Tag Archives: Orgel

Wochenschnipsel 2614

Gleich vorweg: trotz des Datums mache ich in den heutigen Wochenschnipseln keine schlechten Scherze. Ihr könnt also ganz beruhigt lesen. Oder enttäuscht wegklicken 😉

Was gibt es Neues? Wer nicht nur mittwochs hier auf die Seite guckt, hat sicher gesehen, dass ich am Donnerstag ein neues Lied veröffentlicht habe und am Montag ein Kochbuch vorgestellt. Wer nur mittwochs hier auf die Seite guckt, kann gerne nachlesen. 🙂

Auch wenn der April laut Kalender erst heute beginnt, sogenanntes Aprilwetter hatten wir bereits in den letzten Märztagen. Inklusive Gewitter, Graupelschauer und allem, was sonst so dazugehört. Gerade scheint die Sonne und wenn ich aus dem Bürofenster gucke, sehe ich die Rotschwänze herumtoben. Aus der Entfernung kann ich leider nicht sehen, ob es Haus- oder Gartenrotschwänze sind. Wir hatten schon beide Arten hier zu Gast und einmal haben Hausrotschwänze sogar am Haus gebrütet. „Unsere“ Falken sind auch zurück und haben den Nistkasten bezogen und die Spatzen waren nie weg.

Musikalisch steht die Zeit ganz im Licht (und Schatten) der Karwoche und der kommenden Osterzeit. Es gibt viele Orgeldienste, mal hier, mal dort, und ich habe wie immer auch Stücke von Komponistinnen ausgesucht, um sie sicht- oder vielmehr hörbar zu machen. Am Palmsonntag (der Sonntag vor Ostern) wird in unserer Gegend traditionell Jubelkonfirmation gefeiert, d.h. es gibt einen besonderen Gottesdienst für Menschen, die vor 50, 60, 65 Jahren (und manchmal noch länger her) ihre Konfirmation hatten. Ich habe als Schlussstück ein „Postlude“ von Emma Louise Ashford gespielt und bekam dafür sogar Applaus.

Apropos Musik, ich werde regelmäßig gefragt, warum ich als Musikerin denn nicht bei Instagram sei, dort seien doch „alle“ und wie ich das denn machen würde mit der Sichtbarkeit. Ich befinde mich in der komfortablen Situation, dass die Musik nicht mein einziges Standbein ist und dass ich darüber hinaus musikalisch nicht nur eine Sache mache, sondern viele. Also Kirchenmusik, Chorleitung, Stimmbildung, Unterricht, um nur einiges zu nennen. Und da läuft vieles hier in der Region über persönliche Kontakte. Und tatsächlich habe ich auch schon übers Fediverse Konzertanfragen bekommen oder lernte Kollegys kennen, mit denen ich dann zusammenarbeiten durfte oder über die ich hinwiederum weitere tolle Leute und Projekte fand. Für mich „geht“ es also problemlos ohne Insta oder auch FB, wo ich noch nie war und auch nicht sein möchte. Auch als Privatperson nicht.
Ob Insta für die Sichtbarkeit wirklich ein Gamechanger ist und wie mit Haltungen von Veranstaltern umzugehen ist, die sagen, dass sie Künstler*innen auch anhand der Zahl ihrer Insta-Follows auswählen, darauf habe ich keine Antwort, weil das einfach nicht meine Welt ist. Ich möchte aber eigentlich auch nicht, dass das „die Welt“ für meine Kollegys sein soll. Wenn ich mir anschaue, wie zeitaufwändig es ist, ständig die Algorithmen zu füttern, um ja nicht hinten runter zu fallen, würde ich die dafür nötige Energie lieber ins Üben stecken, oder ins Nachdenken über Liedtexte, oder ins „Dummzeuch-babbeln“ im Fediverse. Denn ich weiß für mich, dass ich da sichtbar bin und dass da Menschen sind, die sich für mich und meine Musik interessieren.
Mehr brauche ich nicht und weiß, wie priviligiert ich bin, dass ich mir diese Haltung leisten kann. Ich schreibe das nicht, um Menschen zu ärgern, die in einer anderen Situation sind. Auch bei mir herrscht nicht immer eitel Sonnenschein. So erfolgreich ich im Moment als Musikerin bin, so sehr habe ich in einem anderen Arbeitsfeld zu kämpfen, weil meine Angebote derzeit nicht gebucht werden. Irgendwas ist also immer. Aber bevor ihr fragt: nein, mit meinem anderen Arbeitsfeld zu Insta zu gehen ist keine Option.

