte. Mein alternativer Ansatz wurde als naives Gutmenschentum abgetan und mir wurde bescheinigt, von der wirklichen Welt keine Ahnung zu haben.

Nun ja.

Mein Ansatz besteht darin, mich zu informieren. Verschiedene Quellen zu nutzen, und mit Menschen zu sprechen, um ihre Sichtweisen und Meinungen kennen zu lernen. Mein Ansatz besteht weiterhin darin, mich in meinem direkten Umfeld zu engagieren: gegen Menschenfeindlichkeit, gegen Unhöflichkeit, gegen mangelnde Akzeptanz, gegen Dummheit. Ich widerspreche, wenn jemand in meiner Gegenwart Ressentiments schürt gegen Ausländer, Flüchtlinge, Gläubige, Menschen. Ich versuche, mich selbst gut zu benehmen und Menschen keine Angst zu machen und vor allem keine Gewalt anzutun (ersteres ist für jemanden mit meiner großen Klappe nicht immer leicht, zweiteres ist ziemlich einfach). Ich möchte in meinem Alltag, in meinem täglichen Leben, im Kleinen für positive Erfahrungen im Miteinander sorgen, und wenn ich selbst nichts dafür tue, kann ich es auch von anderen nicht erwarten.

Ich habe nichts dagegen, wenn andere Onlinepetitionen zeichnen. Ich glaube nur einfach nicht, dass sich unsere Welt dadurch spürbar oder vor allem schneller verändert. Und ich werde weiterhin sagen, dass mir manchmal das Offline-Leben wichtiger ist und dass ich nicht zu denen gehöre, die sich nach einem Klick besser fühlen, sondern dass ich persönlich mehr davon habe, wenn ich versuche, meine Ideen von einer besseren Welt in meinem Umfeld umzusetzen.

Nicht nur heute, wo es wieder einmal einen feigen Mordanschlag auf Menschen gab, die ihre Meinung hatten und diese publizierten, möchte ich aufstehen und rufen und dafür kämpfen: für Menschlichkeit, für Würde, für Toleranz, für Frieden!

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Weihnachtswünsche

Heute ist Heiligabend.
Zur Weihnachtszeit darf man sich etwas wünschen, und das kann man im Geheimen machen oder dem Wind ins Ohr flüstern oder den Zugvögeln ins Gefieder stecken, aber ein paar Wünsche möchte ich hier aufschreiben und Euch und Ihnen, liebe Leserinnen und Leser ans Herz legen.

Ich wünsche uns

Gelassenheit
Freude
Verständnis
Respekt
Liebe
und
Frieden.

In diesem Sinne ein paar ruhige Tage und bis bald an dieser Stelle!

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Engelsflügel

Einst
als ich mit großen Kinderaugen
täglich aus dem Fenster spähte,
um die Engel zu entdecken,
von denen Mutter sprach
Da wusste ich noch nicht,
dass es Engel
tatsächlich gibt.

Nur ihre Flügel,
die verstecken sie immer noch
vor unseren Blicken.

Danke an alle
menschlichen Engel.
Nicht nur im Advent.

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Puderzucker

Da schaue ich heute morgen aus dem Fenster und siehe da, die Dächer sind weiß, der Laster hat einen puderzuckrigen Überzug und mit viel Phantasie könnte man sogar sagen, dass im Garten Schnee liegt.

Da unser Dorf mehr oder weniger im Schatten des Taunus liegt, haben wir nur selten Schnee. Um so mehr freue ich mich, wenn es dann mal soweit ist. Es ist noch nicht genug, dass ich die Schneeschaufel rausholen müsste, aber selbst dagegen hätte ich nichts.

Ich freue mich auf das, was die nächsten Tage bringen.

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Adventszeit

Für mich gibt es dieses Jahr in der Adventszeit eine Menge zu tun. Ein großes Familienfest, der Weihnachtsmarkt mit dem Verein, zweimal Orgeldienst, im Haus weiterhin aufräumen und ausmisten… und trotzdem fühlt es sich nicht hektisch an. Hektik ist oft Kopfsache. Ich habe für mich beschlossen, dass ich einfach einen Schritt nach dem anderen mache und mich nicht stressen lassen. Nicht von irgendwelcher Werbung, nicht von unruhigen Kollegen, nicht von der Familie (wobei das noch das Schwierigste ist) und nicht von meinem inneren Perfektionisten (der mir ziemlich auf die Nerven gehen kann).

All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich eine entspannte Zeit!

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Lebenszeichen (seit Woche 35…)

Da hab ich mich im letzten Blogeintrag noch gefreut, dass ich meinen Rhythmus wieder habe, und schwupps, schlug das Leben wieder zu und die Zeit rannte los und ich hüpfte und rannte mit und kümmerte mich kaum um diese Seiten hier.
Wer mich vermisst hat oder sich gar Sorgen machte, sei beruhigt. Es ist alles gut, mir fehlte einfach neben der Zeit die Lust, hier zu schreiben.
Ein paar Tage Offline-Urlaub im Harz und im Havelland taten ihr Übriges, und manche Gedanken, die ich in den letzten Wochen zum Leben und zur Welt an sich hatte, wollten einfach nicht hier geteilt werden.

