Wie ich fast mal zur Autorin wurde

Einige haben sich gewünscht, dass ich diese Geschichte einmal aufschreibe.

Meine ersten Schreibversuche liegen lange zurück und ich habe darüber tatsächlich auch schon einmal gebloggt.

Ein Bücherwurm, eine Leseratte, eine Ständig-hat-sie-ihre-Nase-in-einem-Buch war ich schon früh. Und eines Tages begann ich, Geschichten aufzuschreiben. Denn ich dachte, wenn ich gerne lese, könnte ich es ja auch mal mit dem Schreiben probieren.

Ich will diese Geschichte nicht noch einmal erzählen, Ihr könnt sie ja nachlesen, aber meine Schreibaktivitäten bekamen damals einen ordentlichen Dämpfer.

Irgendwie losgelassen hat mich das Thema trotz allem nie. In den letzten Jahren am Gymnasium schrieb ich einige Kurzgeschichten, die sogar Lob von meiner Deutschlehrerin bekamen. Im Studium folgten weitere Geschichten, die Ihr auch hier im Blog lesen könnt oder bei Klausgesprochen anhören.

Außerdem schrieb ich irgendwann auch Gedichte, aber die sind mir heute fast ein wenig peinlich in ihrer Rührseligkeit, denn ich war unglücklich verliebt und schrieb das auch noch auf.

Jetzt will ich aber endlich mal zur Überschrift dieses Beitrags kommen.

Mitte der 1990er rief ein großer deutscher Verlag zu einem Schreibwettbewerb auf. Damals waren die Bücher von Hera Lind (erinnert sich noch eins daran?) groß in Mode und allenthalben hieß es „in jeder Frau steckt ein Buch“. Und der Verlag suchte Autorinnen und Manuskripte für Frauengeschichten.

Also setzte ich mich an die Schreibmaschine (jaha! Elektrisch, aber ohne Firefanz. Meinen Computer kaufte ich glaub ich erst etwas später.) und schrieb. 251 Seiten. Eine romantische Liebesgeschichte. Natürlich kam auch ein Hund vor.
Eingeschickt und gewartet.
Dann ein Brief.
Vielen Dank, sehr interessiert gelesen, leider nicht in die engere Wahl für den Wettbewerb.
Aber (!)
Wir wollen prüfen, ob wir das Werk in einem anderen Bereich des Hauses veröffentlichen.

Da schwebte ich ganz kurz wie auf Wolken und dachte, hey, cool, dann drückste künftig häufiger die Tasten der Schreibmaschine und nicht nur die an Klavier und Orgel.

Nun ja. Irgendwann kam doch die Absage und das Manuskript in die Schublade.

Ich habe es aber noch. Irgendwo. Und ich machte mir später sogar die Mühe, es am Computer abzutippen.

Nein, Ihr dürft es nicht lesen. Es ist inzwischen reichlich aus der Zeit gefallen und bedürfte einer längeren und intensiven Überarbeitung. Nur: als Autorin von „Frauengeschichten“ möchte ich mich sowieso nicht sehen und es gibt noch so viele Blogbeiträge, die geschrieben werden wollen. Sowohl hier als auch auf meinem „offiziellen“ Musikerinnen-Blog.

Während ich das hier tippe, fällt mir ein, dass ich auch mal ein Theaterstück geschrieben habe. Mit der Hand! Ich muss das mal suchen. Ich hatte es für die Schultheatergruppe gedacht, aber irgendwie war das Abi doch wichtiger und der die Theatergruppe betreuende Lehrer bekam den Entwurf gar nicht zu lesen.

Was ich immer noch gerne mache: Ideen aufschreiben. Ich liebe Notizbücher und habe viele. Und blättere auch gerne mal in den älteren Exemplaren und schwelge in Erinnerungen oder amüsiere mich über mich selbst.

Was ich auch immer noch gerne mache: bloggen. Tagebuch schreiben. Briefe schreiben. Lieder dichten.

Und was ich mindestens genauso gern mache und oft auch lieber: Bücher lesen.