Vielleicht sortiere ich diese Gedanken irgendwann noch einmal zu einem eigenen Blogpost.

Vielen Dank fürs Lesen!

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Filed under Landleben, Musik

Wochenschnipsel 2613

Gestern dachte ich so bei mir, es könnte eigentlich mal wieder regnen, denn so schön das ist, dass die Frühlingssonne jeden Tag scheint, brauchen die Böden doch Wasser. Und heute morgen sind der wilde Hund und ich beim Spaziergang ordentlich nass geworden. Windig war es auch, und nun ist wieder blauer Himmel zu sehen. Der kleine alte Hund war zuhause geblieben, wie so oft.

Meine Woche war ziemlich bunt, aber es gibt nichts wirklich Besonderes zu berichten.

Außer, dass ich am Sonntag wieder einen sehr schönen Vertretungsdienst hatte und Applaus bekam nach dem Nachspiel und dass mein Freund und Kollege Martin wieder aus Japan zurück ist und mir einen schönen Fächer und weitere Kleinigkeiten mitgebracht hat.

Wer es noch nicht gesehen hat, ich habe über eine Krimireihe gebloggt, bei der der erste Band vor mehr als 30 Jahren erschienen ist und der letzte Band vor 19 Jahren, aber ich bin ja öfter mal spät dran, was das Entdecken von Büchern angeht.

Als nächstes mache ich mich daran, ein neues Video zu untertiteln. Wann ich es veröffentliche, weiß ich noch nicht. Wer mir im Fediverse folgt, wird es mitbekommen. 🙂

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Filed under Leben mit Hund, Musik

Wochenschnipsel 2612

Heute morgen stiefelte der kleine alte Hund bei strahlendem Sonnenschein durch halb gefrorenes Gras und beschloss nach wenigen Minuten, nicht am großen Spaziergang teilnehmen zu wollen. Das ist inzwischen zur Routine geworden – und für mich ist es Routine, mittwochs meine Wochenschnipsel zu tippen und zu veröffentlichen.

Gestern habe ich über das aktuelle Buch von Karin Joachim gebloggt und abends drei Chorproben geleitet, weil der eigentliche Chorleiter im Urlaub ist. Auch vor dem Wochenende habe ich in einigen Gesangvereinen als Chorleiterin ausgeholfen, und nächste Woche ist er wieder da und das bringt mir wieder ein paar freie Abende. Wobei mir sicherlich nicht langweilig wird.

In meinem Postfach häufen sich die Anfragen für Orgelvertretungen, gerade zu Ostern und auch zu Pfingsten und ich muss ausbalancieren, wie stark mein Pflichtgefühl ist und mein Ruhebedürfnis.

Woraus ich im Moment eine Menge positiver Energie ziehe, sind einerseits die guten Reaktionen im virtuellen Raum auf meine Musik (sowohl Orgel als auch nicht-klassisches) und der Austausch mit anderen Musizierenden, und andererseits die Beschäftigung mit meinen Instrumenten – ich habe einige neue Werke für Klavier entdeckt, an denen ich mit großer Freude arbeite und ganz ohne Zeitdruck, weil keine Konzerte anstehen, bei denen ich sie spielen „muss“. Auch für die Blockflöten habe ich viele Ideen und spätestens am Gründonnerstag wird auch das Akkordeon wieder zum Einsatz kommen.

