Category Archives: Musik

Wochenschnipsel 2533

Heute bin ich mit meinen (musikalischen) Wochenschnipseln etwas später dran, weil ich am Vormittag unterwegs war und Zeit an der kleinen Orgel verbracht habe. Ich wollte vor der großen Hitze wieder zurück sein und das hab ich auch geschafft.

Geschafft habe ich außerdem, das Programm für die nächsten Kuschelkissenkonzerte zu verfeinern und auch das ein oder andere für die Abendmusik im Oktober zu üben.

Ganz besonders freut mich, dass sich übers Fediverse ein weiterer Konzerttermin gefunden hat bzw. gerade in der Findungsphase ist. Das wünsche ich meinem Frollegen Stephan auch, dass seine Anfragen zu Kooperationen nicht regelmäßig ins Leere laufen. Er hat sich in einem Blogbeitrag dazu Gedanken gemacht. Lesenswert für alle, auch wenn Ihr nicht künstlerisch tätig seid!

Am Wochenende hat sich das Fediverse für mich auch von seiner hilfsbereiten Seite gezeigt. Ich hatte ein paar Fotos von einem meiner diatonischen Knopfakkordeons gepostet, das einen Anschluss für – noch wissen wir nicht, für was – nachgerüstet bekommen hatte und ich wollte wissen, ob jemand etwas dazu weiß. Ich wurde mit unheimlich vielen Reaktionen beglückt, viele Menschen haben sich Gedanken gemacht, Vorschläge wurden unterbreitet, die Frage ging um die halbe Welt. Es gibt zwar noch keine klare Antwort, aber es hat viel Spaß gemacht, ins Gespräch zu kommen. Und ich übe jetzt auch ein paar kleine Stücke, um das Instrument und ein weiteres bei Gelegenheit in einem Video vorzustellen.

Ich glaub, ich hatte hier im Blog gar nicht erzählt, wie ich zu meinen Knopfakkordeons kam. Mein erstes Pianoakkordeon (das so heißt, weil es auf der Melodieseite Tasten hat wie das Klavier) kaufte ich mir nach meiner Konfirmation. Ich wollte unbedingt Akkordeon spielen und meine Eltern hatten nichts dagegen. Also kam ein 72-bässiges Hohner zu mir. Mein damaliger Klavierlehrer wurde auch mein Akkordeonlehrer und noch vor meinem 18. Geburtstag kam ein gebrauchtes 96-bässiges Hohner ins Haus. Ich spielte in einem Akkordeonorchester und wurde vom Orchesterleiter dazu ermuntert, Akkordeon zu studieren. Nun ja. Ich mochte gut gewesen sein und im Orchester auch eine der Besten, aber durch die Aufnahmeprüfung „Nebenfach Akkordeon“ bin ich mit Pauken und Trompeten (also, mit Bassknöpfen und Registern) erstmal durchgefallen. Egal. Die Liebe zum Instrument blieb und ich nutze es gerne als „tragbare Orgel“ z.B. in Freiluftgottesdiensten.

Das ist natürlich in der Gemeinde bekannt und eines Tages kam B. und sagte, von ihrem verstorbenen Vater seien noch zwei Instrumente da, ob ich die vielleicht haben wollte. Ich fing gleich an, im Kopf zu rechnen und dachte, oh je, leisten kannste dir die im Moment ja nicht. Trotzdem sagte ich zu, sie einmal anzuschauen. Und da kamen sie, zwei diatonische Knopfakkordeons. Auf Zug und Druck unterschiedliche Töne, und Knöpfe auch auf der Melodieseite. Ans spontane Spielen war nicht zu denken. Aber ich konnte feststellen, dass die Bälge dicht waren und alles soweit funktionierte und dann sagte B.: „Meine Mutter möchte dir die Instrumente schenken. Sie sollen zu jemandem kommen, der sie lieb hat.“

Und so war ich um zwei Akkordeons reicher.

Allmählich komme ich auch dahinter, wie ich das mit den Knöpfen und den verschiedenen Tönen hinbekomme, aber so wohl, dass ich auch vor Publikum spielen würde, fühle ich mich damit noch nicht. Macht nix. Ich darf ja auch ganz für mich alleine Musik machen.

Das soll es für heute gewesen sein. Wir lesen uns spätestens nächste Woche, und für alle, die es interessiert, gibt es am Freitag den nächsten Beitrag über „Malers Hüs„, das aktuelle Album von Stephan.

