Tag Archives: Komponistinnen

Wochenschnipsel 2611

Seit einigen Tagen lassen sich in unserer Straße interessante Beobachtungen machen. Es gibt eine Baustelle, Kanalsanierung, großes Loch in der Straße und Vollsperrung mit innerörtlicher Umleitung. Stündlich fahren Fahrzeuge (PKW, LKW) am Hinweisschild und der Teilabsperrung vorbei, um dann vor unserem Haus zum Stehen zu kommen und entweder umzudrehen (PKW) oder 200m rückwärts zu fahren (LKW) und ich frage mich jedes Mal, woran das liegt. Unachtsamkeit? Wurschtigkeit? Navi-hat-es-aber-doch-gesagt? Wird-schon-gehen-wo-soll-da-auch-eine-Sackgasse-sein? Natürlich gibt es zusätzlich auch diejenigen, die anstelle der offiziellen Umleitung den Feldweg hinter den Gärten nehmen – da muss ich beim Hundespaziergang echt aufpassen.

Heute wurde das Wasser abgestellt, aber ich habe rechtzeitig daran gedacht, eine genügend große Menge in Krügen und Kannen bereitzustellen. Und unsere Toiletten hängen an der Regenwasserzisterne.

Was gibt es sonst zu berichten? Letzten Sonntag, am internationalen Frauentag, hatte ich Orgeldienst und habe als Vorspiel und als Nachspiel Werke von Komponistinnen gespielt und auch ein neues Video hochgeladen – die Komponistin hat sich sehr darüber gefreut, denn ich habe damit wohl die Ersteinspielung ihres Stücks vorgenommen (und bin nun auch auf ihrem YouTube-Kanal). Besonders gefreut hat mich außerdem, dass ich es zeitlich geschafft habe, abends zu einem Konzert zu gehen. Gespielt und gesungen wurden Werke von Clara Schumann, Mel Bonis, Emilie Mayer, Amy Beach und Fanny Hensel. Das war wirklich schön.

Für ein neues Konzertprogramm habe ich in den letzten Tagen auch wieder viel mit meinen Blockflöten gearbeitet und finde es immer wieder faszinierend, wie gut der kleine alte Hund im Flur schlafen kann, wenn ich übe – selbst die hohe Sopranino stört ihn nicht.

Letzte Woche durfte ich mit der Einmal-im-Jahr-Band wieder den Gottesdienst zum Weltgebetstag begleiten und das hat wieder viel Spaß gemacht. Wir spielen in dieser Besetzung tatsächlich immer nur zu diesem Gottesdienst, deshalb Einmal-im-Jahr-Band, und verstehen uns so gut, dass uns eine halbe Stunde Probe tatsächlich reicht. Dass einige von uns Profimusiker*innen sind, hilft wohl auch. 😉

Mit Urlaubsvertretung für einen befreundeten Dirigenten und Chorleiter und meinem Vorstandsamt im Arbeitskreis Frau & Musik und den vielen kleinen täglichen Aktivitäten, musikalisch und anderweitig, wird es mir im Moment nicht langweilig, aber ich freue mich trotzdem darauf, wenn es zwischendurch auch mal wieder Abende ohne Termine gibt und ich einfach nur mit dem Strickzeug auf meinem Lieblingssessel sitzen kann. Bald 🙂

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Filed under Leben mit Hund, Musik

Wochenschnipsel 2610

Vor ein paar Tagen hat das Bürstenlied die 1000er Marke geknackt – so oft wurde das Video bei PeerTube aufgerufen und ich bin immer noch ganz fasziniert davon, wie viele Menschen es erreicht hat. Und was mich besonders freut: es gibt keine automatischen Nachrichten, die mir weismachen wollen, ich müsse mehr tun, weil mein Folgevideo mit Orgelmusik weniger als 50 Aufrufe hatte. Kürzlich sah ich ein Video einer Musikerin bei YouTube, die von viral gegangenen Videos berichtete und davon, dass sie danach aus mehreren Gründen in ein Loch fiel. Zum einen, weil die folgenden Videos zwar auch angeschaut wurden, aber eben nicht im sechsstelligen Bereich lagen und zum anderen und vor allem deshalb, weil YouTube ihr ständig Nachrichten schickte, sie müsse etwas tun und ihre Followys hätten sie wohl nicht mehr lieb.