An dieser Stelle mein tief empfundener Dank an alle, die schreiben und veröffentlichen! Ihr seid wichtig und ich möchte Euch nicht missen.

Und ich danke allen, die mein Blog lesen. Auch Euch möchte ich nicht missen und freue mich jetzt schon aufs Wiederlesen.

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Filed under Damals, Geschichten

Wochenschnipsel 2527

Am bisher wohl heißesten Tag des Jahres sitze ich am Schreibtisch und habe es dank vorausschauender Planung hier im Neubau tatsächlich recht angenehm. Dafür bin ich unheimlich dankbar und denke an all die Menschen, denen es nicht so gut geht. Und an den Sommer 2003, der mir als „erster“ Hitzesommer in Erinnerung geblieben ist. Ich hatte damals gerade einen neuen Job in einer Kita für Kinder ab 3 Monaten angefangen und irgendwie verbrachten wir den Sommer nur im Schatten am Planschbecken, in dem die Kinder saßen, nur mit einer Schwimmwindel bekleidet. Gut, zum Essen und Schlafen sind wir ins Haus gegangen. Aber was war das anstrengend für alle!

Letzte Woche waren wir in Aschaffenburg und erlebten einen ganz tollen Abend im Hof-Kabarett mit Wolfgang Buck, einem fränkischen Liedermacher, den ich schon sehr lange kenne und sehr schätze, und Hajo Greifenstein vom Babenhäuser Pfarrerkabarett.

Und was schon länger in mir brodelte, fand am Wochenende ein Ventil in einem Protestsong, den ich mit der Ukulele aufnahm und der schon sehr viel Zuspruch bekommen hat. Danke allen, die sich das Lied angehört haben! An den Noten arbeite ich noch – hätte nicht gedacht, dass Menschen sie haben wollen, deshalb hatte ich das Lied vor der Veröffentlichung nur so grob aufgeschrieben.

Am Sonntag dann mal wieder eine Orgelvertretung. Schöne Kirche, toll klingendes Instrument, wenn auch mechanisch nicht ganz leicht zu spielen. Und es gab zweimal Applaus. Und hinterher erstaunlich viele Leute, die sich persönlich bedankt haben. Unbedingt wiederkommen soll ich. Vielleicht klappt es ja irgendwann. Das mit dem Wiederkommen höre ich bei ganz vielen Vertretungen und es freut mich. An mehreren Orten gleichzeitig sein kann ich allerdings immer noch nicht.

Den Montagvormittag habe ich dazu genutzt, eine schöne Sammlung leichter Klavierstücke von Emilie Mayer aufzunehmen. Ich glaube, ich werde daraus eine kleine Reihe machen. Es gibt nämlich unheimlich viele tolle Stücke von Komponistinnen, die für den Anfangsunterricht wunderbar sind, oder auch für leicht Fortgeschrittene, und viele Menschen kennen diese Kleinode gar nicht.

Eine meiner Kurzgeschichten (Achtung, nix für schwache Nerven) wurde von Klaus aufgenommen und kann hier angehört werden.

Der kleine alte Hund war beim Haareschneiden und hatte diesmal so gar keine Lust darauf. Dabei geht es ihm nicht nur im Sommer mit dem Kurzhaarschnitt viel besser. Aber mit fast 16 Jahren darf so ein Hund auch mal keine Lust haben.

Die Chöre gehen nun nach und nach in die Sommerpause, aber hier im Blog geht es ganz normal weiter. Spätestens mit den nächsten Wochenschnipseln. 🙂

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Meine Geschichte vom Regenschirm gelesen von Klaus

Der wunderbare Klaus Neubauer hat meine Kurzgeschichte „Der Regenschirm“ für seinen Kurzgeschichten-Podcast aufgenommen und ich bin begeistert – und habe mich tatsächlich kurz mal gegruselt, obwohl ich ja genau weiß, worum es in der Geschichte geht.

Klaus liest sie einfach so gut, und Ihr solltet Euch das anhören.

Ich durfte auch ein einleitendes Stück Musik beisteuern und habe eine alte walisische Melodie auf der Tenorblockflöte gespielt.

