Wochenschnipsel 2610

Vor ein paar Tagen hat das Bürstenlied die 1000er Marke geknackt – so oft wurde das Video bei PeerTube aufgerufen und ich bin immer noch ganz fasziniert davon, wie viele Menschen es erreicht hat. Und was mich besonders freut: es gibt keine automatischen Nachrichten, die mir weismachen wollen, ich müsse mehr tun, weil mein Folgevideo mit Orgelmusik weniger als 50 Aufrufe hatte. Kürzlich sah ich ein Video einer Musikerin bei YouTube, die von viral gegangenen Videos berichtete und davon, dass sie danach aus mehreren Gründen in ein Loch fiel. Zum einen, weil die folgenden Videos zwar auch angeschaut wurden, aber eben nicht im sechsstelligen Bereich lagen und zum anderen und vor allem deshalb, weil YouTube ihr ständig Nachrichten schickte, sie müsse etwas tun und ihre Followys hätten sie wohl nicht mehr lieb.

Natürlich bin ich gespannt, wie mein nächstes Lied ankommen wird. Aber da ich noch keine Zeit hatte, davon ein ordentliches Video aufzunehmen und hochzuladen, müsst Ihr Euch weiterhin gedulden. Und ich mich auch.

Gestern schrieb ich im Fedi von einem Stück der Komponistin Teresa Carreño (1853-1917), das mich gerade sehr beschäftigt und in das ich mich bereits beim ersten Durchspielen verliebt hatte. Ich hätte solche Musik unheimlich gern schon im Studium gespielt, aber obwohl es den Internationalen Arbeitskreis Frau & Musik bereits seit 1979 gibt, habe ich (Klavier-)Stücke von Komponistinnen erst viel, viel später entdeckt. Es ist schon ein bisserl merkwürdig – ich hatte selbst seit ich 16 war Lieder geschrieben und sogar die Bühnenmusik für verschiedene Theaterstücke komponiert, kam aber nie auf die Idee, zu recherchieren, was andere Frauen geschrieben haben. So stark geprägt war meine musikalische Sozialisation von dem Kult um männliche Genies. Aber ich will nicht über die Vergangenheit klagen, denn immerhin habe ich jetzt alle Freiheiten, mein Repertoire selbst auszusuchen und kann spielen was ich will und mache das auch.

Nicht nur am Klavier, vor allem auch an der Orgel. Und da werde ich beim nächsten Gottesdienst (am 8.3., Frauentag) von meinem üblichen 50-50 abweichen und sowohl zum Eingang als auch zum Ausgang Werke von Komponistinnen spielen. Ich weiß nur noch nicht, welche.

Ansonsten gibt es nichts Besonderes zu berichten, das Leben plätschert angenehm dahin und alle Familienmitglieder sind wohlauf. 🙂

Danke fürs Lesen und bis bald!

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