Category Archives: Sammelsurium

alles Mögliche

Wochenschnipsel 2605

In der Nacht vom Sonntag auf Montag hatte es geschneit – eine Seltenheit bei uns, und das Polarhuhn in mir hat sich sehr gefreut. Bis Dienstagmorgen schneite es weiter, und abends begann es dann zu regnen und regnet immer noch. Teile der weißen Pracht sind aber noch da.

Die Hunde schienen es ganz vergnüglich zu finden, ihre Schnauzen tief in den Schnee zu stecken. Was weniger vergnüglich war, vor allem für den kleinen alten Hund, war die Notwendigkeit, nach dem Spaziergang den Schnee aus dem Fell zu pulen. Der kleine alte Hund empfindet das Abgetrocknetwerden eh als Verletzung sämtlicher Hunderechte und versucht sich dem Handtuch durch Herumzappeln zu entziehen. Wenn ich es geschickt anstelle, kann ich genau dieses Herumzappeln nutzen, um ihn trocken zu rubbeln.

In den letzten Tagen sind zwei neue Lieder entstanden; eines davon ist bereits veröffentlicht. Am anderen arbeite ich noch. Die Rohfassung steht, aber vor einer Veröffentlichung muss ich noch ein wenig Ukulele üben. Denn die Begleitung, die ich haben möchte, geht mir noch nicht leicht genug von der Hand. Das macht aber nichts, denn ich habe ja kein Management oder eine Agentur hinter mir, die mich zur Eile treiben.

Am Wochenende war regionales Kirchenmusiktreffen im Dekanat. Vieles ändert sich gerade, weil Gemeinden zusammengefasst wurden im Zuge der großen Reformen, und vieles bleibt doch irgendwie gleich. Wenn sich genügend Interessierte finden, werde ich irgendwann im Frühjahr einen Akkordeon-Workshop anbieten. Das Akkordeon ist übrigens das Instrument des Jahres 2026. Und bei Gelegenheit schreibe ich auch mal mehr dazu, warum ich das Instrument so sehr mag.

Zum Schluss noch ein paar Gedanken zum Januar. Irgendwie ein ungeliebter Monat, nur noch übertroffen vom November. Es ist kalt, es ist dunkel, es ist… langweilig? Allenthalben lese ich vom Wunsch, der Frühling möge doch bitte ganz schnell und jetzt und gleich beginnen und sind denn bei euch auch schon die ersten Frühblüher zu sehen und warum dauert das denn so lange? Und auch wenn ich den Winter sehr mag, habe ich Verständnis für diesen Wunsch. Die Tage werden wieder länger, das Jahr hat angefangen und viele sind motiviert, dass etwas Neues anfängt. Also muss doch auch die Natur… aber die muss gar nix. Der Januar ist ein Wintermonat. Der Februar war das lange Zeit auch. Und Winter heißt Ruhe, Innehalten, Warten.
Am Montag schrieb ich im Fediverse davon, wie seltsam es sich anfühlt, dass draußen zentimeterdick Schnee liegt und im Angebotsblättchen vom Supermarkt Himbeeren beworben werden. Frisch. Aus Marokko. Und am Dienstag schrieb Maike P. das, was mir auch durch den Kopf geht.

Können wir kurz über Jahreszeitenfehlempfinden reden? Also die Tatsache, dass alle Welt gefühlt ab Neujahr, spätestens jetzt aber bitte Frühling will, obwohl der meteorologische Winter erst um den 21. Dezember begonnen hat? Woher kommt das?
(Vermutung: die „Ruhezeit“ des Winters – in der Natur, z.T. in der Landwirtschaft, im Jahresrhythmus – passt nicht zu den Aufbruchsappellen, Motivations- und Produktivitätsaufrufen zum Jahresbeginn.)

Ich kann absolut nachvollziehen, dass Menschen mit den „kurzen“ Tagen und dem grauen Himmel, den wir im Winter oft haben, Probleme haben. Ich selbst leide eher im Sommer, weil ich mit hohen Temperaturen nicht so gut klar komme. Alles verständlich. Und dennoch. Damit wir den Frühling wirklich genießen können, braucht die Natur ihre Auszeit. Je kürzer der Winter, desto schwieriger für manche Pflanzen und auch für manche Tiere. Vielleicht hilft es, sich das immer mal vor Augen zu führen.