Klaus hatte übrigens auch schon einmal eine meiner Geschichten für seinen Podcast ausgesucht und wer sich beim Regenschirm noch nicht ausreichend gefürchtet hat, kann mit dem Liebesbrief gleich weitermachen. Oder eine der vielen anderen tollen Geschichten hören, die es bei Klaus gibt. Den Liebesbrief zum Lesen gibt es hier.

Und wenn ich jetzt sage, dass ich eigentlich ganz harmlos bin und nett, glaubt mir das vermutlich eh keins 😉

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Filed under Geschichten

Ein Protestlied

Es will schon etwas heißen, wenn ich mich an einem Samstagvormittag hinsetze und ein Protestlied schreibe und aufnehme und Untertitel mache und es bei PeerTube hochlade. Es musste einfach aus mir raus.

Vor dem Text noch ein Disclaimer: alle, die mögen, dürfen das Lied singen. Aber wer es zum Training einer KI verwendet, den möge das Schicksal ereilen, an einem heißen Tag ohne Papier und mit leerem Akku im Smartphone aufm Klo eingesperrt zu sein (zu deutsch: ich widerspreche der Nutzung meiner Texte und Musik für jegliche KI-Trainingszwecke).

For a summary and information in English click here.

Jeden Morgen könnte ich mich ärgern.
Mittags und am Abend auch!
Wenn ich sehe, was da draußen los ist,
dann grummelt es ganz laut in meinem Bauch.

Ich bin es leid, wenn ich lese oder höre,
Regenbogenfahnen soll’n nicht weh’n.
Dass lieber man die Umwelt mehr zerstöre,
als sich ein Windrad anzuseh’n.

Da möchte ich als Antwort einfach singen:
bleibt weg mit eurem herzlosen Blabla!
Erst recht sollen meine Lieder klingen.
Die Welt ist für uns alle da.

Lieben, freuen, solidarisch sein,
Aufsteh’n, schreien, ihr kriegt mich nicht klein!
Lieben, freuen, solidarisch sein,
Aufsteh’n, schreien, ihr kriegt uns nicht klein!

Warum soll’n wir Flüchtlinge nicht retten?
Nur weil sie nicht saßen in ’ner Jacht?
Und ganz arg sind Erbsenbrei-Buletten!
Hat Onkel Grummel gestern erst gesagt.

Queere Menschen als Bedrohung?
Gerechtigkeit nur, wenn du weiß und reich?
Was soll denn diese törichte Verrohung?
Menschenrechte sind für alle gleich!

Da werde ich als Antwort einfach singen:
bleibt weg mit eurem herzlosen Blabla!
Erst recht sollen meine Lieder klingen.
Die Welt ist für uns alle da.

Lieben, freuen, solidarisch sein,
Aufsteh’n, schreien, ihr kriegt mich nicht klein!
Lieben, freuen, solidarisch sein,
Aufsteh’n, schreien, ihr kriegt mich nicht klein!

Ihr kriegt uns nicht klein.

Oh nein!

This is a song about how I could be annoyed and grumpy every day because of the things that are going on in the world – rainbow flags aren’t allowed, protection of the environment doesn’t seem important any more, refugees aren’t saved at sea, and vegan food is the worst anyway, says Uncle Grumple.

And I want to sing against this, to talk about human rights, to protect queerness, to be loud and stand up against all kinds of injustice and not be silenced.

Written and recorded on the 28th of June 2025. You are allowed to sing the song if you like. But if you use any parts of it, be it words or music, to train AI, you shall forever be stuck on the loo with no paper and an empty smartphone battery on a hot day (translation: my work must not be used to train AI. Not ever.)

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Filed under Meinung, Musik

Wochenschnipsel 2526

Gerade hatte ich nach langem mal wieder das „Präludium in gotischem Stil“ op. 28 von Clara Faisst herausgekramt, um zu schauen, ob ich es noch kann (hm… jein) und fand es wie so oft sehr faszinierend, dass die Schwingungen der Basssaiten bei manchen Akkorden bis in die Tasten und somit in meine Fingerspitzen zu spüren sind. Was für ein tolles Gefühl, Töne so zu erleben! E-Pianos haben sicher ihre Berechtigung, aber sowas können sie einfach nicht.