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Wochenschnipsel 2532

Letzte Woche schrieb ich, dass ein Besuch im Fahrradladen geplant war und so enthalten die heutige Wochenschnipsel nicht nur ein wenig Musik, sondern vor allem Fahrrad-Geschichten.

Aber der Reihe nach.

Vor ein paar Wochen erzählte ich von der „Akkordeon-Koffer-in-Lastenrad“-Anprobe und irgendwann fiel die Entscheidung: ein Lastenrad soll den Fuhrpark erweitern. Und zwar ein Muli. Mit klappbarem Korb und Elektroantrieb. Denn wenn ich schon mein Akkordeon per Rad durch die Gegend kutschiere, dann will ich bei unseren Hügeln auch ein bisserl Luxus haben und mir Motorunterstützung gönnen.

Leider gibt es im gesamten Landkreis keinen Händler, der die Mulis anbietet. Aber in 45km Entfernung fand sich ein Laden und letzte Woche Donnerstag hatte ich dann einen Beratungstermin gebucht. Ich wusste ja, was ich wollte, und schrieb das ins Buchungsformular. Diese Info hatte der Fahrradmensch zwar nicht bekommen, aber ein passendes Rad stand bereit und nach einer kurzen Probefahrt war klar, dass es passt.

Ich hatte mich auf einige Wochen Wartezeit eingestellt, aber dann ging es doch ganz schnell. Wenn wir einen Überweisungsbeleg mitbrächten, könnten wir es am nächsten Tag abholen. Es ginge noch einmal durch die Werkstatt und stünde dann gleich bereit. Fand ich gut. Haben wir auch so gemacht.

Kurz hatte ich überlegt, ob ich mich gleich ins Abenteuer stürze und die 45km mit dem Rad nach Hause fahre, aber da die Wettervorhersage von starken Regenfällen und Gewittern sprach, hab ich mich doch nicht getraut. Auf einem noch ungewohnten Rad auf fremder Strecke wäre das bei Regen wohl keine Freude gewesen. Also wurde das Rad anderweitig transportiert. Und natürlich regnete es nur 17 Tropfen oder so.

Ich hab dann gleich mal Altglas weggebracht, das wir in einer Kiste sammeln, die perfekt in den Lastenkorb passt.

Und am Sonntag war ein Freiluftgottesdienst am Fluss geplant. Ich wollte das Akkordeon mitnehmen und eine Ukulele und eine Flöte und natürlich meine Notentasche. Eine Stunde vor Gottesdienstbeginn ein Anruf: der nächtliche Regen hat das Gelände so aufgeweicht, dass der Kirchenvorstand den Gottesdienst lieber doch in der Kirche feiern wollte. Ich wollte aber a) unbedingt mit dem neuen Rad fahren und b) mal wieder Akkordeon spielen, also verzichtete ich auf die Möglichkeit, die Orgel zu nutzen, belud mein Rad und fuhr zur Kirche.

Was soll ich sagen? Beladen fährt sich das Muli fast noch besser als leer, und ich komme sogar ohne Motor kleine Hügel hoch. Das weiß ich deshalb, weil ich mich beim ersten Anstieg auf dem Nachhauseweg erst noch wunderte, warum das alles so schwer geht und erst oben merkte, dass ich den Motor gar nicht zugeschaltet hatte!

Im Nachbardorf gibt es in Richtung Kleinstadt einen sehr langen, fiesen Hügel. Wenn ich da mit meinem Dreigang-Rad unterwegs bin, muss ich absteigen und schieben. Aber das Muli nimmt den Anstieg ohne zu Murren (wenn auch nicht mehr im „Eco“-Modus) und das macht dann schon Freude.

Ich bin gespannt, ob der nächste Freiluftgottesdienst in zwei Wochen tatsächlich draußen stattfindet. Dann will ich mal schauen, wie die Gitarre und die Ukulele in den Fahrradkorb passen.

Und bevor ich jetzt noch öfter das Wort „dann“ verwende und meine innere Perfektionistin was von „Du kannst das doch bestimmt besser“ murmelt, höre ich an dieser Stelle einfach auf, bedanke mich fürs Lesen und sage: bis bald 🙂

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Wochenschnipsel 2531

Heute bin ich müde, aber auf gute Art und Weise. Die letzte Nacht war ziemlich kurz – aber das ist halt so, wenn toller Besuch da ist. Dazu gleich noch mehr.

