Wochenschnipsel 2615

Dreimal hab ich den heutigen Beitrag angefangen und dreimal hat mir der Text nicht gefallen, aber dann dachte ich mir, komm, das muss jetzt nicht perfekt sein und deine Leser*innen dürfen ruhig merken, dass hier ein Mensch am Werk war und keine genAI – je mehr ich darüber lese und auch sehe, was andere mit diesen Tools anstellen, desto größer wird mein Störgefühl. Und das nicht nur, weil ich fest davon überzeugt bin, dass es gerade im Kreativbereich keine wirklichen Abkürzungen gibt, und dass schon der Weg so wertvoll ist, dass es sich lohnt, egal, was am Ende das Ergebnis ist. Oder dass es vielleicht gar kein Ergebnis gibt. Dieses Ausprobieren, Suchen, Entdecken, Verwerfen, das Üben und Zweifeln, und das wunderbare Gefühl, wieder ein Stück weitergekommen zu sein, all das möchte ich nicht missen und macht mich zu der Person, die ich bin.

Apropos ausprobieren, ich weiß nicht, ob Ihr Zines kennt. Das sind Minibücher oder Minimagazine, und wenn sie aus einem A4-Blatt gefaltet werden, gibt es sechs Seiten plus Vorder- und Rückseite und Ihr müsst keine Origami-Gurus sein, um sie zu basteln. Petra hat eine tolle (englischsprachige) Anleitung auf ihrer Seite (klick hier) und ihr könnt für kleines Geld (oder auch für einen größeren Betrag, ganz wie ihr wollt und könnt) ein wirklich schönes von ihr gestaltetes Zine bei Ko-Fi bekommen. Auf meinem Schreibtisch liegen gerade zwei frisch gefaltetete noch leere Zines und im Laufe der nächsten Wochen (oder Monate, je nachdem, wie ich ausgelastet bin) werde ich die ein oder andere Idee dazu umsetzen.

Ein langes Wochenende mit viel Kirchenmusik liegt hinter mir. Diesmal kamen zwar „nur“ Orgel, Stagepiano und Bassblockflöte zum Einsatz und das Akkordeon und die Ukulele blieben zuhause, aber gerade die Bassblockflöte machte sich ganz hervorragend und ich bekam dazu viele positive Kommentare. Am Ostermontag habe ich zum ersten Mal in der größten Kirche unserer neuen Großgemeinde gespielt. Der hauptamtliche Kollege, der mich dafür kurzfristig angefragt hatte, hatte mir gesagt, ich würde an der Orgel viel Spaß haben und er hatte nicht zu viel versprochen. Ich hatte in der Tat viel Spaß und nach dem Gottesdienst kamen zwei Menschen, die wissen wollten, was ich denn da als Nachspiel gespielt hätte, ob das Bach gewesen sei und das sei ja so toll gewesen. Es war nicht Bach, sondern Auguste Larriu (1840-1925); und als Vorspiel gab es, wie das bei mir so üblich ist, ein Stück einer Komponistin, den „Easter Triumph“ von Emma Louise Ashford. Mal sehen, ob ich irgendwann mal wieder Gelegenheit bekomme, dort zu spielen.

Das Akkordeon ist ja das Instrument des Jahres 2026 und morgen kommt mein neuer Akkordeonschüler zu seiner ersten Stunde. Darauf freue ich mich und er sich hoffentlich auch.

So, jetzt muss ich noch ein paar weitere Blätter falten und gestalten!

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Filed under Musik, Sammelsurium

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