Category Archives: Sammelsurium

alles Mögliche

Wochenschnipsel 2347

Drei Anläufe habe ich gebraucht, um diesen Beitrag zu tippen. Drei Anläufe deshalb, weil jedes Mal der kleine alte Hund drüben im Haus anfing zu bellen, und als ich zu ihm ging, hörte er natürlich auf. Kaum saß ich wieder im Büro am Schreibtisch, ging das Bellen weiter. Und jetzt ist er gemeinsam mit dem wilden Hund mit im Büro und scheint nicht so recht zu wissen, was er hier eigentlich soll. So ein alter Hund stellt einen immer mal vor Herausforderungen, und zwei Hunde erst recht – seit dem letzten Wochenende gibt es wieder öfter mal Unstimmigkeiten zwischen den beiden und ich vermute, dass das mit dem Besuch in ihrem alten Zuhause zu tun hat.

Wir waren nämlich in meinem inzwischen leer geräumten und zum Verkauf stehenden Elternhaus, und die Hunde schienen ein wenig verwirrt zu sein, dass nichts mehr so ist, wie sie es kennen. Und dass es so hallt, wenn man bellt, weil keine Möbel und Teppiche mehr da sind. Da gerät die Hundewelt ein wenig aus den Fugen und das zeigt sich dann im Verhalten. Aber ich bin zuversichtlich, dass sie sich wieder einkriegen.

Ich hatte Klassentreffen – unser Abitur hatte mal wieder „einen Runden“ und es war schön, einige Leute wiederzusehen. Beim letzten Treffen vor fünf Jahren konnte ich wegen eines Orgelkonzerts nicht dabei sein und auch dieses Mal mischte sich die Musik ein. Ich durfte nämlich am Sonntag in aller Frühe wieder aufbrechen, um dann zur Mittagszeit meinen Chor zur Gedenkfeier zum Volkstrauertag zu dirigieren.

Ein in vielerlei Hinsicht anstrengendes, aber auch sehr schönes Wochenende.

Musikalisch ist im Moment und bis zum Jahresende richtig viel los. Letzten Freitag hatten wir eine Friedensandacht, bei der ich zum ersten Mal die neue Bassblockflöte gespielt habe und ich war mit dem Klang sehr zufrieden. Mit drei Chören bereiten wir uns seit dem Sommer auf ein großes Adventskonzert vor und einen weiteren Gesangverein darf ich ebenfalls bei einem Adventskonzert wieder als Begleiterin an Klavier und Orgel unterstützen. Das heißt, es gibt im Augenblick nur wenige freie Abende und viele Proben.

Sehr gefreut habe ich mich über die Postkarte aus Neuseeland, die ich von sideSisters bekam – wer ihr neues Album noch nicht kennt, bitte hier entlang.

Zum guten Schluss noch ein paar Worte über eine Buch-Serie, die ich kürzlich entdeckt und regelrecht verschlungen habe: Privatdetektiv Kurt, der Mann mit den göttlichen Verbindungen, geschrieben von Sascha Raubal. Als Print direkt beim Verlag erhältlich, als e-book bei verschiedenen Anbietern. Ich bin ja eine Papiertante, auch und gerade bei Büchern, und habe deshalb keine Empfehlung, wo ihr e-books am besten kaufen solltet.
Ich hatte mir zunächst nur den ersten Band bestellt, um zu schauen, ob er sich als Weihnachtsgeschenk für ein Familienmitglied eignet. Schnell stellte ich fest, dass das Buch zu besagtem Familienmitglied nicht passt, aber dass es mir ausnehmend gut gefiel. So gut, dass ich die übrigen Bände auch haben musste.
In einer Rezension irgendwo im Netz las ich, es sei nichts für gläubige Menschen (ich will nicht spoilern, aber das mit den göttlichen Verbindungen ist wortwörtlich gemeint), aber trotzdem oder vielleicht gerade weil ich gläubig bin, habe ich mich sehr, sehr gut unterhalten. Vielleicht auch deshalb, weil mir „Der alte Mann und Mr Smith“ von Sir Peter Ustinov schon gefallen hatte und weil Sascha Raubal ähnlich respektvoll und vergnüglich mit dem Thema umgeht und es dabei hervorragend versteht, aktuelle Entwicklungen mit in die Geschichten hineinzuweben.
Eine klare Empfehlung für alle, die eine gute Mischung aus Krimi und Fantasy mögen und über religiöse Themen auch einmal schmunzeln können. Leider gibt es derzeit nur vier Bände und es ist wohl keine Fortsetzung geplant, aber es gibt aus der Feder von Sascha Raubal noch eine Menge anderes. Das hab ich aber noch nicht gelesen.