Und vielleicht gibt es bald auch wieder ein Video mit einem Lied und der Ukulele. 🙂

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Wochenschnipsel 2611

Seit einigen Tagen lassen sich in unserer Straße interessante Beobachtungen machen. Es gibt eine Baustelle, Kanalsanierung, großes Loch in der Straße und Vollsperrung mit innerörtlicher Umleitung. Stündlich fahren Fahrzeuge (PKW, LKW) am Hinweisschild und der Teilabsperrung vorbei, um dann vor unserem Haus zum Stehen zu kommen und entweder umzudrehen (PKW) oder 200m rückwärts zu fahren (LKW) und ich frage mich jedes Mal, woran das liegt. Unachtsamkeit? Wurschtigkeit? Navi-hat-es-aber-doch-gesagt? Wird-schon-gehen-wo-soll-da-auch-eine-Sackgasse-sein? Natürlich gibt es zusätzlich auch diejenigen, die anstelle der offiziellen Umleitung den Feldweg hinter den Gärten nehmen – da muss ich beim Hundespaziergang echt aufpassen.

Heute wurde das Wasser abgestellt, aber ich habe rechtzeitig daran gedacht, eine genügend große Menge in Krügen und Kannen bereitzustellen. Und unsere Toiletten hängen an der Regenwasserzisterne.

Was gibt es sonst zu berichten? Letzten Sonntag, am internationalen Frauentag, hatte ich Orgeldienst und habe als Vorspiel und als Nachspiel Werke von Komponistinnen gespielt und auch ein neues Video hochgeladen – die Komponistin hat sich sehr darüber gefreut, denn ich habe damit wohl die Ersteinspielung ihres Stücks vorgenommen (und bin nun auch auf ihrem YouTube-Kanal). Besonders gefreut hat mich außerdem, dass ich es zeitlich geschafft habe, abends zu einem Konzert zu gehen. Gespielt und gesungen wurden Werke von Clara Schumann, Mel Bonis, Emilie Mayer, Amy Beach und Fanny Hensel. Das war wirklich schön.

Für ein neues Konzertprogramm habe ich in den letzten Tagen auch wieder viel mit meinen Blockflöten gearbeitet und finde es immer wieder faszinierend, wie gut der kleine alte Hund im Flur schlafen kann, wenn ich übe – selbst die hohe Sopranino stört ihn nicht.

Letzte Woche durfte ich mit der Einmal-im-Jahr-Band wieder den Gottesdienst zum Weltgebetstag begleiten und das hat wieder viel Spaß gemacht. Wir spielen in dieser Besetzung tatsächlich immer nur zu diesem Gottesdienst, deshalb Einmal-im-Jahr-Band, und verstehen uns so gut, dass uns eine halbe Stunde Probe tatsächlich reicht. Dass einige von uns Profimusiker*innen sind, hilft wohl auch. 😉

Mit Urlaubsvertretung für einen befreundeten Dirigenten und Chorleiter und meinem Vorstandsamt im Arbeitskreis Frau & Musik und den vielen kleinen täglichen Aktivitäten, musikalisch und anderweitig, wird es mir im Moment nicht langweilig, aber ich freue mich trotzdem darauf, wenn es zwischendurch auch mal wieder Abende ohne Termine gibt und ich einfach nur mit dem Strickzeug auf meinem Lieblingssessel sitzen kann. Bald 🙂

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Wochenschnipsel 2608

Heute früh dachte ich, prima, wenig auf dem Schreibtisch und auf der To-Do-Liste, da kann ich ja gleich morgens bloggen.

Und schwupps, war es Nachmittag.

Seit ich nicht mehr im Fanfarenzug aktiv bin, und seit mein Freund, der DJ, nicht mehr am Faschingsumzug in seinem Ort teilnimmt (zu dem wir stets den LKW gestellt haben), geht Fasching/Karneval weitgehend unbemerkt an mir vorüber. Ich freue mich für und über alle, die gerne feiern. Ich war gestern nur zum Heringsessen beim Gesangverein. Und habe gelernt, dass es anderswo die Heringe erst an heutigen Aschermittwoch gibt.

