Tag Archives: LebenMitHund

Wochenschnipsel 2539

Was für eine Woche! Jede Menge Termine, und heute tagsüber auch, so dass die Wochenschnipsel viel später kommen als gewohnt. Aber noch ist Mittwoch, und ich liege absolut im Zeitplan 🙂

Ich durfte außer der Reihe einige Chorproben leiten, als Urlaubsvertretung des eigentlichen Chorleiters, und das hat viel Spaß gemacht. In einem der Chöre war eine Sängerin, die eine Weile pausiert hatte und jetzt wieder mitsingt und sie kam nach der Probe zu mir und sagte, sie hätte sich sehr gefreut, mich wiederzusehen, weil ihr die Arbeit mit mir früher schon so viel Freude gemacht hatte. Das war schön.

Am Wochenende war ich in Frankfurt im Archiv. Wir Vorstandsfrauen treffen uns zweimal im Jahr dort, um über verschiedene Themen zu sprechen. Ein intensiver Tag. Wir haben viel geschafft und ich bin dankbar, mit so wunderbaren Menschen arbeiten zu dürfen.

Ich probiere momentan beim Stricken verschiedene Sockenvarianten aus, vor allem Socken ohne Ferse. Da gibt es echt lustige Muster und es ist interessant zu sehen, wie gut (oder in manchen Fällen auch weniger gut) sie dann am Fuß passen.

Gestern war ich mit dem wilden Hund Fahrrad fahren. Also, ich fuhr Fahrrad und er lief nebenher. Er muss das in seinem früheren Zuhause schon einmal gemacht haben, denn nach einem holprigen Anfang funktionierte das super und er trabte total entspannt und locker an der Leine. Und ich glaube, das Vergnügen war nicht nur meinerseits.
Heute regnet es allerdings und so gehen wir gleich „nur“ unsere übliche Spazierrunde und das Rad bleibt im Schuppen.

Soweit die Wochenschnipsel für heute. Danke fürs Lesen!

Leave a Comment

Filed under Leben mit Hund, Musik, Sammelsurium

Wochenschnipsel 2536

Heute Vormittag wollte ich Biogemüse kaufen. Holte also das Muli raus und radelte frohgemut ins Nachbardorf – nur um festzustellen, dass es den Laden zwar noch gibt, zu dem ich wollte, dass der aber das Sortiment geändert hat und kein Gemüse mehr führt. Ein schöner Ausflug war es trotzdem, und das Muli fährt sich einfach so toll, dass auch kleine Runden viel Spaß machen.

Die Hunde wurden beim Morgenspaziergang gelobt. Wir trafen F., einen sieben Jahre alten Pudel, der meist ohne Leine unterwegs ist und sehr gut erzogen und auch mit gutem Sozialverhalten, und F.s Mensch und ich kamen ins Gespräch, während die Hunde sich beschnuffelten und F.s Mensch meinte, unsere beiden hätten sich ja so toll entwickelt und es sei überhaupt kein Vergleich mehr zur Anfangszeit, als die Begegnung längst nicht so entspannt stattfand. Wir beobachten das ja auch und ich finde es schön, wenn es bemerkt wird und positiv auffällt. Es gibt immer noch Situationen, die schwierig sind, aber Hunde sind halt auch Lebewesen mit Ecken und Kanten und dürfen einen schlechten Tag haben. Besonders gefreut hat mich, dass F.s Mensch Verständnis dafür hat, dass der wilde Hund aufgrund seines starken Jagdtriebs nicht frei über die Wiese laufen darf – oft höre ich, wie schaaaaade das so sei und dass er doch soooo gerne rennen würde. Ja, würde er. Aber meine Aufgabe ist es eben auch, auf ihn zu achten und dazu gehört, dass er bei uns im Garten (der groß ist) nach Herzenslust rennen darf, aber halt nicht draußen. Während ich diese Zeilen tippe, liegt der wilde Hund neben dem Schreibtisch und schläft. Dass er das Büro so mag, macht vieles leichter. Der kleine alte Hund genießt die Ruhe drüben im Haus.

Letzten Sonntag hatte ich frei und wir haben einen schönen Tag mit meinem Bruder und seiner Familie verbracht.