Apropos lesen, danke fürs Vorbeischauen hier im Blog und bis nächste Woche 🙂

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Wochenschnipsel 2346

Wenn ich die letzten Tage mit einem Wort beschreiben sollte, wäre es: Balance. Im Moment hält sich vieles die Waage. Meine musikalische und meine nicht-musikalische Arbeit nimmt gleich viel Raum ein; ich bin oft glücklich und zufrieden, und gleichzeitig gibt es auch melancholische Minuten (oder halbe Stunden); mal werden die Hunde und ich beim Spaziergang ziemlich nass, weil der Novemberregen es gut mit uns meint, und mal gehen wir in strahlendem Sonnenschein raus. Und manchmal, so wie heute, gibt es einen schönen Regenbogen.

Vor ein paar Tagen kam Post aus Lettland bei mir an. Ich hatte über Bandcamp ein Album von Very Cool People gekauft und im Umschlag war nicht nur die erwartete CD, sondern auch noch ein Ansteck-Button und Sticker und eine weitere CD und eine Postkarte mit Unterschriften aller Bandmitglieder. Da hab ich mich riesig gefreut und das nächste Album steht auch schon auf meiner Wunschliste.

Außerdem ist meine Blockflötensammlung wieder gewachsen. Ich habe mir ein Exemplar des kleinsten Mitglieds der Blockflötenfamilie gegönnt: eine Garklein. Kurzzeitig hatte ich mit einem exotischen Holz geliebäugelt, mich dann aber doch für heimisches Holz entschieden und die Birnbaum-Version bestellt. Gefällt mir sehr gut und spielt sich schön. Allerdings hatte der kleine alte Hund, der sich gerne in meiner Nähe aufhält, wenn ich Blockflöte spiele, bezüglich der Garklein dann doch eine andere Meinung und zog sich während der ersten Einspielphase lieber in einen anderen Teil des Hauses zurück. Die tiefen Flöten scheinen ihm besser zu gefallen.

Apropos tiefe Flöten, übermorgen werde ich bei einer Friedensandacht die Bassblockflöte zum Einsatz bringen und bin gespannt, wie sie in der Kirche klingt. Bericht dann in den nächsten Wochenschnipseln, wenn ich es nicht vergesse 😉

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Wochenschnipsel 2345

Es ist kurz nach 18 Uhr, als ich das hier tippe – beinahe hätte ich heute gar keine Wochenschnipsel veröffentlicht, denn irgendwie war so viel los, dass ich kurz davor war zu sagen, nee, diese Woche halt nicht.

Aber da ich ja gerade erst wieder „ins Bloggen komme“, wollte ich es nicht schon wieder schleifen lassen und so gibt es wenigstens einen kurzen Beitrag.

In den letzten Tagen war sehr viel Chormusik. Am Wochenende hatten wir mit ca. 60 Sänger*innen einen Probentag für das Konzert am 17. Dezember, wo wir Vivaldis Gloria und Pergolesis bzw. Durantes Magnificat aufführen wollen und da gibt es noch viel zu tun. Es macht sehr viel Spaß, mit den drei Chören zu arbeiten. Beim Konzert selbst werde ich im Chor mitsingen, und mein Lieblingsdirigent hat die Leitung des Ganzen.