Natürlich bin ich gespannt, wie mein nächstes Lied ankommen wird. Aber da ich noch keine Zeit hatte, davon ein ordentliches Video aufzunehmen und hochzuladen, müsst Ihr Euch weiterhin gedulden. Und ich mich auch.

Gestern schrieb ich im Fedi von einem Stück der Komponistin Teresa Carreño (1853-1917), das mich gerade sehr beschäftigt und in das ich mich bereits beim ersten Durchspielen verliebt hatte. Ich hätte solche Musik unheimlich gern schon im Studium gespielt, aber obwohl es den Internationalen Arbeitskreis Frau & Musik bereits seit 1979 gibt, habe ich (Klavier-)Stücke von Komponistinnen erst viel, viel später entdeckt. Es ist schon ein bisserl merkwürdig – ich hatte selbst seit ich 16 war Lieder geschrieben und sogar die Bühnenmusik für verschiedene Theaterstücke komponiert, kam aber nie auf die Idee, zu recherchieren, was andere Frauen geschrieben haben. So stark geprägt war meine musikalische Sozialisation von dem Kult um männliche Genies. Aber ich will nicht über die Vergangenheit klagen, denn immerhin habe ich jetzt alle Freiheiten, mein Repertoire selbst auszusuchen und kann spielen was ich will und mache das auch.

Nicht nur am Klavier, vor allem auch an der Orgel. Und da werde ich beim nächsten Gottesdienst (am 8.3., Frauentag) von meinem üblichen 50-50 abweichen und sowohl zum Eingang als auch zum Ausgang Werke von Komponistinnen spielen. Ich weiß nur noch nicht, welche.

Ansonsten gibt es nichts Besonderes zu berichten, das Leben plätschert angenehm dahin und alle Familienmitglieder sind wohlauf. 🙂

Danke fürs Lesen und bis bald!

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Filed under Musik

Wochenschnipsel 2601 und 2602

Die ersten Wochenschnipsel im Jahr 2026! Wer sich über den Titel wundert – ich gehe immer nach den Kalenderwochen, und da haben wir tatsächlich schon die zweite, und damit ich nicht durcheinander komme, gibt es die doppelte Zählung.

Ich hoffe, alle, die das hier lesen, sind gut ins neue Jahr gekommen. Hatte ich letzte Woche noch darüber geschrieben, wie schwierig es manchmal sein kann, mit der aktuellen Weltenlage klar zu kommen, könnte ich diese Woche einen drauf setzen und sagen, herrjemine, es wird ja nur schlimmer statt besser. Aber das würde mich nicht weiterbringen und euch auch nicht und deshalb belasse ich es dabei.

Der Jahreswechsel bei uns war ruhig, die Hunde haben die Böllerei verschlafen und in unserem Dorf war auch nicht sooo viel los.

Mein erster Sonntag brachte gleich zwei Vertretungsdienste; eine Orgel kannte ich noch nicht, an der anderen hatte ich schon mehrmals gespielt. Es hat Spaß gemacht, wieder ein neues Instrument zu entdecken und ich war einmal mehr froh, dass ich viel Erfahrung mit kleinen historischen Orgeln habe, denn auf Ergonomie wurde früher selten geachtet und als Anfängerin wäre ich mit diesem Instrument nicht ohne weiteres zurechtgekommen. Die Ukulele kam auch wieder zum Einsatz und es gab dazu nur positive Rückmeldungen.

Gestern hatte ich einen weiteren Vertretungsdienst und auch das war schön und auch da wurde ich gefragt, ob ich einmal wiederkomme.

