Tag Archives: Wochenschnipsel

Wochenschnipsel 2344

Schon wieder Mittwoch, und schon wieder ein neuer Monat. November. Viele mögen den Monat nicht, weil er oft so grau daherkommt, weil es mit dem Volkstrauertag und dem Totensonntag und mit Allerheiligen/Allerseelen Gedenk- und Feiertage gibt, die manchen Menschen Unbehagen machen, die an frühere oder aktuelle Trauer erinnern und an Abschiede.

Nochmal kurz zurück in den Oktober, der ja gestern noch war. Auch wenn ich selbst am 31. Oktober eher an die Reformation denke, kann ich es verstehen, wenn Menschen an diesem Tag eine ordentliche Party feiern (und das dann Halloween nennen), um einfach mal an etwas anderes zu denken. Wobei ja auch Halloween ursprünglich gar kein kommerzielles Fest war und es weniger darum ging, verkleideten Kindern irgendwelche gekauften Süßigkeiten in die Hand zu drücken, aber auch das ging im Laufe der Zeit im Dekorationsfieber immer mehr vergessen.

Aber ich will das gar nicht werten. Und bei uns kam niemand für „Süßes oder Saures“ vorbei; was auch gut war, weil ich mal wieder gar nix im Haus gehabt hätte. Irgendwie ist mir das einfach zu unwichtig, als dass ich mich darauf vorbereiten würde. (Ja, ich weiß, irgendwie ist das doch wertend.)

Ich mag den November ja. Überhaupt mag ich auch den Herbst und den Übergang zum Winter. Ob die Trauer, die ich seit geraumer Zeit in mir habe, in diesem Monat stärker wird? Ich werde es erleben. Die letzten zwei Jahre waren von Abschieden geprägt, auf die ich gerne verzichtet hätte, aber die auch zum Leben dazugehören. Ich werde nicht viel darüber schreiben. Das hier ist zwar ein persönliches Blog, aber mein Tagebuch führe ich immer noch im stillen Kämmerlein mit Tinte und Papier 🙂

Was gibt’s noch zu erzählen? Ich habe mit großer Freude den 3. Band der „Gnä‘ Frau“ von Constanze Scheib gelesen; ich habe mit der „Teesalon“-Reihe, wenn ich sie mal so nennen darf, von Anni Bürkl begonnen; ich habe „Kurt“ von Sascha Raubal entdeckt; auf dem Bücherstapel liegt außerdem noch „die „In glasgrüner Stille“ von Leilah Lilienruh und es gibt so viele andere Bücher, die ich noch lesen möchte und über die ich am liebsten eigene Blogbeiträge schreiben würde, aber ich merke, dass ich mit meiner Zeit haushalten muss.

Denn zwei große Konzerte werfen ihre Schatten voraus, und mit den Vorbereitungen und mit meinen üblichen Sonntagsdiensten bin ich ganz gut beschäftigt. Aber eines möchte ich doch auch zusätzlich machen, nämlich endlich mal wieder ein Online-Advents-Konzert aufzeichnen und im Fediverse mit meinen Followys teilen. Ich hoffe, dass ich das hinkriege.

Danke fürs Lesen und bis zu den nächsten Wochenschnipseln!

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Wochenschnipsel 2343

Es ist wieder Mittwoch. Draußen ist es bewölkt, aber nicht kalt. Sowohl der Hibiskus als auch der Schmetterlingsflieder blühen noch immer, und vor ein paar Tagen habe ich tatsächlich ein Taubenschwänzchen beim Nektarsammeln beobachtet. Im Oktober fühlt sich das irgendwie ver-rückt* an.

(*Ver-rückt im Sinne von anders als gewohnt; wie ein Möbelstück, das nicht mehr am alten Platz steht. Keinesfalls auf die menschliche Psyche bezogen.)

In den letzten Tagen stand wieder viel Musik auf dem Programm, u.a. ein Vertretungsdienst an der Orgel, bei dem ich nach dem Nachspiel Applaus bekam. Da hab ich mich gefreut. Außerdem nahm ich an einer Sitzung des Leitungskreises der Society of Women Organists teil, wo ich Mitglied in zwei Arbeitsgruppen bin – und nun wurde ich gefragt, ob ich nicht einer weiteren Arbeitsgruppe beitreten möchte. Ich würde schon gerne, aber ich muss mit meiner Zeit haushalten und so denke ich noch ein Weilchen darüber nach.

In meinen Fediverse-Feed bekomme ich immer noch viele Posts gespült, die sich mit den Unterschieden zwischen dem Fediverse (meist geht es dabei um Mastodon) und der neuen Plattform BlueSky beschäftigen; Menschen fragen regelmäßig nach Einladungs-Codes; andere erzählen davon, „dort“ sei es besser, und so viele seien „mit Mastodon ja nicht warm geworden“. Ja, stimmt, das Fediverse kann schon spröde sein und es ist ganz sicher auch nicht das Paradies. Ich mag, dass ich dort viele Möglichkeiten habe, mir meinen Feed so zu gestalten, wie es mir gefällt. Es ist Arbeit, keine Frage. Denn kein Algorithmus schlägt mir Sachen vor, die mich interessieren könnten, sondern ich muss mir das irgendwie zusammensuchen. Ich mag das. Wer sich berieseln lassen möchte, braucht andere Plattformen. Welche das sein könnten, muss jede*r für sich selbst entscheiden.