Letzte Woche habe ich mal wieder ein paar Flötenvideos gemacht. Bei einem habe ich auch wieder ein wenig geredet und so finden sich die Untertitel und die Übersetzung auch hier im Blog; das andere kommt ohne Wort aus – ich habe eines meiner Lieblingslieder auf meiner Sopilka gespielt. Der Instrumentenbauer, der sie gemacht hat, war sehr angetan und es ist auch wirklich ein sehr schönes Exemplar. Und, wie viele Flöten, anspruchsvoller als es vielleicht aussieht.

Und dann war es Zeit für einen Mini-Urlaub im Elsass. Am Donnerstag den Oldtimer-Laster mit allem ausgerüstet, was mitzunehmen war und von Freitag bis Montag dann unterwegs gewesen. Selbstverständlich waren die Hunde dabei und wir hatten eine nahezu stressfreie Zeit. Beide waren entspannt und fühlten sich wohl und ich war wieder einmal sehr stolz auf die Entwicklung, die bei ihnen zu sehen ist. Es war das dritte Mal im Elsass für sie (wir fahren jedes Jahr mindestens einmal hin) und das allererste Mal war noch sehr aufregend, aber diesmal war es fast wie zuhause. Selbst der kleine alte Hund wurde erst am dritten Tag ein wenig nölig, aber das war völlig okay.

Wir haben Freunde getroffen und viel gequatscht und die blaue Ukulele war auch dabei und kam zum Einsatz und ich habe meine Lieblings-Chips gekauft und jede Menge Käse und freue mich schon auf die nächste Tour.

Gestern gab es dann Fedi-Besuch und das war wirklich schön. Ich habe schon öfter die Erfahrung gemacht, dass ich mich mit Menschen, mit denen ich online gut ins Gespräch komme, auch „offline“ gut verstehe, und so war es irgendwie ganz natürlich, dass ich nicht nur zum Kaffee, sondern auch zu einer Übernachtung einlud. Da Dienstags Chorprobe ist und ich die Stimmbildung leite und das ungern ausfallen lasse, kamen die beiden auch zur Probe mit und wurden gleich gefragt, ob sie nicht jede Woche kommen wollen. Dass sie 150km einfache Strecke haben, führte nur zum Vorschlag, halt einfach jede zweite Woche da zu sein. Ich mag meinen Chor.

Jedenfalls saßen wir nach der Probe dann noch eine Weile zusammen und heute nach dem Frühstück sagten wir auf Wiedersehen. Und ich hoffe, dass es tatsächlich auch irgendwann klappt. Denn es war wirklich ganz wunderbar.

(Da ich natürlich vergessen habe zu fragen, ob ich Namen nennen darf, tue ich das jetzt nicht. Nur, falls sich eins gewundert hätte.)

Heute Nachmittag geht’s zur Orgel und morgen zum Fahrradladen, und davon werde ich in den nächsten Wochenschnipseln berichten.

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Wochenschnipsel 2530

Ich habe mir von der Schreibtischarbeit mal frei genommen, auch wenn ich für ein Kundenprojekt trotzdem jeden Tag ein bisserl was tun muss. Aber da wir dieses Jahr keinen längeren Urlaub machen, nur unseren traditionellen Kurztrip ins Elsass, nutze ich den Luxus der Selbständigkeit für ein paar Tage ganz ohne Druck und Termine.

Das führt dann schon mal zu einer spontanen Videosession in der LKW-Garage oder zu einem „Minutenvideo“ mit meiner Sopilka.

Letzte Woche haben wir Canadian Brass gehört und es war wie immer ein tolles Konzerterlebnis. Am Wochenende hatte ich frei. Kein Orgeldienst in der eigenen Gemeinde, keine Vertretungen, keine kurzfristigen Anrufe.

Einen neuen „Mitbewohner“ habe ich auch, eine wunderbar grämlich guckende Zitrone aus der Werkstatt von Evan Sky Arts. Mein Sparschwein ächzt jedes Mal, wenn ich auf die Seite gehe, weil es dort so viele tolle Kleinigkeiten gibt.

Viel mehr möchte ich heute gar nicht berichten. Der kleine alte Hund möchte Aufmerksamkeit, da werde ich mich jetzt mal kümmern. Außerdem ist die Kaffeetasse leer, und wir lesen uns ja spätestens nächste Woche wieder. In der Zwischenzeit könnt Ihr, wenn Ihr mögt, in der Beitragsreihe über das Album „Malers Hüs“ weiterlesen und Euch auf Freitag freuen, wenn der nächste Beitrag dazu erscheint.