Mein Januar war durchwachsen, was Aktivitäten angeht. In einigen Bereichen war schon viel los, in anderen eher wenig. Ich freue mich jedenfalls, wenn es mal ruhiger ist und wenn tatsächlich „nichts“ zu tun ist. Der Garten ruft noch früh genug. Und die Pollen ebenfalls.

Danke fürs Lesen!


2 Comments

Filed under Leben mit Hund, Musik, Sammelsurium

Wochenschnipsel 2604

Letzte Woche war ganz schön was los hier im Blog (und im Fediverse). Mein kleiner Rant wurde im Fedi weit mehr als 100 Mal geteilt und es gab viele Kommentare. Fast alle waren respektvoll und interessanterweise gab es nur zwei, die mir erklärt haben, dass ich falsch liege und ich habe beiden nicht geantwortet.

Im direkten Gespräch ist das mit dem Ignorieren nicht immer so einfach. Am Wochenende wurde mir beschieden, ich sei alt, weil ich nicht bei Instagram bin, denn die jungen Leute seien alle dort und deshalb sei das eine ganz wichtige Plattform. Die alten Leute seien eher bei Facebook. Da bin ich allerdings auch nicht. In einer Gruppe Menschen, in der ich die einzige bin, die keinen Meta-Dienst nutzt, falle ich doch ziemlich auf. Aber das ist okay, damit kann ich leben.

Heute habe ich einen Geburtstagsgruß an einen Menschen geschrieben, den ich damals bei Twitter kennengelernt hatte. Inzwischen schreiben wir uns nur noch ab und zu eine Mail. Aber ich habe festgestellt, dass ich Twitter inzwischen überhaupt nicht mehr vermisse. Ja, einzelne Leute schon, doch selbst wenn die Plattform noch die wäre, die sie einmal war, wäre es auch dazu gekommen, dass der Kontakt zu dem einen oder anderen Menschen abreißt.

Umso schöner sind die kleinen Begegnungen, online wie offline.

Wie wunderbar dieser menschliche Kontakt außerhalb aller Algorithmen ist, zeigt gerade das neue Album von Stephan, das weder online erhältlich ist noch gekauft werden kann. Ja, richtig gelesen. Wer wissen möchte, wie es dennoch zu den Menschen kommt, kann hier klicken. Das Album heißt passenderweise „Strategies against Algorithms“ und lohnt sich für alle, die echte, handgemachte Musik und kritische Texte ebenso wie Poesie mögen. Die anderen Alben von Stephan sind „wie gewohnt“ auch zum Download zu haben und über „Malers Hüs“ habe ich letztes Jahr eine Reihe von Beiträgen geschrieben.

Ich mache jetzt mit meiner Schreibtischarbeit weiter und bedanke mich fürs Lesen.

Leave a Comment

Filed under Musik, Sammelsurium

WochenSchnipsel 2603

Es fühlt sich immer noch komisch an, 2026 zu tippen statt 2025, aber ich werde mich sicher daran gewöhnen, wie jedes Jahr. Und nächstes Jahr Mitte Januar dann vielleicht ähnliches schreiben über 2027. Wer weiß.

Momentan verbringe ich sehr viel Zeit mit Vereinsangelegenheiten. Ich wurde ja im November in den geschäftsführenden Vorstand eines e.V. gewählt und arbeite mich allmählich in meine neue Rolle ein. So wie ich es im Augenblick sehe, wird es noch eine ganze Weile dauern, bis sich da alles zurechtgerüttelt hat. Ich muss aufpassen, dass ich nicht andere Themen vernachlässige. Stecke also mittendrin in diesem Lern- und Neu-Ausbalancier-Prozess. Das ist mal spannend und mal sehr, sehr nervig.

Ansonsten ist alles wie immer, am Sonntag wurde georgelt, es gibt die täglichen Hundespaziergänge (morgens fast immer ohne den kleinen alten Hund) und seit dieser Woche auch wieder Chorproben und Stimmbildungs-Sessions; nur bei meinen Beratungsprojekten ist noch Winterpause und es wird sich zeigen, wie sie sich dann entwickeln.

Der Schnee wurde inzwischen nahezu vollständig vom Regen weggewaschen. Der Boden ist nicht mehr gefroren, zumindest nicht in den obersten Schichten und so wird ein Gang über die Wiesenwege zur Schlammschlacht. Dafür radelt es sich wieder besser.

