Category Archives: Leben mit Hund

Wochenschnipsel 2505

Heute bin ich wirklich spät dran. Mein Tag war reichlich gefüllt mit Online-Meetings und einer Deadline für eines meiner Projekte, und ich habe auch alles geschafft, was ich tun musste, aber natürlich ist da diese kleine Stimme, die sagt, organisier dich doch noch besser, damit du auch noch Zeit für dein Blog-Hobby hast.

Wie auch immer. Hunde, Musik und Shortbread sind die Stichworte für diese Wochenschnipsel.

Die beiden Vierbeiner wohnen jetzt fast zwei Jahre hier – der wilde Hund hat einen kleinen „Vorsprung“, weil er einige Zeit vor dem kleinen alten Hund eingezogen ist, aber beide zusammen bekamen im Februar 2023 ihr neues Zuhause bei uns. Seitdem ist viel passiert. Wir haben alle eine Menge gelernt, miteinander und voneinander und auch wenn wir noch einen Weg vor uns haben, so kann ich doch sagen, dass sich die liebevolle und konsequente Arbeit wirklich gelohnt hat und dass wir inzwischen manche Situationen problemlos meistern, die noch vor einem Jahr für alle Beteiligten echt anstrengend waren. Und es ist einfach schön, die beiden zu haben.

Letzte Woche habe ich ein neues Flötenvideo aufgenommen, aber Ihr müsst Euch noch ein wenig gedulden, bis es online ist, weil ich noch dabei bin, die Untertitel einzubauen. Und ich habe an Konzertprogrammen herumgedacht und das ein oder andere Stück aus dem Repertoire wieder aufgewärmt.

Am Wochenende hatte ich dann zwei Vertretungsdienste, einmal bei einer Taufe und einmal ein „normaler“ Gottesdienst, beide in der gleichen Kirche. Die Orgel dort kenne ich gut und mag sie, aber sie braucht dringend eine Überholung, weil sie doch einige Macken hat. So „erfreute“ sie mich dann auch beim Vorspiel zum Taufgottesdienst mit ungewöhnlichen Reaktionen, was dazu führte, dass ich das für den Sonntagsgottesdienst eigentlich ausgesuchte Stück durch ein anderes ersetzte, um diesen Fehler nicht noch einmal zu provozieren. Aber insgesamt lief alles gut und einige Menschen haben sich für mein Spiel bedankt.

Anfang der Woche habe ich dann mal Shortbread gebacken, mit Dinkelmehl, und ich muss sagen, es ist wirklich sehr, sehr lecker geworden. Das mache ich irgendwann wieder.

Danke fürs Lesen, und bis zum nächsten Mal!

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Wochenschnipsel 2503

Fast hätte es heute keine Wochenschnipsel gegeben – die Technik wollte nicht mitspielen. Aber nachdem ich kräftig geflucht und mir die grauen Haare ordentlich gerauft hatte, kann ich jetzt zumindest diesen Text schreiben. Der wilde Hund hat sich als Emotional Support Expert selbstverständlich auch beteiligt.

In den letzten Tagen war so einiges los. Es begann letzte Woche mit einer Bitte, außer der Reihe eine Chorprobe zu leiten und den Chor auf ein anstehendes Geburtstagsständche vorzubereiten, da der eigentliche Chorleiter kurzfristig ins Krankenhaus musste. Da ich den Chor kenne und gerne mit den Leuten arbeite und den Abend passend frei hatte und sowieso jederzeit hilfsbereit bin, habe ich das natürlich übernommen.

Ich habe einen Karton mit einem wilden Sammelsurium an Gegenständen und Notizbüchern wiedergefunden und stieß dabei auf Erinnerungen an ein Erlebnis, das sich in meiner Anfangszeit in Frankfurt zugetragen hat und mich damals schwer beschäftigte. Ich wollte daraus auch tatsächlich mal ein Buch machen – eines der Notizbücher ist voll mit Hinweisen und Ideen dazu. Aber inzwischen habe ich viele Details vergessen und im Grunde lohnt es sich auch nicht, das Ganze groß aufzuwärmen. Allerdings habe ich im Fediverse schon die Rückmeldung bekommen, dass einige wissen wollen, was damals war und für einen Blogbeitrag sollte das, woran ich mich erinnere, wohl noch reichen. Bei Gelegenheit setze ich mich mal dran.