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Video subtitles – Untertitel – garage sound

Here are the subtitles to my video where I show some of my blue instruments in my truck garage.

(Für die deutsche Übersetzung hier klicken.)

Hello and welcome to today’s video!

I’m here in a rather unusual place.

I mean, you know that I’ve made videos in church, I have made a video in my garden, I made videos in the office, next to the piano and everywhere and today I thought I was going to make a video in the garage where my 1977 Magirus Deutz truck lives.

The reason I’m doing this is because the other day my friend Peter sent me a link to a really interesting YouTube channel by a person called Fil who is analysing audio and showing how post-editing is done and also even how some performances get some live-editing and there was one example of a video with a few people singing somewhere in a garage and it turned out there was a lot of post-editing going on and the acoustics weren’t as good as people thought they would be.

So, I thought I’m going to make this video here where you can actually hear the acoustics of a real garage without me post-editing anything because I simply don’t have the time to do it.

Now, I brought, because it’s a blue truck, I brought two of my blue whistles and I’m going to play a short song for you on one of the whistles. You all know it.

[Playing „We shall overcome“ on a whistle in D major]

And because the video (by Fil) was about singing in a garage, so…

[I sing: We shall overcome.

We shall overcome.

We shall overcome one day.

Oh, deep in my heart

I do believe

That we shall overcome one day.]

And one thing: of course with a blue truck I also need my blue travel ukulele. Look at that! It fits perfectly, doesn’t it.

Now, I’m not going to go through my collection of instruments. There is actually only just one more blue instrument in my collection for the time being and I’m going to show this to you in another video.

But I just wanted to say: people, whoever you are, please feel loved, feel cherished! The world is colourful, the world is beautiful. We all need to protect each other, we need to be there for each other and don’t forget:

Love is love is love is love.

And this is why I’m wearing a rainbow again!

Thanks for watching and take care of yourselves.

Bye-bye!

—-

You can find Fil’s website here and it has a link to their YouTube Channel:

https://www.wingsofpegasus.com

Im Folgenden nun die Übersetzung der Untertitel zu meinem Video aus der LKW-Garage.

Hallo und willkommen zu meinem heutigen Video.

Ich bin hier an einem eher ungewöhnlichen Ort.

Ja, Ihr wisst, dass ich schon Videos in der Kirche gemacht habe, ich habe ein Video in meinem Garten gemacht und im Büro und neben dem Klavier und überall und heute dachte ich mir, ich mache mal ein Video in der Halle wo mein Magirus Deutz LKW von 1977 wohnt.

Der Grund, warum ich das tue: vor einer Weile schickte mir mein Freund Peter einen Link zu einem sehr interessanten YouTube-Kanal von Fil, der Tonspuren (Audio-Dateien) analysiert und zeigt, wie Post-Editing (Nachbearbeitung) gemacht wird und auch, wie manche Live-Darbietungen bearbeitet werden, während sie stattfinden. Es gab ein Beispielvideo, in dem ein paar Leute in einer Tiefgarage gesungen haben und es stellte sich heraus, dass da sehr viel nachbearbeitet wurde und dass die Akustik gar nicht so toll war, wie die Leute dachten.

Jedenfalls dachte ich, machste mal ein Video, in dem die Akustik einer echten Garage zu hören ist, ganz ohne Nachbearbeitung, weil ich dafür schlicht keine Zeit habe.

Nun, weil es ein blauer LKW ist, habe ich zwei meiner blauen Whistles (Flöten) mitgebracht und spiele jetzt ein kurzes Lied auf einer der Flöten, das Ihr alle kennt.

[Ich spiele „We shall overcome“ auf einer Flöte in D-Dur.]

Und weil es im Video (von Fil) um das Singen in einer Garage ging…

[Ich singe: We shall overcome.

We shall overcome.

We shall overcome one day.

Oh, deep in my heart

I do believe

That we shall overcome one day.]

Und noch eine Sache: mit einem blauen LKW brauche ich natürlich auch meine blaue Reise-Ukulele. Schaut Euch das an! Passt perfekt, nicht wahr.

Ich werde jetzt nicht durch meine Instrumentensammlung gehen. Tatsächlich gibt es im Moment nur ein weiteres blaues Instrument, aber das zeige ich Euch in einem anderen Video.