Dennoch gibt es heute, mal wieder in bunter Schüttung, einiges von dem, was bei mir los war und was mir durch den Kopf geht und ging.

  • Das Verhalten von Menschen in der Natur. Es ist kein altes Problem, dass Menschen durch die Natur streifen und ihre Spuren in Form von Müll hinterlassen. Schon als Kind habe ich auf Bergtouren zusammen mit meinem Bruder und meinen Eltern immer wieder Müll eingesammelt, den andere achtlos am Weg liegengelassen hatten. Dass sich dieses Verhalten in den letzten 35 Jahren kaum verändert hat, betrübt mich. Wir sind im Urlaub viel gewandert, und ich verstehe einfach nicht, warum man Bonbonpapier, Bierflaschen (!), Taschentücher etc. in den Wald wirft, anstatt diese zum nächsten Mülleimer mitzunehmen. Es ist vielleicht nur eine Kleinigkeit, aber ich wünsche mir da mehr Rücksichtnahme auf die Natur.
  • Die Baustelle. Man sieht mal wieder etwas. Wir haben ja nicht nur das Haus, was wir renovieren, sondern auch ein über 200 Jahre altes Hoftor, das auch einiges an Pflege und Arbeit braucht. Seit ein paar Tagen liegen die ersten Ziegel auf dem Tordach, und man kann ahnen, wie es aussehen wird, wenn wir fertig sind. Gefällt mir sehr gut, wie es ist.
  • Unser Walnussbaum, der gut und gerne 90 Jahre oder älter ist, hat uns in diesem Jahr schon so viele Nüsse beschert wie in den letzten zwei Jahren zusammen. Dass wir ihn Anfang letzten Jahres von einigen trockenen Ästen befreit haben, scheint ihm sehr gut getan zu haben. Die Nüsse, die außerhalb des Zauns zu liegen kommen, werden meist von Spaziergängern aufgesammelt und mitgenommen. Es sei ihnen gegönnt.
  • Die Brombeeren hatten kein gutes Jahr, erholen sich aber allmählich. Ich bin gespannt, wie es nächstes Jahr wird.
  • Sowohl die Zitronenmelisse als auch die Minze wachsen „wie narrisch“, und ich genieße es, daraus Tee und Kaltgetränke zu machen. Minztee aus dem Beutel kommt mir nur noch im Notfall in die Tasse.
  • Es gibt Strömungen in der Gesellschaft und in der politischen Landschaft, die ich mit Sorge betrachte. Es ist das Geschäft mit diffusen Ängsten, vor Flüchtlingen, vor Ausländern, vor Geldmangel, vor Was-auch-immer, das bei manchen Leuten auf sehr fruchtbaren Boden zu fallen scheint. Ich möchte anders leben. Ich möchte teilen, wo ich kann, und ich möchte in einer vielfältigen Gesellschaft leben. Ich will nicht, dass Angst vor dem Anderen, vor dem Unbekannten unseren Alltag bestimmt und menschliche Beziehungen von Anfang an schwierig macht. Wir haben nur diese eine Welt (zumindest so lange, bis wir eine andere entdeckt haben, und selbst das ist kein Grund, uns hier die Köpfe einzuschlagen, verbal oder anderweitig.).

Soweit dazu. Ich bin gespannt, wie ich mit dem Blog hier weitermache, Rhythmus hin oder her. Aufgeben werde ich die Schreiberei jedenfalls nicht.

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Filed under Haus, Landleben, Sammelsurium

Die Woche (34)

Hurra, ich bin wieder im Rhythmus – also, was mein Mittwochsposting im Blog angeht. Aber auch sonst geht es mir im Moment sehr gut, jobmäßig knirscht es zwar nach wie vor, aber damit kann ich gut leben. Gesundheitlich ist alles bestens, darüber bin ich froh und dankbar.

Was mich in den letzten Tagen sehr bewegt hat, waren zwei Blogposts von meinem lieben (Twitter-)Freund Jens über die vielen Konflikte in der Welt und den Umgang damit. Wer nachlesen möchte:
http://blog.jens-bertrams.de/2014/08/pessimistisches-zur-weltlage/ und http://blog.jens-bertrams.de/2014/08/steuern-wir-auf-einen-dritten-weltkrieg-zu/

Ich sehe mich selbst ja eher auf der optimistischen Seite, aber ich gebe zu, dass mir das angesichts dessen, was einem täglich an Nachrichten auf den Bildschirm gespült wird, auch nicht immer leicht fällt. Trotzdem denke ich, dass wir nach wie vor im Kleinen viel bewegen können, in dem wir unsere eigene Haltung und unser Verhalten reflektieren, und vor allen zu anderen Menschen nicht unnötig unhöflich, aggressiv oder respektlos sind. Ich will beleibe nicht den ganzen Tag lächelnd durch die Gegend laufen, weil dadurch alles schön und harmonisch wird, aber wenn ich innerlich auf Krawall gebürstet bin, will ich es möglichst nicht an meinen Mitmenschen auslassen. Wer mich kennt, weiß, dass mir das nicht immer gelingt 😉 Aber den Versuch ist es wert.

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