Ansonsten war am Schreibtisch sehr viel zu tun und das wird auch noch eine Weile so weitergehen, und gleichzeitig stehen zwei Konzerte vor der Tür, so dass meine Tage gut gefüllt sind.

Meine Nachbarn hatten mir mal eine Tasse geschenkt, auf der steht „Für Kaffee und Hunde ist immer Zeit“, und in diesem Sinne gehe ich mir jetzt mal einen Kaffee holen, schaue nach dem kleinen alten Hund und freue mich, wenn wir uns zu den nächsten Wochenschnipseln hier wieder lesen.

Leave a Comment

Filed under Landleben, Leben mit Hund

Wochenschnipsel 2534

Beim Morgenspaziergang trafen wir Milo, einen 13 Jahre alten Terrier, der ebenso wie der kleine alte Hund manchmal ein bisserl mürrisch ist. Heute aber liefen alle drei Hunde einträchtig nebeneinander her, während sich die Menschen unterhielten. Nur einmal musste Milo knurren, weil der wilde Hund nicht wusste, dass eine bestimmte Ecke zum Schnuppen Milos Ecke ist. Den wilden Hund beeindruckte das wenig, er schnupperte einfach woanders. Bellen musste Milo dann vor seinem Hoftor, um zu zeigen, dass es sein Hoftor ist. Der kleine alte Hund versteht sowas. Er kann das auch.

Ich genieße meinen Vormittag ohne Termine; dafür gibt es am Nachmittag und am Abend wieder welche.

Die letzten Tage waren eine wilde Mischung aus Musik und Schreibtischarbeit und ich habe mich keine Minute gelangweilt. Am Samstag habe ich den Wocheneinkauf im Supermarkt mit dem Lastenrad erledigt, am Sonntag gab es einen Freiluftgottesdienst, den ich mit Akkordeon und zwei Whistles musikalisch begleitet habe und am Montag habe ich eine neue Blogserie ins Leben gerufen: Musical Musings heißt sie und ich werde in unregelmäßigen Abständen auf Englisch zu musikalischen Themen schreiben.

Ich habe fleißig mit den Knopfakkordeons geübt und lese mit Vergnügen das Buch „Accordion Revolution“ von Bruce Triggs. Und es gibt (schon wieder!) eine neue Ukulele. Ein reines Spaßinstrument, das ich im Grunde überhaupt nicht brauche. Es ist die „Moonshine“ von McNeela, komplett aus Kunststoff („carbon fibre“). Die Saiten müssen erst noch lernen, was ihre Aufgabe ist. Im Moment verstimmt sie sich noch im Minutentakt. Aber das ist okay. Für einen Spontankauf (Summer Sale) ganz ordentlich.

In ein paar Tagen findet in unserer Region der allererste CSD statt und ich habe mich als Helferin gemeldet. In den nächsten Wochenschnipseln werde ich davon berichten.

Bis dahin!

Leave a Comment

Filed under Leben mit Hund, Musik

Wochenschnipsel 2531

Heute bin ich müde, aber auf gute Art und Weise. Die letzte Nacht war ziemlich kurz – aber das ist halt so, wenn toller Besuch da ist. Dazu gleich noch mehr.

Letzte Woche habe ich mal wieder ein paar Flötenvideos gemacht. Bei einem habe ich auch wieder ein wenig geredet und so finden sich die Untertitel und die Übersetzung auch hier im Blog; das andere kommt ohne Wort aus – ich habe eines meiner Lieblingslieder auf meiner Sopilka gespielt. Der Instrumentenbauer, der sie gemacht hat, war sehr angetan und es ist auch wirklich ein sehr schönes Exemplar. Und, wie viele Flöten, anspruchsvoller als es vielleicht aussieht.

Und dann war es Zeit für einen Mini-Urlaub im Elsass. Am Donnerstag den Oldtimer-Laster mit allem ausgerüstet, was mitzunehmen war und von Freitag bis Montag dann unterwegs gewesen. Selbstverständlich waren die Hunde dabei und wir hatten eine nahezu stressfreie Zeit. Beide waren entspannt und fühlten sich wohl und ich war wieder einmal sehr stolz auf die Entwicklung, die bei ihnen zu sehen ist. Es war das dritte Mal im Elsass für sie (wir fahren jedes Jahr mindestens einmal hin) und das allererste Mal war noch sehr aufregend, aber diesmal war es fast wie zuhause. Selbst der kleine alte Hund wurde erst am dritten Tag ein wenig nölig, aber das war völlig okay.