Der Sonntag war dann auch mal wieder ein Arbeitstag mit einem ganz normalen Orgeldienst. Hinterher sagte ein Gemeindemitglied zu mir: „Du hast so schön gespielt, ich hab das richtig genossen.“
Sowas höre ich natürlich gerne!

Der Arbeitswochenbeginn am Schreibtisch stand ganz im Zeichen von Informationssicherheit und so schön es auch ist, regelmäßig mehrere Themen zu bearbeiten, so anstrengend kann das an manchen Tagen sein, vom musikalischen in einen nicht-musikalischen Denk-Modus zu wechseln. Aber ich hab mir das selbst ausgesucht und werde ganz bestimmt nicht darüber klagen.

Zu allem Überfluss ging gestern auch noch die Kaffeemaschine kaputt. Ich habe gleich eine neue gekauft und natürlich schmeckt der Kaffee jetzt anders und mein kleines inneres Gewohnheitstier schmollt. Aber sie funktioniert und sieht auch gut aus und das mit dem Geschmack wird sich auch wieder eingrooven.

Wer mir im Fediverse folgt, hat sicher mitbekommen, dass Stephan von Schall & Stille über das Thema „KI“ in der Musikproduktion auf Englisch gebloggt hat und dass ich mich an der Diskussion beteiligt habe. Zu Stephans Blog geht’s hierlang.

Wir lesen uns nächste Woche! 🙂

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Wochenschnipsel 2442

Wir sind in der 42. Woche des Jahres 2024 und ich habe gerade ein neues Video bei Vimeo hochgeladen – eine kleine Vorstellung meiner neuen James Dominic Low Whistle in D. Wer mich also mal wieder Englisch sprechen hören möchte und auch der tiefen Whistle lauschen: hier entlang.

Vor einer Weile wurde ich gefragt, warum ich denn immer noch Videos bei Vimeo hochlade und nicht ausschließlich im Fediverse auf meine PeerTube-Kanal. Das hat verschiedene Gründe. Einer ist, dass ich bei PeerTube bisher „nur“ Gast bin und dass gerade die Videos mit eingebauten Untertiteln ziemlich große Dateien sind und dass ich das kostenlose Angebot meines PeerTube-Gastgebers nicht ausnutzen möchte. Als großer Fediverse-Fan bin ich trotzdem regelmäßig hin- und hergerissen, wie ich das künftig handhaben möchte. Vielleicht brauche ich irgendwann doch noch meine eigene PeerTube-Instanz. Im Moment fahre ich weiterhin zweigleisig.

Am Wochenende hatten wir ein kleines Chorkonzert, am Samstagnachmittag mit Kaffee und Kuchen. Motto war „Humor im Chor“ und wir sangen u.a. vom Lama, von der Bar zum Krokodil, von Bananen und einem verunglückten Rendezvous. Das Vereinsheim des Gesangvereins war gut besucht und das Konzert hat Spaß gemacht.

Am Sonntag ging es dann „musikalisch“ weiter mit der Mitgliederversammlung des Trägervereins für das Archiv Frau & Musik in Frankfurt. Auch da kamen mehr Menschen als gedacht und es war eine interessante Sitzung. Nächstes Jahr wählen wir den Vorstand turnusmäßig neu und werden u.a. eine neue Schatzmeisterin brauchen. Oder einen Schatzmeister. Halt eine Person, die Zahlen mag. Falls das genau zu Dir, die*der Du das gerade liest, passen sollte: sag Bescheid, dann gibt’s mehr Infos.

Außerdem ist neue Hardware eingezogen; neben einem neuen Smartphone gab es ein großes Tablet, auf dem Mobile Sheets als Notenanzeigeprogramm läuft. Ich werde mal ein wenig damit experimentieren und schauen, wie ich als überzeugte Papiertante damit zurechtkomme und ob und wo ich es einsetzen werde. Das Tablet wiegt knapp 70g mehr als der Bärenreiter-Klavierauszug des Bachschen Weihnachtsoratoriums (dies aus der Reihe „unnütze Vergleiche“).

