Category Archives: Musik

Die Woche (11&12)

Nach einer kleinen Pause kommt der Wochenbericht heute im Doppelpack.

Es gab einige Highlights, und das ein oder andere Erlebnis zum Kopfschütteln. Gesundheitlich geht es mir inzwischen so gut, dass eine Wiedereingliederung am alten Arbeitsplatz ansteht – zumindest, wenn der Arbeitgeber zustimmt. Ob alles so abläuft wie geplant werde ich nächste Woche berichten.

Der Höhepunkt der letzten beiden Wochen war eindeutig das Konzert von Sunna Gunnlaugs, Scott McLemore und Þorgrímur Jónsson in Karlsruhe. Ich mag die Musik des Trios schon seit langem und habe einige Aufnahmen, und live auf der Bühne sind sie ein ganz tolles Erlebnis. Wer mal reinhören möchte: http://www.sunnagunnlaugs.com/

Dann hatten wir Besuch von einem lieben Bekannten, mit dem ich seit gut 12 Jahren online Kontakt hatte, aber irgendwie hatten wir es nie geschafft, uns zu treffen. Bis jetzt. Es war ein wunderbarer Nachmittag und wird sicher nicht das letzte Treffen gewesen sein.

Ein Kopfschüttelerlebnis hatte ich bei meiner Suche nach einem neuen Handy. Seit einer gefühlten Ewigkeit hatte ich immer Nokiahandys, aber irgendwie sagen mir die aktuellen Nokias nicht zu, so dass ich überlegte, mal etwas anderes zu nehmen. Darüber nachgedacht hatte ich schon vor ein paar Monaten, doch akut wurde das Thema erst, als bei meinem Nokia die Macken massiv zunahmen und so entschied ich mich doch recht schnell für ein neues Modell. Da ich ein Telefon mal in der Hand gehabt haben möchte, bevor ich es kaufe, und da ich gerne auch in einen Laden gehe, anstatt online einzukaufen, fuhr ich in die nächste Kleinstadt, um mir Handys anzuschauen. Die „Beratung“ war gelinde gesagt eine Katastrophe. Es wurde überhaupt nicht gefragt, was ich mit dem Telefon vorhabe, ob ich viel oder wenig telefoniere, viel oder wenig surfe, sondern die Handys wurden mir allein aufgrund ihrer Prozessorgeschwindigkeit empfohlen. Und als ich dann mein altes Nokia aus der Tasche zog, konnte sich der Verkäufer das Lachen nicht verkneifen und sagte, mein Handy sei ja so alt, das habe ja noch gar keinen Prozessor, und es würde ja Zeit, dass mir mal jemand zu einem zukunftsfähigen Gerät verhelfe.
Ich habe dort nicht gekauft, sondern mein Telefon bei der sehr freundlichen und zuvorkommenden Kundenhotline meines Mobilfunkanbieters bestellt.
Übrigens war ich am gleichen Tag in besagter Kleinstadt in einem Elektrofachmarkt, wo die Beratung so klasse war, dass ich mit dem örtlichen Handel wieder versöhnt wurde.
Das mit dem fehlenden Prozessor in meinem alten Handy sorgte für große Heiterkeit unter meinen technikaffinen Freunden.

Bis nächste Woche!

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Die Woche (9)

Gestern dachte ich so bei mir, ich hätte irgendetwas vergessen.
Heute fiel es mir ein: der Wochenbericht fürs Blog ist längst fällig!

Die Woche war recht bunt, zur Entspannung großen Ölwechsel am LKW angefangen (Motoröl, Getriebe, Verteilergetriebe, Differentiale, Außenplaneten…), undichte Luftschläuche abmontiert, über Flug- und anderen Rost philosophiert und ordentlich schmutzig geworden. Wie heißt es so schön: Bin ich ölich, bin ich fröhlich.