Mein Wochenende war musikalischer als ursprünglich geplant. Denn am Freitagmorgen kam ein Hilferuf aus dem Gemeindebüro – ein Kollege sei krank und es seien somit zwei Gottesdienste ohne Kirchenmusiker*in, ob ich Zeit hätte. Da ich nichts im Kalender hatte, habe ich zugesagt. Der erste Gottesdienst war in einer Kapelle, in der ich noch nicht gewesen war. Dort steht ein Flügel in erfreulich gutem Zustand. Dass ich dort ein Klavier und keine Orgel vorfinden würde, wusste ich vorher, und habe als Eingangs- und als Ausgangsstück auch entsprechende Werke ausgesucht. Dass es so ein hübscher Flügel sein würde, war eine schöne Überraschung und noch schöner war, dass hinterher einige sagten, wie gut es ihnen gefallen hätte. Auch nach dem zweiten Gottesdienst wurde ich gefragt, ob ich bald einmal wiederkommen würde, es sei musikalische so toll gewesen. Die einmanualige Orgel dort klappert zwar mechanisch arg, vor allem im Pedal, hat aber einen schönen Klang und ich spiele ja gern auf kleinen und/oder alten Instrumenten und stelle mich auf ihre Besonderheiten ein.

Zeit zum stricken war auch, und natürlich wie immer viel Zeit für die Hunde. Der wilde Hund genießt die Spaziergänge mit mir alleine sehr, wenn der kleine alte Hund mal wieder beschlossen hat, eine kleine Runde durch den Garten sei mehr als genug.

Da ich im Moment keine großen Projekte in der Beratung habe und die nächsten Konzerte auch noch ein Weilchen hin sind, habe ich ein wenig Luft und nutze die Zeit, mal wieder Noten zu sortieren und aufzuräumen. Und finde dabei Werke, an die ich ewig nicht gedacht habe. Im Fedi wurde ich nach einer guten Idee für die Sortierung gefragt. Leider habe ich keine. Ich habe ein ungefähres System, in dem ich mich auskenne, aber es gibt sicher auch andere Möglichkeiten und vielleicht sogar bessere. Wenn ich mich zu meinem Klavier umdrehe, wartet da noch ein großer Stapel an Klaviernoten, die aufgeräumt werden wollen. Und wenn ich damit durch bin, gibt es noch die Schuber mit Blockflöten-Noten, und die fürs Akkordeon, und für die Ukulele kommt irgendwie auch immer mehr dazu, und ich höre jetzt lieber mit der Aufzählung auf, sonst erschrecke ich noch vor der Größe des Ganzen.

Die Sonne scheint, der Hund döst neben mir, der Tintentank im Füller ist voll, also beste Voraussetzungen, mit der nächsten Aufgabe weiterzumachen.

Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Mal!

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Filed under Leben mit Hund, Musik

Wochenschnipsel 2601 und 2602

Die ersten Wochenschnipsel im Jahr 2026! Wer sich über den Titel wundert – ich gehe immer nach den Kalenderwochen, und da haben wir tatsächlich schon die zweite, und damit ich nicht durcheinander komme, gibt es die doppelte Zählung.

Ich hoffe, alle, die das hier lesen, sind gut ins neue Jahr gekommen. Hatte ich letzte Woche noch darüber geschrieben, wie schwierig es manchmal sein kann, mit der aktuellen Weltenlage klar zu kommen, könnte ich diese Woche einen drauf setzen und sagen, herrjemine, es wird ja nur schlimmer statt besser. Aber das würde mich nicht weiterbringen und euch auch nicht und deshalb belasse ich es dabei.

Der Jahreswechsel bei uns war ruhig, die Hunde haben die Böllerei verschlafen und in unserem Dorf war auch nicht sooo viel los.