Hier liegt gerade die neue Ausgabe des Magazins „Neue Narrative“, das ich sehr gerne lese; eine Doppelseite beginnt mit den Worten „Wir haben euch auf unseren Socials gefragt (…)“ und ich frage mich, warum ein Magazin, das sich so sehr auf „neues“ Arbeiten und Gemeinwohl fokussiert, eigentlich nicht im Fediverse vertreten ist. Ja, ich weiß, ich sollte nicht mich fragen, sondern die Redaktion und falls ich es tue und eine Antwort bekomme, werde ich hier berichten.

Danke fürs Lesen und bis bald!

Leave a Comment

Filed under Sammelsurium

Wochenschnipsel 2601 und 2602

Die ersten Wochenschnipsel im Jahr 2026! Wer sich über den Titel wundert – ich gehe immer nach den Kalenderwochen, und da haben wir tatsächlich schon die zweite, und damit ich nicht durcheinander komme, gibt es die doppelte Zählung.

Ich hoffe, alle, die das hier lesen, sind gut ins neue Jahr gekommen. Hatte ich letzte Woche noch darüber geschrieben, wie schwierig es manchmal sein kann, mit der aktuellen Weltenlage klar zu kommen, könnte ich diese Woche einen drauf setzen und sagen, herrjemine, es wird ja nur schlimmer statt besser. Aber das würde mich nicht weiterbringen und euch auch nicht und deshalb belasse ich es dabei.

Der Jahreswechsel bei uns war ruhig, die Hunde haben die Böllerei verschlafen und in unserem Dorf war auch nicht sooo viel los.

Mein erster Sonntag brachte gleich zwei Vertretungsdienste; eine Orgel kannte ich noch nicht, an der anderen hatte ich schon mehrmals gespielt. Es hat Spaß gemacht, wieder ein neues Instrument zu entdecken und ich war einmal mehr froh, dass ich viel Erfahrung mit kleinen historischen Orgeln habe, denn auf Ergonomie wurde früher selten geachtet und als Anfängerin wäre ich mit diesem Instrument nicht ohne weiteres zurechtgekommen. Die Ukulele kam auch wieder zum Einsatz und es gab dazu nur positive Rückmeldungen.

Gestern hatte ich einen weiteren Vertretungsdienst und auch das war schön und auch da wurde ich gefragt, ob ich einmal wiederkomme.

Wie immer habe ich Werke von Komponistinnen gespielt und werde das auch am kommenden Sonntag tun.

Seit zwei Tagen haben wir Schnee und auch wenn es nicht viel ist, sieht es doch schön aus. Allerdings waren die Hunde beide unglücklich über die Salzlake auf den Straßen. Der wilde Hund lässt sich zwischendurch die Pfoten mit einem Tuch abwischen, weil er weiß, dass ihm das gut tut. Der kleine alte Hund fällt in lange geübte Verhaltensweisen zurück und schnappt, wenn der Mensch an die Pfoten fassen will. Das macht das Ganze natürlich nicht gerade leicht, aber da müssen wir jetzt durch. Ich versuche immer, Wege zu laufen, die nicht gestreut werden. Das funktioniert glücklicherweise auch einigermaßen. Und irgendwann taut es eh wieder.

Pläne für dieses Jahr habe ich übrigens keine. Außer, dass ich das weitermachen möchte, was ich bereits regelmäßig tue. Orgel spielen, Videos aufnehmen, Konzerte vorbereiten, bloggen, komponieren… das genügt für die meisten Wochen sowieso 😉

Danke fürs Lesen und auf ein gutes Jahr!

Leave a Comment

Filed under Leben mit Hund, Musik, Sammelsurium

Jahresrückblick statt Wochenschnipsel

Es ist Mittwoch, und da gibt es normalerweise meine Wochenschnipsel, aber gleichzeitig ist mit dem 31. Dezember der letzte Tag des Jahrs 2025 und so dachte ich mir, ich schaue mir einfach nochmal das Jahr an.

Wenn ich von anderen höre oder lese, wie ihr Jahr 2025 war („eher so meh“ ist noch die harmloseste Variante, bis hin zu „geh mir weg mit dem Mist!“), traue ich mich kaum zu sagen, dass bei mir eigentlich alles ganz gut ist.