Wir haben Freunde getroffen und viel gequatscht und die blaue Ukulele war auch dabei und kam zum Einsatz und ich habe meine Lieblings-Chips gekauft und jede Menge Käse und freue mich schon auf die nächste Tour.

Gestern gab es dann Fedi-Besuch und das war wirklich schön. Ich habe schon öfter die Erfahrung gemacht, dass ich mich mit Menschen, mit denen ich online gut ins Gespräch komme, auch „offline“ gut verstehe, und so war es irgendwie ganz natürlich, dass ich nicht nur zum Kaffee, sondern auch zu einer Übernachtung einlud. Da Dienstags Chorprobe ist und ich die Stimmbildung leite und das ungern ausfallen lasse, kamen die beiden auch zur Probe mit und wurden gleich gefragt, ob sie nicht jede Woche kommen wollen. Dass sie 150km einfache Strecke haben, führte nur zum Vorschlag, halt einfach jede zweite Woche da zu sein. Ich mag meinen Chor.

Jedenfalls saßen wir nach der Probe dann noch eine Weile zusammen und heute nach dem Frühstück sagten wir auf Wiedersehen. Und ich hoffe, dass es tatsächlich auch irgendwann klappt. Denn es war wirklich ganz wunderbar.

(Da ich natürlich vergessen habe zu fragen, ob ich Namen nennen darf, tue ich das jetzt nicht. Nur, falls sich eins gewundert hätte.)

Heute Nachmittag geht’s zur Orgel und morgen zum Fahrradladen, und davon werde ich in den nächsten Wochenschnipseln berichten.

Leave a Comment

Filed under Leben mit Hund, Musik, Sammelsurium

Wochenschnipsel 2530

Ich habe mir von der Schreibtischarbeit mal frei genommen, auch wenn ich für ein Kundenprojekt trotzdem jeden Tag ein bisserl was tun muss. Aber da wir dieses Jahr keinen längeren Urlaub machen, nur unseren traditionellen Kurztrip ins Elsass, nutze ich den Luxus der Selbständigkeit für ein paar Tage ganz ohne Druck und Termine.

Das führt dann schon mal zu einer spontanen Videosession in der LKW-Garage oder zu einem „Minutenvideo“ mit meiner Sopilka.

Letzte Woche haben wir Canadian Brass gehört und es war wie immer ein tolles Konzerterlebnis. Am Wochenende hatte ich frei. Kein Orgeldienst in der eigenen Gemeinde, keine Vertretungen, keine kurzfristigen Anrufe.

Einen neuen „Mitbewohner“ habe ich auch, eine wunderbar grämlich guckende Zitrone aus der Werkstatt von Evan Sky Arts. Mein Sparschwein ächzt jedes Mal, wenn ich auf die Seite gehe, weil es dort so viele tolle Kleinigkeiten gibt.

Viel mehr möchte ich heute gar nicht berichten. Der kleine alte Hund möchte Aufmerksamkeit, da werde ich mich jetzt mal kümmern. Außerdem ist die Kaffeetasse leer, und wir lesen uns ja spätestens nächste Woche wieder. In der Zwischenzeit könnt Ihr, wenn Ihr mögt, in der Beitragsreihe über das Album „Malers Hüs“ weiterlesen und Euch auf Freitag freuen, wenn der nächste Beitrag dazu erscheint.

Leave a Comment

Filed under Damals, Leben mit Hund, Musik

Wochenschnipsel 2529

Den ganzen Vormittag war ich schon mit Blogbeiträgen beschäftigt und hätte darüber fast die Wochenschnipsel vergessen.

Nein, natürlich vergesse ich die Wochenschnipsel nicht, keine Sorge.

Wie so oft sind die Themen für heute Musik, Hunde und Handarbeiten. Wobei, übers Handarbeiten schreibe ich gar nicht so häufig – aber diesmal möchte ich berichten, dass ich endlich ein Schultertuch fertiggestrickt habe, an dem ich sehr lange gesessen hatte. Zum Pride Month habe ich es nicht ganz geschafft (es ist regenbogenfarben), aber die Welt ist ja ganzjährig bunt, insofern passt es immer. Die Wolle hatte ich von Fuchserlei.