Und dann guckte ich auf die Uhr und unterbrach das Klavierspiel lieber mal, um die heutigen Wochenschnipsel noch am Vormittag zu schreiben und zu veröffentlichen.

Schön, dass Du da bist und sie liest!

Ich habe mein Shortbread-Rezept versprochen. Wen das nicht interessiert, hier klicken und drüberhüpfen.

Im Grunde ist Shortbread total simpel zu machen, wenn man die 1-2-3-Formel beachtet. Ein Teil Zucker, zwei Teile Butter, drei Teile Mehl. Ich nehme sehr gerne braunen Zucker und Dinkelmehl, es geht aber auch mit anderen Mehlsorten (Vollkorn hab ich noch nicht probiert) und natürlich auch mit weißem Zucker. Die Butter sollte möglichst weich sein, damit sie sich gut verarbeiten lässt. Für Shortbread-Rundlinge 50g Zucker mit 100g Butter gut verrühren. Nach und nach 150g Mehl dazu. Dann den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche und eine dicke Stange daraus rollen, etwa 4 bis 5cm im Durchmesser. Diese Teigstange nehmen und in Frischhaltefolie gewickelt eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen. Nicht drin vergessen! Wenn der Teig zu kalt ist, bröckelt er zu stark. Je nach Ofentyp vorheizen oder auch nicht. Gebacken wird das Shortbread bei 175 Grad (Celsius). Wenn der Teig fertig geruht hat, ein wenig Zucker (da eignet sich der braune am besten) auf ein Brett streuen und den Teig darin rollen. Die Außenseite darf schön zuckrig werden. Dann in Scheiben schneiden, nicht zu dick, 5 bis 7mm sind meist gut. Ab aufs Backblech und 10 bis 15 Minuten backen. Abkühlen lassen, genießen.

Letzte Woche waren wir zweimal im Kino, beides Mal in Filmen mit Musikbezug. Den Anfang machte „Der letzte Takt“, ein isländischer Film – dass das recht skurril werden könnte, war mir vorher klar. Wie skurril es würde, damit hatte ich nicht gerechnet. Aber mich sehr amüsiert. Der andere Film war „Die leisen und die großen Töne“ aus Frankreich. Auch der hat mir gut gefallen, trotz oder vielleicht auch wegen der vielen Parallelen zu „Brassed off“ (einer meiner Lieblingsfilme, die Dialoge kann ich mitsprechen).

Das hieß natürlich „Allein-Zeit“ für die Hunde, aber sie können das recht gut. Wir haben ein kleines Ritual, wenn wir das Haus verlassen und die Hunde nicht mitkommen können, und es ist schön zu sehen, wie vor allem der wilde Hund darauf achtet, dass alles genau so gemacht wird.

Mit dem kleinen alten Hund war ich beim Tierarzt für die jährliche Impfung. Es geht ihm gut für seine fast 16 Jahre, aber natürlich müssen wir damit rechnen, dass das nicht so bleibt. Die Assistenz in der Praxis war ganz erstaunt, als ich erzählte, dass wir am Feiertag mit den Hunden in einem Lokal waren und dass sie das prima machen, denn sie meinte, dass gerade alte Hunde in fremder Umgebung oft sehr unleidig werden. Klar, unleidig sein kann der kleine alte Hund ganz hervorragend, aber wenn er weiß, dass wir da sind, geht es meist gut.

Mein Belegexemplar einer Orgelsonate von Maria Gary, die ich herausgeben durfte, ist inzwischen auch angekommen und gerne hätte ich das verlinkt, aber die Verlagsseite ist gerade nicht erreichbar. Vermutlich bastelt irgendeins dran herum.

Ein Link zum „Berceuse“ (Wiegenlied) von Hedwige Chrétien geht aber, und wer sich für den Hintergrund zum Video interessiert und Englisch liest, kann hier gucken.