Wie immer habe ich Werke von Komponistinnen gespielt und werde das auch am kommenden Sonntag tun.

Seit zwei Tagen haben wir Schnee und auch wenn es nicht viel ist, sieht es doch schön aus. Allerdings waren die Hunde beide unglücklich über die Salzlake auf den Straßen. Der wilde Hund lässt sich zwischendurch die Pfoten mit einem Tuch abwischen, weil er weiß, dass ihm das gut tut. Der kleine alte Hund fällt in lange geübte Verhaltensweisen zurück und schnappt, wenn der Mensch an die Pfoten fassen will. Das macht das Ganze natürlich nicht gerade leicht, aber da müssen wir jetzt durch. Ich versuche immer, Wege zu laufen, die nicht gestreut werden. Das funktioniert glücklicherweise auch einigermaßen. Und irgendwann taut es eh wieder.

Pläne für dieses Jahr habe ich übrigens keine. Außer, dass ich das weitermachen möchte, was ich bereits regelmäßig tue. Orgel spielen, Videos aufnehmen, Konzerte vorbereiten, bloggen, komponieren… das genügt für die meisten Wochen sowieso 😉

Danke fürs Lesen und auf ein gutes Jahr!

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Filed under Leben mit Hund, Musik, Sammelsurium

WochenSchnipsel 2552

Wenn nicht gleich noch das Telefon klingelt, werde ich vergleichsweise ruhige Weihnachtstage haben, denn bisher stehen tatsächlich nur zwei Orgeldienste im Kalender. Einer heute und einer morgen.

Und dann habe ich bis zum 4. Januar frei.

Aber wie gesagt, noch könnten Anfragen kommen. Ich lasse mich überraschen!

Ich werde Werke von Komponistinnen spielen. Heute von Carlotta Ferrari und Cécile Chaminade und morgen von Emma Louise Ashford und May F. Lawrence.

Ob ich nächste Woche noch einmal schreibe, weiß ich gerade noch nicht, aber spätestens nächstes Jahr geht es hier weiter.

Danke fürs Lesen!

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Filed under Musik

Wochenschnipsel 2546

Eigentlich gibt es gar nicht so viel Interessantes zu berichten.

Im Moment steht die Musik im Vordergrund, was sehr schön ist, aber auch einiges an Arbeit bedeutet. Der Advent und die dann stattfindenden Konzerte rückt näher und wir proben fleißig mit den Chören. Ich übernehme dabei häufig den Orchesterpart am Klavier und mache das wie es scheint so gut, dass mein Lieblingsdirigent mich vorgestern fragte, ob ich nicht mit ihm zusammen bei einem der Konzerte einen Satz aus einem Klavierkonzert spielen würde. Er als Solist am Klavier und ich als „Orchester“ an der kleinen Chororgel. Ich habe mir eine Klavierfassung angeschaut und drauflos geübt und mir die Haare gerauft und dann festgestellt, dass der Klavierauszug, den er mir empfohlen hat und der dann gestern mit der Post kam, wesentlich leichter ist als der, den ich hier hatte – also sollte diesem Plan nichts im Wege stehen. Es sei denn, die Orgel und das Klavier können nicht mehr gestimmt werden und klingen zusammen nicht schön. Dann müssen wir uns etwas anderes überlegen.

Immerhin liege ich im Zeitplan mit dem Üben der Gesangs-Soli und für mein Orgel-Solo, das kurzfristig angefragt wurde, nehme ich etwas aus dem Repertoire.

Am nächsten Wochenende bin ich in Frankfurt zu einem Workshop für Lehrkräfte und werde dort zum kreativen Schubladendenken und zu Komponistinnen erzählen. Es wird ein Klavier zum Einsatz kommen und wahrscheinlich auch eine meiner Teleskopflöten und die Ukulele und die Melodica, aber vielleicht bin ich auch ganz spontan und mache alles ganz anders. Das wird von der Gruppe abhängen – wer am Workshop teilnimmt und wie viele, das weiß ich heute noch nicht.

