Category Archives: Musik

Wochenschnipsel 2614

Gleich vorweg: trotz des Datums mache ich in den heutigen Wochenschnipseln keine schlechten Scherze. Ihr könnt also ganz beruhigt lesen. Oder enttäuscht wegklicken 😉

Was gibt es Neues? Wer nicht nur mittwochs hier auf die Seite guckt, hat sicher gesehen, dass ich am Donnerstag ein neues Lied veröffentlicht habe und am Montag ein Kochbuch vorgestellt. Wer nur mittwochs hier auf die Seite guckt, kann gerne nachlesen. 🙂

Auch wenn der April laut Kalender erst heute beginnt, sogenanntes Aprilwetter hatten wir bereits in den letzten Märztagen. Inklusive Gewitter, Graupelschauer und allem, was sonst so dazugehört. Gerade scheint die Sonne und wenn ich aus dem Bürofenster gucke, sehe ich die Rotschwänze herumtoben. Aus der Entfernung kann ich leider nicht sehen, ob es Haus- oder Gartenrotschwänze sind. Wir hatten schon beide Arten hier zu Gast und einmal haben Hausrotschwänze sogar am Haus gebrütet. „Unsere“ Falken sind auch zurück und haben den Nistkasten bezogen und die Spatzen waren nie weg.

Musikalisch steht die Zeit ganz im Licht (und Schatten) der Karwoche und der kommenden Osterzeit. Es gibt viele Orgeldienste, mal hier, mal dort, und ich habe wie immer auch Stücke von Komponistinnen ausgesucht, um sie sicht- oder vielmehr hörbar zu machen. Am Palmsonntag (der Sonntag vor Ostern) wird in unserer Gegend traditionell Jubelkonfirmation gefeiert, d.h. es gibt einen besonderen Gottesdienst für Menschen, die vor 50, 60, 65 Jahren (und manchmal noch länger her) ihre Konfirmation hatten. Ich habe als Schlussstück ein „Postlude“ von Emma Louise Ashford gespielt und bekam dafür sogar Applaus.

Apropos Musik, ich werde regelmäßig gefragt, warum ich als Musikerin denn nicht bei Instagram sei, dort seien doch „alle“ und wie ich das denn machen würde mit der Sichtbarkeit. Ich befinde mich in der komfortablen Situation, dass die Musik nicht mein einziges Standbein ist und dass ich darüber hinaus musikalisch nicht nur eine Sache mache, sondern viele. Also Kirchenmusik, Chorleitung, Stimmbildung, Unterricht, um nur einiges zu nennen. Und da läuft vieles hier in der Region über persönliche Kontakte. Und tatsächlich habe ich auch schon übers Fediverse Konzertanfragen bekommen oder lernte Kollegys kennen, mit denen ich dann zusammenarbeiten durfte oder über die ich hinwiederum weitere tolle Leute und Projekte fand. Für mich „geht“ es also problemlos ohne Insta oder auch FB, wo ich noch nie war und auch nicht sein möchte. Auch als Privatperson nicht.
Ob Insta für die Sichtbarkeit wirklich ein Gamechanger ist und wie mit Haltungen von Veranstaltern umzugehen ist, die sagen, dass sie Künstler*innen auch anhand der Zahl ihrer Insta-Follows auswählen, darauf habe ich keine Antwort, weil das einfach nicht meine Welt ist. Ich möchte aber eigentlich auch nicht, dass das „die Welt“ für meine Kollegys sein soll. Wenn ich mir anschaue, wie zeitaufwändig es ist, ständig die Algorithmen zu füttern, um ja nicht hinten runter zu fallen, würde ich die dafür nötige Energie lieber ins Üben stecken, oder ins Nachdenken über Liedtexte, oder ins „Dummzeuch-babbeln“ im Fediverse. Denn ich weiß für mich, dass ich da sichtbar bin und dass da Menschen sind, die sich für mich und meine Musik interessieren.
Mehr brauche ich nicht und weiß, wie priviligiert ich bin, dass ich mir diese Haltung leisten kann. Ich schreibe das nicht, um Menschen zu ärgern, die in einer anderen Situation sind. Auch bei mir herrscht nicht immer eitel Sonnenschein. So erfolgreich ich im Moment als Musikerin bin, so sehr habe ich in einem anderen Arbeitsfeld zu kämpfen, weil meine Angebote derzeit nicht gebucht werden. Irgendwas ist also immer. Aber bevor ihr fragt: nein, mit meinem anderen Arbeitsfeld zu Insta zu gehen ist keine Option.