Aber ich wollte noch eines sagen: wer auch immer Ihr seid, fühlt Euch geliebt und wertgeschätzt! Die Welt ist bunt und schön und wir sollten uns gegenseitig beschützen und für einander da sein. Und vergesst nicht: Liebe ist Liebe ist Liebe ist Liebe. Und deshalb trage ich heute auch wieder etwas Regenbogenfarbiges!

Danke fürs Zuschauen und passt auf Euch auf. Bye-bye!

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Filed under Music, Musik

Wochenschnipsel 2529

Den ganzen Vormittag war ich schon mit Blogbeiträgen beschäftigt und hätte darüber fast die Wochenschnipsel vergessen.

Nein, natürlich vergesse ich die Wochenschnipsel nicht, keine Sorge.

Wie so oft sind die Themen für heute Musik, Hunde und Handarbeiten. Wobei, übers Handarbeiten schreibe ich gar nicht so häufig – aber diesmal möchte ich berichten, dass ich endlich ein Schultertuch fertiggestrickt habe, an dem ich sehr lange gesessen hatte. Zum Pride Month habe ich es nicht ganz geschafft (es ist regenbogenfarben), aber die Welt ist ja ganzjährig bunt, insofern passt es immer. Die Wolle hatte ich von Fuchserlei.

Der kleine alte Hund hat mal wieder eine Phase, in der er nachts zwischen halb drei und halb fünf aufwacht und feststellt, dass alle schlafen. Und irgendwie scheint ihm dann langweilig zu sein, denn er fängt an zu singen. Als Mensch musste dann aufstehen und ihn zurück in sein Körbchen schicken. Das Singen hört daraufhin auf und er schläft bis zum Morgen durch.

Der wilde Hund schafft es immer häufiger, beim Spaziergang bestimmte Hunderassen und -typen nicht mehr anzupöbeln (bei Schäferhunden fällt ihm das nach wie vor sehr schwer. Collies und Retriever gehen inzwischen aber.) und, was mich wirklich freut, er kann durch den Garten rennen, ohne die Löcher im Zaun zu suchen, und kommt auf Pfiff auch zurück. Nicht immer sofort, aber wir brauchen ja auch noch Ziele für die Zukunft 🙂

Letzten Sonntag hatte ich zwei Orgelvertretungen, wobei ein Gottesdienst im Freien stattfand und ich dort E-Piano spielte. Die Ukulele und die Sigo Tenorblockflöte kamen auch zum Einsatz und dafür bekam ich viel Lob sowohl von der Prädikantin als auch von Gottesdienstbesuchern. Und manche Komplimente freuen mich, lassen mich aber auch nachdenklich zurück – wenn Menschen sagen: „Sie haben das Lied in einem sehr guten Singtempo gespielt, nicht so wie unser normaler Organist, der ist da immer so langsam“. Ich möchte, wenn ich Vertretungen übernehme, eigentlich niemanden irgendwie schlecht dastehen lassen. Vielleicht mache ich mir aber auch zu viele Gedanken.

Ich habe ein Video mit einer Dreifach-Flöte (triple flute) von TeleTunes gemacht und nenne das Instrument nun Tripfle, weil ich mich eh immer vertippe.

Und wer es verpasst hat: seit letzten Freitag gibt es nun jeden Freitag einen Beitrag über das Album „Malers Hüs“ von Schall & Stille. Geschrieben in englischer Sprache, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Benutzt bei Bedarf das Lexikon oder das Online-Tool Eurer Wahl für eine Übersetzung, oder fragt mich 🙂

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Filed under Leben mit Hund, Musik

Wochenschnipsel 2528

Letzten Mittwoch habe ich in meinem Mini-Tagebuch notiert: „Um 13h 34°C im Schatten“ (später sagte die Anzeige dann 37°C und darüber möchte ich gar nicht weiter nachdenken.

Jetzt, um viertel vor 10, haben wir 18°C und es ist bewölkt.

Für alle, die es zwischendurch verpasst haben, hier nochmal der Hinweis auf „Wie ich fast mal zur Autorin wurde„, aufgeschrieben auf Wunsch einiger, die mich regelmäßig lesen.

Was war los in den letzten Tagen?