Der kleine alte Hund hat mal wieder eine Phase, in der er nachts zwischen halb drei und halb fünf aufwacht und feststellt, dass alle schlafen. Und irgendwie scheint ihm dann langweilig zu sein, denn er fängt an zu singen. Als Mensch musste dann aufstehen und ihn zurück in sein Körbchen schicken. Das Singen hört daraufhin auf und er schläft bis zum Morgen durch.

Der wilde Hund schafft es immer häufiger, beim Spaziergang bestimmte Hunderassen und -typen nicht mehr anzupöbeln (bei Schäferhunden fällt ihm das nach wie vor sehr schwer. Collies und Retriever gehen inzwischen aber.) und, was mich wirklich freut, er kann durch den Garten rennen, ohne die Löcher im Zaun zu suchen, und kommt auf Pfiff auch zurück. Nicht immer sofort, aber wir brauchen ja auch noch Ziele für die Zukunft 🙂

Letzten Sonntag hatte ich zwei Orgelvertretungen, wobei ein Gottesdienst im Freien stattfand und ich dort E-Piano spielte. Die Ukulele und die Sigo Tenorblockflöte kamen auch zum Einsatz und dafür bekam ich viel Lob sowohl von der Prädikantin als auch von Gottesdienstbesuchern. Und manche Komplimente freuen mich, lassen mich aber auch nachdenklich zurück – wenn Menschen sagen: „Sie haben das Lied in einem sehr guten Singtempo gespielt, nicht so wie unser normaler Organist, der ist da immer so langsam“. Ich möchte, wenn ich Vertretungen übernehme, eigentlich niemanden irgendwie schlecht dastehen lassen. Vielleicht mache ich mir aber auch zu viele Gedanken.

Ich habe ein Video mit einer Dreifach-Flöte (triple flute) von TeleTunes gemacht und nenne das Instrument nun Tripfle, weil ich mich eh immer vertippe.

Und wer es verpasst hat: seit letzten Freitag gibt es nun jeden Freitag einen Beitrag über das Album „Malers Hüs“ von Schall & Stille. Geschrieben in englischer Sprache, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Benutzt bei Bedarf das Lexikon oder das Online-Tool Eurer Wahl für eine Übersetzung, oder fragt mich 🙂

Leave a Comment

Filed under Leben mit Hund, Musik

Wochenschnipsel 2527

Am bisher wohl heißesten Tag des Jahres sitze ich am Schreibtisch und habe es dank vorausschauender Planung hier im Neubau tatsächlich recht angenehm. Dafür bin ich unheimlich dankbar und denke an all die Menschen, denen es nicht so gut geht. Und an den Sommer 2003, der mir als „erster“ Hitzesommer in Erinnerung geblieben ist. Ich hatte damals gerade einen neuen Job in einer Kita für Kinder ab 3 Monaten angefangen und irgendwie verbrachten wir den Sommer nur im Schatten am Planschbecken, in dem die Kinder saßen, nur mit einer Schwimmwindel bekleidet. Gut, zum Essen und Schlafen sind wir ins Haus gegangen. Aber was war das anstrengend für alle!

Letzte Woche waren wir in Aschaffenburg und erlebten einen ganz tollen Abend im Hof-Kabarett mit Wolfgang Buck, einem fränkischen Liedermacher, den ich schon sehr lange kenne und sehr schätze, und Hajo Greifenstein vom Babenhäuser Pfarrerkabarett.

Und was schon länger in mir brodelte, fand am Wochenende ein Ventil in einem Protestsong, den ich mit der Ukulele aufnahm und der schon sehr viel Zuspruch bekommen hat. Danke allen, die sich das Lied angehört haben! An den Noten arbeite ich noch – hätte nicht gedacht, dass Menschen sie haben wollen, deshalb hatte ich das Lied vor der Veröffentlichung nur so grob aufgeschrieben.

Am Sonntag dann mal wieder eine Orgelvertretung. Schöne Kirche, toll klingendes Instrument, wenn auch mechanisch nicht ganz leicht zu spielen. Und es gab zweimal Applaus. Und hinterher erstaunlich viele Leute, die sich persönlich bedankt haben. Unbedingt wiederkommen soll ich. Vielleicht klappt es ja irgendwann. Das mit dem Wiederkommen höre ich bei ganz vielen Vertretungen und es freut mich. An mehreren Orten gleichzeitig sein kann ich allerdings immer noch nicht.