Gestern Nacht tanzten Glühwürmchen in unserem Garten und ich schrieb bei Mastodon davon und war heute Morgen ganz verwundert und auch entzückt darüber, wie viele Menschen das gelesen und sich darüber gefreut haben.

So viel für heute. Bis bald hier oder woanders! 🙂

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Filed under Leben mit Hund, Musik, Rezepte

„Berceuse surprise“ – the story behind the video

Sometimes a recording doesn’t go quite as planned and sometimes the result still deserves to be shared.

A few years ago, one of the singers in one of my choirs invited me to play on his baby grand. G. had bought this instrument for his own pleasure, having learned to play the piano when he was near retirement age. All his life, he had been working hard. He had dreamed of becoming a farmer, but worked in a stone pit instead. However, he kept bees and owned several apple trees. And he loved music. He sang bass and always tried to support his fellow singers.

So, one sunny summer day, I went to his place and first there was coffee and cake and both G. and his wife were delighted that I had accepted their invitation.

When I sat down at the piano, I also made a few recordings (videos), without much ado. The piano wasn’t perfectly in tune, but it was nice enough, and I really enjoyed playing.

In the middle of Hedwige Chrétien’s „Berceuse“ (lullaby), something happened that doesn’t happen in a studio (or at least shouldn’t!). The phone rang. I continued playing, and when I listened to the recording afterwards, I thought that the phone sound didn’t ruin the whole thing, but actually made it interesting.

So I decided to keep the video and I even published in on my Vimeo channel. I have since moved my video publishing activity to PeerTube so you can watch the video there, if you like.

I have found memories of G. He passed away one and a half years after I had played at his house. I had the honour to sing a solo for him at his funeral. He had once mentioned that he loved a certain piece by Mozart and wanted this piece to be sung at the memorial service and his wife was so glad that I remembered when the time came. It wasn’t an easy task – I had liked G. a lot and in the same year, my mother had died, but he had, perhaps unknowingly, given me so much that I wanted to give back at least a little.

Another reason to keep the video! Every time I’m playing the piece I’m thinking of G. and his wife continues to sing in the choir so we share this passion.

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Wochenschnipsel 2525

Schrieb ich letzte Woche noch davon, dass es für mich am besten passt, wenn ich die Wochenschnipsel bereits am Vormittag verfasse und veröffentliche, zog es mich heute morgen erst einmal aufs Rad und zur Orgel. Zurück am Schreibtisch warteten erst einmal einige andere Aufgaben auf mich, so dass die heutigen Wochenschnipsel erst jetzt am Nachmittag fertig sind.

Einige haben mich im Fediverse nach dem Rezept für die kalte Gurkensuppe gefragt.

Das teile ich doch gerne!

Für zwei Teller braucht es

  • eine kleine Salatgurke, geschält und gewürftelt
  • 125ml Buttermilch
  • 250g Joghurt
  • 50ml Sahne
  • Zitronensaft
  • geriebener Ingwer, Chiliflocken, Salz, Pfeffer

Die Gurkenwürfel mit der Buttermilch, dem Joghurt, dem Zitronensaft und dem Ingwer (nicht zu viel nehmen, ein halber Teelöffel macht es sehr ingwerig!) pürieren. Abschmecken mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken.

Eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Dann die Sahne hinzu und nochmal pürieren. Es darf ruhig schön schaumig werden.

Zum Servieren mit Minzblättern und/oder Chiliflocken garnieren.

Letzte Woche wurde eine „meiner“ zwei Orgeln gestimmt und diesmal war mal wieder jemand von der Orgelbaufirma da, dem man den Spaß an der Arbeit richtig anmerkte und ich glaube, er fand es auch schön, dass jemand dabei assistierte, die die Orgel gut kennt und sich auch dafür interessiert und nicht einfach nur Tasten hält.

Am Sonntag hatte ich einen Vertretungsdienst bei einer Taufe. Das hat Spaß gemacht und in ein paar Tagen werde ich nochmal in dieser Gemeinde sein.

