Author Archives: Andrea Ha.

Ein neues Kapitel

Wer mich schon länger kennt, hat mitbekommen, dass meine beruflichen Pfade mitunter ein wenig verschlungen sind und dass ich in meinem Erwerbsleben schon mehr als ein Ding gemacht habe. Rückblickend betrachtet war es auch immer gut, wie es sich entwickelt hat und ich profitiere sowohl von den vielen guten als auch von den durchaus vorhandenen schlechten Erfahrungen.
Manchmal schlugen mir Situationen im Job auf die Gesundheit – das letzte Mal war es ziemlich heftig, mit einer monatelangen Auszeit. Ein wenig hatte ich hier im Blog immer mal erzählt. Und damals hatte ich beschlossen, dass ich mir so einen Mist nicht mehr antue.

Nun hatte ich vergangenen Sommer eine neue Stelle angetreten. Voller Hoffnung, dass es irgendwie anders sein würde als vorher. Die ersten Monate waren auch anders und positiv, aber dann kamen Zweifel. Sonderbare Entscheidungen der Geschäftsführung mussten umgesetzt werden, und es blieb nicht bei wenigen dieser Entscheidungen, sondern das ganze Unternehmen entwickelte sich in eine Richtung, die nicht die meine war.

Ich habe mir das eine Weile angeschaut und immer auch in mich hineingehorcht, ob und wie viel ich mittragen kann und will. Mitte August kam dann die Erkenntnis, nein, ich will gar nichts mehr mittragen. Ich will nicht länger irgendwelche Albernheiten ertragen oder mich kleinmachen müssen, weil ich in einem Umfeld gelandet war, wo ein Wachsen nicht vorgesehen ist. Ich will nicht mit Bauchschmerzen zur Arbeit gehen oder mit Bauchschmerzen von der Arbeit kommen.

Also habe ich ein Kündigungsschreiben verfasst und ins Auto gelegt. Einfach, um es zu haben. Falls mir doch der Kragen platzt.

Natürlich brauchte ich einen Plan B. Und daran hatte ich seit einiger Zeit immer wieder gearbeitet.

Vor zwei Wochen war es dann soweit. Ich habe gekündigt – und ich habe keine neue Festanstellung in Aussicht. Ich stürze mich voller Mut, Zuversicht und Aufregung in ein neues Thema und werde unter anderem auf eigene Rechnung arbeiten, aber auch ein kleines Unternehmen als Personalerin unterstützen. Das Sparschwein ist gut gefüllt, so dass die erste Zeit machbar erscheint.

Ein neues Kapitel also, und eines, das es mir hoffentlich ermöglicht, meine vielen Interessen weiterhin pflegen zu können und die eine oder andere Leidenschaft nun auch beruflich zu nutzen.

Da ich bisher Wert darauf gelegt habe, dieses Blog ziemlich „privat“ zu halten, werde ich erst einmal noch keine Werbung für meine neue Website machen. Aber falls unter meinen Leserinnen und Lesern jemand sein sollte, der oder die sagt, hey, was die Andijah da bisher so geschrieben hat und was ich von ihr bei Twitter lese, finde ich gut, ich möchte nun auch wissen, was sie sonst so macht: ich kann hier kontaktiert werden. Stichworte sind Workshops, Trainings, Kommunikation, Stimme, Interkulturelles und Digitalisierung.

Hier im Blog geht es natürlich weiter, mit meinen Geschichten vom Land, mit Musik, mit Buchtipps und Rezensionen, und mit allem, was mich halt so umtreibt.

Leave a Comment

Filed under Uncategorized

From my bookshelf: Yesterday by Felicia Yap

This summer has so far been way too hot for new knitting projects, but there’s always time to read a book.
Recently, I was looking for a book to read on the train. I like browsing through the shops and often don’t really know what I will end up with.
Yes, I quite like crime stories and thrillers and seldom buy romantic novels, but I don’t always plan on buying a specific book.

I bought a paperback: Yesterday by Felicia Yap. The book was published last year and I’ve since discovered that there was a blog tour promoting it (which I missed – must’ve been in the „wrong“ filter bubble), but I guess any good book can do with additional reviews even if it’s not brand new. 😉

So, what’s the story?
When reviewing books, it’s important not to give away too much to keep potential readers interested, but of course you need to say something about the contents.

Felicia Yap makes this rather hard for any reviewer, because of the cleverly woven background for the story. It’s a murder mystery, set in modern Britain, but it’s not the modern Britain you know. There are basically two classes of people in the world: the „Monos“ and the „Duos“. Adult Monos can remember only yesterday, and Duos can remember one additional day, the day before yesterday. Everyone’s using an electronic device (iDiary) to write down what they did during the day and if they are asked a question, they will use the search function of their little helper and then give you the answer. Now imagine you’re a police officer trying to solve a crime in this world – your task being made even more difficult by your own specific challenges and problems.

The setting is both intriguing and disturbing. Whom can you trust? Who’s telling the truth? What is the truth anyway?