Ich bedanke mich fürs Lesen und setze mich gleich wieder ans Klavier. Bis bald!

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Filed under Musik

Wochenschnipsel 2545

Heute bin ich spät dran.

Aber es ist immer noch Mittwoch, mein Wochenschnipsel-Tag, und die Sonne ist auch noch nicht untergegangen.

Letzte Woche habe ich zu einer Krimilesung Klavier gespielt, ausschließlich Werke von Komponistinnen, inklusive eines meiner eigenen Stücke. Dafür gab es viel Beifall und besonders schön fand ich, dass die Autorin, die anfangs eher skeptisch war, die Auswahl der Musik hinterher gelobt hat. (Die Rampensau in mir sagt gerade, klar, schließlich weiß ich, was ich tue, und die wohlerzogene Beamtentochter in mir sagt, gib nicht so an, das gehört sich nicht.)

Am Samstag haben wir Apfelsaft gekeltert und am Sonntag fand die Mitgliederversammlung des Trägervereins im Archiv Frau und Musik in Frankfurt statt. Am Montag ging es gleich weiter mit dem „annual general meeting“ der Society of Women Organists (online) und gestern war abends ganz normale Chorprobe. Gut, nicht ganz normal, da eine halbe Stunde länger – das Konzert wirft seine Schatten voraus!

Heute wurde mein Klavier gestimmt und nächstes Jahr muss ich nochmal etwas tiefer ins Sparschwein greifen, um ein paar Arbeiten durchführen zu lassen. Aber es wird sich lohnen. Zum einen ist es ein ordentliches Instrument und zum anderen hänge ich unheimlich daran und möchte es nicht missen.

Gleich geht’s auf die nachmittägliche Hunderunde. Danke fürs Lesen und bis bald!

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Filed under Landleben, Musik

Wochenschnipsel 2544

Heute ist der zweite Tag in Folge, an dem der kleine alte Hund beschlossen hat, nicht am Morgenspaziergang teilzunehmen. Ich lasse die Hunde bis zum Gartentor immer frei laufen und nehme sie an die Leine, wenn wir das Grundstück verlassen. Der wilde Hund nimmt das stets zum Anlass, wie ein geölter Blitz durch den Garten zu rennen, die Spatzen aufzuscheuchen und die Krähen zu verbellen. Der kleine alte Hund zeigt deutlich, wenn er nicht mitkommen möchte, indem er kurz ein Geschäft erledigt und dann zielstrebig zum Haus zurückläuft. Mit 16 Jahren darf ein Hund morgens auch mal keine Lust haben. Der wilde Hund scheint es indes zu genießen, eine lange Runde in seinem Tempo laufen zu können.

Das Wochenende war (wie so oft) musikalisch. Am Freitag haben wir eine ökumenische Friedensandacht gefeiert und ich spielte Orgel, Stagepiano, Ukulele, Altblockflöte und Bassblockflöte. Auf der Bassflöte habe ich eines meiner eigenen Stücke gespielt und dazu gab es hinterher viele positive Kommentare. Und am schönsten war: „Die geknickte Oboe, die du gespielt hast, hat mir am besten gefallen. Oder war das gar keine Oboe? Was war das denn?“ – da habe ich natürlich gerne erklärt, was das eigentlich war.

Am Sonntag dann Orgeldienst, alles wie immer; mit einem Werk einer Komponistin als Ausgangsstück.

Am Montag habe ich ein neues Klavierstück geschrieben, das ich heute bei einer Lesung spielen werde. Bin gespannt, wie das beim Publikum ankommt.

Apropos neu, ein Flötenvideo gibt es auch: ich stelle meine tiefen Whistles vor.