Vielleicht sortiere ich diese Gedanken irgendwann noch einmal zu einem eigenen Blogpost.

Vielen Dank fürs Lesen!

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Ein guter Rat


Im Januar hatte ich das Lied „Für wen ich singe“ veröffentlicht und viele positive Reaktionen dazu erhalten.

Und es gab liebevolle Hinweise, dass ich mitunter ganz knapp am Zuckerguss vorbeigeschrammt sei mit meinem Text. Weil mir das keine Ruhe gelassen hat, musste ich ein Lied darüber machen, dass das mit der Liedermacherei manchmal ganz schön schwer ist, wenn du keine süße Soße machen willst und trotzdem über das singen, was dich bewegt.

Es entstand: Ein guter Rat.

Hier könnt Ihr das Video anschauen und wie gewohnt im Folgenden den Text lesen.

Manchmal gehen mir Gedanken und wilde Geschichten
tagelang nicht mehr aus dem Sinn.
Und dann fange ich an, neue Lieder zu dichten.
Schnell bin ich ganz mittendrin.

Öfter schreibe ich Sachen
ganz einfach zum Lachen,
mit Augenzwinkern zu seh’n.
Doch Texte mit Tiefgang
möcht ich auch gern machen,
für meine Haltung einsteh’n.

Aber ach!
Es ist nicht so einfach,
die passenden Worte zu schreiben.
Ohne mit Gefühl
und mit Glitzer
in Plattitüden abzugleiten.

Doch dann denke ich dankbar an die klugen Menschen,
die gaben mir Hilfreiches mit.
Wenn du dieses beherzigst wird Gutes entstehen,
wenn auch keine Garantie auf nen Hit.

Und nun fragt ihr euch sicher:
Was was das denn Schlaues?
Das ich zu Herzen mir nahm.
Ich will es euch gerne ganz offen verraten.
Der Ratschlag ist’s, den ich bekam:

Mit der Menge der Rührseligkeitsmarmelade
passt du besser gut auf!
Sonst hast du schneller als dir lieb ist
einen Schlager geschrieben,
mit Erdbeern und Sahne obendrauf.

Sage gern einmal zur Erbauung
ein paar erquickliche Sätze auf.
Doch behalte den Schmalztopf im Auge!
Denn Kitsch gibt es wirklich schon zuhauf.
Doch behalte den Schmalztopf im Auge!
Denn Kitsch gibt es wirklich schon zuhauf.

Mein besonderer Dank gilt Stephan und Stefan fürs Köpfe-zusammenstecken und Ohren-leihen.

Übrigens ist eine Studioversion des Lieds geplant, aber dafür gibt es noch keinen Termin. Ich werde es verkünden, wenn es soweit ist.

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Wochenschnipsel 2613

Gestern dachte ich so bei mir, es könnte eigentlich mal wieder regnen, denn so schön das ist, dass die Frühlingssonne jeden Tag scheint, brauchen die Böden doch Wasser. Und heute morgen sind der wilde Hund und ich beim Spaziergang ordentlich nass geworden. Windig war es auch, und nun ist wieder blauer Himmel zu sehen. Der kleine alte Hund war zuhause geblieben, wie so oft.

Meine Woche war ziemlich bunt, aber es gibt nichts wirklich Besonderes zu berichten.

Außer, dass ich am Sonntag wieder einen sehr schönen Vertretungsdienst hatte und Applaus bekam nach dem Nachspiel und dass mein Freund und Kollege Martin wieder aus Japan zurück ist und mir einen schönen Fächer und weitere Kleinigkeiten mitgebracht hat.

Wer es noch nicht gesehen hat, ich habe über eine Krimireihe gebloggt, bei der der erste Band vor mehr als 30 Jahren erschienen ist und der letzte Band vor 19 Jahren, aber ich bin ja öfter mal spät dran, was das Entdecken von Büchern angeht.

Als nächstes mache ich mich daran, ein neues Video zu untertiteln. Wann ich es veröffentliche, weiß ich noch nicht. Wer mir im Fediverse folgt, wird es mitbekommen. 🙂

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Wochenschnipsel 2612

Heute morgen stiefelte der kleine alte Hund bei strahlendem Sonnenschein durch halb gefrorenes Gras und beschloss nach wenigen Minuten, nicht am großen Spaziergang teilnehmen zu wollen. Das ist inzwischen zur Routine geworden – und für mich ist es Routine, mittwochs meine Wochenschnipsel zu tippen und zu veröffentlichen.