Was gibt es sonst zu berichten? Bei den Hunden ist alles gut, der Garten kommt allmählich in die Herbstruhe, die im Urlaub gekaufte Wolle liegt noch im Vorratskorb und ich werde gleich noch ein paar Briefe beantworten, die auf meinem Schreibtisch liegen.

Danke fürs Vorbeischauen und bis bald!

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Monatsschnipsel 2409

Wer regelmäßig hier im Blog vorbeischaut, hat es gemerkt: da fehlen einige Wochenschnipsel. Und das hatte auch einen Grund. Wir waren nämlich im Urlaub und ich wollte einfach mal Pause machen.

Aber heute, am letzten Tag im September, möchte ich zumindest kurz zusammenfassen, was sich seit den letzten Wochenschnipseln so getan hat.

Ich habe zwei sehr schöne Konzerte zum diesjährigen Orgeltag gespielt (mehr dazu werde ich bei Gelegenheit auf meiner Musik-Seite veröffentlichen) und dann ging es auch schon ans Packen. Zwei Wochen, zwei Menschen, zwei Hunde, da will einiges bedacht sein und mitgenommen werden.

Wir fuhren über Dänemark und Schweden nach Norwegen und verbrachten dort eine herrliche Woche in einer Hütte mit Blick auf den Fjord. Zurück ging es mit der Fähre von Kristiansand nach Hirtshals – Fjordlines nimmt (auf dem Katamaran) Hunde mit (nicht nur auf dem Autodeck, sondern tatsächlich in einem der Salons) und das hat wunderbar funktioniert.

Diesen Urlaub habe ich sehr genossen und habe ihn wohl auch gebraucht. Ich hatte mir zwar Notenpapier mitgenommen, falls mich die Muse küsst, aber dazu kam es nicht und das ist völlig in Ordnung. Ich konnte gut abschalten und was besonders schön war: der Wald fast direkt vor der Tür. Als Kind und auch als Jugendliche habe ich sehr viel Zeit im Wald verbracht, mit der Familie, mit meinem Vater, und auch allein. Das ist einfach ein Wohlfühlort für mich und auch die Hunde, die Wälder von ihrem früheren Zuhause kennen, schienen das prima zu finden.

Beim Nachhausekommen fand ich nicht nur ein halbes Dutzend Briefe meiner Brieffreundinnen auf dem Tisch, sondern auch zwei neue Tin Whistles, die ich bei McNeela Music in Irland bestellt hatte. Kurz vor dem Urlaub war außerdem meine erste Low Whistle angekommen, von James Dominic Music, ebenfalls in Irland. Ich möchte einfach ein bisserl darum herumspielen, im wahrsten Sinne des Wortes, und mal schauen, wozu mich die neuen Instrumente inspirieren.

Ein erstes Stück für Low Whistle ist bereits entstanden.

Gestern waren wir mit unserem Oldtimer-Traktor im Freilichtmuseum „Hessenpark“ zum Traktortreffen und ich habe mir nicht nur einen neuen Korb gekauft, sondern auch eine neue Konzertidee gehabt – ein rundum gelungener Tag also.

Ob ich bereits übermorgen die nächsten Wochenschnipsel schreibe, weiß ich noch nicht. Aber spätestens nächste Woche will ich wieder meinen üblichen Rhythmus haben.

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Wochenschnipsel 2436

Ich habe das Gefühl, dass ich die letzten Wochenschnipsel erst gestern geschrieben habe, aber es ist tatsächlich schon wieder eine Woche her.

Meine Handtaschenflötensammlung wächst kontinuierlich (irgendwann wird die Handtasche allerdings voll sein) und das nahm ich zum Anlass, mal wieder ein kleines Video zu machen, hier zu sehen. Die Untertitel gibt’s auf deutsch und englisch wieder hier im Blog.