Ebenfalls neu bin ich seit ein paar Tagen in einer internationalen Chatgruppe, als einzige Musikerin, die nicht hauptsächlich elektronisch arbeitet, aber ich liebe es, Impulse zu bekommen und mich über den klassischen Tellerrand hinweg auszutauschen. Und dass das Ganze in Delta Chat läuft, ist umso schöner.

Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Mal!

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Filed under Leben mit Hund, Musik

Wochenschnipsel 2543

Die Spatzenbande, die auf unserem Grundstück wohnt, erfreut mich gerade durch waghalsige Flugmanöver zwischen Fliederbusch, Dachrinne und Bürofenster. Der wilde Hund liegt neben mir und döst vor sich hin und ich jongliere Termine für die Nachstimmung von drei Klavieren – irgendwie schaffe ich es regelmäßig, den Organisier-Hut aufgesetzt zu bekommen. Naja. Liegt wohl auch daran, dass ich einigermaßen strukturiert sein kann. Oder wie ein Mitstudent damals in England sagte: „Oh, Andrea, you are soooo German!“

Letzte Woche habe ich nach viel Ermunterung im Fedi eine kleine Buchbesprechung geschrieben und ein weiteres Buch liegt hier auf dem Schreibtisch und möchte auch einen eigenen Blogbeitrag haben.

Am Wochenende habe ich ein Orgelkonzert gespielt und bekam wunderbare Rückmeldungen. Wie immer gab es eine bunte Mischung an Kompositionen, aus verschiedenen Epochen, und von Komponistinnen und Komponisten. Ich hatte kurzfristig noch eine Chaconne ins Programm genommen, aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, bei der wie so oft unklar ist, wer sie eigentlich geschrieben hat; eine Stück „fürs Herz“. Und tatsächlich sagte mir jemand hinterher, das Stück habe ihm am besten gefallen. Also alles richtig gemacht.

Vielleicht schaffe ich es, demnächst davon ein Video zu machen. Apropos Video, neue Flöten sind auch vorzustellen. Kommt alles noch 🙂

Vielen Dank fürs Vorbeischauen und bis bald!

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Filed under Musik

Wochenschnipsel 2542

Heute beginnt die Frankfurter Buchmesse und obwohl ich es nach Frankfurt nicht weit habe, war ich tatsächlich noch nie dort. Also, in Frankfurt schon, aber nicht auf der Buchmesse.

Dafür habe ich das neue Buch von Karin Joachim mit dem passenden Titel „Das Glück der Bücher“ gelesen und sitze gerade an Lena Richters „Dies ist mein letztes Lied“ (late to the party, da dieses Buch schon 2023 erschienen ist). Außerdem hat mir eine Autorin, deren Regionalkrimi-Lesung ich demnächst musikalisch begleiten werde, ein Exemplar eben dieses Regionalkrimis in den Briefkasten geworfen und zwischendurch lese ich immer mal in „A History of the Roman Empire in 21 Women“ von Emma Southon. Sehr erhellend! Und toll geschrieben.

Musikalisch bin ich gerade „zwischen Konzerten“. Letztes Wochenende ein Kuschelkissenkonzert gespielt und am nächsten Wochenende gibt es eine Abendmusik. Wie immer mit Werken von Komponistinnen. Aber auch von Komponisten – was mein Assistent kürzlich augenzwinkernd feststellte, als wir über das Programm der Abendmusik sprachen und er dann sagte, oh, du spielst ja auch was von Männern. Ich möchte die Vielfalt in meinem Repertoire jedenfalls nicht missen! Immer, wenn ich selbst bestimmen kann, was ich spiele, werden Werke von Frauen dabei sein.

Von meiner neuen „Sax Whistle“ habe ich ja bereits erzählt. Vor ein paar Tagen kamen weitere neue Instrumente an und gestern habe ich noch eins bestellt. Ja, ich weiß, kein Mensch braucht so viele Flöten, aber ich bin halt so neugierig. Und bislang habe ich noch für jede Flöte einen sinnvollen Einsatzzweck gefunden. Wobei Musik ja auch einfach geschehen kann und nicht immer einen Zweck verfolgen muss.