Mein erster Sonntag brachte gleich zwei Vertretungsdienste; eine Orgel kannte ich noch nicht, an der anderen hatte ich schon mehrmals gespielt. Es hat Spaß gemacht, wieder ein neues Instrument zu entdecken und ich war einmal mehr froh, dass ich viel Erfahrung mit kleinen historischen Orgeln habe, denn auf Ergonomie wurde früher selten geachtet und als Anfängerin wäre ich mit diesem Instrument nicht ohne weiteres zurechtgekommen. Die Ukulele kam auch wieder zum Einsatz und es gab dazu nur positive Rückmeldungen.

Gestern hatte ich einen weiteren Vertretungsdienst und auch das war schön und auch da wurde ich gefragt, ob ich einmal wiederkomme.

Wie immer habe ich Werke von Komponistinnen gespielt und werde das auch am kommenden Sonntag tun.

Seit zwei Tagen haben wir Schnee und auch wenn es nicht viel ist, sieht es doch schön aus. Allerdings waren die Hunde beide unglücklich über die Salzlake auf den Straßen. Der wilde Hund lässt sich zwischendurch die Pfoten mit einem Tuch abwischen, weil er weiß, dass ihm das gut tut. Der kleine alte Hund fällt in lange geübte Verhaltensweisen zurück und schnappt, wenn der Mensch an die Pfoten fassen will. Das macht das Ganze natürlich nicht gerade leicht, aber da müssen wir jetzt durch. Ich versuche immer, Wege zu laufen, die nicht gestreut werden. Das funktioniert glücklicherweise auch einigermaßen. Und irgendwann taut es eh wieder.

Pläne für dieses Jahr habe ich übrigens keine. Außer, dass ich das weitermachen möchte, was ich bereits regelmäßig tue. Orgel spielen, Videos aufnehmen, Konzerte vorbereiten, bloggen, komponieren… das genügt für die meisten Wochen sowieso 😉

Danke fürs Lesen und auf ein gutes Jahr!

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Filed under Leben mit Hund, Musik, Sammelsurium

WochenSchnipsel 2552

Wenn nicht gleich noch das Telefon klingelt, werde ich vergleichsweise ruhige Weihnachtstage haben, denn bisher stehen tatsächlich nur zwei Orgeldienste im Kalender. Einer heute und einer morgen.

Und dann habe ich bis zum 4. Januar frei.

Aber wie gesagt, noch könnten Anfragen kommen. Ich lasse mich überraschen!

Ich werde Werke von Komponistinnen spielen. Heute von Carlotta Ferrari und Cécile Chaminade und morgen von Emma Louise Ashford und May F. Lawrence.

Ob ich nächste Woche noch einmal schreibe, weiß ich gerade noch nicht, aber spätestens nächstes Jahr geht es hier weiter.

Danke fürs Lesen!

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Filed under Musik

Wochenschnipsel 2551

Ich bin vom Konzertsonntag immer noch müde. Freitagabend Probe, Samstagabend Probe, Sonntag ab mittags Generalproben und dann das Konzert, aber es war soooo schön! Die Chorsängerinnen und -sänger haben ihre Sache sehr gut gemacht, das Orchester war prima und die viele zusätzliche Arbeit, die ich in die Vorbereitungen gesteckt habe, da ich ja kurzfristig als Organistin eingesprungen bin, hat sich gelohnt. Aber… ich bin müde.

Deshalb gibt es heute nur einen kurzen Beitrag und da nächsten Mittwoch schon Heiligabend ist, werde ich da vielleicht auch nicht so viel schreiben. Wir werden sehen.

Danke fürs Vorbeischauen hier im Blog und bis bald!

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Filed under Musik

Wochenschnipsel 2550

Bevor es in den heutigen Wochenschnipseln nur um Hunde geht, ein kleiner Überblick über das, was musikalisch los ist. Am letzten Sonntag fand ein von einem Frauenteam gestalteter Gottesdienst statt, traditionell immer am zweiten Advent, mit anschließendem Suppenbüffet. Sehr schön fand ich diesmal, dass in den Texten und Gebeten mehrfach die Rede davon war, dass alle dazugehören, egal, wie sie aussehen und wen sie lieben. Ein starkes Signal, und sehr nötig! Die Suppen waren ebenfalls lecker und dass meine älteste Freundin zu Besuch war, krönte ein schönes Wochenende.