Gestern kam noch eine weitere Flöte an, allerdings eher ein Spaßartikel als ein ernsthaftes Musikinstrument. Sie ist aus Holz, hat sechs Löcher, ist überhaupt nicht in sich logisch gestimmt, sieht aber lustig aus, denn sie ist angemalt wie ein Pirat, ganz klassisch mit Augenklappe und gestreiftem Hemd. Mir wird sicher irgendetwas Lustiges einfallen, was ich mir ihr machen werde.

Da ich von den Nachbarn jede Menge Zucchini und anderes Gemüse bekommen habe, habe ich vor ein paar Tagen die ersten Gläser Pastasoße eingekocht und werde demnächst noch Relish machen und vielleicht mal ein paar Gurken einlegen.

Am Samstag durften die Hunde mit uns unterwegs sein, erst beim Tag der offenen Tür beim THW – der kleine alte Hund fand es blöde und brauchte viel Aufmerksamkeit; der wilde Hund fand es toll und den Vorschlag eines THW-Menschen, doch Suchhund zu werden, quittierte er mit freudigem Schwanzwedeln. Hätten wir den wilden Hund viel früher in seinem Leben bekommen, wäre das für ihn vielleicht eine spannende Sache gewesen, aber nun, mit fast 8 Jahren, konzentrieren wir uns lieber darauf, dass er ein guter Begleiter bleibt. Wir fuhren nach dem Mittagessen dann zum Baum, den sich meine Eltern im Friedwald ausgesucht hatten und trafen uns dort mit meinem Bruder und seiner Familie. Im Wald zu sein war für die Hunde sehr schön, und der Tag fand seinen Abschluss in einem tollen Lokal direkt am Main.

Am Sonntag waren wir zu einem runden Geburtstag in der Verwandtschaft eingeladen und hätten die Hunde mitbringen dürfen, entschieden uns aber aufgrund der hohen Temperaturen dafür, sie zuhause zu lassen. Besonders der kleine alte Hund hat das wohl sehr genossen, denn er schlief tief und fest, als wir wieder zurück kamen.

Musikalisch gab es neben einem neuen Flötenvideo einiges in Sachen Netzwerken und Frauen in der Musik. Mit der Statistik-Arbeitsgruppe der Society of Women Organists hatten wir ein virtuelles Meeting und haben die Aufgaben für die nächste Zeit besprochen, damit wir zum Jahresende ein Update der Zahlen liefern können. Und gestern verbrachte ich ein paar spannende Stunden im Archiv Frau und Musik in Frankfurt, um die neue Composer in Residence zu begrüßen. Darüber werde ich an anderer Stelle noch einmal ausführlicher bloggen.

Danke fürs Lesen und bis bald!

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Wochenschnipsel 2435

Ich tippe heute die letzten Wochenschnipsel im August. Morgens ist es oft kühl und ein Hauch von Herbst liegt in der Luft. Ich liebe den Herbst und hatte jetzt auch genug Sommer. Wenn ich mir die Wettervorhersage für die nächsten Tage so anschaue, dann muss ich auf den Herbst allerdings noch ein wenig warten.

Die Nachbarn sind im Urlaub und wir kümmern uns um ihren Garten und haben den Auftrag, zu ernten, was reif ist und was wir wollen. Zwei Zucchini mit jeweils gut 2,5kg und drei große Gurken waren dem alten Erntekorb dann doch zu viel und ein Henkel brach ab. Jetzt brauche ich doch glatt einen neuen. Wobei unser Walnussbaum dieses Jahr nicht allzu viel bringen dürfte angesichts dessen, dass im Frühjahr alle Blätter und Blüten erfroren waren. Und für die Birnen wäre der alte Erntekorb eh zu klein; der Baum hängt wieder ziemlich voll.