Außerdem haben sideSister aus Neuseeland ihr Album „Nothing“ veröffentlicht – ich bin ziemlich schlecht darin, Musikstile zu beschreiben, deshalb sage ich nur: hört mal rein. Mir gefällt es ausnehmend gut und als witzigen Nebeneffekt kann man „nichts herunterladen“ (Download Nothing, wie es auf der Bandcamp-Seite heißt).

Vor ein paar Tagen habe ich schöne Post bekommen. Ein Freund hat im Nachlass seiner Mutter Noten aus den späten 1920er Jahren gefunden, für Klavier, für Salonorchester und für Klavier mit Gesang (oder Gesang mit Klavier, wie man’s nimmt). Die Noten haben nun bei mir ein neues Zuhause gefunden und ich werde sicher immer mal ein Stückchen daraus spielen.

Danke fürs Vorbeischauen, und bis bald hier im Blog oder anderswo 🙂

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Wochenschnipsel 2344

Schon wieder Mittwoch, und schon wieder ein neuer Monat. November. Viele mögen den Monat nicht, weil er oft so grau daherkommt, weil es mit dem Volkstrauertag und dem Totensonntag und mit Allerheiligen/Allerseelen Gedenk- und Feiertage gibt, die manchen Menschen Unbehagen machen, die an frühere oder aktuelle Trauer erinnern und an Abschiede.

Nochmal kurz zurück in den Oktober, der ja gestern noch war. Auch wenn ich selbst am 31. Oktober eher an die Reformation denke, kann ich es verstehen, wenn Menschen an diesem Tag eine ordentliche Party feiern (und das dann Halloween nennen), um einfach mal an etwas anderes zu denken. Wobei ja auch Halloween ursprünglich gar kein kommerzielles Fest war und es weniger darum ging, verkleideten Kindern irgendwelche gekauften Süßigkeiten in die Hand zu drücken, aber auch das ging im Laufe der Zeit im Dekorationsfieber immer mehr vergessen.

Aber ich will das gar nicht werten. Und bei uns kam niemand für „Süßes oder Saures“ vorbei; was auch gut war, weil ich mal wieder gar nix im Haus gehabt hätte. Irgendwie ist mir das einfach zu unwichtig, als dass ich mich darauf vorbereiten würde. (Ja, ich weiß, irgendwie ist das doch wertend.)

Ich mag den November ja. Überhaupt mag ich auch den Herbst und den Übergang zum Winter. Ob die Trauer, die ich seit geraumer Zeit in mir habe, in diesem Monat stärker wird? Ich werde es erleben. Die letzten zwei Jahre waren von Abschieden geprägt, auf die ich gerne verzichtet hätte, aber die auch zum Leben dazugehören. Ich werde nicht viel darüber schreiben. Das hier ist zwar ein persönliches Blog, aber mein Tagebuch führe ich immer noch im stillen Kämmerlein mit Tinte und Papier 🙂

Was gibt’s noch zu erzählen? Ich habe mit großer Freude den 3. Band der „Gnä‘ Frau“ von Constanze Scheib gelesen; ich habe mit der „Teesalon“-Reihe, wenn ich sie mal so nennen darf, von Anni Bürkl begonnen; ich habe „Kurt“ von Sascha Raubal entdeckt; auf dem Bücherstapel liegt außerdem noch „die „In glasgrüner Stille“ von Leilah Lilienruh und es gibt so viele andere Bücher, die ich noch lesen möchte und über die ich am liebsten eigene Blogbeiträge schreiben würde, aber ich merke, dass ich mit meiner Zeit haushalten muss.

Denn zwei große Konzerte werfen ihre Schatten voraus, und mit den Vorbereitungen und mit meinen üblichen Sonntagsdiensten bin ich ganz gut beschäftigt. Aber eines möchte ich doch auch zusätzlich machen, nämlich endlich mal wieder ein Online-Advents-Konzert aufzeichnen und im Fediverse mit meinen Followys teilen. Ich hoffe, dass ich das hinkriege.

Danke fürs Lesen und bis zu den nächsten Wochenschnipseln!