Heute Nachmittag wird mein Lieblingssessel zur Kur abgeholt. Wir haben im Dorf eine Polsterwerkstatt und der Sessel bekommt nicht nur einen neuen Bezug, sondern wird auch da, wo es nötig ist, neu gepolstert. Und damit wird er mich möglicherweise überleben. 😉 Wie alt der Sessel ist, weiß ich gar nicht. Wir haben ihn mit dem Haus mitgekauft und weil er mir so gut gefiel, behalten. Und er wurde zum Lieblingssessel. Ich freue mich schon darauf, wenn er im neuen Gewand wieder da ist.

Jetzt warten einige Termine auf mich, deshalb ist hier für heute Schluss. Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Mal!

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Filed under Bücher, Musik

Wochenschnipsel 2541

Heute kam ich nur schwer in die Gänge, da ging es mir wie dem kleinen alten Hund. Nur dass der keinen Kaffee bekommt 😉 Der kleine alte Hund ist ja nun schon sechzehn Jahre alt und inzwischen merkt man ihm das Alter auch an. Er mag morgens oft nicht aufstehen und wenn er dann mit dem wilden Hund und mir draußen beim Spaziergang ist, schlendert er meist sehr langsam, so dass ich an manchen Tagen mit dem wilden Hund nochmal zusätzlich rausgehe, damit der ausreichend Bewegung hat. Mit dem Richtungshören hat er es auch nicht mehr so, und manchmal scheint er nicht so recht zu wissen, woher und wohin und steht einfach so in der Gegend rum. Aber er frisst noch mit viel Appetit und wenn wir unterwegs sind, schnuppert er sehr interessiert (die Nase scheint noch gut zu funktionieren) und so stellen wir uns halt auf seine Eigenheiten ein und schauen, wie es sich entwickelt.

Der wilde Hund hingegen ist fit und munter und liegt, während ich das tippe, neben mir und schläft.

Am Sonntag habe ich mit dem Viertelchor im Erntedank-Gottesdienst gesungen und abends durfte ich dann selbst Musik genießen. Wir waren in Frankfurt zu einem Konzert der Barrelhouse Jazzband und zu Gast war außerdem Axel Zwingenberger und das war wirklich schön.

Da an den nächsten beiden Wochenenden Orgelkonzerte anstehen, bin ich neben meiner Schreibtischarbeit auch viel mit Orgelmusik beschäftigt und freue mich schon auf die Termine.

Vor wenigen Tagen ist eine neue Low Whistle angekommen, in besonderer Bauform. James Dominic baut Low Whistles in verschiedenen Stimmungen aus Kunststoff und sie klingen meiner Meinung nach sehr ordentlich. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist ziemlich gut. Wer mal reinhören mag, hier spiele ich „Scarborough Fair“ auf der Low Whistle in D. Damals hatte ich das Instrument noch nicht lang und musste mich noch daran gewöhnen. Und als James Dominic ankündigte, dass es eine Low Whistle mit Knick zum leichteren Handling geben würde, war meine Neugier groß und ich „musste“ gleich eine bestellen. Blockflöten mit Knickkopf habe ich ja bereits einige und gerade bei den größeren Instrumenten ist das fast schon eine Standard-Bauweise, aber bei Whistles ist es doch eher selten. „Sax Whistle“ nennen sie das Instrument bei James Dominic und das Spielen macht echt Spaß. Ich werde bei Gelegenheit ein Video machen.

Ansonsten habe ich Walnüsse gesammelt (vom eigenen Baum), Kürbiskuchen gebacken (mit geschenkten Kürbissen von der Nachbarin) und freue mich über den immer noch kräftig blühenden Hibiskus, wenn ich aus dem Bürofenster schaue.

Bis zum nächsten Mal!

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Filed under Landleben, Leben mit Hund, Musik