Letztes Wochenende waren wir auf einer Silberhochzeit eingeladen und ich durfte beim Gottesdienst auch ein wenig Orgel spielen – ein sehr schönes Instrument hatte ich da unter Fingern und Füßen. Wie immer auch mit einem kleinen Abenteuer verbunden, denn vom anwesenden Posaunenchor wusste niemand, wo die Orgel einzuschalten ist und mir war es zunächst auch nicht klar, aber ich lernte schnell, dass der unbeschriftete Schalter nicht der für die Orgel, sondern der für die Glocken war. Im Stadtteil wird man sich kurz darüber gewundert haben. Das Vor- und Nachspiel wurde vom Posaunenchor gestaltet und ich habe nach der Lesung ein Orgelstück beigesteuert. Selbstverständlich von einer Komponistin (diesmal: Augusta Holmès). Die Hunde waren auch dabei (nicht im Gottesdienst) und haben den langen Tag mit den vielen Eindrücken sehr gut gemeistert. Der nächste Tag war dann allerdings sehr ruhig. Vor allem der kleine alte Hund musste viel schlafen.

Mehr gibt es gerade nicht zu berichten.

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Wochenschnipsel 2434

Irgendwie hatte ich mir den Tag heute ganz anders vorgestellt, aber manchmal hat das Leben etwas eigenes im Sinn…

… eine Videokonferenz heute morgen dauerte länger als geplant; dann habe ich lange mit einem Freund zu einem technischen Problem telefoniert; dann mit ihm und einer weiteren Person per E-Mail weiter über das Problem nachgedacht (und das wird auch noch eine Weile so gehen), und dann war es plötzlich schon Mittag und ich hatte weder gebloggt noch meine für den Vormittag geplante Schreibtischarbeit erledigt.

Glücklicherweise ist der Nachmittag aber terminfrei und so kommt jetzt eins nach dem anderen dran.

Was war los in den letzten Tagen? Es gab mal wieder einen Online-Workshop zur Stimme (der nächste findet im Oktober statt); ich habe ein Stück für ein Mitmachkonzert komponiert; es gab eine unangenehme Nachricht zu verdauen, aber auch dazu wird sich eine Lösung finden.

Am Wochenende habe ich Orgel gespielt und wir waren außerdem in einem Konzert: Stücke für Schlagzeug/Percussion/Schlagwerk. Hervorragend dargeboten, aber leider war kein Werk einer Komponistin im Programm. Dafür aber immerhin einiges Zeitgenössische – wobei das, wenn man den Musikerin glauben darf, eher die Regel ist als die Ausnahme; ist doch Musik für Schlagwerk zumindest in westeuropäischer klassischer Musiktradition tatsächlich eher spät angekommen. Dass manche Komponisten früherer Jahre gar nicht z.B. für Marimba schreiben konnten, weil es die großen Konzertinstrumente noch nicht gab, die wir heute kennen, diese im Konzert getroffene Aussage (nicht wörtlich wiedergegeben, nur aus der Erinnerung) sorgte bei mir für kurzes Stirnrunzeln. Denn marimba-artige Instrumente, Xylophone, Balafone, alle möglichen Idiophone, gibt es ja seit vielen, vielen Jahren – dass man sich in Westeuropa damit nicht beschäftigt hat, ist eine andere Geschichte und zeigt einmal mehr, wie eurozentrisch „wir“ hier teilweise immer noch sind.

Ich hatte während meines ersten Studiums das große Glück, indonesische Gamelanmusik spielen zu dürfen, auf Originalinstrumenten, und möchte diese Erfahrung nicht missen. Um es mit Jon Silpayamanant zu sagen: Es besteht kein Grund dafür, davon auszugehen, dass die Musikgeschichte in Westeuropa beginnt und endet. (Im Original schreibt er: „There’s no need to imagine the history and conception of music as beginning and ending in western Europe.“)

Für den kleinen alten Hund habe ich einen Friseurtermin ausgemacht; ich mag es zwar sehr gerne, wenn er sehr wuschelig aussieht, aber mit kurzen Haaren scheint er sich wohler zu fühlen, und deshalb geht’s zu Frau B. im Nachbardorf, die am liebsten auch dem wilden Hund das Fell trimmen würde, aber das muss dann doch nicht sein.