Gestern habe ich über das aktuelle Buch von Karin Joachim gebloggt und abends drei Chorproben geleitet, weil der eigentliche Chorleiter im Urlaub ist. Auch vor dem Wochenende habe ich in einigen Gesangvereinen als Chorleiterin ausgeholfen, und nächste Woche ist er wieder da und das bringt mir wieder ein paar freie Abende. Wobei mir sicherlich nicht langweilig wird.

In meinem Postfach häufen sich die Anfragen für Orgelvertretungen, gerade zu Ostern und auch zu Pfingsten und ich muss ausbalancieren, wie stark mein Pflichtgefühl ist und mein Ruhebedürfnis.

Woraus ich im Moment eine Menge positiver Energie ziehe, sind einerseits die guten Reaktionen im virtuellen Raum auf meine Musik (sowohl Orgel als auch nicht-klassisches) und der Austausch mit anderen Musizierenden, und andererseits die Beschäftigung mit meinen Instrumenten – ich habe einige neue Werke für Klavier entdeckt, an denen ich mit großer Freude arbeite und ganz ohne Zeitdruck, weil keine Konzerte anstehen, bei denen ich sie spielen „muss“. Auch für die Blockflöten habe ich viele Ideen und spätestens am Gründonnerstag wird auch das Akkordeon wieder zum Einsatz kommen.

Und vielleicht gibt es bald auch wieder ein Video mit einem Lied und der Ukulele. 🙂

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Wochenschnipsel 2611

Seit einigen Tagen lassen sich in unserer Straße interessante Beobachtungen machen. Es gibt eine Baustelle, Kanalsanierung, großes Loch in der Straße und Vollsperrung mit innerörtlicher Umleitung. Stündlich fahren Fahrzeuge (PKW, LKW) am Hinweisschild und der Teilabsperrung vorbei, um dann vor unserem Haus zum Stehen zu kommen und entweder umzudrehen (PKW) oder 200m rückwärts zu fahren (LKW) und ich frage mich jedes Mal, woran das liegt. Unachtsamkeit? Wurschtigkeit? Navi-hat-es-aber-doch-gesagt? Wird-schon-gehen-wo-soll-da-auch-eine-Sackgasse-sein? Natürlich gibt es zusätzlich auch diejenigen, die anstelle der offiziellen Umleitung den Feldweg hinter den Gärten nehmen – da muss ich beim Hundespaziergang echt aufpassen.

Heute wurde das Wasser abgestellt, aber ich habe rechtzeitig daran gedacht, eine genügend große Menge in Krügen und Kannen bereitzustellen. Und unsere Toiletten hängen an der Regenwasserzisterne.

Was gibt es sonst zu berichten? Letzten Sonntag, am internationalen Frauentag, hatte ich Orgeldienst und habe als Vorspiel und als Nachspiel Werke von Komponistinnen gespielt und auch ein neues Video hochgeladen – die Komponistin hat sich sehr darüber gefreut, denn ich habe damit wohl die Ersteinspielung ihres Stücks vorgenommen (und bin nun auch auf ihrem YouTube-Kanal). Besonders gefreut hat mich außerdem, dass ich es zeitlich geschafft habe, abends zu einem Konzert zu gehen. Gespielt und gesungen wurden Werke von Clara Schumann, Mel Bonis, Emilie Mayer, Amy Beach und Fanny Hensel. Das war wirklich schön.

Für ein neues Konzertprogramm habe ich in den letzten Tagen auch wieder viel mit meinen Blockflöten gearbeitet und finde es immer wieder faszinierend, wie gut der kleine alte Hund im Flur schlafen kann, wenn ich übe – selbst die hohe Sopranino stört ihn nicht.