Ich habe für meine Nichte eine Häkelanleitung für eine Handytasche zum Umhängen geschrieben, und das kam so: ich fand in einem Woll-Laden ein Set zum Häkeln einer solchen Tasche, mit Wolle und Anleitung und dachte, das wäre was für die Nichte zum Geburtstag. Bestellt, Anleitung gelesen und erstmal mit dem Kopf geschüttelt. Ich hab die selbst erstmal gar nicht verstanden. Gut, ich stricke auch viel mehr als dass ich häkle, aber wenn eine Anleitung als „leicht“ bezeichnet wird, dann wäre meine Erwartung schon, dass ich nicht erst eine Suchmaschine anwerfen muss, um bestimmte Maschen nachzuschlagen. Aber die Wolle war schön, und so habe ich mich von verschiedenen anderen Anleitungen inspirieren lassen und eine eigene geschrieben und auch ausprobiert, ob es etwas wird. Es wurde. Die Nichte will trotzdem lieber mit mir zusammen häkeln – was auch schön ist. 🙂

Am Freitag war Sommerfest in einem meiner Chöre und ich habe den tollen Kichererbsensalat vom „Magischen Kessel“ gemacht – passt mit dem Knoblauch auf. Man erwischt schnell mal „zu viel“ davon – lecker ist es, keine Frage.

Samstag und Sonntag stand dann im Zeichen eines Sommerkonzerts mit einem Gesangverein, bei dem ich seit Jahren immer mal als Klavierbegleiterin bin und auch als Vertretung des Chorleiters. Am Samstag Generalprobe und am Sonntag Konzert. Draußen. Bei viel Wind. Glücklicherweise setzte am Sonntag der Regen erst beim allerletzten Lied ein. Es war schön und ich freue mich schon auf die nächste Zusammenarbeit mit diesem Verein – dann im Advent.

Gestern habe ich alle im Haus (und im Traktor und in sonstigen Fahrzeugen) befindlichen Verbandkästen durchgesehen. Ein DRK-Ortsverein in der Region sammelt abgelaufenes Material und obwohl ich regelmäßig nach den Sachen gucke, kam doch eine ganze Tüte zusammen. Nachschub hab ich auch schon bestellt. Immer in der Hoffnung, nichts zu brauchen. Eine Rettungsdecke und ein Paar Einmalhandschuhe hab ich in jeder größeren Handtasche, für den Fall der Fälle. Und Pflaster im Geldbeutel 🙂

Heute Nachmittag will ich endlich mal wieder zur Orgel, die habe ich in den letzten Tagen etwas vernachlässigt. Aber wie gewohnt wird es am Sonntag ein neues Video bei PeerTube geben.

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Filed under Musik, Rezepte, Sammelsurium

Wochenschnipsel 2527

Am bisher wohl heißesten Tag des Jahres sitze ich am Schreibtisch und habe es dank vorausschauender Planung hier im Neubau tatsächlich recht angenehm. Dafür bin ich unheimlich dankbar und denke an all die Menschen, denen es nicht so gut geht. Und an den Sommer 2003, der mir als „erster“ Hitzesommer in Erinnerung geblieben ist. Ich hatte damals gerade einen neuen Job in einer Kita für Kinder ab 3 Monaten angefangen und irgendwie verbrachten wir den Sommer nur im Schatten am Planschbecken, in dem die Kinder saßen, nur mit einer Schwimmwindel bekleidet. Gut, zum Essen und Schlafen sind wir ins Haus gegangen. Aber was war das anstrengend für alle!

Letzte Woche waren wir in Aschaffenburg und erlebten einen ganz tollen Abend im Hof-Kabarett mit Wolfgang Buck, einem fränkischen Liedermacher, den ich schon sehr lange kenne und sehr schätze, und Hajo Greifenstein vom Babenhäuser Pfarrerkabarett.

Und was schon länger in mir brodelte, fand am Wochenende ein Ventil in einem Protestsong, den ich mit der Ukulele aufnahm und der schon sehr viel Zuspruch bekommen hat. Danke allen, die sich das Lied angehört haben! An den Noten arbeite ich noch – hätte nicht gedacht, dass Menschen sie haben wollen, deshalb hatte ich das Lied vor der Veröffentlichung nur so grob aufgeschrieben.

Am Sonntag dann mal wieder eine Orgelvertretung. Schöne Kirche, toll klingendes Instrument, wenn auch mechanisch nicht ganz leicht zu spielen. Und es gab zweimal Applaus. Und hinterher erstaunlich viele Leute, die sich persönlich bedankt haben. Unbedingt wiederkommen soll ich. Vielleicht klappt es ja irgendwann. Das mit dem Wiederkommen höre ich bei ganz vielen Vertretungen und es freut mich. An mehreren Orten gleichzeitig sein kann ich allerdings immer noch nicht.