Den Montagvormittag habe ich dazu genutzt, eine schöne Sammlung leichter Klavierstücke von Emilie Mayer aufzunehmen. Ich glaube, ich werde daraus eine kleine Reihe machen. Es gibt nämlich unheimlich viele tolle Stücke von Komponistinnen, die für den Anfangsunterricht wunderbar sind, oder auch für leicht Fortgeschrittene, und viele Menschen kennen diese Kleinode gar nicht.

Eine meiner Kurzgeschichten (Achtung, nix für schwache Nerven) wurde von Klaus aufgenommen und kann hier angehört werden.

Der kleine alte Hund war beim Haareschneiden und hatte diesmal so gar keine Lust darauf. Dabei geht es ihm nicht nur im Sommer mit dem Kurzhaarschnitt viel besser. Aber mit fast 16 Jahren darf so ein Hund auch mal keine Lust haben.

Die Chöre gehen nun nach und nach in die Sommerpause, aber hier im Blog geht es ganz normal weiter. Spätestens mit den nächsten Wochenschnipseln. 🙂

Leave a Comment

Filed under Leben mit Hund, Meinung, Musik

Wochenschnipsel 2526

Gerade hatte ich nach langem mal wieder das „Präludium in gotischem Stil“ op. 28 von Clara Faisst herausgekramt, um zu schauen, ob ich es noch kann (hm… jein) und fand es wie so oft sehr faszinierend, dass die Schwingungen der Basssaiten bei manchen Akkorden bis in die Tasten und somit in meine Fingerspitzen zu spüren sind. Was für ein tolles Gefühl, Töne so zu erleben! E-Pianos haben sicher ihre Berechtigung, aber sowas können sie einfach nicht.

Und dann guckte ich auf die Uhr und unterbrach das Klavierspiel lieber mal, um die heutigen Wochenschnipsel noch am Vormittag zu schreiben und zu veröffentlichen.

Schön, dass Du da bist und sie liest!

Ich habe mein Shortbread-Rezept versprochen. Wen das nicht interessiert, hier klicken und drüberhüpfen.

Im Grunde ist Shortbread total simpel zu machen, wenn man die 1-2-3-Formel beachtet. Ein Teil Zucker, zwei Teile Butter, drei Teile Mehl. Ich nehme sehr gerne braunen Zucker und Dinkelmehl, es geht aber auch mit anderen Mehlsorten (Vollkorn hab ich noch nicht probiert) und natürlich auch mit weißem Zucker. Die Butter sollte möglichst weich sein, damit sie sich gut verarbeiten lässt. Für Shortbread-Rundlinge 50g Zucker mit 100g Butter gut verrühren. Nach und nach 150g Mehl dazu. Dann den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche und eine dicke Stange daraus rollen, etwa 4 bis 5cm im Durchmesser. Diese Teigstange nehmen und in Frischhaltefolie gewickelt eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen. Nicht drin vergessen! Wenn der Teig zu kalt ist, bröckelt er zu stark. Je nach Ofentyp vorheizen oder auch nicht. Gebacken wird das Shortbread bei 175 Grad (Celsius). Wenn der Teig fertig geruht hat, ein wenig Zucker (da eignet sich der braune am besten) auf ein Brett streuen und den Teig darin rollen. Die Außenseite darf schön zuckrig werden. Dann in Scheiben schneiden, nicht zu dick, 5 bis 7mm sind meist gut. Ab aufs Backblech und 10 bis 15 Minuten backen. Abkühlen lassen, genießen.

Letzte Woche waren wir zweimal im Kino, beides Mal in Filmen mit Musikbezug. Den Anfang machte „Der letzte Takt“, ein isländischer Film – dass das recht skurril werden könnte, war mir vorher klar. Wie skurril es würde, damit hatte ich nicht gerechnet. Aber mich sehr amüsiert. Der andere Film war „Die leisen und die großen Töne“ aus Frankreich. Auch der hat mir gut gefallen, trotz oder vielleicht auch wegen der vielen Parallelen zu „Brassed off“ (einer meiner Lieblingsfilme, die Dialoge kann ich mitsprechen).