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Wochenschnipsel 2343

Es ist wieder Mittwoch. Draußen ist es bewölkt, aber nicht kalt. Sowohl der Hibiskus als auch der Schmetterlingsflieder blühen noch immer, und vor ein paar Tagen habe ich tatsächlich ein Taubenschwänzchen beim Nektarsammeln beobachtet. Im Oktober fühlt sich das irgendwie ver-rückt* an.

(*Ver-rückt im Sinne von anders als gewohnt; wie ein Möbelstück, das nicht mehr am alten Platz steht. Keinesfalls auf die menschliche Psyche bezogen.)

In den letzten Tagen stand wieder viel Musik auf dem Programm, u.a. ein Vertretungsdienst an der Orgel, bei dem ich nach dem Nachspiel Applaus bekam. Da hab ich mich gefreut. Außerdem nahm ich an einer Sitzung des Leitungskreises der Society of Women Organists teil, wo ich Mitglied in zwei Arbeitsgruppen bin – und nun wurde ich gefragt, ob ich nicht einer weiteren Arbeitsgruppe beitreten möchte. Ich würde schon gerne, aber ich muss mit meiner Zeit haushalten und so denke ich noch ein Weilchen darüber nach.

In meinen Fediverse-Feed bekomme ich immer noch viele Posts gespült, die sich mit den Unterschieden zwischen dem Fediverse (meist geht es dabei um Mastodon) und der neuen Plattform BlueSky beschäftigen; Menschen fragen regelmäßig nach Einladungs-Codes; andere erzählen davon, „dort“ sei es besser, und so viele seien „mit Mastodon ja nicht warm geworden“. Ja, stimmt, das Fediverse kann schon spröde sein und es ist ganz sicher auch nicht das Paradies. Ich mag, dass ich dort viele Möglichkeiten habe, mir meinen Feed so zu gestalten, wie es mir gefällt. Es ist Arbeit, keine Frage. Denn kein Algorithmus schlägt mir Sachen vor, die mich interessieren könnten, sondern ich muss mir das irgendwie zusammensuchen. Ich mag das. Wer sich berieseln lassen möchte, braucht andere Plattformen. Welche das sein könnten, muss jede*r für sich selbst entscheiden.

Auf Wiederlesen bei den nächsten Wochenschnipseln!

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Wochenschnipsel 2342

Ich hatte es ja mehr oder weniger angekündigt, dass ich versuchen möchte, wieder häufiger zu bloggen. Und dank vieler toller Menschen, die mein Blog übers Fediverse bereits abonniert haben oder die mich durch nette Kommentare bestärkt haben, habe ich auch wieder Lust aufs Schreiben bekommen.

Früher hatte ich mal eine kleine Reihe namens „Die Woche“ hier im Blog, wo ich über all die kleinen und größeren Dinge schrieb, die gerade so passierten. Da ich nicht weiß, ob ich es schaffen werde, von jetzt auf gleich wieder wöchentlich zu bloggen, gibt es erst einmal die „Wochenschnipsel“ – vielleicht beziehen sie sich irgendwann auf mehr als eine Woche. Wir werden sehen 🙂

Und Mittwoch ist ein guter Tag dafür, wie ich finde.

Letzte Woche habe ich das neue Album „Walk the earth“ von Mykie Frankenstein bei Bandcamp gekauft. Ich möchte bei Gelegenheit noch einen eigenen Blogbeitrag darüber schreiben. Schon einmal so viel vorab: ich mag es sehr. Es ist irgendwie „Country“ und irgendwie auch nicht, es hat Reminiszenzen an Johnny Cash, und es lohnt sich, reinzuhören. Auch und gerade für Leute, die „Country“ eigentlich gar nicht mögen.

Apropos Bandcamp, da geht es leider auch schon wieder drunter und drüber. Nachdem die Plattform von Epic gekauft worden war und viele Indie-Musiker*innen befürchtet hatten, es ginge den Bach runter, was es glücklicherweise nicht tat, wurde sie jetzt wieder verkauft und die neuen Eigentümer haben erst einmal Menschen entlassen. Was nun? Einige sagen schon, boykottiert die Plattform, andere, zu denen ich auch gehöre, wollen die Musiker*innen weiterhin unterstützen.