Und dann kam am Montag zu aller Arbeit, die im Moment auf meinem Tisch liegt, noch ein zusätzlicher Job. Weil fürs Konzert am dritten Advent ein krankheitsbedingter Ausfall zu verzeichnen ist, habe ich die großartige Aufgabe, von zwei großen Chorwerken (mit Orchester und Solostimmen) den Orgelpart zu lernen, um beim Konzert die Orgel zu spielen. Natürlich darf ich auch wie geplant noch das Mezzosopran-Solo singen.

Aber eigentlich wollte ich in den heutigen Wochenschnipseln hauptsächlich über unsere Vierbeiner sprechen. Ich bin mit Hunden aufgewachsen. Der erste Hund kam ins Haus, da war ich zwei Jahre alt. Wenn ich den Erzählungen meiner Eltern glaube, dann wollte ich wohl erst eine Katze, aber als dann der Welpe kam und mich erst einmal zu Boden warf und wir dann beide auf der Erde herumrollten, war es um mich geschehen und wir liebten uns von diesem Moment an. Später, in meiner Zeit in London, wurde ich von einer Katze adoptiert, aber das ist eine andere Geschichte.

Meine Eltern hatten immer Hunde. Meist zwei, manchmal auch drei. Und ich konnte aus beruflichen und anderen Gründen keinen haben.

Dann kam das Jahr 2018, in dem ein wilder Hund bei meinen Eltern einzog. Ein kleiner Sturkopf war bereits da, eine Mischung aus Dackel und Schnauzer, wobei meine Mutter den Dackelanteil stets verneinte; und dazu kam dann eine Mischung aus Terrier und Husky (?). Ganz sicher ist das mit dem Husky zwar nicht, doch es deutet einiges darauf hin.

Und einige Monate später erfuhr ich dann ganz beiläufig, dass meine Mutter dem Tierschutzverein, von dem der wilde Hund kam, erzählt hatte, dass ich den Hund übernehmen würde, wenn meine Eltern einmal nicht mehr könnten. Vorher fragen hätte sie natürlich können, aber vermutlich wusste sie, dass ich sowieso ja gesagt hätte.

Meine Mutter starb und mein Vater kümmerte sich um beide Hunde. Gesundheitlich wurde es für ihn schwierig und so fassten wir ziemlich genau vor drei Jahren den Entschluss, dass der wilde Hund für eine Weile zu mir kommen sollte, um meinen Vater zu entlasten. Der kleine alte Sturkopf würde bei ihm bleiben.

Wie das Leben so spielt, blieb es nicht beim Kurzaufenthalt des wilden Hunds und nach dem Tod meines Vaters zog auch der kleine alte Hund mit ein.

Ich hatte also „endlich“ Hunde und glücklicherweise auch die Möglichkeit, mich ausreichend mit ihnen zu beschäftigen. Die erste Zeit war für uns alle eine große Herausforderung. Wir hatten im Dorf schon sehr bald einen schlechten Ruf, weil die beiden jedes Tier anpöbelten, das uns begegnete. Auch untereinander mussten so manche Kämpfe ausgefochten werden und der kleine alte Hund trauerte viele Monate um sein altes Zuhause und seine Menschen. Manchmal dachte ich, ich schaffe das nicht, wenn nach kleinen Fortschritten plötzlich wieder eine Situation kam, in der „nichts“ zu funktionieren schien. Aber da ich auch ziemlich stur bin und vor allem einen sehr langen Geduldsfaden habe, blieb ich dran (und wurde von meinem Mann wunderbar unterstützt und werde es immer noch) und das lohnte sich.