Das hieß natürlich „Allein-Zeit“ für die Hunde, aber sie können das recht gut. Wir haben ein kleines Ritual, wenn wir das Haus verlassen und die Hunde nicht mitkommen können, und es ist schön zu sehen, wie vor allem der wilde Hund darauf achtet, dass alles genau so gemacht wird.

Mit dem kleinen alten Hund war ich beim Tierarzt für die jährliche Impfung. Es geht ihm gut für seine fast 16 Jahre, aber natürlich müssen wir damit rechnen, dass das nicht so bleibt. Die Assistenz in der Praxis war ganz erstaunt, als ich erzählte, dass wir am Feiertag mit den Hunden in einem Lokal waren und dass sie das prima machen, denn sie meinte, dass gerade alte Hunde in fremder Umgebung oft sehr unleidig werden. Klar, unleidig sein kann der kleine alte Hund ganz hervorragend, aber wenn er weiß, dass wir da sind, geht es meist gut.

Mein Belegexemplar einer Orgelsonate von Maria Gary, die ich herausgeben durfte, ist inzwischen auch angekommen und gerne hätte ich das verlinkt, aber die Verlagsseite ist gerade nicht erreichbar. Vermutlich bastelt irgendeins dran herum.

Ein Link zum „Berceuse“ (Wiegenlied) von Hedwige Chrétien geht aber, und wer sich für den Hintergrund zum Video interessiert und Englisch liest, kann hier gucken.

Gestern Nacht tanzten Glühwürmchen in unserem Garten und ich schrieb bei Mastodon davon und war heute Morgen ganz verwundert und auch entzückt darüber, wie viele Menschen das gelesen und sich darüber gefreut haben.

So viel für heute. Bis bald hier oder woanders! 🙂

Leave a Comment

Filed under Leben mit Hund, Musik, Rezepte

Wochenschnipsel 2525

Schrieb ich letzte Woche noch davon, dass es für mich am besten passt, wenn ich die Wochenschnipsel bereits am Vormittag verfasse und veröffentliche, zog es mich heute morgen erst einmal aufs Rad und zur Orgel. Zurück am Schreibtisch warteten erst einmal einige andere Aufgaben auf mich, so dass die heutigen Wochenschnipsel erst jetzt am Nachmittag fertig sind.

Einige haben mich im Fediverse nach dem Rezept für die kalte Gurkensuppe gefragt.

Das teile ich doch gerne!

Für zwei Teller braucht es

  • eine kleine Salatgurke, geschält und gewürftelt
  • 125ml Buttermilch
  • 250g Joghurt
  • 50ml Sahne
  • Zitronensaft
  • geriebener Ingwer, Chiliflocken, Salz, Pfeffer

Die Gurkenwürfel mit der Buttermilch, dem Joghurt, dem Zitronensaft und dem Ingwer (nicht zu viel nehmen, ein halber Teelöffel macht es sehr ingwerig!) pürieren. Abschmecken mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken.

Eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Dann die Sahne hinzu und nochmal pürieren. Es darf ruhig schön schaumig werden.

Zum Servieren mit Minzblättern und/oder Chiliflocken garnieren.

Letzte Woche wurde eine „meiner“ zwei Orgeln gestimmt und diesmal war mal wieder jemand von der Orgelbaufirma da, dem man den Spaß an der Arbeit richtig anmerkte und ich glaube, er fand es auch schön, dass jemand dabei assistierte, die die Orgel gut kennt und sich auch dafür interessiert und nicht einfach nur Tasten hält.

Am Sonntag hatte ich einen Vertretungsdienst bei einer Taufe. Das hat Spaß gemacht und in ein paar Tagen werde ich nochmal in dieser Gemeinde sein.

Außerdem habe ich einen kleinen Lastenrad-Test gemacht. Nachdem ich zum Gemeindefest am Pfingstmontag mit vollen Packtaschen unterwegs war und noch eine Ukulele auf dem Rücken trug, meinte eine Bekannte, ich bräuchte vielleicht ja doch noch ein Lastenrad. Sowas finde ich schon spannend, aber wenn Lastenrad, dann nur eines, mit dem ich auch mein Akkordeon transportieren kann. Ein Sänger aus einem meiner Chöre besitzt ein „Muli“, das ich interessant finde, weil der Lastenkorb klappbar ist, und kam am Wochenende vorbei, damit ich mal Akkordeonkoffer einladen konnte. Alle möglichen Größen hab ich ja da und ausprobiert und sie passten alle. Probefahren durfte ich auch und das machte viel Spaß. Aber noch ist keine Entscheidung getroffen.