Klar, die große Welt macht mir auch Kopf- und Herzweh. Ich sehe mit Sorge auf Entwicklungen, die unsere Freiheit und die Demokratie und das, was wir uns erkämpft haben an Rechten für Frauen und für queere Menschen, bedrohen und die Klimakrise scheint auch immer weiter an Fahrt aufzunehmen und da kann einer schon Angst und Bange werden. Aber ich bin nicht handlungsfähig, wenn ich mich von den großen Themen vereinnahmen und zur Starre erschrecken lasse und deshalb möchte ich mich auf das konzentrieren, das ich beeinflussen und vielleicht sogar ein Stückweit zum Guten verändern kann.

Dazu gehört, dass ich dieses Jahr noch mehr Rad gefahren bin als sonst, weil im Sommer mein Muli (Lastenrad) eingezogen ist, das mir unheimlich viel Freude macht und einige Autofahrten überflüssig machte.
Dazu gehört, dass ich im August beim allerersten CSD in Friedberg (Hessen) dabei war und dass die Veranstaltung so unheimlich schön und bunt war und zeigte, dass wir, die wir Vielfalt wollen und schätzen, eben nicht ganz alleine sind. Und ich habe mir den Termin fürs nächste Jahr schon in den Kalender geschrieben.
Dazu gehört, dass ich mich musikalisch für alle einsetze, die im „großen“ Konzertbetrieb vielleicht nicht so oft gehört werden.
Dazu gehört, dass ich viele meiner eigenen Kompositionen frei zur Verfügung stelle (zur Erbauung von Menschen, nicht zum Training von irgendwelchen Tools!!!).
Dazu gehört, dass ich noch bewusster einkaufe (vor allem regional) und dass wir immer öfter vegan kochen.
Dazu gehört, dass ich eine neue Aufgabe in einem Verein übernommen habe, die mich zeitlich und fachlich fordert, die mir aber sehr wichtig ist.

Und einiges mehr.

Musikalisch war 2025 ein sehr reiches Jahr und ich habe unheimlich viel erlebt und bin an einigen Herausforderungen ordentlich gewachsen.

Ich bin sehr dankbar für Begegnungen und neue Bekanntschaften, für die Gelegenheiten, tolle Instrumente zu spielen, für geruhsame Stunden mit Büchern oder Strickzeug, für Erlebnisse mit den Hunden, für kleine Auszeiten im Garten, für alle, die meine Videos im Fediverse anschauen/anhören und manchmal auch kommentieren, und für viel mehr als ich hier auflisten kann.

Und natürlich sage ich allen „Danke!“, die mein Blog hier lesen. Ich freue mich aufs nächste Jahr!

Leave a Comment

Filed under Sammelsurium

Wochenschnipsel 2548: Innehalten

Die letzten Wochenschnipsel im November. Das ist ein Monat, der nicht viele Freunde hat, wenn ich mich so im Bekanntenkreis umhöre oder auch im Fediverse lese. Zu dunkel, zu nass, zu grau, zu kalt, zu neblig, zu was-auch-immer. Und dann auch noch Allerheiligen und Allerseelen und der Volkstrauertag und der Totensonntag, der mancherorts Ewigkeitssonntag heißt, das wirft Fragen auf und für manche auch unangenehme Gefühle. Es gab auch Zeiten, da gab es im November einen Feiertag, der Buß- und Bettag. Vielen ist dieser Tag sehr fremd (geworden), aber auch wenn es kein Feiertag mehr ist, gibt es den Tag noch. Und auch dieser Tag kann hitzige Diskussionen über dieses und jenes auslösen. Manchmal habe ich den Eindruck, dass einige diese Diskussionen brauchen, vielleicht, um etwas gegen ihre kalten Füße zu tun.

Ich mag den November. Ich bin gerne draußen, bei jedem Wetter, und ich finde graue, neblige Tage eher beruhigend als beklemmend. Während ich diese Zeilen hier tippe, spitzt die Sonne durch die Wolken, als ob sie sagen wollte, ich bin schon noch da, macht euch keine Sorgen.