Zur großen Familienfeier einen Liedtext geschrieben und zu einem Medley mit einem weiteren mir ganz fest ans Herz gelegte Liedtext zusammengebastelt, in der Hoffnung, alle Beteiligten einigermaßen froh zu machen – das Wochenende wird es zeigen. Die Gitarre war gar greißlich verstimmt, nachdem ich sie seit Monaten nicht mehr in der Hand hatte, aber die Lieder funktionieren damit besser als mit dem Akkordeon, und so kommt die Klampfe wohl zum Einsatz.

Die Schneeglöckchen blühen weiterhin tapfer und der Lavendel treibt in seinem Winterquartier kräftig aus. Heute morgen war es jedoch so kalt und neblig, dass man meinen konnte, der Winter wolle es doch noch einmal wissen. Aber jetzt scheint wieder die Sonne, der Himmel ist blau, und ich gehe frische Luft schnappen und wünsche allen, die hier vorbeikommen und lesen, einen wunderbaren Tag.

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Die Woche (1)

Ja, es mag merkwürdig sein, an einem Mittwoch etwas zu posten, was man eher am Freitag erwarten würde, aber da letzten Mittwoch der 1. Januar war und somit heute quasi die zweite Woche beginnt… ach, egal, bevor ich hier unlogisch werde, sage ich einfach, dass mir danach war, heute zu schreiben. Und da ich weiß, dass ich immer einen kleinen Anstoß brauche, um regelmäßig zu bloggen, fange ich heute mit einem kleinen Wochenbericht an und schaue mal, wie weit ich damit durchs Jahr komme.

Wir hatten den Jahreswechsel bei meinen Eltern verbracht und wie das mit Familienbesuchen so ist, war das gleichzeitig schön und anstrengend.

Ein Highlight war am Wochenende die Glühweinwanderung mit dem Chor. Es gab mehrere Stationen, eine davon bei uns, und wir hatten, wie es zu einem bayrisch-hessischen Haushalt passt, heißen Apfelwein und Obazdn gemacht. Beides kam hervorragend an, und ich weiß nicht, wie oft ich die Frage beantwortet habe, ob ich denn unsere LKW auch fahren würde. Natürlich nahmen ein paar besonders Neugierige auch gern das Angebot an, bei Bedarf unser Badezimmer aufzusuchen, und so gab es nicht nur Lob fürs Essen, sondern auch für das Haus. Nach der vielen Arbeit, die wir bislang damit hatten und weiterhin haben werden, tat das wirklich gut zu hören.

Unser Chorleiter ist jedenfalls froh um ein neues Argument für die Diskussion mit seiner Frau, wenn sie meint, er habe eine zu große Modelleisenbahn – er will ihr künftig sagen, sie solle doch froh sein, dass er keine LKW sammle so wie wir.

Vorsätze habe ich fürs neue Jahr keine, nur den Wunsch, dass es auch mit der Gesundheit wieder bergauf geht, und da bin ich im Moment recht zuversichtlich, auch wenn es zwischendurch immer mal einen Dämpfer gibt. Aber das gehört halt auch dazu.

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Musik zum Wohlfühlen und Nachdenken

Einer meiner Lieblingsliedermacher (wenn ich ihn denn so nennen darf) ist Wolfgang Buck (http://www.wolfgang-buck.de)
Als echdder Frangge spielt er hauptsächlich dort, aber manchmal fährt er ein Stück weiter und gibt ein Konzert in Hessen. Und dann bin ich dabei.

Zu Franken und dem fränkischen Dialekt habe ich ein besonderes Verhältnis. Es ist schwierig zu erklären, wo meine Heimat tatsächlich ist, so oft bin ich umgezogen in meinem Leben, aber Franken ist und bleibt Teil meiner Heimat und auch Teil meiner Geschichte. Ich mochte die Lieder von Wolfgang Buck, seit ich ihn vor vielen Jahren das erste Mal in Bayreuth im Gemeindehaus erlebte, als er noch als singender Pfarrer angekündigt war. Frömmelnd waren und sind seine Lieder nie, die Lieder, die vom Glauben oder von der Hoffnung handeln, sind einfach nur voller Poesie und Zuversicht, und manchmal auch, wie das im Leben ist, spürt man auch ein wenig Zweifel.