Manchmal werde ich gefragt, ob ich nicht als Nachfolgeplattform von Twitter einen Account bei BlueSky anlegen möchte, und ich bekomme Invite Codes angeboten. Es freut mich, wenn Menschen an mich denken und mich irgendwo lesen wollen. Aber ich habe meine neue Social Media Heimat im Fediverse gefunden und werde da erstmal bleiben. Lesen könnt Ihr mich dort und natürlich auch hier im Blog.

Das Fediverse kann vieles, aber die Reichweite, die sich manche auf den großen Plattformen aufgebaut hatten, kann es nicht so ohne weiteres ersetzen. Für mich ist Reichweite kein wichtiges Kriterium. Diesbezüglich befinde ich mich in einer sehr bequemen, um nicht zu sagen, luxuriösen Lage. Trotzdem oder gerade deshalb möchte ich diejenigen unterstützen, die es nicht so gemütlich haben.

Ich habe heute eine Bestellung bei Frau Frohmann aufgegeben. Vielleicht mögt Ihr ja mal schauen, ob auch für Euch im Verlag etwas dabei ist.

Letzte Woche habe ich das neue Buch von Constanze Scheib bestellt und wer noch mehr Österreich haben will, wird bei Anni Bürkl fündig. Und ich bin sicher, auch Karin Joachim freut sich über neue Leser*innen.

Musikalisch ist im Moment wieder einiges los. Im Oktober spiele ich jeden Sonntag Orgel, mal in meiner Heimatgemeinde, mal als Vertretung in anderen Gemeinden. Letztes Wochenende habe ich außerdem meinen Lieblingsdirigenten vertreten und zwei seiner Chöre bei einer Veranstaltung dirigiert. Dann proben wir in drei Chören eifrig für das am 17.12. stattfindende Adventskonzert, bei dem u.a. Vivaldis Gloria in D und Pergolesis (oder vielmehr Durantes) Magnificat zur Aufführung kommen werden. Im November wird es einen Probentag dafür geben. Und natürlich auch wieder Chorauftritte zu den anstehenden Feiertagen. An den Weihnachtstagen bin ich als Organistin auch schon verplant, und, als sei das alles noch nicht genug, arbeite ich im Moment noch an der Erstausgabe von Orgelstücken einer Komponistin des 20. Jahrhunderts. Mehr sage ich an dieser Stelle noch nicht dazu, denn der Verlag und ich haben ja gerade erst mit der Arbeit begonnen und da ist noch einiges zu tun.

Diese Ausgabe der „Wochenschnipsel“ ist doch länger geworden als ich dachte. Danke fürs Lesen und bis bald!

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Autumn news

Five weeks ago I deactivated all my twitter accounts and didn’t feel as terrible as I had expected. Of course, almost 14 years for the oldest account mean that there are lots of (mainly happy) memories and yes, there are people whom I dearly miss. If you read this and feel you’re part of this group, don’t hesitate to say hello in the comments or reach out by e-mail 🙂

September was pretty busy with three organ recitals and October will be busy with normal organist duties and not a single Sunday off, but that’s okay and I’m happy to play in other churches when they need help. Sometimes I feel that organists need to be able to be at more than one place at once. 😉

What’s quite exciting: I’ve turned on a new feature for this blog and you can now follow it from any server/account in the fediverse! So whether you’re using Mastodon or Pixelfed or Akkoma or Firefish or Friendica, just to name a few, you can read blog posts directly from your feed.

I don’t have any „proper“ plans for this blog, other than that I want to keep it and continue writing articles from time to time. I might even go back to my old „this was my week“ postings, or, since it might take some time for me to get back into blogging, start with „this was my month“.

Stay tuned, and thanks for reading!

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Der letzte Tag des Jahres

Ich habe lange überlegt, ob ich mich in die Reihe derer stelle, die mehr oder weniger schlaue, witziger oder sehr persönliche Jahresrückblicke schreiben. Dann dachte ich, nee, mach ich nicht, denn irgendwie ist Silvester fast ein Tag wie jeder andere und für mich nix wirklich Besonderes. Und manches, was ich dieses Jahr erlebt habe, möchte ich dann doch lieber für mich behalten und im Stillen in mir bewegen.