Ich mag den November auch zum Innehalten. Und mein Eindruck ist, dass das oft viel zu kurz kommt. Da wird durch die Zeit galoppiert, eben noch Halloween-Party gefeiert, dann gleich auf den Wintermarkt, mit Glühwein gegen die Dunkelheit, einkaufen nicht vergessen, denn überall gibt es ja Rabatte, und zack, schon ist der Dezember da und mit ihm kommen die Weihnachtsfeiern und der Wintermarkt heißt Weihnachtsmarkt und wird glücklicherweise nicht mehr durch stille Feiertage unterbrochen, also immer weiter und voran. Wer hier Ironie herausliest: ja, ich schreibe das mit kritischem Blick. Ich finde, dass wir die Zeit brauchen, einfach mal „nichts“ zu tun, einfach mal nur zu sein, und vielleicht auch den ein oder anderen unbequemen Gedanken zuzulassen. Damit meine ich nicht, dass diejenigen, die Depressionen haben, diese aushalten müssten! Nein, wer ernstliche Probleme hat, soll Hilfe finden und nicht unter der dunklen, schweren Decke keine Luft mehr bekommen.

Wer mich und meine Aktivitäten kennt, fragt sich vielleicht, wie ich bei all diesen Themen Zeit zum Innehalten finde. Und ich gebe zu, es ist nicht immer so einfach, wie ich es gerne hätte. Aber ich finde immer wieder ruhige Momente und genieße diese.

Gestern wurden meine Pläne kräftig durcheinander gewirbelt durch eine Entwicklung in einem meiner Arbeitsgebiete, die so nicht absehbar war und jetzt viel zusätzliche Arbeit bereitet, aber es wird sich eine Lösung finden und nachdem ich einmal drüber geschlafen und mit verschiedenen Menschen gesprochen habe, rüttelt es sich auch schon langsam wieder zurecht. Oder findet zumindest die richtige Richtung.

Und damit sage ich danke fürs Lesen und wünsche einen geruhsamen Tag!

Leave a Comment

Filed under Sammelsurium

Wochenschnipsel 2539

Was für eine Woche! Jede Menge Termine, und heute tagsüber auch, so dass die Wochenschnipsel viel später kommen als gewohnt. Aber noch ist Mittwoch, und ich liege absolut im Zeitplan 🙂

Ich durfte außer der Reihe einige Chorproben leiten, als Urlaubsvertretung des eigentlichen Chorleiters, und das hat viel Spaß gemacht. In einem der Chöre war eine Sängerin, die eine Weile pausiert hatte und jetzt wieder mitsingt und sie kam nach der Probe zu mir und sagte, sie hätte sich sehr gefreut, mich wiederzusehen, weil ihr die Arbeit mit mir früher schon so viel Freude gemacht hatte. Das war schön.

Am Wochenende war ich in Frankfurt im Archiv. Wir Vorstandsfrauen treffen uns zweimal im Jahr dort, um über verschiedene Themen zu sprechen. Ein intensiver Tag. Wir haben viel geschafft und ich bin dankbar, mit so wunderbaren Menschen arbeiten zu dürfen.

Ich probiere momentan beim Stricken verschiedene Sockenvarianten aus, vor allem Socken ohne Ferse. Da gibt es echt lustige Muster und es ist interessant zu sehen, wie gut (oder in manchen Fällen auch weniger gut) sie dann am Fuß passen.

Gestern war ich mit dem wilden Hund Fahrrad fahren. Also, ich fuhr Fahrrad und er lief nebenher. Er muss das in seinem früheren Zuhause schon einmal gemacht haben, denn nach einem holprigen Anfang funktionierte das super und er trabte total entspannt und locker an der Leine. Und ich glaube, das Vergnügen war nicht nur meinerseits.
Heute regnet es allerdings und so gehen wir gleich „nur“ unsere übliche Spazierrunde und das Rad bleibt im Schuppen.

Soweit die Wochenschnipsel für heute. Danke fürs Lesen!

Leave a Comment

Filed under Leben mit Hund, Musik, Sammelsurium

Wochenschnipsel 2531

Heute bin ich müde, aber auf gute Art und Weise. Die letzte Nacht war ziemlich kurz – aber das ist halt so, wenn toller Besuch da ist. Dazu gleich noch mehr.