Dann gibt es kritische Lieder in Wolfang Bucks Repertoire, Lieder, die Fragen stellen, Lieder, in denen er unbequeme Wahrheiten besingt.

Und dann gibt es diese wunderbaren, wahren, überzeichneten, liebevollen und warmen Lieder übers fränggische Leben, die ich so mag, und die für mich immer ein Stück Zuhause spiegeln, auch wenn der Dialekt, den ich spreche, wenn mir nach Fränggisch ist, ein klein wenig anders ist als der vom Wolfgang Buck.

Warum ich das alles schreibe? Weil es jetzt eine neue CD gibt, an der ich mich nicht satthören kann, und weil der Wolfgang Buck einer der besonderen Menschen ist, der auch schwierigen und angstmachenden Themen wie Depressionen, Krankheit und Sterben ein Gesicht und eine Geschichte gibt und weil es wichtig ist, dass auch diese Geschichten erzählt und besungen werden.

Die Lieder sind übrigens auch für Nichtfranken bis auf wenige Ausnahmen gut verständlich. Wer mal reinhören mag, hat auf der Website von Wolfgang Buck Gelegenheit dazu.

Ich steck jetzt wieder die CD in den Plattenspieler 😉

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Recommendation for lovers of handmade music

When it comes to music, I have a very broad range of styles that I like.
I listen to a lot of different types of music, and I like to keep an open mind and open ears. I’m not a specialist for certain styles, and I’m not one of those enthusiasts who would say more or less witty things like „Yes, this is just like I remember Sir Vincent Lancelot conducting the Royal Stately Wonderful Philharmonic at the Met“ or „Don’t you think Mork The Gork Ladidah and the Whatever Trio are overdoing it here when they end this song on Fmaj7?“

I like honest, authentic, handmade music.

My latest discovery is the Icelandic pianist Sunna Gunnlaugs (http://www.sunnagunnlaugs.com)

I ordered some of her CDs and am listening to this fantastic, first-class jazz over and over again. If you, dear reader, also like handmade music, make sure you treat your ears to Sunna and her music. Don’t expect any „easy listening“, but let yourself be taken away by pleasant, enjoyable sounds which don’t fail to surprise every now and then.

And if you have any recommendations for my hears, I’d love to hear from you.

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Kreativität

Ein Thema, über das ich stundenlang reden und schreiben könnte… Und ich werde auch im Laufe der nächsten Tage mehr dazu schreiben.

Kreativität hat für mich viele Facetten. Ebenso wie ich fest davon überzeugt bin, dass es keine wirklich unmusikalischen Menschen gibt, bin ich davon überzeugt, dass jeder Mensch kreativ ist. Kreativität ist mehr als einfach gute Bilder malen zu können. Ich habe jahrelang unter dem Kunstunterricht gelitten, weil ich nicht zeichnen kann. Und die Aufgaben bestanden irgendwie immer darin, etwas so naturgetreu wie möglich aufs Papier zu bringen. Genossen habe ich allerdings die wenigen Kunststunden, in denen wir mit Aquarellfarben experimentieren durften. Da konnte ich einfach Farben verlaufen lassen, und es hat Spaß gemacht und sah toll aus. Später habe ich mir sogar Farben, Pinsel und Papier gekauft, und spiele ab und zu damit herum.

Leider passiert es in sehr vielen kreativen Fächern (Kunst, Musik) schnell, dass Kinder den Eindruck gewinnen, sie seien nicht begabt (genug) und deshalb auch nicht kreativ.
Oft höre ich: „Ich bin nicht musikalisch. Ich kann nicht singen.“ Das eine hat aber mit dem anderen erst einmal wenig zu tun. Musik ist so viel mehr als Singen, und Kreativität ist soviel mehr als zeichnen zu können.

Mehr zum Thema wird folgen.

Zunächst hier die wunderbaren Bilder einer Action Painting Session mit Kindern:
http://madforart.de/2010/05/21/kids-action-painting-session/

Und noch ein Lese-Tipp: http://blog.diegebrauchsgrafiker.net/2008/10/herbstlicher-malspass/

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