The story is told from different perspectives which makes it quite entertaining, but I couldn’t say that there’s one character I especially liked or grew fond of. They’re all a tad weird. But then again, they live in a weird world and just try to live their lives the best they can.

The book is great if you like both crime stories and a bit of science fiction, and it was perfect for my train journey and will remain on my bookshelf to be read again in a while.

Leave a Comment

Filed under Books

Begegnung

Gestern und heute war ich für meinen Arbeitgeber 1100 Kilometer mit dem LKW unterwegs, einmal von Hessen nach Österreich und zurück. Eigentlich bin ich ja als Personalreferentin tätig, aber da wir im Moment Fahrermangel haben und ich ja seit Jahren Laster fahre, wurde ich gefragt, ob ich nicht mal aushelfen könne.
Also fuhr ich gestern mit einer Zugmaschine zu einer Niederlassung in Österreich, holte dort einen Auflieger ab und brachte diesen zurück an unseren Standort.
Wäre es nicht so elend schwül gewesen, hätte die Tour noch mehr Spaß gemacht.

Heute Vormittag stand ich auf einem Autohof, für meine vorgeschriebene Pause. Auf einmal sah ich eine Gestalt über den Platz laufen. Graue Haare, ordentlich gestutzter Vollbart, Pantoffeln und ein ärmelloses Sommerkleid. Er sammelte Pfandflaschen aus den Mülleimern. Da ich auch gerade eine leere Flasche hatte, stieg ich aus und fragte ihn, ob er sie haben wolle.

In tiefstem Fränkisch bedankte er sich und fragte, wo ich herkäme. Das Autokennzeichen FB sagte ihm nichts, aber Frankfurt kannte er. Ob dort noch „dieser Biergarten“ sei, wollte er wissen.
Ich hatte zwar keine Antwort auf diese Frage, aber dass ich mich überhaupt mit ihm unterhalten hatte, schien ihn froh zu machen. Und dass ich ihm eine Pfandflasche in die Hand drücken konnte, ebenfalls.

Falls ich mal wieder auf dieser Strecke unterwegs bin, werde ich ihm eine Pfandflasche aufheben. Und vorher nochmal überlegen, ob „dieser Biergarten“ noch da ist.

Leave a Comment

Filed under Sammelsurium

Spargelsalat

Es kommt selten vor, dass nach einem Spargelessen noch Reste vom Spargel da sind, aber wenn zwei der Gäste Jungs im Teenageralter sind, die sich eher auf Kartoffeln und Fleisch stürzen, dann bleibt tatsächlich vom Spargel etwas übrig.

Daraus lässt sich ein schneller Salat machen.

Den Spargel kleinschneiden und in eine Schüssel geben. Lauchzwiebeln kleinschneiden und mit in die Schüssel geben. In einer zweiten, kleinen Schüssel 1 EL weißen Essig mit 1 EL Öl und je nach Geschmack mit 1 TL bis 1 EL Honigsenf verrühren. Ggf. noch ein klein wenig Zucker oder Honig dazu (es soll weder zu stark nach Senf noch zu stark nach Essig schmecken). Mit Salz und Pfeffer abschmecken und dann über den Spargel und die Lauchzwiebeln geben. Kurz ruhen lassen, fertig.

Guten Appetit!

Leave a Comment

Filed under Rezepte

Tomatenzucht 2018 (4)

Zwar sind die Eisheiligen noch nicht ganz vorbei (morgen besucht uns noch die kalte Sophie), aber ich habe die Tomaten letzte Woche aus dem Haus in den Garten gebracht und acht Pflanzen ins Tomatenhaus gesetzt. Weitere fünf Pflanzen wohnen jetzt in großen Töpfen.

Eine Pflanze hat schon die ersten Blüten, obwohl sie gerade mal 35cm hoch ist, und bisher hat mir keine Pflanze den Umzug übel genommen. Ich mache jeden Abend das Tomatenhaus zu, so dass über Nacht noch ein wenig Schutz da ist, und morgens natürlich auch wieder auf.

Mal sehen, wann die nächsten Blüten kommen.

Leave a Comment

Filed under Landleben

Rezept im Werden: Apfel-Haferflocken-Kuchen

Was macht man, wenn man ein paar Äpfel hat, die nicht mehr ganz hübsch und frisch sind, aber dennoch brauchbar? Klar, eine Option ist: Apfelkuchen.

Ich hatte Lust auf ein Experiment, und habe aus folgenden Zutaten einen kleinen Kuchen gebacken:

  • 3 Äpfel, geschält und kleingeschnitten
  • 2 Eier
  • 100g Butter
  • 100g Mehl
  • 100g Haferflocken (oder waren es 120g? Einfach ausprobieren)
  • 80g Zucker (so ungefähr)
  • eine Handvoll Walnüsse, klein gehackt

Die Butter weichwerden lassen und mit den Eiern und dem Zucker schaumig rühren. Mehl und Haferflocken dazu. Apfelstücke und Nüsse dazu und gut verrühren.

Eine kleine Kuchenform einfetten, den Teig einfüllen und bei 175°C so lange backen, bis die Stäbchenprobe ergibt, dass der Kuchen gar ist.