Letzte Woche durfte ich mit der Einmal-im-Jahr-Band wieder den Gottesdienst zum Weltgebetstag begleiten und das hat wieder viel Spaß gemacht. Wir spielen in dieser Besetzung tatsächlich immer nur zu diesem Gottesdienst, deshalb Einmal-im-Jahr-Band, und verstehen uns so gut, dass uns eine halbe Stunde Probe tatsächlich reicht. Dass einige von uns Profimusiker*innen sind, hilft wohl auch. 😉

Mit Urlaubsvertretung für einen befreundeten Dirigenten und Chorleiter und meinem Vorstandsamt im Arbeitskreis Frau & Musik und den vielen kleinen täglichen Aktivitäten, musikalisch und anderweitig, wird es mir im Moment nicht langweilig, aber ich freue mich trotzdem darauf, wenn es zwischendurch auch mal wieder Abende ohne Termine gibt und ich einfach nur mit dem Strickzeug auf meinem Lieblingssessel sitzen kann. Bald 🙂

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Wochenschnipsel 2610

Vor ein paar Tagen hat das Bürstenlied die 1000er Marke geknackt – so oft wurde das Video bei PeerTube aufgerufen und ich bin immer noch ganz fasziniert davon, wie viele Menschen es erreicht hat. Und was mich besonders freut: es gibt keine automatischen Nachrichten, die mir weismachen wollen, ich müsse mehr tun, weil mein Folgevideo mit Orgelmusik weniger als 50 Aufrufe hatte. Kürzlich sah ich ein Video einer Musikerin bei YouTube, die von viral gegangenen Videos berichtete und davon, dass sie danach aus mehreren Gründen in ein Loch fiel. Zum einen, weil die folgenden Videos zwar auch angeschaut wurden, aber eben nicht im sechsstelligen Bereich lagen und zum anderen und vor allem deshalb, weil YouTube ihr ständig Nachrichten schickte, sie müsse etwas tun und ihre Followys hätten sie wohl nicht mehr lieb.

Natürlich bin ich gespannt, wie mein nächstes Lied ankommen wird. Aber da ich noch keine Zeit hatte, davon ein ordentliches Video aufzunehmen und hochzuladen, müsst Ihr Euch weiterhin gedulden. Und ich mich auch.

Gestern schrieb ich im Fedi von einem Stück der Komponistin Teresa Carreño (1853-1917), das mich gerade sehr beschäftigt und in das ich mich bereits beim ersten Durchspielen verliebt hatte. Ich hätte solche Musik unheimlich gern schon im Studium gespielt, aber obwohl es den Internationalen Arbeitskreis Frau & Musik bereits seit 1979 gibt, habe ich (Klavier-)Stücke von Komponistinnen erst viel, viel später entdeckt. Es ist schon ein bisserl merkwürdig – ich hatte selbst seit ich 16 war Lieder geschrieben und sogar die Bühnenmusik für verschiedene Theaterstücke komponiert, kam aber nie auf die Idee, zu recherchieren, was andere Frauen geschrieben haben. So stark geprägt war meine musikalische Sozialisation von dem Kult um männliche Genies. Aber ich will nicht über die Vergangenheit klagen, denn immerhin habe ich jetzt alle Freiheiten, mein Repertoire selbst auszusuchen und kann spielen was ich will und mache das auch.

Nicht nur am Klavier, vor allem auch an der Orgel. Und da werde ich beim nächsten Gottesdienst (am 8.3., Frauentag) von meinem üblichen 50-50 abweichen und sowohl zum Eingang als auch zum Ausgang Werke von Komponistinnen spielen. Ich weiß nur noch nicht, welche.

Ansonsten gibt es nichts Besonderes zu berichten, das Leben plätschert angenehm dahin und alle Familienmitglieder sind wohlauf. 🙂

Danke fürs Lesen und bis bald!

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Wochenschnipsel 2609

Wie kann es schon wieder Mittwoch sein? Ich habe die letzten Wochenschnipsel doch erst gestern getippt…

Es ist nicht viel los gewesen in den letzten Tagen.

Schön war das Konzert von Amy Macdonald. Von der Vorband haben wir leider nur zwei Lieder gehört, weil wir später ankamen als ursprünglich geplant. Aber es hat sich rundum gelohnt.

Vom Notensortieren schrieb ich letzte Woche, und mit den Klaviernoten bin ich auch durch. Als nächstes sollte ich mir mal die Akkordeonnoten vornehmen, denn evtl bekomme ich nach Ostern einen Akkordeonschüler und je nachdem, auf welchem Level wir starten, werde ich ein bisserl Material brauchen. Ich denke mir für den Unterricht gerne auch eigene Sachen aus, aber alles selber machen will ich auch nicht. Zumal es ja gutes Unterrichtsmaterial gibt.