Wir können gerade täglich Tomaten ernten und der Borretsch ist sehr wuchsfreudig, zur großen Freude von Bienen und anderen fliegenden Wesen. Der Hibiskus blüht und die Regengüsse des letzten Wochenendes haben dem Garten gut getan. Dass es dieses Jahr endlich nicht mehr so trocken ist, darüber bin ich sehr froh. Am Birnbaum hängen jede Menge Früchte. Bald ist Erntezeit dafür. 🙂

Danke fürs Lesen, und bis bald!

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Wochenschnipsel 2433

Während ich die heutigen Wochenschnipsel schreibe, liegt der wilde Hund entspannt unter dem Schreibtisch – was insofern bemerkenswert ist, dass die Bürotür weit offen steht, um kühle Luft hereinzulassen. Er macht keinerlei Anstalten, das auszunutzen, und das ist eine großartige Entwicklung. Letztes Jahr hätte das noch nicht geklappt.

Dass ich mir meine Tagesplanung weitgehend selbst gestalten kann, habe ich mir für die letzten sehr heißen Tage zunutze gemacht und so habe ich die Temperaturen ganz gut überstanden. Ein Sommermensch werde ich in diesem Leben dennoch nicht mehr werden. (Und kommt mir nicht damit, dass wir „schönes Wetter“ haben oder dass „endlich“ mal Sommer sei. Es ist zu warm.)


Am letzten Wochenende waren wir in Darmstadt im Theater, und zwar in der Neuen Bühne. Es wurde „Das indische Tuch“ nach Edgar Wallace gespielt und auch wenn die Bearbeitung ein paar Längen hatte, war es ein ganz toller Abend. Man kann im Theater auch passend zum Stück essen und das lohnt sich sehr. Ich hatte die Karten von Freunden zum Geburtstag bekommen, und es wird sicher nicht mein letzter Besuch dort gewesen sein.

Musikalisch war auch wieder allerlei los. Ich habe mit Stephan an einigen neuen Songs gearbeitet, zwei neue Flötenstücke geschrieben, Videos aufgenommen und veröffentlicht und eine neue Teleskopflöte vorgestellt und hatte am Sonntag zwei Orgeldienste. Besonders nett war die Reaktion einer Gottesdienstbesucherin, die mich anstrahlte und ausrief: „Endlich sind Sie wieder da!“ und mir dann erzählte, dass meine Urlaubsvertretung sie nicht überzeugt hätte.

Ein Buch, das ich gerne selber geschrieben hätte, nämlich „Kreativität“ von Melanie Raabe, habe ich jetzt zum zweiten Mal gelesen und bin immer noch begeistert davon.

Irgendwie wird mein Bücherstapel nicht kleiner, aber das muss ja nix Schlechtes sein. Und ich hoffe, dass ich im Herbst an ein paar Ideen weiterarbeiten kann, die gerade im Sommerschlaf sind.

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Wochenschnipsel 2431

Es ist kurz vor halb zehn am Morgen, ich sitze am Küchentisch, nicht wie sonst am Schreibtisch, denn heute soll Glasfaser ins Haus gelegt werden und wir haben im Büro noch keine Klingel.

Das Außenthermometer zeigt 22 Grad im Schatten. Eigentlich angenehm, aber es wird heute sicher noch um einiges wärmer.

Ich bin ja so überhaupt kein Wärmemensch. Sommer ist schön, wenn es um die 25 Grad hat. Mehr muss ich nicht haben. Ja, mal 28 Grad ist okay und ich kann es anderen auch gönnen, wenn sie die Sommertage genießen. Aber je wärmer es ist, desto langsamer werde ich im Denken und auch wenn das meist nur Leute merken, die mich gut kennen, empfinde ich es doch als anstrengend und freue mich auf den Herbst.

Ein Freund sagte mal, ich müsse in einem früheren Leben ein Polarhuhn gewesen sein. Wer weiß das schon. 😉

Letztes Wochenende hatten wir unseren traditionellen Miniurlaub im Elsass. Glücklicherweise war der Samstag eher kühl und verregnet, so dass es insgesamt gut auszuhalten war. Es war schön, alte Freunde wiederzusehen und mit ihnen zusammenzusitzen. Und wenn man mal davon absieht, dass der wilde Hund einige Eifersuchts- und Dominanzphasen hatte, die für alle Beteiligten anstrengend waren, war es doch eine sehr gute Zeit.