Letzte Woche habe ich mal wieder ein paar Flötenvideos gemacht. Bei einem habe ich auch wieder ein wenig geredet und so finden sich die Untertitel und die Übersetzung auch hier im Blog; das andere kommt ohne Wort aus – ich habe eines meiner Lieblingslieder auf meiner Sopilka gespielt. Der Instrumentenbauer, der sie gemacht hat, war sehr angetan und es ist auch wirklich ein sehr schönes Exemplar. Und, wie viele Flöten, anspruchsvoller als es vielleicht aussieht.

Und dann war es Zeit für einen Mini-Urlaub im Elsass. Am Donnerstag den Oldtimer-Laster mit allem ausgerüstet, was mitzunehmen war und von Freitag bis Montag dann unterwegs gewesen. Selbstverständlich waren die Hunde dabei und wir hatten eine nahezu stressfreie Zeit. Beide waren entspannt und fühlten sich wohl und ich war wieder einmal sehr stolz auf die Entwicklung, die bei ihnen zu sehen ist. Es war das dritte Mal im Elsass für sie (wir fahren jedes Jahr mindestens einmal hin) und das allererste Mal war noch sehr aufregend, aber diesmal war es fast wie zuhause. Selbst der kleine alte Hund wurde erst am dritten Tag ein wenig nölig, aber das war völlig okay.

Wir haben Freunde getroffen und viel gequatscht und die blaue Ukulele war auch dabei und kam zum Einsatz und ich habe meine Lieblings-Chips gekauft und jede Menge Käse und freue mich schon auf die nächste Tour.

Gestern gab es dann Fedi-Besuch und das war wirklich schön. Ich habe schon öfter die Erfahrung gemacht, dass ich mich mit Menschen, mit denen ich online gut ins Gespräch komme, auch „offline“ gut verstehe, und so war es irgendwie ganz natürlich, dass ich nicht nur zum Kaffee, sondern auch zu einer Übernachtung einlud. Da Dienstags Chorprobe ist und ich die Stimmbildung leite und das ungern ausfallen lasse, kamen die beiden auch zur Probe mit und wurden gleich gefragt, ob sie nicht jede Woche kommen wollen. Dass sie 150km einfache Strecke haben, führte nur zum Vorschlag, halt einfach jede zweite Woche da zu sein. Ich mag meinen Chor.

Jedenfalls saßen wir nach der Probe dann noch eine Weile zusammen und heute nach dem Frühstück sagten wir auf Wiedersehen. Und ich hoffe, dass es tatsächlich auch irgendwann klappt. Denn es war wirklich ganz wunderbar.

(Da ich natürlich vergessen habe zu fragen, ob ich Namen nennen darf, tue ich das jetzt nicht. Nur, falls sich eins gewundert hätte.)

Heute Nachmittag geht’s zur Orgel und morgen zum Fahrradladen, und davon werde ich in den nächsten Wochenschnipseln berichten.

Leave a Comment

Filed under Leben mit Hund, Musik, Sammelsurium

Wochenschnipsel 2528

Letzten Mittwoch habe ich in meinem Mini-Tagebuch notiert: „Um 13h 34°C im Schatten“ (später sagte die Anzeige dann 37°C und darüber möchte ich gar nicht weiter nachdenken.

Jetzt, um viertel vor 10, haben wir 18°C und es ist bewölkt.

Für alle, die es zwischendurch verpasst haben, hier nochmal der Hinweis auf „Wie ich fast mal zur Autorin wurde„, aufgeschrieben auf Wunsch einiger, die mich regelmäßig lesen.

Was war los in den letzten Tagen?

Ich habe für meine Nichte eine Häkelanleitung für eine Handytasche zum Umhängen geschrieben, und das kam so: ich fand in einem Woll-Laden ein Set zum Häkeln einer solchen Tasche, mit Wolle und Anleitung und dachte, das wäre was für die Nichte zum Geburtstag. Bestellt, Anleitung gelesen und erstmal mit dem Kopf geschüttelt. Ich hab die selbst erstmal gar nicht verstanden. Gut, ich stricke auch viel mehr als dass ich häkle, aber wenn eine Anleitung als „leicht“ bezeichnet wird, dann wäre meine Erwartung schon, dass ich nicht erst eine Suchmaschine anwerfen muss, um bestimmte Maschen nachzuschlagen. Aber die Wolle war schön, und so habe ich mich von verschiedenen anderen Anleitungen inspirieren lassen und eine eigene geschrieben und auch ausprobiert, ob es etwas wird. Es wurde. Die Nichte will trotzdem lieber mit mir zusammen häkeln – was auch schön ist. 🙂

Am Freitag war Sommerfest in einem meiner Chöre und ich habe den tollen Kichererbsensalat vom „Magischen Kessel“ gemacht – passt mit dem Knoblauch auf. Man erwischt schnell mal „zu viel“ davon – lecker ist es, keine Frage.