Das Jahr hatte es in sich. So viele Pläne, die in der Schublade bleiben mussten oder die frustriert zerknüllt und weggeworfen wurden. Und dennoch… bei allem, was dieses Jahr blöd war und nicht geklappt hat, gab es für mich doch einiges, was sehr gut war.

Und dafür bin ich dankbar und wünsche allen Leserinnen und Lesern meines Blogs, dass es auch bei ihnen etwas gibt, wofür sie dankbar sein können und freue mich darauf, wenn wir uns im nächsten Kalenderjahr hier wiederlesen.

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Zeit für Kunst

Die aktuelle Situation mit Kontaktbeschränkungen und Veranstaltungsabsagen trifft nicht nur Musiker:innen, sondern auch andere Kulturschaffende. Viel ist in den Medien zu lesen über Branchen, die es schwer haben, über Arbeitsplätze, über Ungewissheiten, und manche Lösungsideen sind bei näherer Betrachtung nicht mehr als ein hübsches Tuch, das man über einen Haufen Staub in der Ecke des Zimmers legt.

Ich möchte aber nicht in den großen Chor der Wehklagenden einstimmen (apropos Chor, ich würde so gerne wieder mit anderen gemeinsam singen, aber da war ja die Sache mit der Geduld.), sondern möchte hier auf Künstler:innen hinweisen, die spannende Sachen machen und die ich selbst gerne unterstütze.

Marlies Blauth habe hier ich im Blog schon einmal vorgestellt, und sie zaubert nicht nur mit Worten, sondern auch mit Bildern, Illustrationen…

Dann gibt es eine virtuelle Ausstellung im Kunstgarten, die sehenswert ist. Einige der Künstler:innen, die dort präsent sind, kenne ich persönlich und schätze ihre Arbeit sehr. Und so vielfältig wie die Künstler:innen sind auch die Werke und ich könnte mir vorstellen, dass da für jede:n etwas Interessantes dabei ist.

Es gibt natürlich noch viel mehr Kunst und Kultur, die es wert ist, unterstützt und geteilt zu werden und ich freue mich über weitere Empfehlungen und Tipps.

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Geduld

„Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht“ ist ein geflügeltes Wort, das in vielen Bereichen sehr beliebt ist. Ich habe es auch schon verwendet, weil ich das Bild mag und sehr aussagekräftig finde.

Manchmal muss man einfach warten können. Geduldig sein.

Im April hatte ich bei meiner Lieblingsbuchhandlung einige Bücher bestellt. Es stellte sich heraus, dass alle gewünschten Bücher direkt beim Verlag zu bestellen waren, und ich wurde gebeten, mich auf eine Woche Wartezeit einzustellen. Da ich es nicht eilig hatte, war das gar kein Problem. Letzte Woche, drei Wochen nach meiner Bestellung, dachte ich so bei mir, es wäre nun doch allmählich nett, die Bücher zu bekommen. Ich rief also an und fragte nach. Antwort: „Die sind auf dem Weg zu Ihnen, haben wir gestern zur Post gebracht.“ Und tatsächlich kam die Sendung dann am gleichen Tag an. Da hätte ich also gar nicht anrufen müssen 😀

Ähnliches mit einer Notenbestellung. „Lieferbar in 1 bis 4 Wochen“, hieß es vor vier Wochen. Gestern dann die Mail, die Sendung sei unterwegs zu mir.

Hätte es etwas gebracht, wenn ich versucht hätte, diese Lieferung irgendwie zu beschleunigen? Vermutlich nicht. Ja, ich hätte vielleicht woanders bestellen können, aber ich unterstütze kleine oder regionale Läden einfach gerne, vor allem, wenn ich insgesamt einen wunderbaren Service bekomme. Dass das nicht selbstverständlich ist, weiß ich auch, und freue mich umso mehr über die Fälle, in denen es eben so ist.

 

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