Der wilde Hund traf heute beim Morgenspaziergang eine junge Pudelhündin und die beiden tobten ausgelassen herum. Der kleine alte Hund war zuhause geblieben. Eine Runde durch den Garten reichte ihm mal wieder.

Viel mehr gibt es gerade nicht zu berichten. Danke fürs Lesen!

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Wochenschnipsel 2608

Heute früh dachte ich, prima, wenig auf dem Schreibtisch und auf der To-Do-Liste, da kann ich ja gleich morgens bloggen.

Und schwupps, war es Nachmittag.

Seit ich nicht mehr im Fanfarenzug aktiv bin, und seit mein Freund, der DJ, nicht mehr am Faschingsumzug in seinem Ort teilnimmt (zu dem wir stets den LKW gestellt haben), geht Fasching/Karneval weitgehend unbemerkt an mir vorüber. Ich freue mich für und über alle, die gerne feiern. Ich war gestern nur zum Heringsessen beim Gesangverein. Und habe gelernt, dass es anderswo die Heringe erst an heutigen Aschermittwoch gibt.

Mein Wochenende war musikalischer als ursprünglich geplant. Denn am Freitagmorgen kam ein Hilferuf aus dem Gemeindebüro – ein Kollege sei krank und es seien somit zwei Gottesdienste ohne Kirchenmusiker*in, ob ich Zeit hätte. Da ich nichts im Kalender hatte, habe ich zugesagt. Der erste Gottesdienst war in einer Kapelle, in der ich noch nicht gewesen war. Dort steht ein Flügel in erfreulich gutem Zustand. Dass ich dort ein Klavier und keine Orgel vorfinden würde, wusste ich vorher, und habe als Eingangs- und als Ausgangsstück auch entsprechende Werke ausgesucht. Dass es so ein hübscher Flügel sein würde, war eine schöne Überraschung und noch schöner war, dass hinterher einige sagten, wie gut es ihnen gefallen hätte. Auch nach dem zweiten Gottesdienst wurde ich gefragt, ob ich bald einmal wiederkommen würde, es sei musikalische so toll gewesen. Die einmanualige Orgel dort klappert zwar mechanisch arg, vor allem im Pedal, hat aber einen schönen Klang und ich spiele ja gern auf kleinen und/oder alten Instrumenten und stelle mich auf ihre Besonderheiten ein.

Zeit zum stricken war auch, und natürlich wie immer viel Zeit für die Hunde. Der wilde Hund genießt die Spaziergänge mit mir alleine sehr, wenn der kleine alte Hund mal wieder beschlossen hat, eine kleine Runde durch den Garten sei mehr als genug.

Da ich im Moment keine großen Projekte in der Beratung habe und die nächsten Konzerte auch noch ein Weilchen hin sind, habe ich ein wenig Luft und nutze die Zeit, mal wieder Noten zu sortieren und aufzuräumen. Und finde dabei Werke, an die ich ewig nicht gedacht habe. Im Fedi wurde ich nach einer guten Idee für die Sortierung gefragt. Leider habe ich keine. Ich habe ein ungefähres System, in dem ich mich auskenne, aber es gibt sicher auch andere Möglichkeiten und vielleicht sogar bessere. Wenn ich mich zu meinem Klavier umdrehe, wartet da noch ein großer Stapel an Klaviernoten, die aufgeräumt werden wollen. Und wenn ich damit durch bin, gibt es noch die Schuber mit Blockflöten-Noten, und die fürs Akkordeon, und für die Ukulele kommt irgendwie auch immer mehr dazu, und ich höre jetzt lieber mit der Aufzählung auf, sonst erschrecke ich noch vor der Größe des Ganzen.

Die Sonne scheint, der Hund döst neben mir, der Tintentank im Füller ist voll, also beste Voraussetzungen, mit der nächsten Aufgabe weiterzumachen.

Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Mal!

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Wochenschnipsel 2607

Heute geht es in den Wochenschnipseln fast nur um Musik. Ihr kennt das ja bei mir, das ist ein großer Teil meines (Arbeits-)Lebens.