Rausnehmen, abkühlen lassen, genießen.

Mit den verwendeten Mengen muss ich noch ein wenig weiterexperimentieren, aber falls ich eines Tages „die“ Mischung entdeckt habe, schreibe ich hier ein Update.

Leave a Comment

Filed under Rezepte

Tomatenzucht 2018 (3)

Inzwischen sind die Tomatenpflanzen so groß geworden, dass ich sie eigentlich draußen einbuddeln müsste. Aber ich traue dem Wetter noch nicht so recht.

Erfahrungsgemäß wird es im Mai noch einmal kalt, und da ich mitunter eher faul bin, ist das Im-Topf-nach-draußen-stellen-und-abends-reinholen keine wirkliche Option.

Aber in den nächsten Tagen muss ich dazu eine Entscheidung treffen, denn besser werden die Pflanzen auf der Fensterbank nun einmal nicht.

Es sind jetzt 14 Pflanzen, maximal 10 passen ins Tomatenhaus. Vier werde ich wie im letzten Jahr separat in große Töpfe setzen und mich überraschen lassen, wie das wird.

Leave a Comment

Filed under Landleben

Tomatenzucht 2018 (2)

Die Pflänzchen wachsen und gedeihen so prächtig, dass ich sie heute schon in größere Töpfe setze.

Irgendwann werde ich mich allerdings von einigen trennen müssen, da im Tomatenhaus nur Platz für 10 Pflanzen ist und ich derzeit aber doppelt so viele Jungpflanzen habe.

Darüber denke ich aber nach, wenn es soweit ist.

1 Comment

Filed under Landleben

Spring is coming, and so is a new JJ stoner adventure

Well, spring might be round the corner, and still a bit shy, but the latest JJ stoner story by Frank Westworth is already out and worth reading.

If it’s not your first visit to my blog, you might know that I wrote about JJ Stoner before, and you can choose between shorter stories and some damn good full-length books (the „Killing Sisters“ series).

I have to be honest.
I seldom „met“ a main character (here: JJ Stoner) whom I love and loath at the same time. You’re kept on your toes all the time, and can never be sure who’s who, who’s ally, friend or enemy. And everytime friendly, likeable characters are introduced, you start fearing for their lives.

True, it takes a while to get used to Frank’s way of writing, of moving to and fro through time, flashbacks, now and then, but once you do, you’ll enjoy it enormously. You could start reading any of the short stories, they work quite well as standalones. If you want to start reading the books, I recommend starting with „A last act of Charity“ because otherwise you’d be too confused. And believe me, you will be confused anyway. But in a nice, exciting way.

(Oh, and in case you’re wondering, I still don’t own an ebook reader. The review copy of „Six strings“ has kindly been made available to me by Murder, Mayhem and more.)

So, now that you’re done reading this short blog post, go and get the story, and I hope you’ll like it as much as I do!

 

 

1 Comment

Filed under Books

Herzhafte Blätterteigschnecken

Gestern hatte ich den letzten Tag meiner Probezeit. Da ich mittwochs immer frei habe, war ich nicht im Büro. Am Dienstag kam kein Feedback, weder von meinem Teamleiter noch vom Geschäftsführer, also ging ich heute ganz normal wieder hin und brachte zur Feier des Tages einen Schwung Blätterteigschnecken mit.

Weil sie so lecker sind und so schnell gehen, schreibe ich hier mal auf, wie ich sie mache.

Man braucht

  • mindestens eine Rolle fertigen Blätterteig (Kühlregal im Supermarkt – mit tiefgefrorenem Teig hab ich diese Snacks noch nicht gemacht, kann also nichts dazu sagen)
  • geriebenen Käse (Mozzarella, Emmentaler, ganz nach Geschmack)
  • Creme fraiche (Natur oder mit Kräutern)
  • Schinkenwürfel oder Scheiben von gekochtem Schinken
  • etwas Pfeffer
  • auf Wunsch auch andere Gewürze

Den Blätterteig aufrollen und Creme fraiche darauf verteilen. Ob man die simple Variante oder die Variante mit Kräutern nimmt, muss man einfach mal ausprobieren. Nicht zu dick verstreichen, aber auch nicht zu dünn.
Dann Käse und Schinken darauf verteilen und nach Geschmack pfeffern. Oder andere Gewürze, ganz nach Wunsch.
Dann den Blätterteig wieder einrollen. Dabei aber nicht das Backpapier, das mit in der Packung ist, mit einrollen!
Die große Rolle mit einem scharfen Messer in etwa 1,5cm dicke Stücke teilen.
Die Stücke dann aufs Backblech setzen.

Bei ca. 200°C eine Viertelstunde backen, oder so lange, bis der gewünschte Bräunungsgrad erreicht ist.

Auskühlen lassen und genießen. 🙂

Man kann mit den Zutaten auch gut variieren, z.B. eine vegetarische Variante nur mit Käse und Zwiebeln oder mit Frühlingszwiebeln fürs frische Grün, oder…

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Leave a Comment

Filed under Rezepte