Außerdem habe ich einen kleinen Lastenrad-Test gemacht. Nachdem ich zum Gemeindefest am Pfingstmontag mit vollen Packtaschen unterwegs war und noch eine Ukulele auf dem Rücken trug, meinte eine Bekannte, ich bräuchte vielleicht ja doch noch ein Lastenrad. Sowas finde ich schon spannend, aber wenn Lastenrad, dann nur eines, mit dem ich auch mein Akkordeon transportieren kann. Ein Sänger aus einem meiner Chöre besitzt ein „Muli“, das ich interessant finde, weil der Lastenkorb klappbar ist, und kam am Wochenende vorbei, damit ich mal Akkordeonkoffer einladen konnte. Alle möglichen Größen hab ich ja da und ausprobiert und sie passten alle. Probefahren durfte ich auch und das machte viel Spaß. Aber noch ist keine Entscheidung getroffen.

Was gab es sonst? Ich habe Briefe geschrieben (mit Papier und Tinte); lese gerade „Unsichtbare Frauen“ von Caroline Criado-Perez; habe Shortbread gebacken (wenn das Rezept interessiert, kann ich es auch mal hier teilen); habe mich über Hundemenschen aufgeregt, die trotz Leinenpflicht ihr Tier frei laufen lassen und dann meine Hunde ganz mitleidig fragen, ob sie denn nicht auch spielen wollen; stricke an einem großen Tuch herum (hoffentlich bald fertig!) und habe außerdem ein verspätetes Geburtstagsgeschenk bekommen: einen Band mit Klaviermusik von Komponistinnen. Viel Zeitgenössisches, aber eher „Neo-Klassik“, also nix mit grafischer Notation oder ähnlichem, und ansonsten einiges von Barock bis Impressionismus. Gut, so eine Sammlung zu haben.

Vielen Dank fürs Lesen und bis bald!

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Filed under Musik, Rezepte

Wochenschnipsel 2524

Vor lauter Schwelgen am Klavier mit Werken von Friedrich Gernsheim, Alice Mary Smith, Emilie Mayer, Henriette Bosmans und Samuel Coleridge-Taylor hab ich fast meine übliche „Blog-Zeit“ vergessen. Ich habe festgestellt, dass der Vormittag die beste Zeit ist, meine Wochenschnipsel zu schreiben und auch online zu stellen.

Was gibt es Neues?

In den nächsten Tagen erwarte ich Post. Ich habe einige Noten bestellt und Kleinkram für die Ukulele, und Stimmgabeln, weil ich in jeder Tasche eine haben möchte. Mauri von TeleTunes hat eine neue Flöte entworfen, die vom Klang an eine Orgel erinnern soll, und dass ich die bestellt habe, sollte niemanden verwundern. Die Post aus Finnland wird aber sicher etwas länger brauchen.

Ich habe neue Orgelvideos aufgenommen. Eines gab es schon am Pfingstsonntag bei PeerTube zu hören, das andere folgt nächsten Sonntag.

Orgel gespielt habe ich natürlich auch, sowohl am Pfingstsonntag als auch am Pfingstmontag und nicht nur Orgel, sondern auch Ukulele und Stagepiano und Blockflöte. Die neue Sigo durfte am Montag mitkommen und zog einige neugierige Blicke auf sich. Aber der „Star“ bei den Kindern war eindeutig meine Kala Konzert-Ukulele in „sparkling champagne“. Glitzer ist toll. Nach dem Familiengottesdienst am Montag durfte ich noch einigen interessierten Kindern die Orgel zeigen und ich hoffe, sie kommen dann auch alle zum nächsten Kuschelkissenkonzert im September.

Mit dem wilden Hund übe ich zur Zeit wieder das freie Laufen im Garten und _nicht_ durch die Zaunlöcher zum Nachbarn verschwinden. Es klappt mal mehr und mal weniger. Dass er so einen starken Jagdtrieb hat und dass bei uns so viel Getier herumläuft, auf dessen Spuren der Hund gerne wandelt, macht die Sache nicht gerade leichter. Aber die kleinen Erfolge machen Freude und die Übungen im Garten machen so manche Situation beim Spaziergang auch einfacher.