Den Montagvormittag habe ich dazu genutzt, eine schöne Sammlung leichter Klavierstücke von Emilie Mayer aufzunehmen. Ich glaube, ich werde daraus eine kleine Reihe machen. Es gibt nämlich unheimlich viele tolle Stücke von Komponistinnen, die für den Anfangsunterricht wunderbar sind, oder auch für leicht Fortgeschrittene, und viele Menschen kennen diese Kleinode gar nicht.

Eine meiner Kurzgeschichten (Achtung, nix für schwache Nerven) wurde von Klaus aufgenommen und kann hier angehört werden.

Der kleine alte Hund war beim Haareschneiden und hatte diesmal so gar keine Lust darauf. Dabei geht es ihm nicht nur im Sommer mit dem Kurzhaarschnitt viel besser. Aber mit fast 16 Jahren darf so ein Hund auch mal keine Lust haben.

Die Chöre gehen nun nach und nach in die Sommerpause, aber hier im Blog geht es ganz normal weiter. Spätestens mit den nächsten Wochenschnipseln. 🙂

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Ein Protestlied

Es will schon etwas heißen, wenn ich mich an einem Samstagvormittag hinsetze und ein Protestlied schreibe und aufnehme und Untertitel mache und es bei PeerTube hochlade. Es musste einfach aus mir raus.

Vor dem Text noch ein Disclaimer: alle, die mögen, dürfen das Lied singen. Aber wer es zum Training einer KI verwendet, den möge das Schicksal ereilen, an einem heißen Tag ohne Papier und mit leerem Akku im Smartphone aufm Klo eingesperrt zu sein (zu deutsch: ich widerspreche der Nutzung meiner Texte und Musik für jegliche KI-Trainingszwecke).

For a summary and information in English click here.

Jeden Morgen könnte ich mich ärgern.
Mittags und am Abend auch!
Wenn ich sehe, was da draußen los ist,
dann grummelt es ganz laut in meinem Bauch.

Ich bin es leid, wenn ich lese oder höre,
Regenbogenfahnen soll’n nicht weh’n.
Dass lieber man die Umwelt mehr zerstöre,
als sich ein Windrad anzuseh’n.

Da möchte ich als Antwort einfach singen:
bleibt weg mit eurem herzlosen Blabla!
Erst recht sollen meine Lieder klingen.
Die Welt ist für uns alle da.

Lieben, freuen, solidarisch sein,
Aufsteh’n, schreien, ihr kriegt mich nicht klein!
Lieben, freuen, solidarisch sein,
Aufsteh’n, schreien, ihr kriegt uns nicht klein!

Warum soll’n wir Flüchtlinge nicht retten?
Nur weil sie nicht saßen in ’ner Jacht?
Und ganz arg sind Erbsenbrei-Buletten!
Hat Onkel Grummel gestern erst gesagt.

Queere Menschen als Bedrohung?
Gerechtigkeit nur, wenn du weiß und reich?
Was soll denn diese törichte Verrohung?
Menschenrechte sind für alle gleich!

Da werde ich als Antwort einfach singen:
bleibt weg mit eurem herzlosen Blabla!
Erst recht sollen meine Lieder klingen.
Die Welt ist für uns alle da.

Lieben, freuen, solidarisch sein,
Aufsteh’n, schreien, ihr kriegt mich nicht klein!
Lieben, freuen, solidarisch sein,
Aufsteh’n, schreien, ihr kriegt mich nicht klein!

Ihr kriegt uns nicht klein.

Oh nein!

This is a song about how I could be annoyed and grumpy every day because of the things that are going on in the world – rainbow flags aren’t allowed, protection of the environment doesn’t seem important any more, refugees aren’t saved at sea, and vegan food is the worst anyway, says Uncle Grumple.

And I want to sing against this, to talk about human rights, to protect queerness, to be loud and stand up against all kinds of injustice and not be silenced.

Written and recorded on the 28th of June 2025. You are allowed to sing the song if you like. But if you use any parts of it, be it words or music, to train AI, you shall forever be stuck on the loo with no paper and an empty smartphone battery on a hot day (translation: my work must not be used to train AI. Not ever.)