Und zuhause wartete dann ein Umschlag aus Finnland auf mich. Ich hatte neue Flöten bei Mauri bestellt und es gab ein kleines Geschenk dazu. Bei Gelegenheit werde ich wieder ein Video machen, aber nicht mehr diesen Monat.

Übrigens kamen die Glasfasermenschen eine halbe Stunde vor dem angekündigten Termin und sind jetzt dabei, den Hausübergabepunkt zu installieren. In einem Gewölbekeller aus dem 17. Jahrhundert kein leichtes Unterfangen, aber so ist das halt hier im alten Ortskern.

Bei den aktuellen Tagestemperaturen von über 30 Grad genieße ich unser altes Haus jedenfalls sehr.

Bis zum nächsten Mal, und danke fürs Lesen!

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Wochenschnipsel 2430

Es ist schon wieder Mittwoch und somit Zeit für meine Wochenschnipsel.

Vor einigen Tagen las ich die Frage, ob es sich überhaupt lohnen würde, etwas ins Internet zu schreiben, weil es ja doch keine Person liest, oder nur ganz wenige. Und ich dachte, ja, mag sein, dass es immer schwieriger wird, zu zeigen, dass (m)ein Blog oder (m)eine Seite da ist und dass da etwas gesagt bzw geschrieben wird. Früher hab ich regelmäßig auf Zugriffsstatistiken geschaut. Das mache ich heute nicht mehr. Nicht, dass es mir komplett egal wäre, ob Leute mein Blog lesen. Aber ich habe festgestellt, dass es mir viel zu zeitaufwändig wäre, mich a) überhaupt damit zu befassen, was ich tun müsste, um „sichtbar“ zu sein und b) das alles dann auch zu tun. Und so bleibe ich in meiner Nische und wenn nur drei Leute das hier lesen, ist das auch okay. (Hallo, Ihr drei! Oder vier? Oder viele?)

In einigen Tagen werden wir unseren traditionellen Wochenendausflug ins Elsass machen, mit unserem Oldtimer; und da gab es noch einiges vorzubereiten und zu schrauben. Der wilde Hund findet den Geruch von Getriebeöl übrigens nicht so dolle (was ich gut verstehen kann), aber wenn andere Arbeiten unter dem Fahrzeug zu erledigen sind, „hilft“ er freudig mit. Seine Hilfe besteht z.B. darin, sich auf die Matte zu legen, die sich der Mensch bereit gelegt hat, um nicht auf dem Hallenboden sitzen zu müssen, oder dem Menschen das Ohr abzulecken. Oder, was noch viel toller ist aus Hundesicht, sich nah an den Menschen ranzukuscheln, der da rumliegt und eigentlich etwas arbeiten will, und dem Menschen den Kopf auf den Bauch zu legen.

Vor einigen Tagen, genauergesagt letzten Donnerstag, habe ich endlich die Zeit gefunden, meine neue Sopilka in einem Video vorzustellen. Die Untertitel zum Video gibt’s als Text wie immer hier im Blog.

In einigen Tagen ist schon wieder August und falls Ihr denkt, dass ich das nur schreibe, um diesen Absatz wieder mit „in einigen Tagen“ beginnen zu können, seid Ihr mit diesem Gedanken auf der richtigen Fährte 😉

Im Moment habe ich (mal wieder) das Gefühl, dass ich mehr Ideen habe als Zeit, sie umzusetzen, und an manchen Tagen empfinde ich es als anstrengend, in mehr als einem Arbeitsfeld tätig zu sein, aber dann kommt wieder so ein Augenblick, in dem sich alles genau richtig anfühlt und ich freue mich über die Möglichkeiten, die ich habe, und genieße den Luxus, mir auch zwischendurch mal kleine Auszeiten nehmen zu können. Und das tue ich jetzt, indem ich mir einen frischen Kaffee hole und den kleinen alten Hund streichle und sage danke fürs Lesen und bis bald!

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