Das Alter macht sich beim kleinen alten Hund nun doch immer öfter bemerkbar. Er hat Probleme mit dem Richtungshören, vor allem bei Geräuschen von hinten, und morgens braucht er eine Weile, bis er aus dem Körbchen kommt. Aber mit fast 16 Jahren darf ein Hund auch mal etwas langsamer werden. Er interessiert sich beim Spaziergang immer noch für alles mögliche und er frisst gut, also mache ich mir noch keine Sorgen.

Jetzt radle ich mal fix zum Supermarkt für ein paar Kleinigkeiten und am Nachmittag wartet Schreibtischarbeit auf mich.

Danke fürs Lesen und bis zu den nächsten Wochenschnipseln!

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Filed under Leben mit Hund, Musik

Wochenschnipsel 2523

Der wilde Hund liegt neben mir hier im Büro und schläft. Draußen regnet es schöne lange Bindfäden und wenn ich diesen Beitrag fertig getippt habe, werde ich Briefe beantworten. Ja, so richtig mit Papier und Tinte und Briefmarke. Briefe schreiben ist seit vielen Jahren ein Hobby von mir und ich habe einige sehr fleißige Brieffreundinnen, mit denen ich mich zu allen möglichen Themen austausche. Tatsächlich gibt es auch Menschen, die ich online kennengelernt habe, mit denen ich inzwischen auch regelmäßig per Brief korrespondiere.

Letzte Woche war Feiertag, Christi Himmelfahrt, und ich habe „Orgelvertretung“ bei einem Freiluftgottesdienst gehabt – ohne Orgel, aber mit Stagepiano. Ein etwas in die Jahre gekommenes Roland FP 80 war es, aber ich habe mich wohl wacker genug geschlagen, denn hinterher kam ein Mensch und sagte, mein Klavierspiel sei „so professionell“ gewesen. Da an diesem Tag gleichzeitig auch Traktortreffen war, bin ich kurzerhand mit dem Traktor zur kirchenmusikalischen Arbeit gefahren und das wurde im Gottesdienst bei den Bekanntmachungen dann auch erwähnt und es gab Applaus dafür.

Da wir ein in Hessen doch nur selten auftretendes Exemplar haben, durfte ich im Laufe des Tages einige Fragen zu unserem Traktor beantworten. Dass ich den nur fahre, um „um jeden Preis aufzufallen“, wie ein Mensch vermutete, ist allerdings nicht richtig.

Ich habe ein neues „Platz für alles mögliche“-Notizbuch begonnen und gleich mal ein Gedicht geschrieben und zwei Ukulele-Lieder. Die werde ich wahrscheinlich irgendwann veröffentlichen. Das Gedicht wohl nicht.

Am Wochenende hatte ich frei. Das war auch mal schön, zumal mit Pfingsten ja gleich wieder mehrere Dienste anstehen.

Wer es verpasst hat, vor ein paar Tagen habe ich über die Buchreihe „Die Abartigen“ von Sascha Raubal geschrieben und freue mich schon sehr auf das nächste Buch aus Saschas Feder.

Soweit die Wochenschnipsel für heute – wir lesen uns spätestens nächste Woche wieder!

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Aus meinem Bücherschrank: „Die Abartigen“ von Sascha Raubal


Gestern ist der 12. und letzte Band der Serie „Die Abartigen“ von Sascha Raubal erschienen. Wer die Bücher noch nicht kennt, hat jetzt die wunderbare Gelegenheit, mit Band 1 anzufangen und nicht jedes Mal drei Monate warten zu müssen, bis endlich der nächste Band erscheint.

Aber mal von Anfang an.

Ich habe Sascha und seine Geschichten hier im Blog schon häufiger erwähnt. Das erste Mal im November 2023, als ich durch Zufall seinen Kurt entdeckte. Den ersten Band dieser aus vier Büchern bestehenden Reihe hatte ich eigentlich als Geschenk für jemanden gekauft, dann aber reingelesen und festgestellt, dass dieser Jemand das Buch wahrscheinlich nicht mögen würde. Deshalb habe ich es behalten und mir schon während des Lesens des ersten Bands gleich alle anderen bestellt.