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Wochenschnipsel 2526

Gerade hatte ich nach langem mal wieder das „Präludium in gotischem Stil“ op. 28 von Clara Faisst herausgekramt, um zu schauen, ob ich es noch kann (hm… jein) und fand es wie so oft sehr faszinierend, dass die Schwingungen der Basssaiten bei manchen Akkorden bis in die Tasten und somit in meine Fingerspitzen zu spüren sind. Was für ein tolles Gefühl, Töne so zu erleben! E-Pianos haben sicher ihre Berechtigung, aber sowas können sie einfach nicht.

Und dann guckte ich auf die Uhr und unterbrach das Klavierspiel lieber mal, um die heutigen Wochenschnipsel noch am Vormittag zu schreiben und zu veröffentlichen.

Schön, dass Du da bist und sie liest!

Ich habe mein Shortbread-Rezept versprochen. Wen das nicht interessiert, hier klicken und drüberhüpfen.

Im Grunde ist Shortbread total simpel zu machen, wenn man die 1-2-3-Formel beachtet. Ein Teil Zucker, zwei Teile Butter, drei Teile Mehl. Ich nehme sehr gerne braunen Zucker und Dinkelmehl, es geht aber auch mit anderen Mehlsorten (Vollkorn hab ich noch nicht probiert) und natürlich auch mit weißem Zucker. Die Butter sollte möglichst weich sein, damit sie sich gut verarbeiten lässt. Für Shortbread-Rundlinge 50g Zucker mit 100g Butter gut verrühren. Nach und nach 150g Mehl dazu. Dann den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche und eine dicke Stange daraus rollen, etwa 4 bis 5cm im Durchmesser. Diese Teigstange nehmen und in Frischhaltefolie gewickelt eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen. Nicht drin vergessen! Wenn der Teig zu kalt ist, bröckelt er zu stark. Je nach Ofentyp vorheizen oder auch nicht. Gebacken wird das Shortbread bei 175 Grad (Celsius). Wenn der Teig fertig geruht hat, ein wenig Zucker (da eignet sich der braune am besten) auf ein Brett streuen und den Teig darin rollen. Die Außenseite darf schön zuckrig werden. Dann in Scheiben schneiden, nicht zu dick, 5 bis 7mm sind meist gut. Ab aufs Backblech und 10 bis 15 Minuten backen. Abkühlen lassen, genießen.

Letzte Woche waren wir zweimal im Kino, beides Mal in Filmen mit Musikbezug. Den Anfang machte „Der letzte Takt“, ein isländischer Film – dass das recht skurril werden könnte, war mir vorher klar. Wie skurril es würde, damit hatte ich nicht gerechnet. Aber mich sehr amüsiert. Der andere Film war „Die leisen und die großen Töne“ aus Frankreich. Auch der hat mir gut gefallen, trotz oder vielleicht auch wegen der vielen Parallelen zu „Brassed off“ (einer meiner Lieblingsfilme, die Dialoge kann ich mitsprechen).

Das hieß natürlich „Allein-Zeit“ für die Hunde, aber sie können das recht gut. Wir haben ein kleines Ritual, wenn wir das Haus verlassen und die Hunde nicht mitkommen können, und es ist schön zu sehen, wie vor allem der wilde Hund darauf achtet, dass alles genau so gemacht wird.

Mit dem kleinen alten Hund war ich beim Tierarzt für die jährliche Impfung. Es geht ihm gut für seine fast 16 Jahre, aber natürlich müssen wir damit rechnen, dass das nicht so bleibt. Die Assistenz in der Praxis war ganz erstaunt, als ich erzählte, dass wir am Feiertag mit den Hunden in einem Lokal waren und dass sie das prima machen, denn sie meinte, dass gerade alte Hunde in fremder Umgebung oft sehr unleidig werden. Klar, unleidig sein kann der kleine alte Hund ganz hervorragend, aber wenn er weiß, dass wir da sind, geht es meist gut.

Mein Belegexemplar einer Orgelsonate von Maria Gary, die ich herausgeben durfte, ist inzwischen auch angekommen und gerne hätte ich das verlinkt, aber die Verlagsseite ist gerade nicht erreichbar. Vermutlich bastelt irgendeins dran herum.

Ein Link zum „Berceuse“ (Wiegenlied) von Hedwige Chrétien geht aber, und wer sich für den Hintergrund zum Video interessiert und Englisch liest, kann hier gucken.

Gestern Nacht tanzten Glühwürmchen in unserem Garten und ich schrieb bei Mastodon davon und war heute Morgen ganz verwundert und auch entzückt darüber, wie viele Menschen das gelesen und sich darüber gefreut haben.

So viel für heute. Bis bald hier oder woanders! 🙂

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