Ich schrieb ein Lied und nahm es auf und teilte es im Fediverse. Und bin immer noch ganz überwältigt von den Reaktionen. So oft wurde bisher keines meiner Musikvideos geteilt, kommentiert, mit einem „gefällt mir“ versehen und es gab so viele wunderbare Kommentare, dass ich zwischendurch ganz schön verlegen wurde. Meine innere Perfektionistin hibbelt nun rum, weil sie sich Gedanken macht, wie wohl mein nächstes Lied ankommt, und dass ich mich damit hoffentlich nicht blamiere, oder so. Also, ja, es wird bald noch ein Lied geben. Dann wieder mit der Ukulele. Und vielleicht mit einem weiteren Instrument. Ich denke noch daran herum.

Für mein Orgelspiel am Sonntag im Gottesdienst bekam ich aus unerwarteter Richtung ein Kompliment, nämlich von einem Menschen, der zwar sehr oft kommt, ansonsten aber eher zugeknöpft ist und nur ganz selten lobt. Da hat mich seine positive Anmerkung doppelt gefreut.

Ebenso unerwartet kam ich zu einer neuen Klavierschülerin. Meine Klavierbauerin hatte im Dorf an einem Instrument zu tun und die Besitzerin erwähnte, dass sie wieder Unterricht nehmen möchte. Woraufhin meine Klavierbauerin ihr wohl sagte, sie solle mal mit mir sprechen. Und so kamen wir tatsächlich zusammen. (Ich habe übrigens noch zeitliche Kapazitäten im Wetteraukreis.)

Am Samstag war ein Freund zu Besuch und hat uns bei Gartenarbeiten geholfen (der Schnee ist nämlich weg!) und wie immer haben wir danach zusammen Kreuzworträtsel gelöst und das macht immer großen Spaß.

Soweit für heute. Ich geh mal am nächsten Lied weiterarbeiten 🙂

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Das Bürstenlied

Im Fediverse gibt es eine Menge zu entdecken. Zum Beispiel den sehr sympathischen Account der Andreas Bürsten GmbH aus Aurich. Die verkaufen, wie man sich leicht denken kann, Bürsten, Besen und jede Menge Drumherum. Unter anderem gibt es einen Handfeger mit bunten Borsten und ich wollte natürlich auch einen haben.

Als das Paket ankam (mit mehr als nur dem Handfeger, weil ich noch andere Dinge gefunden hatte, die ich brauchen kann), fragte mein Mann: „Hast du etwa schon wieder eine Ukulele bestellt?“

Denn der Karton hatte eine Größe, die eine Ukulele vermuten ließ.

Ich postete seinen Kommentar in meinem Mastodon-Account und daraus entspannen sich, wie so oft im Fediverse, einige schöne Dialoge. Natürlich auch mit der Frage, ob ich mit dem Besen nicht Musik machen wolle.

Wie sich einige, die mich kennen, nun schon denken können, ist ein Lied entstanden (ja, steht auch in der Überschrift zu diesem Beitrag) und das habe ich bei PeerTube veröffentlicht.

Hier der Text:

Menschen wünschen sich
von mir Dinge
Zum Beispiel, dass ich
über Bürsten singe

Schreib an die Borsten
eine Ode!
In Bunt sind die grad
groß in Mode.

Sing für den Feger
ne Ballade
Das nicht zu tun
wäre doch schade.

Und mit dem Besen
zu musizieren
könntest du eigentlich
auch probieren.

Zur Wunscherfüllung
will ich schreiten
lasse zum Dichten
mich verleiten

Stöber durch Verse,
Reime, Klänge,
hoffe, dass mir
ein Lied gelänge.

Bürsten und Besen
statt zum Putzen
für Poesie und
Kunst zu benutzen

Ja, das ist Freude
und auch Vergnügen
nur bleibt der Staub
in der Ecke liegen.

Manche Bürsten sind
ziemlich kratzig
werden bei Reim-
Versuchen leicht patzig.

Mitunter führt das
auch zu Verdruss
weshalb das Lied
hier nun enden muss.

(CC-BY-SA-NC No-AI)

Und eines sage ich euch: das nächste Lied wird wieder von Begebenheiten und Dingen handeln, zu denen sich leichter passende Reime finden lassen. Bürste, Würste, Borsten, Forsten, irgendwie ist das alles ganz schön schräg.

[Auf dem Hoodie, das ich trage, steht: „Sabbel nich, dat geiht!“]

Nachtrag mit Transparenzhinweis: das Lied entstand, weil ich darauf Lust hatte. Ich wurde und werde vom Besenhersteller nicht bezahlt und mache das tatsächlich allein zu meinem Vergnügen. (Und zu Eurem, wie ich an den Abrufzahlen des Videos sehe).

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