Das nur am Rande – ohne Kurt wäre ich wahrscheinlich nicht zu den „Abartigen“ gekommen.

Der erste Band dieser Serie erschien im September 2022, und ich fing „late to the party“ vor gut einem Jahr mit dem Lesen an. Eigentlich bin ich überhaupt nicht die Zielgruppe. Denn weder Fantasy noch Abenteuerromane sind üblicherweise meine erste Wahl und den Serientitel finde ich ausgesprochen spröde und kann ihn bis heute nicht wirklich leiden.

Aber!

Sascha ist ein toller Geschichtenerzähler und hat eine hochinteressante Welt geschaffen, in die ich mehr und mehr eingetaucht bin und nachdem ich mich durch die ersten Bände hindurch „gefressen“ hatte wie die Raupe durch den Apfel, war klar, dass ich alles lesen wollte und so begann letzten Sommer auch für mich die Zeit des ungeduldigen Wartens auf den jeweils nächsten Band.

Sascha schreibt über sein Werk:


Die Abartigen sind unter Low Fantasy einzuordnen, mit einem kleinen Happen SciFi in der Vorgeschichte. Weder Zwerge noch Trolle, Elfen oder Drachen treiben sich hier herum, und auch Magie gibt es keine. Es erwarten die Leser Abenteuer, gefährliche Bestien, gar schrecklich verkommene Sitten, Liebe (in erträglichen Dosen) und eine Freundschaft, die auf eine verdammt harte Probe gestellt wird.

Auf die Probe gestellt wurde ich auch. Es geht in den Büchern teilweise hoch her. Es wird geflucht (was mich nicht stört), es wird gekämpft und es fließt Blut (damit komme ich auch klar), es gibt viele Gelegenheiten, mit den Protagonisten und Protagonistinnen mitzufiebern und zu hoffen, dass sie aus schier unmöglich erscheinenden Situationen irgendwie wieder herauskommen. Ich bin nicht zimperlich, aber dass nicht alle Figuren das Ende der Geschichte erleben, ging mir teilweise doch nah. Ich verrate jetzt nicht, wer und wann und wieso. Das dürft Ihr selber lesen 🙂

Ich mag Saschas Art zu schreiben und kann die „Abartigen“ wirklich empfehlen, weil unglaublich viel in ihnen steckt.

Es ist eine Geschichte über das Menschsein, über Verschiedenheit und den Wunsch, dazu zu gehören, aber auch über das Bedürfnis, sich abzugrenzen.

Es ist eine Geschichte über Sehnsüchte und Träume, Liebe und Freundschaft, Verrat, Missgunst, Entscheidungen, Glauben, Zweifel und Veränderung.

Es ist eine Geschichte, die in einer ganz eigenen Welt spielt und trotzdem der unsrigen ein Stückweit ähnelt. Sascha versteht es hervorragend, aktuelle Entwicklungen in seine Bücher einzubauen und an Themen unserer Zeit Kritik zu üben, ohne dabei mit erhobenem Zeigefinger zu agieren oder einfache Lösungen anzubieten.

Friede-Freude-Eierkuchen gibt es bei den „Abartigen“ nicht, dafür aber spannendes Lesevergnügen, interessante und vielschichtige Charaktere und jede Menge Überraschungen.

Kurze Inhaltsangaben zu den einzelnen Bänden gibt es bei Sascha und die Bücher könnt Ihr als Print oder e-book bestellen.

Apropos e-book, es gibt da auch „Raubals Kurze“, eine prima Gelegenheit, Saschas Schreibstil kennenzulernen.

Wer nichts von Sascha verpassen möchte, hat die Möglichkeit, einen Newsletter zu abonnieren oder schaut regelmäßig auf seiner Website vorbei.

Oder hier im Blog. Ich bin sicher, ich werde das nächste Werk aus Saschas Feder auch in meinen Bücherschrank stellen und dann darüber berichten.

Frohes Lesen!

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