Auf Wiederlesen bei den nächsten Wochenschnipseln!

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Wochenschnipsel 2342

Ich hatte es ja mehr oder weniger angekündigt, dass ich versuchen möchte, wieder häufiger zu bloggen. Und dank vieler toller Menschen, die mein Blog übers Fediverse bereits abonniert haben oder die mich durch nette Kommentare bestärkt haben, habe ich auch wieder Lust aufs Schreiben bekommen.

Früher hatte ich mal eine kleine Reihe namens „Die Woche“ hier im Blog, wo ich über all die kleinen und größeren Dinge schrieb, die gerade so passierten. Da ich nicht weiß, ob ich es schaffen werde, von jetzt auf gleich wieder wöchentlich zu bloggen, gibt es erst einmal die „Wochenschnipsel“ – vielleicht beziehen sie sich irgendwann auf mehr als eine Woche. Wir werden sehen 🙂

Und Mittwoch ist ein guter Tag dafür, wie ich finde.

Letzte Woche habe ich das neue Album „Walk the earth“ von Mykie Frankenstein bei Bandcamp gekauft. Ich möchte bei Gelegenheit noch einen eigenen Blogbeitrag darüber schreiben. Schon einmal so viel vorab: ich mag es sehr. Es ist irgendwie „Country“ und irgendwie auch nicht, es hat Reminiszenzen an Johnny Cash, und es lohnt sich, reinzuhören. Auch und gerade für Leute, die „Country“ eigentlich gar nicht mögen.

Apropos Bandcamp, da geht es leider auch schon wieder drunter und drüber. Nachdem die Plattform von Epic gekauft worden war und viele Indie-Musiker*innen befürchtet hatten, es ginge den Bach runter, was es glücklicherweise nicht tat, wurde sie jetzt wieder verkauft und die neuen Eigentümer haben erst einmal Menschen entlassen. Was nun? Einige sagen schon, boykottiert die Plattform, andere, zu denen ich auch gehöre, wollen die Musiker*innen weiterhin unterstützen.

Manchmal werde ich gefragt, ob ich nicht als Nachfolgeplattform von Twitter einen Account bei BlueSky anlegen möchte, und ich bekomme Invite Codes angeboten. Es freut mich, wenn Menschen an mich denken und mich irgendwo lesen wollen. Aber ich habe meine neue Social Media Heimat im Fediverse gefunden und werde da erstmal bleiben. Lesen könnt Ihr mich dort und natürlich auch hier im Blog.

Das Fediverse kann vieles, aber die Reichweite, die sich manche auf den großen Plattformen aufgebaut hatten, kann es nicht so ohne weiteres ersetzen. Für mich ist Reichweite kein wichtiges Kriterium. Diesbezüglich befinde ich mich in einer sehr bequemen, um nicht zu sagen, luxuriösen Lage. Trotzdem oder gerade deshalb möchte ich diejenigen unterstützen, die es nicht so gemütlich haben.

Ich habe heute eine Bestellung bei Frau Frohmann aufgegeben. Vielleicht mögt Ihr ja mal schauen, ob auch für Euch im Verlag etwas dabei ist.

Letzte Woche habe ich das neue Buch von Constanze Scheib bestellt und wer noch mehr Österreich haben will, wird bei Anni Bürkl fündig. Und ich bin sicher, auch Karin Joachim freut sich über neue Leser*innen.

Musikalisch ist im Moment wieder einiges los. Im Oktober spiele ich jeden Sonntag Orgel, mal in meiner Heimatgemeinde, mal als Vertretung in anderen Gemeinden. Letztes Wochenende habe ich außerdem meinen Lieblingsdirigenten vertreten und zwei seiner Chöre bei einer Veranstaltung dirigiert. Dann proben wir in drei Chören eifrig für das am 17.12. stattfindende Adventskonzert, bei dem u.a. Vivaldis Gloria in D und Pergolesis (oder vielmehr Durantes) Magnificat zur Aufführung kommen werden. Im November wird es einen Probentag dafür geben. Und natürlich auch wieder Chorauftritte zu den anstehenden Feiertagen. An den Weihnachtstagen bin ich als Organistin auch schon verplant, und, als sei das alles noch nicht genug, arbeite ich im Moment noch an der Erstausgabe von Orgelstücken einer Komponistin des 20. Jahrhunderts. Mehr sage ich an dieser Stelle noch nicht dazu, denn der Verlag und ich haben ja gerade erst mit der Arbeit begonnen und da ist noch einiges zu tun.

Diese Ausgabe der „Wochenschnipsel“ ist doch länger geworden als ich dachte. Danke fürs Lesen und bis bald!

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