Was gab es sonst? Ich habe Briefe geschrieben (mit Papier und Tinte); lese gerade „Unsichtbare Frauen“ von Caroline Criado-Perez; habe Shortbread gebacken (wenn das Rezept interessiert, kann ich es auch mal hier teilen); habe mich über Hundemenschen aufgeregt, die trotz Leinenpflicht ihr Tier frei laufen lassen und dann meine Hunde ganz mitleidig fragen, ob sie denn nicht auch spielen wollen; stricke an einem großen Tuch herum (hoffentlich bald fertig!) und habe außerdem ein verspätetes Geburtstagsgeschenk bekommen: einen Band mit Klaviermusik von Komponistinnen. Viel Zeitgenössisches, aber eher „Neo-Klassik“, also nix mit grafischer Notation oder ähnlichem, und ansonsten einiges von Barock bis Impressionismus. Gut, so eine Sammlung zu haben.

Vielen Dank fürs Lesen und bis bald!

Leave a Comment

Filed under Musik, Rezepte

Wochenschnipsel 2524

Vor lauter Schwelgen am Klavier mit Werken von Friedrich Gernsheim, Alice Mary Smith, Emilie Mayer, Henriette Bosmans und Samuel Coleridge-Taylor hab ich fast meine übliche „Blog-Zeit“ vergessen. Ich habe festgestellt, dass der Vormittag die beste Zeit ist, meine Wochenschnipsel zu schreiben und auch online zu stellen.

Was gibt es Neues?

In den nächsten Tagen erwarte ich Post. Ich habe einige Noten bestellt und Kleinkram für die Ukulele, und Stimmgabeln, weil ich in jeder Tasche eine haben möchte. Mauri von TeleTunes hat eine neue Flöte entworfen, die vom Klang an eine Orgel erinnern soll, und dass ich die bestellt habe, sollte niemanden verwundern. Die Post aus Finnland wird aber sicher etwas länger brauchen.

Ich habe neue Orgelvideos aufgenommen. Eines gab es schon am Pfingstsonntag bei PeerTube zu hören, das andere folgt nächsten Sonntag.

Orgel gespielt habe ich natürlich auch, sowohl am Pfingstsonntag als auch am Pfingstmontag und nicht nur Orgel, sondern auch Ukulele und Stagepiano und Blockflöte. Die neue Sigo durfte am Montag mitkommen und zog einige neugierige Blicke auf sich. Aber der „Star“ bei den Kindern war eindeutig meine Kala Konzert-Ukulele in „sparkling champagne“. Glitzer ist toll. Nach dem Familiengottesdienst am Montag durfte ich noch einigen interessierten Kindern die Orgel zeigen und ich hoffe, sie kommen dann auch alle zum nächsten Kuschelkissenkonzert im September.

Mit dem wilden Hund übe ich zur Zeit wieder das freie Laufen im Garten und _nicht_ durch die Zaunlöcher zum Nachbarn verschwinden. Es klappt mal mehr und mal weniger. Dass er so einen starken Jagdtrieb hat und dass bei uns so viel Getier herumläuft, auf dessen Spuren der Hund gerne wandelt, macht die Sache nicht gerade leichter. Aber die kleinen Erfolge machen Freude und die Übungen im Garten machen so manche Situation beim Spaziergang auch einfacher.

Das Alter macht sich beim kleinen alten Hund nun doch immer öfter bemerkbar. Er hat Probleme mit dem Richtungshören, vor allem bei Geräuschen von hinten, und morgens braucht er eine Weile, bis er aus dem Körbchen kommt. Aber mit fast 16 Jahren darf ein Hund auch mal etwas langsamer werden. Er interessiert sich beim Spaziergang immer noch für alles mögliche und er frisst gut, also mache ich mir noch keine Sorgen.

Jetzt radle ich mal fix zum Supermarkt für ein paar Kleinigkeiten und am Nachmittag wartet Schreibtischarbeit auf mich.

Danke fürs Lesen und bis zu den nächsten Wochenschnipseln!

Leave a Comment

Filed under Leben mit Hund, Musik