Samstag und Sonntag stand dann im Zeichen eines Sommerkonzerts mit einem Gesangverein, bei dem ich seit Jahren immer mal als Klavierbegleiterin bin und auch als Vertretung des Chorleiters. Am Samstag Generalprobe und am Sonntag Konzert. Draußen. Bei viel Wind. Glücklicherweise setzte am Sonntag der Regen erst beim allerletzten Lied ein. Es war schön und ich freue mich schon auf die nächste Zusammenarbeit mit diesem Verein – dann im Advent.

Gestern habe ich alle im Haus (und im Traktor und in sonstigen Fahrzeugen) befindlichen Verbandkästen durchgesehen. Ein DRK-Ortsverein in der Region sammelt abgelaufenes Material und obwohl ich regelmäßig nach den Sachen gucke, kam doch eine ganze Tüte zusammen. Nachschub hab ich auch schon bestellt. Immer in der Hoffnung, nichts zu brauchen. Eine Rettungsdecke und ein Paar Einmalhandschuhe hab ich in jeder größeren Handtasche, für den Fall der Fälle. Und Pflaster im Geldbeutel 🙂

Heute Nachmittag will ich endlich mal wieder zur Orgel, die habe ich in den letzten Tagen etwas vernachlässigt. Aber wie gewohnt wird es am Sonntag ein neues Video bei PeerTube geben.

Leave a Comment

Filed under Musik, Rezepte, Sammelsurium

Wochenschnipsel 2523

Der wilde Hund liegt neben mir hier im Büro und schläft. Draußen regnet es schöne lange Bindfäden und wenn ich diesen Beitrag fertig getippt habe, werde ich Briefe beantworten. Ja, so richtig mit Papier und Tinte und Briefmarke. Briefe schreiben ist seit vielen Jahren ein Hobby von mir und ich habe einige sehr fleißige Brieffreundinnen, mit denen ich mich zu allen möglichen Themen austausche. Tatsächlich gibt es auch Menschen, die ich online kennengelernt habe, mit denen ich inzwischen auch regelmäßig per Brief korrespondiere.

Letzte Woche war Feiertag, Christi Himmelfahrt, und ich habe „Orgelvertretung“ bei einem Freiluftgottesdienst gehabt – ohne Orgel, aber mit Stagepiano. Ein etwas in die Jahre gekommenes Roland FP 80 war es, aber ich habe mich wohl wacker genug geschlagen, denn hinterher kam ein Mensch und sagte, mein Klavierspiel sei „so professionell“ gewesen. Da an diesem Tag gleichzeitig auch Traktortreffen war, bin ich kurzerhand mit dem Traktor zur kirchenmusikalischen Arbeit gefahren und das wurde im Gottesdienst bei den Bekanntmachungen dann auch erwähnt und es gab Applaus dafür.

Da wir ein in Hessen doch nur selten auftretendes Exemplar haben, durfte ich im Laufe des Tages einige Fragen zu unserem Traktor beantworten. Dass ich den nur fahre, um „um jeden Preis aufzufallen“, wie ein Mensch vermutete, ist allerdings nicht richtig.

Ich habe ein neues „Platz für alles mögliche“-Notizbuch begonnen und gleich mal ein Gedicht geschrieben und zwei Ukulele-Lieder. Die werde ich wahrscheinlich irgendwann veröffentlichen. Das Gedicht wohl nicht.

Am Wochenende hatte ich frei. Das war auch mal schön, zumal mit Pfingsten ja gleich wieder mehrere Dienste anstehen.

Wer es verpasst hat, vor ein paar Tagen habe ich über die Buchreihe „Die Abartigen“ von Sascha Raubal geschrieben und freue mich schon sehr auf das nächste Buch aus Saschas Feder.

Soweit die Wochenschnipsel für heute – wir lesen uns spätestens nächste Woche wieder!

Leave a Comment

Filed under Landleben, Sammelsurium