Inzwischen sind wir ein tolles Team geworden. Es gibt noch ein paar Hunde, die angepöbelt werden und die ihrerseits auch gerne Streit suchen, aber was anfangs die Regel war, ist jetzt die Ausnahme. Selbst der kleine alte Hund lernte noch etwas dazu und der wilde Hund hat eine unglaubliche Entwicklung gemacht. Nutzte er anfangs noch jede Gelegenheit, aus dem Garten zu verschwinden, kann er jetzt sogar ohne Leine mit mir vom Haus ins Nebengebäude laufen, wo unser Büro ist, und kommt im Garten auf Pfiff oder Ruf zurück. Klar, einiges steckt immer noch in ihm und sein sehr starker Jagdtrieb macht es unmöglich, ihn draußen frei laufen zu lassen, aber damit können wir umgehen.

Ich bin jedenfalls sehr stolz auf unsere Hunde, was sie alles geschafft haben und freue mich jeden Tag, dass sie da sind. Nicht ohne ab und zu einen Kloß im Hals zu haben, weil die Umstände, durch die sie zu uns kamen, traurig waren, doch die guten Gefühle überwiegen.

Falls du, lieber bloglesender Mensch, in einer ähnlichen Lage bist: ja, „gebrauchte“ Hunde können anstrengend sein und es kann dauern, bis etwas klappt, aber ich kann nur dazu ermuntern, auf keinen Fall aufzugeben. Eines Tages wirst du Erfolge sehen und dich dann hoffentlich so freuen können wie wir es tun.

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Filed under Leben mit Hund, Musik

Wochenschnipsel 2549

Letzten Sonntag hatten wir ein richtig schönes Konzert. Mein Lieblingsdirigent bucht mich seit einigen Jahren regelmäßig für das Adventskonzert eines Gesangvereins, dessen drei Chöre er leitet und ich mache dann alles, was ansteht: im Chor mitsingen, Duette/Terzette mitsingen, Klavier spielen, Orgel spielen… und da ich unterjährig auch immer mal Proben leite, wenn mein Lieblingsdirigent verhindert ist und auch bei den Sommerkonzerten dabei bin, kenne ich die Chöre inzwischen recht gut und es macht unheimlich viel Spaß, mit den Menschen zu arbeiten und zu musizieren.

Diesmal hatten wir ein besonderes „Schmankerl“ im Programm. Da besagter Lieblingsdirigent nicht nur ein hervorragender Chorleiter ist, sondern auch ein begnadeter Pianist, kam er vor ein paar Wochen auf die Idee, wir könnten ja den ersten Satz eines Klavierkonzerts von Haydn spielen. Er am Klavier als Solist und ich am Orgelpositiv als Orchester.

Es war großartig! Ich durfte gestern die Aufnahme hören, die ein Chormitglied gemacht hatte, und das gute Gefühl, das ich schon während des Konzerts hatte, hat sich bestätigt. Wir waren wirklich sehr gut.

Ich sage das nicht, um nach Komplimenten zu angeln oder mich selbst zu loben, sondern weil es mich einfach freut.

Ich musste in den letzten Jahren einige Hindernisse überwinden, um musikalisch das leben zu können, was ich möchte, und da ist so ein Auftritt einfach Balsam für die Seele.

Auf der großen Orgel durfte ich auch ein Solo spielen und hatte mich für die Corelli-Variationen von Walther entschieden. Die mag ich unheimlich gern und das Stück passte auch toll zu dem langen Nachhall, den die Kirche hat.

Was gibt es sonst zu berichten? Ich habe einige wunderbare Bücher gelesen, über die ich gerne separat bloggen will (hoffentlich finde ich die Zeit dazu!), ich habe ein Strickprojekt beendet und gleich schon wieder Ideen fürs nächste, ich habe eine neue Blockflöte bestellt (die allerdings erst nächstes Jahr ankommen wird) und ich mache seit dem 1. Dezember im Fediverse einen musikalischen Adventskalender, bei dem ich täglich zwei Takte eines Musikstücks veröffentliche und am 24. Dezember ist es dann komplett. Wer es noch nicht gesehen hat, der Hashtag dafür ist TaktWeise.

Vielen Dank fürs Lesen und bis bald!

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Filed under Musik